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Thema: Grübeln,pausenlose verbalisierung,soziale phobie , vorteile schwächen?

  1. #1
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    Ausrufezeichen Grübeln,pausenlose verbalisierung,soziale phobie , vorteile schwächen?

    Ich bin 20 Jahre alt. Ich würde könnte gerne eine 5 seitigen Text über meine Erlebnisse und Gedanken schreiben , die ich in den letzten paar Jahren erlebt habe, das werde ich euch aber leider nicht antun.

    Ich fang einfach mal mit den wichtigsten an, bis vor 1,5 jahren konnte ich mit keiner Menschenseele interagieren außer meiner Familie. Ich habe quasi von meinem vierzehntem Lebensjahr an keinen einzigen Freund gehabt, da mein bester Freund umgezogen war.Zwar hatte ich leute mit denen ich mich in der Schule unterhielt oder dazugesellte , weil ich nicht allein stehen wollte, aber das waren keine Freunde. Die meiste Zeit war ich zu Hause, habe Ferngesehen oder Bücher gelesen, aber Freunde hatte ich keine.

    Ich sehe nicht grauenvoll aus, oder stinke nicht ,auch wenn es eine Hauptschule war und ich behaupten kann , dass einige der Schüler geistig zurückgeblieben waren, jedoch hat es mich sehr gestört, dass ich keine Freunde hatte.

    Erst nachdem ich die Hauptschule hinter mich gebracht hatte , fing es an sich zu bessern. Ein halbes Jahr machte ich nichts , dann wurde ich auf der Abendrealschule angenommen, dort lief es dann teils gleich ab wie auf meiner alten Schule. Ich ging extra Umwege oder nahm den späteren Bus am Anfang , damit ich nicht gezwungen war ein Gespräch mit jemandem zuführen(weil ich keins führen konnte)
    Ich habe alles daran gelegt, keinen negativen Eindruck bei meinen Schülern zu hinterlassen. Meine Kommentare (ich baue meine Wörter heute noch bevor ich spreche) waren neutral und konnten auf nichts hinweisen Freizeitaktivitäten. Schwächen .Interessen oder jegliches anderes was mich von den anderen abheben oder runtersetzen konnten wurden nicht erwähnt.
    Diese Symptome der Sozialphobie, lernte ich zu unterdrücken , ich informierte mich übers Internet, las Bücher z.B die "ee-methode" von Tony Gaschler , "how to make anyone fall in love with you" von Dale Carnegie. Ich verabredete mich mit meinem bestem Freund den ich über jahre lang nicht gesehen habe. Und treffe ihn heute immer noch regelmäßig.

    Vor einem halbem Jahr beendete ich meinen Realschulabschluss mit Qualifikation und besuche nun gerade das Abendgymnasium seit einem halbem Jahr. Vielleicht habe ich diese Zwänge/Gedanken beiseite geschoben in diesem Jahr auf der Abendrealschule , weil ich Leistung zeigen musste, oder ich konnte sie erfolgreich bekämpfen . Es wurde besser und besser ich verwendete auch die Methoden von Dale Carnegie , Fragen stellen , nicht kritisieren,komplimente abgeben... usw .Welche mir erlaubten auch Gespräche zuführen. Vielleicht liegt es aber auch nur daran,dass ich nun in einem anderem Umfeld bin , mit reiferen , älteren , intelligenten Personen mit denen ich besser interagieren kann.Trotzdem bekam ich im letztem halbem Jahr Kommentare wie: "Du erzählst nie etwas über dich , sondern du erzählst über andere Leute etwas" oder "Du bist wie ein Roboter" . Dies waren zwar keine Personen die ich hoch geschätzt habe , oder die ich als intelligent empfand,nachvollziehen und einstufen konnte ich sie trotzdem.

    Jetzt habe ich Freunde , ich hab auch vor einem halbem Jahr angefangen zu rauchen, um besser auf meiner neuen Schule Leute kennenzulernen... ich weiß, traurig , aber es scheint zu funktionieren , man kann so besser Kontakte aufbauen.

    Ich habe zwar immer noch keine 5 Freunde aber 3 gute, und ich bin froh denn ich nutze die Zeit um mich mit mir selbst zu beschäftigen und um mich von der Nähe der Menschen zu erholen.

    Der Grund warum ich hier schreibe war aber eigentlich nicht meine Soziale Phobie. Mich beschäftigten seit Tagen einige Gedanken.Auch habe ich andere Menschen befragt , ob sie das gleiche Verhalten haben und sie haben es nicht.
    Es geht um mein ständiges Denken, ich weiß nicht ob es als Grübeln durchgehe oder Zwangsgedanke. Trotzdem ist es verstörend und bedarf Aufklärung.
    Darauf gekommen bin ich erst wieder durch ein Buch Power-Tool welches die Vorteile eines bildhaften Gedächnisses zeigt.
    Ich denke ununterbrochen und drücke meine Gedanken in Worten in meinem Kopf aus. z.B "wie lächerlich ist es gerade, dass du bis zu deinem 20tem Lebensjahr nicht wusstest , dass man sich Bilder vorstellen muss wenn man sie liest, dass es einfacher ist einige Sachen einfach bildhaft abzuspeichern und fördert die Fantasie, wahrscheinlich weil deine Eltern ungebildet sind und du auf einer Hauptschule warst"
    Wenn ich mal nicht etwas denke , spiel ich auch einfach eine Melodie eines Liedes rauf und runter, komischerweise höre ich Lieder auch mehrmals hintereinander 40- mal wenn ich sie am Computer höre.
    Abstruse Gedanken spülen sich in mein Kopf und oft die selben, und ich erzähle mir auch in Gedan50ken was einer denken könnte oder was er bezweckt und wie dumm ich es finde.
    Auch bin ich auf den Gedanken gekommen, dass das Abschalten dieser Funktion mir zu mehr Leistung in der Schule verhelfen könnte und es plötzlich freizulassen oder einfach mal ausprobieren nicht in Gedanken zu reden wenn die Lehrerin redet,oder das was die lehrerin sagt in meinem Kopf zu wiederholen.


    Ich würde gerne wissen ob es normal ist was ich mache(ich habe auch einige posts hier gelesen diese gingen aber nicht genau auf meine Fragestellungen ein bzw waren nicht befriedigend für mich.

    Zweitens wie ich mein Alltag dann regeln soll , Schule etc...

    Drittens brauche ich mehr Informationsquellen über dies und ich möchte wissen , ob es gut ist , ob es schlecht ist, wie andere Menschen komplexe Gedankenzusammenhänge verbinden Bsp. Mathemathik.

    Ich wäre sehr erfreut falls mir jemand Resonanz geben würde , ob positiv oder negativ. Auch wage Theorien, andere Aspekte die ich betrachten könnte , oder jegliche Hilfestellung sind herzlichst wilkommen.

    Danke fürs Lesen

  2. #2
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    Leider denken heute viele Menschen zu wenig - du gehörst nicht dazu - du könntest denen ein paar Gedanken abgeben, dann wäre allen geholfen. Oder auf den Punkt gebracht: Du denkst zu viel!

    Wie schaut es mit Sport oder Sex aus, wäre doch eine nette Abwechslung.

    LG Dieter

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Farnon für den sinnvollen Beitrag:

    Fernsehturm (10.02.2012)

  4. #3
    Roman Verfasser
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    40x, ach, 100x Lieder hören, abstruse Gedanken, normal, alles normal. Du kannst nicht einfach eine Funktion "abschalten", das geht nicht. Mal ausprobieren nicht in Gedanken zu reden wenn die Lehrerin redet, gar nicht erst versuchen. Das geht alles in Richtung Unterdrückung, Kontrolle der eigenen Gedanken, aber damit kommst Du in die Falle, das ist der Fehler an sich, sich überhaupt etwas verbieten zu wollen oder sich deswegen Rechenschaft ablegen zu wollen oder zu denken, das sei irgendwie unnormal. Klar ist man unzufrieden, geht es einem nicht gut, hat man Probleme, aber an sich darfst Du alles denken, und der Mensch hat eben manchmal auch total "komische" Gedanken. Und wieso soll es lächerlich sein, daß Du so bildhaft eben bisher nicht nachgedacht hast. Das ist keine Frage des Wissens. Als ob zwingend alle auf die selbe Art denken, visualisieren müssten, das wäre doch langweilig. Du machst Dir einfach zu viel Gedanken.

  5. #4
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    Also ich finde auch, das Du einfach in erster Linie ein sehr lebhaftes Gehirn hast, was halt ständig beschäftigt werden will.
    Ich würde das nicht unbeding als Problem ansehen.
    Wenn Du z.B. eine richtige Zwangsstörung hättest, dann würde das so aussehen:

    "Eine Zwangsstörung liegt vor, wenn sich einem unangenehme, quälende Gedanken und Handlungen wiederholt aufdrängen, die man als unsinnig erkennt, ohne sich gegen deren Auftreten wehren zu können. Typischerweise beeinträchtigen die Zwangserscheinungen den gesamten Alltag und stören die betroffene Person sehr stark. Geben die Betroffenen dem Zwang nicht nach, empfinden sie meist eine unerträgliche Anspannung oder Angst."


    Ich glaube, bei Dir ist das aber anders.Ich hoffe ich habe das bei Dir richtig verstanden:

    Was Du beschreibst, hört sich so an, als ob Du in Deinen Gedankengang einfach nur Einschübe von anderen Gedanken hast, die Dich dann eine Zeit lang in dem Thema verweilen lassen, bis Du dann wieder zum nächstem Thema springst. Der Inhalt ist nicht immer quälend oder unangenehm, aber Du empfindest ihn manchmal als sinnlos.

    Evtl kennst Du auch das Gefühl, das sich deine Gedanken machmal anfühlen, als ob Du in einem Strudel fest stitzt, wenn Dich etwas emotional sehr beschäftigt.

    Kommt es auch manchmal vor, das sich mehrere Gedanken überkreuzen und Du dann ganz neue Ideen bekommst, wie Du weiter denken kannst?

    Man dreht und wendet es und durchläuft bestimmte Gespräche und Situation nochmal und nochmal....es kommen Gedanken,... was hätte ich anders machen können? ...und man versucht die Situation nochmal durchzuleben.... und nochmal-und nochmal...
    Oder man versucht sich auf ein Gespräch vorzubereiten und wälzt dieses ständig im Kopf hin und her....hin und her..... manchmal eben wie in einem Strudel.....
    Ist das so bei Dir?

    Ich würde Dir gerne mal ein paar Fragen stellen,und möchte gerne wissen, ob Du Dich darin wieder findest:

    -Lässt Du dich im Unterricht leicht ablenken? Wenn ja- passiert dies nur in Fächern, die nicht spannend sind?
    -Täumst Du öffter vor Dich hin?
    -Wirkst Du ab und zu etwas vergesslich oder etwas schusselig?
    -Bist Du evtl sogar sehr kreativ?
    -Hast Du das Gefühl, das Du an tausend Sachen gleichzeitig denken kannst /musst bzw. hast ständig das Gefühl, als ob ein ganzes Fernsehprogram durch Deinen Kopf flattert?
    -Kannst Du evtl schlecht abschallten und schlecht entspannen?
    -Fällt es Dir ab und zu schwer Dich zu motivieren?
    -Hast Du manchmal Probleme eine Arbeit zu beenden und beginnst dann was ganz anderes?
    - Langweilst Du Dich schnell?
    -Kommt es vor, das Gespräche oder Aufforderungen einfach an Dir vorbei gehen, auch wenn sie so laut waren, das Du sie gehört hast?
    - Hast Du ab und zu Probleme mit Deiner konzentration?

    Ich könnte Dir noch mehr Fragen stellen- aber das reicht erst mal.
    Falls Du Damit was anfangen kannst, dann sag mal bescheid, was Du darüber denkst.


    LG Irrlicht

  6. #5
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    Hallo Apachi,

    erstmal Glückwunsch zu deinem Schulabschluss und dass du es immer weiter probiert hast! Durch deinen Ehrgeiz hast du es, wie ich finde, weit gebracht. Allerdings frisst dich das scheinbar auf. Mich würde mal interessieren, ob diese ganzen Gedanken und Bedürfnisse deine eigenen sind oder ob dir da nicht jemand stänig bei der Erziehung Sachen gesagt hat wie "Du musst...", "Du sollst...", "Pass auf...", "Gib dir Mühe!", "Ohne... bist du nichts wert!"?

    Es ist nämlich, finde ich, eine Sache, ob du Hunger auf geistige Nahrung hast und dementsprechend mit Leuten besser klarkommst, die tiefgründige Gespräche suchen oder ob du Hunger auf Anerkennung hast, weil du dich irgendwem beweisen möchtest und Punktesysteme anwendest bzw. für jemand anderes die Rache ausführst.
    aufwachen, träumerle...!


  7. #6
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    Ich selber glaube auch nicht , dass es eine Zwangsstörung ist , fand es nur unnormal und hatte auch in letzter Zeit mehrere Menschen gefragt ob sie es auch tuen und sie verneinten es.


    @fernsehrturm
    Meine Eltern bzw. meine Mutter juckte es nie welche Noten ich z.B hat sie mein letztes Zeugnis , welches ich vor 2 wochen bekommen habe gar nicht angeguckt.


    es geht aber nun nicht darum, ob ich Hunger auf geistige Nahrung habe , oder Anerkennung suche, denn die Anerkennung im Leben braucht nun einmal jeder, es ist ein Grundbedürfnis.

    Punktesystem? Rache? Nein

    Ob ich mir zu viel Sorgen mache? Ja , aber das war schon immer so auch als kleines Kind , wo gar keine Leistung gefragt wurde.

  8. #7
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    Zitat Zitat von apachi Beitrag anzeigen
    Ob ich mir zu viel Sorgen mache? Ja , aber das war schon immer so auch als kleines Kind , wo gar keine Leistung gefragt wurde.
    Dann lass dich durch andere beruhigen. Frag deine Mutter, warum sie nicht am Zeugnis interessiert zu sein scheint. Dafür wird es einen Grund geben. Stärke deine sozialen Ressourcen, bevor du anfängst ständig Problemursachen in dir oder deinem Denken zu suchen!
    aufwachen, träumerle...!


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