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Alt 02.06.2010, 20:54   #1 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 02.06.2010
Beiträge: 9
Standard Großes Problem

Hallo liebes Psychologie-Forum!
Tut mir leid, dass so wenig Angaben in meinem Profil sind
Habe mich gerade erst angemeldet, werde das hoffentlich noch ausarbeiten so schnell es geht...
Ich habe momentan ein ziemlich großes gedankliches Problem und weiß einfach nicht mehr weiter, hoffe mal einige Rückmeldungen zu bekommen

Es geht um eine sehr gute Freundin von mir
Sie ist 25 Jahre alt, hat ein Kind und wohnt alleine in einer Wohnung, wo - ich sage mal - nicht die betuchtesten Menschen leben
Viele Drogen, Gesindel - sowas - mittendrin werden Kinder groß, auch eben ihres. Ihr Kind ist jetzt 4 Jahre alt und geht in den Kindergarten.
Der Vater des Kindes wohnt noch bei seinen Eltern in näherer Umgebung, nimmt täglich Drogen (Cannabis & Speed) und dealt auch noch
Nun sitzen bei meiner Freundin fast tagtäglich 75 % der größten Dealer aus der Umgebung und packen da ab, rauchen da, ziehen da was durch die Nase und und und ... Sobald das Kind dabei ist, tun sie es natürlich nicht, aber Abends.
Meine Freundin kifft ebenfalls und nimmt Speed - Ich kiffe ab und zu - meistens zu besonderen Anlässen, um das mal zu erwähnen.
Ich mache mir nun Sorgen um meine Freundin und um ihr Kind.
Meine Freundin ist total wirsch sag ich mal, sie hat um sich herum komplexe Lügenkonstrukte erbaut, versucht alles geheim zu halten, was ihr mehr oder weniger gelingen mag. Ich kriege im Hintergrund jedoch viel mit, sie streitet immer alles ab wenn ich sie darauf anspreche.
Zudem denke ich, bin keiner vom Fach, aber sagen wir es ist eine Vermutung, dass sie eine Borderline-Störung hat. Sie steigert sich oft in Dinge rein, hat ihre Emotionen nicht unter Kontrolle, vermeidet Nähe, leidet am Alleinsein - weswegen sie wohl auch diese Dealer immer wieder reinlässt, wobei die im Prinzip nur nen Unterschlupf für ihre Drogengeschäfte suchen.
Das Kind mag zwar nix von den Drogen mitbekommen, dafür aber mehr und mehr vom Verhalten der Mutter, sie ist teilweise echt überfordert.
Das äußerst sich dann darin, dass sie ihre Tochter manchmal haut, wenn ich das mitbekomme sage ich immer, dass sie das lassen soll, aber sie meint, es wäre ja nur ein Klaps und so... Sie geht wirklich davon aus - ich find das paranoid, das ihre Tochter mit 4 Jahren sie verarschen will, ihr das Leben schwer machen will. Dabei ist es ein Kind....
Das wirkt sich dann halt so aus, dass sie oft in sehr aggressivem Ton mit ihrer Tochter redet, wirklich eine DIktatur teilweise "Du machst das so und so "

Jetzt kommt das Aktuellste:
Sie ist wieder schwanger, vom Vater des ersten Kindes, wieder
Die beiden haben so eine on/off-beziehung
er ist auch mehr so fürs f***en gut sag ich mal
und für essen, trinken (sie lebt von sozialhilfe) & drogen
oft bekommt ihre tochter wutausbrüche mit
dann schmeißt sie ihr handy gegen die wand u.s.w.

heute war ich kurz da,
in der küche standen dealer und waren am abpacken
meine freundin saß im wohnzimmer und schmiss ihr handy gegen die wand
zum 5. mal diesen monat
und stritt sich danach lautstark mit dem typen am telefon (also dem vater des kindes ) das telefon hatte sie wieder hinbekommen iwie
gerade als ich rausgehen wollte, hörte ich das kind
sie hat im mom fieber ist aber auch unter normalen umständen spätestens um 8 im bett, ob sie will oder nicht, sie wird dann einfach dringelassen, soll weinen und wenn sie nicht hört, gibts was auf den *****
das macht mir alles totale sorgen, und ich hätte vllt längst schon was tun sollen,
aber ich weiß 1 einfach nich was und 2. will ich nicht dass ihr das kind entzogen wird - das kind ist meine "patennichte" und wer gönnt das schon dem einzigen kind, das man richtig liebt (ich mag kinder im allg. nich so sehr, bin übrigens 20 & männlich)
naja... heute ging ich halt aus der türe und hörte noch so wie das kind mittellaut rief : "mama?"
und im hintergrund war die "mama" sich lautstark mit dem "papa" am streiten
ich hab das heulen bekommen und weiß echt nicht was ich das machen könnte
bitte um rückmeldungen !
Johan123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2010, 21:43   #2 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 07.05.2010
Beiträge: 90
Standard

Hallo,

wenn ich das alles lese, kriege ich WUT und ich bin TRAURIG.

Ganz ehrlich?
Ich würde beim Amt anrufen, "anonym" und die Situation schildern und was die für Möglichkeiten haben. Es gibt ja nicht nur die Möglichkeit Heim, sondern auch geschulte "Pflegefamilien", wo das "arme Kind" NORMAL aufwachsen kann und HALT, SICHERHEIT und GEBORGENHEIT bekommt.
Ich finde nicht mal die Borderlinestörung am schlimmsten,
sondern WIE das ganze soziale Umfeld ist. Und das man da keine Rücksicht nehmen muss, auf "ERWACHSENE", die wissen sollten was sie tun. Das Kind ist einfach nur ausgeliefert und verloren.
MACH WAS, bitteeeeee!!!
Das geht ja mal gar nicht!!!!

Ich bin erschüttert
Und das Kind kann sich nicht helfen. Schon bei dem Gedanken, dass diese Frau wieder ein Kind in die Welt setzt, das ist unsagbar grausam.
Vielleicht bin ich gerade wieder zu emotional aber da hört "bei mir" die Rücksichtnahme solchen" erwachsenen" Menschen gegenüber auf.
ich kann Deine Sorgen und Gewissensbisse verstehen…klar. Ich finde es auch gut das Du nicht wegsiehst !!!

Geändert von Lotte76 (02.06.2010 um 22:08 Uhr)
Lotte76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2010, 22:14   #3 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 07.05.2010
Beiträge: 90
Standard

TV -Tip,
stern TV HEUTE 22.15uhr
Lotte76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 00:16   #4 (permalink)
Neuling
 
Benutzerbild von smile
 
Registriert seit: 15.02.2008
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 77
Standard

Hey,

das ist schon wirklich sehr krass Eigentlich, finde ich, gehört sie in die Klinik, oder in irgendein Mutter-Kind-Heim, wo sie selbst erstmal wieder Fuß fassen und lernen kann, ihre Kinder zu versorgen. Ich weiß nicht, ob es sowas in deiner näheren Umgebung gibt, aber es ist so das Beste, was mir einfällt. Sie müsste damit natürlich einverstanden sein... Es ist das Einzige, was mir einfällt. Dabei wird ihr das Kind nicht weggenommen, sondern sie lernt, wie sie mit ihm umgehen soll...

Leider (oder eher zum Glück) hab ich mit sowas überhaupt keine Erfahrung und kann dir deshalb auch nichts wirklich Brauchbares sagen. Ich hoffe, dass ihr eine Lösung findet...

Liebe Grüße, smile
__________________
Betrachte immer die helle Seite der Dinge! Und wenn sie keine haben, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.
smile ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 00:36   #5 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 02.06.2010
Beiträge: 9
Standard !!!

also danke erstmal für die kommentare
ich weiß es hört sich im ersten moment - besonders für sensible menschen (dazu gehöre ich auch ^^) - ziemlich bedenklich an
die frage ist ja im endeffekt, wo die probleme bestehen
meine freundin ist abhängig von marijuana und speed
mit marijuana könnte ich mich noch anfreunden, aber eingeschränkt und auf jeden fall nicht regelmäßig, niemals vorm kind - obwohl das auch kacke ist
das mit dem speed ist echt ******* und da muss ich sie auf jeden fall zur brust nehmen...
dann geht es darum, ob es ihr gut geht - also meiner freundin und ich gehe davon aus, dass sie sehr stark damit zu schaffen hat, allein zu sein. zudem sind drogen oft an charakterveränderungen schuld. sie müsste es alleine versuchen, ansonsten therapie
einen therapeuten aufsuchen, oder offene gespräche - familiäre Diskussionen mit Sinn und Verstand, gut durchdacht
der vater ist wirklich ein problem - aber was will man da machen
das umfeld ist natürlich großer dreck, das müsste ich ihr auch noch dringlich ans herz legen
das was kommen wird, wird harte arbeit werden - aber dafür sind freunde ja da, um einander zu helfen wenn es schwierig wird
das amt zu informieren oder das kind in pflegefamilien zu geben finde ich eben die allerschlimmste lösung, das macht kinder kaputt
sie hängt an ihrer ganzen familie und auch sehr an ihrer mama
ich finde man kann es immer erst selbst versuchen, untereinander, wir menschen - oft hat diese "hilfe" auch wirklich hetzcharakter
wenn es einfach nicht hinhaut müssen drastischere konsequenzen folgen, das ist klar. ansonsten heißt es jetzt wohl erstmal : reden, reden, reden
oder wohl doch besser: DISKUTIEREN
Probleme analysieren, reflektieren, das Ganze vllt. ein wenig auf psychologische Basis anpacken - gezielte Gesprächsführungen
Johan123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 00:40   #6 (permalink)
Neuling
 
Benutzerbild von smile
 
Registriert seit: 15.02.2008
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 77
Standard

Hey,

ich habe großen Respekt davor, dass du dich da so reinhängst! Es ist echt ein ganz großer Freundschaftsdienst. Ich wünsche dir und deiner Freundin, dass die Gespräche euch weiterbringen und ihr eine gute Lösung findet... Ich drücke dir ganz fest die Daumen!!!

Liebe Grüße,
smile
__________________
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smile ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 11:25   #7 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 07.05.2010
Beiträge: 90
Standard

Hallo,

also mal ganz ehrlich?
Wenn sie bereit wäre etwas zu verändern hätte sie das für das Kind schon längst getan und für sich, aber sie macht es ja scheinbar nicht.
Und jemanden zur Therapie nötigen, bringt genauso viel als wenn sie keine Therapie macht.
Mir ist relativ egal, das sie allein ist. Das bin ich auch und das ist keine Entschuldigung.
Und wenn Du schreibst, das sie dem Kind hie rund da einen Klapps gibt usw. das geht nicht.
Du ruderst jetzt ziemlich zurück und versuchst es zu entschuldigen, aber wofür?
Glaubst Du ernsthaft, dass sie auf Dich hören wird? Das sie dann sagt, "ach ja stimmt da könnte ich ja mal was machen" ??
Wenn sie das wollte, hätte sie es bereits getan.
Da wird mit Drogen hantiert, da wird gedealt, DAS GEHT ECHT GAR NICHT
Das Kind geht kaputt wenn es weiter in dieser Situation steckt. Wo die Mutter Dinge durch die Gegend wirft, sich zudröhnt und das Kind schlägt. Und das ist auch schlagen auch wenn es nur "ein Klapps" ist.
Klar ist es immer eine ganz besondere Bindung MUTTER KIND, aber glaubst Du, dass das Kind nichts davon trägt, wenn es das alles mitbekommt.

Also Du kannst es versuchen, aber das Einzige was passieren wird ist, dass sie Dich aus ihrem Leben streicht und weitermacht, sonst hätte sie längst Hilfe gesucht.
Biete ihr an, mit ihr zum Amt zu gehen, das sie sich erkundingen will, nach einer Klinik, Therapie und Haushaltshilfe, Kinderbetreuung usw.
dann wirst Du sehen, was sie sagt.
Aber wenn dann auch nichts fruchtet, SORRY aber dann muss was passieren.
So MEINE Meinung.
ABHÄNGIGKEITSSTRUKTUREN (Droge und menschl.Abhängigkeit), bricht man nicht einfach durch ein "Gespräch" auf, das funktioniert nicht.

Geändert von Lotte76 (03.06.2010 um 11:35 Uhr)
Lotte76 ist offline   Mit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu Lotte76 für den nützlichen Beitrag:
Osterinsel (03.06.2010)
Alt 03.06.2010, 14:05   #8 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 01.06.2010
Beiträge: 104
Standard Meine Meinung dazu

Hallo Johan!
Großes Kompliment, daß Du hilfe suchst.
Hier gibt es 2 großen Problemen:
1 das Kind hat Priorität: Du solltest mit dem Jugendamt sprechen oder mit einen richtigen guten vertrauten Mensch. Bist Du Gläubig?
2 die Mama müß geholfen werden und zwar so bald wie möglich. In welchen Monat ist sie schwanger? Ich habe nicht genau verstanden, wie Eure Beziehung ist. Könnt Ihr ohne Wut und aggresivität mit einander sprechen? Bist Du da wenn sie traurig ist?
Bis bald
Rob

PS: wenn das Kind in den Umgebung wächst, wo sich gerade findet, wird das Kind im Leben keinen Chance auf Glück haben. Ich weine gerade, weil ich Mutter bin und würde so gerne helfen, so gerne
rob.tamtam73 ist offline   Mit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu rob.tamtam73 für den nützlichen Beitrag:
Lotte76 (03.06.2010)
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borderline, drogen, großes, kinder, problem

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