Hallo allerseits,
bei mir geht es um folgende Problematik:
Ich habe immerzu Angst, was andere Leute von mir denken könnten, und deswegen behindere ich mich extrem selbst, tue gewisse Dinge nicht, vermeide besondere Orte usw.
Angefangen hat alles mit der damaligen Trennung von meinem Freund, der mich auf übelste Art und Weise belogen und betrogen hat, heimlich hinter meinem Rücken gemeinsamen bekannten oder befreundeten Mädels unmoralische SMS/Emails geschickt (mind. 15 Mädels), Freunde belogen, Schulden aufgebaut und niemals bezahlt usw., und das, obwohl er der Traummann schlechthin war, der mich auf Händen getragen hat und bei den meisten sehr beliebt war. Das hat damals einen sehr heftigen Vertrauensbruch meinerseits bedeutet, auch den ganzen betroffenen Personen gegenüber, da ich vieles erst viel später erfahren habe, als dass es die Runde gemacht hat ... Ich habe mich lange vergraben und Abstand von vielen genommen, mit denen ich mich vorher sehr unbefangen und gut verstanden habe.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich mit einer Bekannten zusammengezogen, die kurz darauf (gewollt) aus einer Affäre schwanger wurde. Nachdem ich teilweise noch sehr depressiv aufgrund der Trennung war, konnte ich mir an diesem Punkt nicht vorstellen, alleine zu sein bzw. zu wohnen, also haben wir uns entschlossen, die WG bestehen zu lassen mit Kind und ihrem Hund. Damit setzte sich die wohl schwierigste Phase meines bisherigen Lebens geradewegs fort. Ich habe eine harte Zeit in dieser WG mitgemacht, musste mit ansehen, wie sie ihren Hund immer schlechter behandelte und ihre Launen an mir auslies. Das ganze ging so lange, bis ich nach zwei Jahren endlich den Mut fand, auszuziehen. Nun kann ich allerdings keinen sauberen Schlussstrich unter die Sache ziehen, denn zuviel verstrickt mich noch mit ihr bzw. kann ich einfach nicht loslassen. Da ist zunächst einmal das Problem, dass ich ihren Sohn öfter mit zu meinen Eltern genommen habe, da der Kindsvater sich anfangs nicht wirklich gekümmert hat und meine Mutter sich gerne bereiterklärte, auch mal auf ihn aufzupassen, z.B. am WE, wenn wir weggegangen sind. Da ich wie gesagt kaum noch Kontakt zu ihr habe, habe ich nun sehr große Schuldgefühle, das Kind auch meinen Eltern entzogen zu haben, obwohl eigentlich keine engere Verbindung besteht bis auf die Tatsache, dass sie ihn öfters an Wochenenden hatten. Des weiteren hat der Vater, der sich mit meiner Ex-Mitbewohnerin heute noch nicht wirklich gut versteht und sehr unzuverlässig ist, was sein Kind betrifft, bei einigen Leuten sehr schlecht über mich geredet, was ich teilweise über dritte Personen erfahren habe. Er hat bei diesen sein Verhalten damit begründet, dass er es der Mutter ja nicht recht machen kann, und sie außerdem eine komische Mitbewohnerin habe. An sich ist diese Aussage nicht schlimm, allerdings bedeutet dies ja bei näherem Hinhören, dass er sich u.a. meinetwegen nicht um sein Kind gekümmert hat, in krasser Form. Das trifft mich ganz schön, und ich habe stets Angst Leute zu treffen, die seine Version der Sache kennen und nun schlecht von mir denken. Außerdem kenne ich die Ex-Freundin des Kindsvaters, von der er sich nur kurz bevor er Vater wurde getrennt hatte, und diese wiederum ist nun mit dem Ex-Freund der Mutter, also meiner alten Mitbewohnerin liiert. Beide sind seitdem sehr komisch und distanziert mir gegenüber, da ich mit ihr zusammengewohnt habe, vermute ich. Das belastet mich allerdings sehr, denn es bereitet mir Schuldgefühle, gerade gegenüber der Ex-Freundin des Vaters, da sie sicher sehr darunter gelitten hat, dass er plötzlich Vater geworden ist. Obwohl ich meinerseits dies nur aus dem wirtschaftlichen Aspekt eine Wohngemeinschaft heraus getan habe, und nicht, um Partei zu ergreifen. Was kann ich tun und wie komme ich aus dieser verzwickten Situation wieder heraus? Und wie kann ich endlich meine Trennung verarbeiten von vor drei Jahren? Mein Selbstwertgefühl hat sehr unter all dem gelitten, und ich habe meinen persönlichen Weg in den letzten Jahren fast aus den Augen verloren, da ich mir nur um diese Probleme Gedanken gemacht habe, die mich z.T. ja eigentlich nur indirekt betreffen. Ich mache bereits eine Therapie, fühle mich aber trotzdem total labil. Nun habe ich an eine Aufstellung gedacht ...
VG ...!


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