Hallo,
Ich versuche mich wirklich kurz zu fassen um mein momentan wesentliches Problem zu schildern. Die Leidensgeschichte muss man sich auch nicht durchlesen
--Leidensgeschichte (das eigentliche Problem kommt unten) ---
Ich weiß das ich schon längere Zeit an Zwangsgedanken leide. Es fing ganz früh an mit Religiösen Zwangsgedanken und zwanghaften Prophezeiungen. Da war ich vielleicht 7. Als ich in die Pupertät kam waren die Zwangsgedanken eigentlich verschwunden. Als ich dann meine erste Freundin mit 15 kennen lernte. Entwickelte ich wieder Zwangsgedanken und Verlustängste. Ich bekam Angst ich könnte evtl. Schwul werden und sie somit verlieren. Als das einigermaßen überstanden war kamen Pädophile Zwangsgedanken hinzu (ich könnte Kinder attraktiv finden) und der Zwangsgedanke, dass ich meine Mutter attraktiv und anziehend finden könnte. Weiterhin kamen erneut Religiöse Zwangsgedanken (ein Gott könnte mit bestrafen). Obwohl ich eigentlich mich dem christlichen Glauben abgewandt hatte.
Ich konnte die Zwangsgedanken nach einer Weile alleine in den Griff bekommen. Ich bin jetzt in einer neuen Beziehung und bin 22 Jahre alt, in den letzten 4 Jahren wo ich mit meiner neuen Freundin zusammen war hatte ich so gut wie keine Zwangsgedanken mehr. Leider kamen sie jetzt nach unserem Umzug in eine neue Stadt wieder. Vielleicht war es der Stress ich weiß es nicht. Sie sind nun schlimmer als je zuvor. Es sind nun aggressive Zwangsgedanken hinzu gekommen (Angst das ich meine Freundin mit einem Messer erstechen könnte etc.).
---Leidensgeschichte Ende --
-Eigentliches Problem -
Mir ist in der ganzen Zeit aufgefallen das des öfteren Gründe aus der Kindheit auch ein Auslöser dieser Zwangsgedanken sein können. Mir schwebt ein Ereignis in letzter Zeit in Gedanken wo ich für Zwangskranke typisch extreme Schuldgefühle empfinde. Evtl. rührt daher auch meine Angst vor Pädaophilie.
Als ich ungefähr 12-13 Jahre alt war ich mit meinen Eltern und einer befreundeten Familie in den Urlaub. Die andere Familie hatte ein jüngeres Kind, um das ich mich auch gekümmert habe und mit ihr gespielt habe. Ein ca. 6-7 Jähriges Mädchen (bei dem Alter bin ich mir nicht mehr ganz sicher).
Auf jeden Fall kam mir irgendwann die kranke Idee ich könnte ja irgendetwas sexuelles mit diesem Mädchen machen. Vielleicht kam mir die Idee weil sie immer so anhänglich war und auch irgendwie "verliebt" in mich war oder mich angehimmelt hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Zwangsgedanken und hatte wirklich diesen "Plan" oder diese "Idee" im Kopf. Eines Tages haben wir gespielt und ich bin mit ihr ins Schlafzimmer meiner Eltern gegangen wo sie sich auf das Bett gelegt hat. Ich habe mir nur über sie gebeugt und sie angeschaut. Dabei wurde mir schlagartig klar das ich so etwas niemals machen könnte und sie einfach noch ein kleines Kind ist. Also habe ich um die Situation irgendwie zu entschärfen und lustig wirken zu lassen ihr 2 Küsschen auf die Wange gegeben und bin mir ihr wieder raus gegangen und wir haben weiter irgendetwas gespielt.
Ich habe wegen diesem Ereignis unglaubliche Schuldgefühle. Ich entwickel generell sehr schnell für alles mögliche Schuldgefühle aus Angst ein schlechter Mensch sein zu können. Ich sehe mich nicht in der Lage selbst zu beurteilen in wie besorgniserregend oder in wie schwerwiegend dieses Ereignis ist.
Wegen diesem Ereignis fällt es mir umso schwerer meine Zwangsgedanken in Bezug auf Pädophilie abzulegen, weil ich nicht mehr in der Lage bin zu beurteilen ob es nur Zwangedanken oder ich vielleicht doch ein ekelhafter perverser Pädophiler bin der evtl. mal vor gehabt hat ein Kind zu missbrauchen. Ich fühle mich wirklich schlecht
Vielen Dank im Voraus
PS: Ich bin momentan dabei intensiv nach einem Therapeuten zu suchen (es ist gar nicht so einfach als Kassenpatient)


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