Guten Abend zusammen
Im Grunde weiß ich gar nicht, warum ich hier schreibe und was ich berichten kann. Denn eigentlich bin ich glücklich in meiner Beziehung...aber genau dieses eigentlich macht mir zu schaffen. Wir können über alles reden, sind uns in wichtigen Grundfragen einig, ich freue mich jedes mal, wenn ich ihn sehe und bin einfach glücklich, wenn ich in seinen Armen liegen kann. Klingt ja soweit perfekt, wären da nicht meine Gedanken...
Zum besseren Verständnis erst einmal ein paar Eckdaten: Ich (20) bin mit meinem Freund (21) seit 3,5 Jahren zusammen. Seit kurzem wohnen wir beide in der gleichen Stadt, weg von unseren Elternhäusern, nicht in einer Wohnung, aber er ist die meiste Zeit bei mir. Vor ihm hatte ich nur eine Beziehung (1,5 Jahre) und sonst keine sexuellen Erfahrungen außerhalb.
Warum ich das so explizit erwähne, führt gleich zu meinem ersten "Problem". Ich habe Angst, etwas zu verpassen. Es gibt einfach bei fast jedem eine Zeit, in der er/sie sich die Hörner abgestoßen hat, wie man so schön sagt. Das gab es bei mir nicht und wenn ich mit meinem Freund zusammen bleiben will, wird es das auch nie geben. Eigentlich weiß ich ja schon, dass ONS und dergleichen nichts für mich sind, aber die Neugier besteht trotzdem und diese "Gefangenheitsgefühl", weil ich es eben nicht "dürfte", wenn ich wollte.
Verpassen aber auch in dem Sinne, jemanden völlig neu kennenzulernen. Dazu muss man sagen, ich kannte meinen beiden Freunde schon seit ich Kind war. Dieser ganze Datekram mit Kennenlernen und Familien vorstellen usw, das gab es einfach nicht.
Meine zweite Befürchtung ist, dass ich zwar glücklich bin, das lässt sich nicht verleugnen, es aber nicht an meinem Freund als individuelle Persönlichkeit liegt, sondern an seiner "Funktion" als Freund. Woran ich das festmache, weiß ich selbst nicht, es gibt einfach ein paar Eigenscahften, von denen ich mir wünschen würde, mein Freund besäße sie. Andererseits kann ich mir ncit vorstellen, dass er auf einmal "weg" wäre, es würde mich unglaublch traurig machen und auch als ich im Urlaub war für 10 Tage, habe ich ihn sehr vermisst. Es ist auch keinen Fall so, dass ich nichts sagen könnte, was ich an ihm liebe, nur gibt es auch etwas, was mir fehlt.
Ging es jemandem schon einmal ähnlich? Sind solche Gedanken in einer längeren Beziehung normal? Was meint ihr dazu?
Vielen Dank, wenn ihr bis hierher gekommen seid und natürlich für alle Antworten
P.S. Vielleicht kommen diese Überlegungen auch teilweise davon, dass ich mich im Moment generell etwas "überfordert" fühle, weil ich immer mehr merke, dass ich nicht so bleiben kann, wie ich bin. Allerdings hatte ich diese Gedanken jetzt schon öfter mal phasenweise


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