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Thema: große Sorge um sohn des partners! wie nur helfen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard große Sorge um sohn des partners! wie nur helfen?

    Hallo zusammen,
    ich wußte nicht genau wo ich mein Problem posten kann, darum habe ich nun diese Themenecke gewählt. Ich fasse mich kurz:

    Mein Partner hat aus seiner früheren Beziehung einen fast siebenjährigen Sohn. Er lebt seit der Trennung vor 4 Jahren bei seiner Mutter und dessen Partner. Umgangsrecht besteht, alle 14 Tage ist er bei uns.
    Die Mutter des Kindes kam von Anfang an nicht mit der Trennung zurecht, hat meinen Partner immer wieder vor Gericht gezerrt: Erst wollte sie alleiniges Sorgerecht, dann dass ihr neuer Partner den Sohn adoptieren kann... nachdem sie damit nicht durchkam haben extreme Sticheleien gegenüber uns, also dem Vater und mir, begonnen. Das geht seit fast 3 jahren so, sie ist davon besessen den Kontakt zu zerstören. Wir werden schlecht gemacht, in jeglicher Form. Wir wären Versager, hätten kein Interesse für ihn, kein Geld für ihn übrig, unsere Namen werden als Schimpfwörter benutzt usw... etliche gemeinsame Gespräche beim JuAmt scheiterten - das Kind wird als Waffe eingesetzt. Das der Junge schon lange einen psychischen Knacks hat, ist keine Frage...ich (bin übrigens Erzieherin) habe in meinem ganzen Leben noch kein Kind gesehen, welches emotional und sozial so "kaputt" ist wie er. er kennt fast nur negative Gefühle, hat an nichts freude. immer wieder haben wir beim JuAmt die psychische Vernachlässigung angesprochen, die Mitarbeiterin arbeitet aber nur ihre Zeit ab, interessiert sich für nichts. Seit etwa einem halben jahr ist er bereits beim Psychologen, was wir durch Zufall herausgefunden haben. Hatten sofort einen Termin vereinbart, haben viel Hoffnung auf das Gespräch mit ihr gesetzt. Das Ende vom Lied: nichts interessierte sie. Das ganze Gespräch ging ihrerseits immer wieder auf eine kleine Rangelei in der Schule zurück, die einige Wochen zuvor passierte. Die Ursachen, geschweige denn eine Lösungsmöglichkeit, hat sie nicht angehört, immer wieder nur über diese eine Schulsituation geredet. Wir sind ziemlich enttäuscht. Gerne würden wir ihm endlich ein stabiles, kindgerechtes und emotional gesundes Zuhause geben - aber ohne JuAmt und diese Psychologin auf unserer Seite haben wir schlechte Karten... Gestern habe ich ihn wieder zu uns abgeholt - mein erster Eindruck war, er stehe unter Psychopharmaka - er hat im Auto einen Panikanfall hintereinander bekommen, gegen die Fenster geschlagen, geschrien und geheult "er kann für immer nur noch zuhause bleiben - nicht mehr zu uns", bei uns angekommen durften wir den Raum nicht mehr verlassen ohne dass das von vorne losging. Das ging Stundenlang. Irgendwas MUSS passiert sein - der Junge erzählt aber nichts, darf er auch nicht, von zuhause aus. Für uns war das entsetzlich zu sehen und es ist klar dass wir handeln müssen - nur wie?? Meine Idee war nun einen privaten Psychologen zwecks einem Gutachten aufzusuchen und nochmals vor Gericht zu ziehen um das Aufenthaltsrecht zu bekommen... wir haben nur große Angst davor, dies nicht zu bekommen, und dass danach von Seiten der Kindsmutter noch mehr Hass auf uns übertragen wird, bzw auf den Sohn. Ihr, der Mutter, ist es völlig egal was sie ihrem Kind antut. Sie denkt nur an ihren Spaß und den ihres Partners, Drogen u alkohol kommen wohl auch regelmäßig vor. Sie hatte niemals Interesse an ihm, geschweige denn ihm eine normale Kindheit zu bieten - das ist mehr als traurig, aber wahr! WIr haben selber ein kleines Kind zuhause - ich frage mich wie ihre Muttergefühle dieses Desinteresse zulassen. Der Junge wird ständig alleine abgeschoben, hat keine Freunde, keine Hobbies, große Probleme in der Schule (wegen seinem sozialen Auftreten) usw - alles wird ignoriert und weiter auf dem Vater und mir rumgehackt... Gespräche zwischen den Beiden finden nicht statt, da sie sich seit Jahren weigert mit ihm zu reden. Der Sohn leidet sehr unter allem, hat schon oft von Selbstmord gesprochen und kein Mensch schreitet ein (macht er ja nur um aufmerksamkeit zu bekommen...) - alle, vor allem die Behörden u Psychologin, sind blind!! Erst wenn irgendwann mal was passiert, dann wird alles erkannt. Wir wissen langsam nicht mehr weiter - es geht um eine Kinderseele, die jetzt schon viel zu kaputt ist... dem muß ein Ende gemacht werden! Wir können nicht mehr weiter zusehen... habt ihr vielleicht einen Tipp für uns?? Vielen Dank euch allen!!

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo Jule,

    das ist ein furchtbare Situation. Es tut mir sehr Leid für den Jungen und auch für euch.
    Ich habe mir deinen Beitrag jetzt ein paarmal durchgelesen und ich sehe die einzige Möglichkeit darin, den Jungen in eine Kinderpychiatrie einweisen zu lassen, wenn er wieder in einer so schlechten psychischen Verfassung ist. Dort kann der Junge dann von unabhängigen Personen über einen längeren Zeitraum untersucht und getestet werden. Bei entsprechenden Ergebnissen dürfte es der Mutter dann nicht mehr so einfach möglich sein, den Zustand zu bagatellisieren und ihr habt vielleicht die Chance, dass der Junge zu euch kommen kann. Auch wenn dieses Vorgehen für euch vielleicht schlimm ist und ihr Angst habt, dass der Junge es euch übelnimmt, ich sehe keine andere Alternative. Wenn es so weitergeht wie bisher, ist er sowieso fürs Leben zu "kaputt". Also lieber gleich handeln. Vielleicht könnt ihr dann noch was retten. Eine kaputte Kinderseele wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist eine sehr schwierige, auf Dauer angelegte Aufgabe.

    LG
    Anna

  3. #3
    Lill
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    Hallo Jule,
    wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind, und die Jugendamtmitarbeiterin reagiert nicht oder nur unzureichend, dann lasst euch einen Termin bei der Amtsleiterin oder dem Amtsleiter geben und beschwert euch darüber. Das wäre der erste und erstmal beste Weg, denke ich. Wenn ihr jetzt - am Jugendamt vorbei - Privatgutachten einholt, kann das gegen euch verwendet werden, weil ihr damit zeigt, dass ihr mit dem JA nicht zusammenarbeitet. Deshalb würde ich den normalen Weg einhalten und erstmal eine Instanz höher gehen.

    Letztendlich bleibt euch nur, zu kämpfen, oder - so schlimm sich das anhört - vielleicht auch erstmal loszulassen, damit das Kind sich wieder beruhigen kann.

    Es ist ja aus der Sicht des Kindes egal, wer "Schuld" hat, aber in einer solchen Situation ist das Kind einfach überfordert. Ich halte übrigens hier nichts davon, das Kind jetzt in die Kinderpsychiatrie zugeben, da es erst 7 Jahre alt ist und sich vor allem die Verhältnisse zuhause ändern müssten. Sonst kriegt er noch ein trennungstrauma dazu. Das geht auch gar nicht so einfach, denn wenn die Mutter das Sorgerecht hat, kannst du gegen ihren Willen nichts machen. Das könntet ihr nur, wenn ihr ihr Vernachlässigung nachweisen könnt, und das wiederum geht nicht ohne das Jugendamt, ergo wäre der Weg zum Amtsleiter erstmal der richtige.

  4. #4
    Schreiberling
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    Standard

    Zitat Zitat von Lill Beitrag anzeigen
    Ich halte übrigens hier nichts davon, das Kind jetzt in die Kinderpsychiatrie zugeben, da es erst 7 Jahre alt ist und sich vor allem die Verhältnisse zuhause ändern müssten. Sonst kriegt er noch ein trennungstrauma dazu. Das geht auch gar nicht so einfach, denn wenn die Mutter das Sorgerecht hat, kannst du gegen ihren Willen nichts machen.
    Hallo,

    natürlich müssten sich die Zustände zuhause ändern. Aber für das Kind wird es höchste Zeit, dass sich etwas tut. Es kann nicht noch jahrelang auf irgendwelche Änderungen hoffen. Wenn ärztliche Unterlagen über den psychischen Zustand des Kindes vorliegen, muss das Jugendamt schneller und konkreter reagieren. So wie es zur Zeit ist, kann es für das Amt auch wie ein Machtkampf um das Kind aussehen. Und da hilft auch der Gang zum Vorgesetzten nicht viel, da das Jugendamt zu oft mit solchen Situationen konfrontiert ist und erstmal abwiegelt. Das Kind ist bereits traumatisiert und erlebt wahrscheinlich bei jedem Besuch beim Vater ein "Trennungstrauma", weil es Angst hat, nicht mehr kommen zu dürfen.
    In einer akuten Situation kann das Kind auch ohne die Zustimmung der Mutter eingeliefert werden. Und wenn sie sich einer notwendigen Behandlung des Kindes widersetzt, kann das Jugendamt eingeschaltet werden, zumal wenn davon auszugehen ist, das sie den schlechten Zustand des Kindes zu verantworten hat. Die Situation stellt sich für das Jugendamt dann völlig anders dar. Und wenn ärztliche Institutionen eingeschaltet sind, wird es anders reagieren müssen.

    LG
    Anna

  5. #5
    Lill
    Gast

    Standard

    Moment mal -

    hier liegt nur die Schilderung einer Seite vor! Erwachsene kämpfen gegeneinander, das Kind steht in der Mitte, und aufgrund dieser SITUATION kann es sicher Schaden nehmen. Aber soll man Kinder in die Kinderpsychiatrie stecken, nur weil Erwachsene sich nicht benehmen können? Es hat gute Gründe, warum das nicht so einfach geht, jemanden "wegsperren". Für mich zeigt das den höchsten Grad der Hilflosigkeit, wenn dieser Schritt noch vor allen anderen getan wird.

    Eine Mediation wäre sicher sinnvoller. Unter Hinzuziehung der Eltern. Beider. Ein Gericht könnte das anordnen, wenn es notwendig ist. Ohne Sorgerecht erhält man auch nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Und dass die Mutter das Sorgerecht hat, hat vielleicht auch seinen Grund, wissen wir das? Wie gesagt - es liegt nur eine Sicht hier vor. Und nur weil jemand Erzieherin ist, heisst das nicht, dass keine Fehler gemacht werden. Warum schreit das Kind denn so, wenn es abgeholt wird und kann sich auch im Hause des Vaters nicht beruhigen? Es ist zu einfach, nur der Mutter die Schuld zu geben, dazu gehören aber immer beide Elternteile!

    Ich bin bestürzt, wie schnell nach der Kinderpsychiatrie gerufen wird, erst recht bei einem 7jährigen, nur weil die Eltern die Situation nicht unter Kontrolle kriegen! Was soll das bringen, wenn nicht auch mit den Eltern gearbeitet wird und das Kind danach in die Famiien zurückgelassen wird. Oder soll es gar dauerhaft untergebacht werden?

    *kopfschüttel*

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Lill für den sinnvollen Beitrag:

    Mama Moni (07.01.2012)

  7. #6
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    Zitat Zitat von jule1806 Beitrag anzeigen
    Die Mutter des Kindes kam von Anfang an nicht mit der Trennung zurecht, hat meinen Partner immer wieder vor Gericht gezerrt: Erst wollte sie alleiniges Sorgerecht, dann dass ihr neuer Partner den Sohn adoptieren kann... nachdem sie damit nicht durchkam haben extreme Sticheleien gegenüber uns, also dem Vater und mir, begonnen. Das geht seit fast 3 jahren so, sie ist davon besessen den Kontakt zu zerstören.
    Hallo,

    warum kam die Mutter mit der Trennung nicht zurecht? Weiter unten im Post steht auch, dass die Mutter sich seit Jahren weigert zu reden.
    Was für Gründe gibt es dafür, denn ohne Grund macht eine Mutter sowas normal auch nicht?
    Liest sich für mich, als hat der Vater die Trennung gewollt, ggf. sogar gegen den Willen der Mutter und ggf. Mutter und Kind ggf. auch hängenlassen. Ggf. wegen einer neuen Frau, der Threadstellerin?
    Eventuell ist hier eine vollkommen ungeklärte und unaufgearbeitete Situation der Erwachsenen, die diese beiden erst mal für sich klärn sollten unabhängig von der Threadstellerin, die sich hier nicht einmischen sollte und diese beiden von sich aus angehen sollten und natürlich erst einmal wollen müssten und das auch zum Wohle des gemeinsamen Kindes.

    LG
    Thessa

  8. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Thessa für den sinnvollen Beitrag:

    Mama Moni (07.01.2012)

  9. #7
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    Zitat Zitat von jule1806 Beitrag anzeigen
    Seit etwa einem halben jahr ist er bereits beim Psychologen, was wir durch Zufall herausgefunden haben. Hatten sofort einen Termin vereinbart, haben viel Hoffnung auf das Gespräch mit ihr gesetzt. Das Ende vom Lied: nichts interessierte sie. Das ganze Gespräch ging ihrerseits immer wieder auf eine kleine Rangelei in der Schule zurück, die einige Wochen zuvor passierte. Die Ursachen, geschweige denn eine Lösungsmöglichkeit, hat sie nicht angehört, immer wieder nur über diese eine Schulsituation geredet. Wir sind ziemlich enttäuscht. Gerne würden wir ihm endlich ein stabiles, kindgerechtes und emotional gesundes Zuhause geben - aber ohne JuAmt und diese Psychologin auf unserer Seite haben wir schlechte Karten... Gestern habe ich ihn wieder zu uns abgeholt -
    Hallo,

    hier fällt mir auf, dass Du als im "wir" sprichst. Es ist das Kind der beiden und nicht Deines. Schön ist, wenn Du Dich bemühst einen guten Kontakt zum Kind aufzubauen und Deinen Partner unterstützt, aber mehr solltest Du Dich nicht reinhängen. Vielleicht ist es das, was die Kindesmutter stört.
    Du schreibst: Ihr wollt dem Kind ein stabiles.......
    Du bist nicht die Mutter und wirst es nie sein und solltest der Mutter ihre Mutterrolle lassen.
    Bist Du denn bei den Gesprächen dabei, da Du immer in der wir-Form sprichst? Das ist doch eine Sache der Eltern und ich an Deiner Stelle würde mich da nicht reinhängen und die beiden ihre Sachen klären lassen. Vielleicht ist es für die Frau gerade das Problem, dass sie nicht mit ihrem Ex-Mann das klären kann und Du Dich da mit einbringst und dabei bist, wo es Dich an und für sich überhaupt nichts angeht und es die Sache dieser beiden ist, das abzusprechen und zu klären.
    Warum holst Du den Jungen ab? Wie reagiert da die Mutter? Kann es sein, dass sie genau das stört, dass Du kommst, statt der Vater?

    Wenn Du zur Mutter ein gutes Verhältnis hast und sie damit einverstanden ist, dass Du den Jungen holst, dann ist das ja ok. Sollte es die Mutter aber stören, da würde ich mich an Deiner Stelle da vollkommen raushalten und zurückziehen und der Vater sollte seinen Sohn holen. Er ist noch ein kleines Kind und ggf. wäre es da eh angebrachter, wenn der Vater zur Mutter fährt und seinen Jungen abholt und Du Dich da mal mehr in den Hintergrund stellen würdest.

    Das nochmal so einige Gedanken von mir dazu.

    LG
    Thessa

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Thessa für den sinnvollen Beitrag:

    Mama Moni (07.01.2012)

  11. #8
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    Zitat Zitat von jule1806 Beitrag anzeigen
    er hat im Auto einen Panikanfall hintereinander bekommen, gegen die Fenster geschlagen, geschrien und geheult "er kann für immer nur noch zuhause bleiben - nicht mehr zu uns", bei uns angekommen durften wir den Raum nicht mehr verlassen ohne dass das von vorne losging.
    Wie ist denn sein Wille, will er selbst überhaupt bei seiner Mutter sein. Wenn sein eigenes Urteil eindeutig ausfällt ließe sich das möglicherweise benutzen. Jemanden herausholen wollen der selbst weg will und mißhandelt wird finde ich richtig.

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