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Thema: Gottes tiefen Trost

  1. #1
    Bestseller Autor Avatar von Bernhard
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    Standard Gottes tiefen Trost

    Einen lieben Menschen zu verlieren ist ein grosser Schmerz.

    Trostworte von Menschen helfen uns oft nicht weiter. Der schwergeprüfte Hiob sagte zu seinen Freunden: «Ihr alle habt nur schwachen Trost zu bieten». (Hiob 16, 2)

    Allein Gott kann uns durch sein Wort richtig trösten. Wir können mit ihm über den Schmerz reden. Er versteht und kennt unser Leiden. In Jesus ist Gott Mensch geworden und hat selber Schmerz und Trauer erfahren. Darum ist er nicht weit weg von unserem Leiden.

    Trotzdem finden wir auf die Frage: «Warum?» vielleicht keine Antwort. Wenn uns Gott vor dem Leid ein Fremder war, neigen wir dazu, ihn zu verurteilen. Wenn wir ihn aber als persönlichen Gott kennen, können wir trotz dem Leid auf ihn zählen.

    Gott liebt uns, auch wenn wir sein Tun nicht begreifen. Er sagt durch den Propheten Jesaja im Kapitel 55 Vers 9: «Denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind auch meine Wege viel höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.»

    Wir dürfen dem Schmerz und der Trauer Raum geben. Gelebte Trauer bringt uns weiter. Verdrängen hilft nichts. Auch Jesus weinte, als sein Freund Lazarus starb (Johannes 11, 35).

    Unsere Gedanken dürfen aber nicht an der Vergangenheit haften bleiben. Loslassen gehört zu unserem Leben.

    Loslassen bedeutet nicht, alles, was man mit der Person erlebt hat, zu vergessen. Es bedeutet, wieder für einen neuen Lebensabschnitt offen zu werden.

    Ich möchte alle ermutigen, im Wort Gottes zu lesen und von Jesus selbst Hilfe zu erwarten, der gesagt hat: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben. Nehmt meine Herrschaft an und lebt darin! Lernt von mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Überheblichkeit. Bei mir findet ihr, was euerm Leben Sinn und Ruhe gibt. Ich meine es gut mit euch und bürde euch keine unerträgliche Last auf.» Matthäus 11,28-29

    Sich bei Gott geborgen wissen, ist eine entscheidende Hilfe bei der Verarbeitung der Trauer.

    Ich wünsche allen Trauernden Gottes tiefen Trost und seinen reichen Segen.

  2. #2
    flo
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    Dennoch ist der Bezug zu realen Personen gehaltvoller. Einfach, weil das Miteinander ein reales ist.

    Zudem finde ich es bedenklich, dass du Texte aus der Bibel zitierst und somit den Gott der abendländichen Religion in den Fokus bringst. Ich glaube nicht, dass eine Weltreligion gut für Jemanden ist, der Leid verarbeiten möchten. Einfach, weil die Dogmen die, die Kirche einen jeden aufsetzt von individuellen weg geht.
    Man muss auch sein Leid leben um intensiv zu leben...

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Sephiroth
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    hier muss ich flo im ersten moment recht geben!

    ich befinde mich gerade an einem psychologisch gesehnem "tiefpunkt", und habe in den letzten tagen dieser depression auch mal die aussagen zur tageslosung gelesen ... warum? weil sie einem immer nur gutes verheißen und so etwas gibt einem in schlechten momenten immer ein wenig halt ...

    doch is dieses von bernhard verkündette "paradies" nich doch nur eine ecke in die man sich verkriechen kann?auch das aufgeben seiner werte und prioritäten, um sich zb einer religion anzuschließen, um dann ein gutes leben zu führen kann eine möglichkeit sein!
    doch ist es dann nicht in wirklichkeit nur ein leben ohne augen?
    es ist einfach wegzusehen sich anderen meinungen anzuschließen oder einfach ein schönes leben zu führen!

    möchte nicht sagen, das es schlecht ist sich zb der kirche zu unterstellen und sich deren meinung anzueignen...
    es sind sicher gute werte, die dort vermittelt werden... jedoch wirken diese vorteile widerum gegen das, was erreicht werden soll, denn sie trennt die menschen widerum und macht sie so zu "feinden"

    es ist deshalb auch wider falsch zu sagen, das es nicht richtig ist kranke menschen mit einer weltreligion zu heilen/befreihen/bekehren .....usw.

    das problem ist wohl der mensch an sich und seine psyche

    dazu kommt mir eine frage auf, dessen antwort mich sehr interessieren würde!

    wenn ein mensch denkt er ist glücklich, weil ihm diese meinung vorgegeben wird, ist er dann auch wirklich glücklich?
    Oh quam sancta, quam amoena

  4. #4
    flo
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    Ich würde sagen diese Werte sind doch nicht Werte von der Kirche. Sondern, welche die von Moral zeugen. Wenn man Ahnung von Geschichte hat weiß man, dass gerade die Kirche jene Wert nicht richtig vereinbaren kann.

    Jeder sozial und gesund denkende Mensch kann sich diese Werte verinnerlichen.
    Man muss auch sein Leid leben um intensiv zu leben...

  5. #5
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    Hallo Bernhard

    Ich bezweifle, dass mir Gottes Wort allein genügen würde um über meinen Schmerz hinweg zu kommen. Gottes Wort kann eine Hilfe sein. Sie kann mir aber nicht die Herzenswärme eines Menschen geben, der mich in den Arm nimmt und mir in meiner Trauer sagt: Ich bin für dich da.

  6. #6
    Neuling
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    Zitat Zitat von flo
    Dennoch ist der Bezug zu realen Personen gehaltvoller. Einfach, weil das Miteinander ein reales ist.

    Zudem finde ich es bedenklich, dass du Texte aus der Bibel zitierst und somit den Gott der abendländichen Religion in den Fokus bringst. Ich glaube nicht, dass eine Weltreligion gut für Jemanden ist, der Leid verarbeiten möchten. Einfach, weil die Dogmen die, die Kirche einen jeden aufsetzt von individuellen weg geht.
    Hallo, liebe Flo. Hier muß ich Dir ein wenig widersprechen. Ich habe feststellen müssen, daß Menschen, die glauben, nicht ganz so tief in ein Loch fallen, wenn sie einen geliebten Menschen verlieren, wie ein Atheist. Manchmal habe ich diese Menschen beneidet. Das heißt nicht, daß sie nicht dieselben Schmerzen empfinden, sie finden aber Trost bei Gott, bei ihrem Glauben - ob das nun der christliche Glaube ist oder ein anderer. Und auch sie brauchen die Bezug zu realen Personen - die meisten jedenfalls.

    Auch ich bin nicht gerade ein Sympathisant der "abendländischen" Religion, wie Du schreibst. Die christliche Religion hat - so wie die meisten anderen auch - zu viele Dogmen. So sehe ich das auch. Aber jeder Mensch hat seinen eigenen Glauben - der eine glaubt an Gott, der andere glaubt, daß es keinen gibt. Und jeder steht zu seinem Glauben. Und jeder hat das Recht, seinen eigenen Glauben zu äußern - so auch Bernhard. Wenn er auch in meinen Augen - das sehe ich wie Du - zu sehr die Bibel zititiert. Man kann das Gefühl bekommen, daß er nicht mehr selbständig denken kann, sondern die Bibel für ihn denkt, daß er der Bibel und ihren Worten die Verantwortung für sein Leben übergibt. Wenn ich die Kommentare von Bernhard lese, muß ich immer an meine Schwiegeleltern denken, die jetzt verstorben sind. Beide waren Zeugen Jehovas (mein Mann selbst hat diesen Glauben abgelehnt). Nach dem Tod meines Mannes haben sie ständig versucht mich zu bekehren, in ihre Reihen einzutreten, das wäre die einzige Möglichkeit, meinen Mann irgendwann einmal wiederzusehen. Wenn ich ihn wirklich geliebt hätte, wäre das die einzige Möglichkeit, es zu zeigen und zu beweisen. Auch sie haben ständig mit Bibelzitaten "um sich geworfen". Letztendlich habe ich den Kontakt abgebrochen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Als Atheist konnte ich einfach keinen Trost in den Bibelworten finden, ganz im Gegenteil, es hat mich wütend gemacht. Heute glaube ich an ein Leben nach dem Tod, aber anders als es der christliche Glauben z.B. lehrt.
    Das Licht am Ende des Tunnels kann auch ein Idiot mit einer Laterne sein

  7. #7
    flo
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    Hexchen du hast mir mit deinem letzten Artikel eher indirekt zugestimmt als widersprochen. Ich habe nie gesagt, dass der individuelle Glauben der Menschen negativ behaftet sei. Nur, dass der rein christliche Glaube von diesem individuellen Glauben weg geht.
    Man muss auch sein Leid leben um intensiv zu leben...

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