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Thema: Grübeln über das Leben

  1. #1
    Neuling
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    Standard Grübeln über das Leben

    Hallo!

    als Neuling kurz etwas zu meiner Person: ich bin 19 Jahre alt, habe vor einem viertel Monat mein Abitur gemacht und befinde mich momentan im Zivildienst im Krankenhaus.

    seit mehreren Wochen habe ich nun schon mit viel Nachdenken und Gedanken über das Leben zu kämpfen. Es fing vor ca. 6 Wochen an, als ich plötzlich fest stellte, ich habe Abitur und ein neuer Lebensabschnitt steht bevor. Werde ich alles schaffen? Und dann stießen meine Gedanken plötzlich auf die Sinnfrage. Es schien harmlos und ich hatte es schnell im Griff. Doch letzte Woche übermannten plötzlich wieder diese Gedanken, nur in einem intensiveren Ausmaße. Ich begann fortan von früh bis morgens mir Gedanken über das Warum im Leben machen zu müssen. Ich kann es nicht mehr abschalten. Um es etwas detaillierter auszuführen: Ich stelle mir ständig die Frage, warum alles so ist, wie es ist. Warum wir sprechen, lachen, fühlen, etc. Und natürlich immer wieder die Frage, was es bedeutet glücklich zu sein und WAS Glück ist. Alles Fragen, auf die es selbstverständlich keine Antworten gibt! Ein klarer Grübelzwang, oder?
    Die Auswirkungen sind, dass ich gegen Abend nach der Arbeit niedergeschlagen und depressiv gestimmt bin.
    Es muss jedoch gesagt sein, dass ich in der Gesellschaft stets bestens zurecht komme und keine Kommunikationsprobleme habe. Es ist also ein innerer Kampf, den ich nach außen kontrollieren kann. Doch er schränkt mich doch sehr ein.
    Sind solche Symptome mit einer Therapie zu besiegen?

    Liebe Grüße

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    hallo mikeportnoy,

    ich kann dich beruhigen, so komisch es auch klingt.
    ich kenne diese hinterfragungen nach der sinnfrage auch.
    allerdings denke ich, dass es mir, wenn es mir gut geht, es mir eigentloch schlecht gehen sollte. zb. ich mich schwach fühlen sollte,ein schlechtes gewissen haben sollte. meine muskulatur haben sollte.
    also eine form von zwängen.

    ich kenne die ursachen, die in meiner kindheit zu finden sind.

    deine gedanken kann ich durchaus nachempfinden.
    ich würde dir empfehlen deine gedanken auf produktivere gedanken zu kanalisieren zb. warum handeln menschen so und so.

    den lebenssinn suchen tut wahrscheinlich jeder irgendwann jeder mal. ich vermute, dass du vielleicht zu wenige dinge hast, die dein leben in einer art und weise bereichern, wie du es gerne hättest.
    ok, wie ich lese hasrt due keine sozialene einschränkungen. vielleicht hast du eher probleme mit der akzeptanz der dinge, so wie sie wirklich sind.

    es kann sein, dass du entweder deinen kopf in form von kreativität oder ähnlichen dingen zu wenig forderst oder auf der allgemeinen ebene des denkens unterfordert bist.

    ich selbst denke einige verschiedende gedanken am tag über verhaltensweisen meiner eltern oder anderer sachen nach ohne, dass diese mich runterziehen.

    wenn du diese gedanken nicht kontrollieren kannst, würde es meiner meinung nach ein zwang sein.
    mein psychologe sagt immer dazu "jede kreativität einer person, die nicht von dieser selbst genutzt wird, wird sich irgendwann gegen diese wenden".
    sprich wenn dein geist zu wenig beschäftigt wird, sucht er sich irgendwann seine eigenen gedanken/sorgen.

    ich hoffe dir trotz ein paar promillen geholfen haben zu können

    mit freundlichen grüssen

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    ich habe zum beispiel ein paar beispiele für einen lebenssinn gefunden, wenn es um musikalische dinge geht.

    http://www.youtube.com/watch?v=w7jkJjCbens

    http://www.youtube.com/watch?v=teWFnLqjnuY

    2. lied ist einfach soul und ich denke mein leben hat einen sinn, weil ich dieses lied höre, egal ob ich nüchtern bin oder wie jetzt meine >1,5 promille drinne hab.
    es kommt immer auf den geschmack und die sichtweise der dinge an.


    ich würde dir aber auch einen psychologen empfehlen, da mein psychologe sein wissen mit mir und gruppenmitgliedern zwar geteilt hat, ich aber nicht mit 25 jahren trotz meines interesses für meine mitmenschen nicht behaupten kann genügend über diese problematik zu wissen.

    mfg

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    Warum ist eigentlich immer gleich alles pathologisch und warum braucht man bei jedem neuen Lebensabschnitt heutzutage gleich einen Psychologen?

    mein post kommt vll zu spät, aber trotzdem:
    Mike, Du schreibst es doch selbst: Du stehst am Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt. Dass das Ängste hervorruft, ist doch ganz normal. Es wäre seltsam, wenn es nicht so wäre, dann wärst Du sozial-emotional ziemlich verarmt. Du hast neues vor Dir und viel Unsicherheit. Dass Du Dir dann auch noch ganz grundsätzliche Fragen stellst, ist doch auch völlig normal! Bei Übergängen ziehen wir manchmal Bilanz, manchmal fragen wir danach, wer wir eigentlich sind und was uns wichtig ist im Leben. Wir bekommen einen neuen Blick auf die Welt, da wir eine andere Perspektive einnehmen durch den "Standortwechsel", und das betrifft auch ganz banale Alltagsdinge, die normalerweise nicht hinterfragt werden.

    Du kannst Deine Fragen und Gedanken aufschreiben, in Bild oder Musik umsetzen, aus Dir raus sporteln, oder was auch immer. Jeder hat seine Mittel der Verarbeitung. Aber guck Dir die Fragen und Gedanken doch einfach mal an wie ein Film. Dann können sie sich weiterentwickeln, verändern und irgendwann auch weiterziehen. Sie haben viel kreatives Potenzial in sich. Krankhaft wird so was meist dadurch, indem man es bekämpft.

    Ich finds immer wieder traurig, dass natürliche Entwicklungsprozesse als solche nicht mehr erkannt und angenommen werden. Naja, liegt sicher auch an den mangelnden Vorbildern, wenn jeder nur noch Pillchen einwirft, sobald was schwierig wird..

  5. #5
    Gast5147
    Gast

    Standard

    Tach Mike,

    "Warum wir sprechen, lachen, fühlen, etc. Und natürlich immer wieder die Frage, was es bedeutet glücklich zu sein und WAS Glück ist. Alles Fragen, auf die es selbstverständlich keine Antworten gibt! Ein klarer Grübelzwang, oder?"

    - Warum wir sprechen, lachen, fühlen etc.: Da gibt es genug Literatur in Psychologie, Neurobiologie usw.
    - Was es bedeutet glücklich zu sein, was Glück ist: Da gibt es auch genug Literatur in Philosophie und Psychologie.
    - Alles Fragen, worauf es keine Antworten gibt? Falsch! Komisch, warum Du das nicht als Frage formulierst, sondern als Aussage! ICH habe sehr wohl eine Antwort auf MEINE Frage nach dem Glück! Aristoteles hatte das auch und Platon und Kant und man fahre beliebig fort!
    - Ein Grübelzwang? Dann pack mal alle Philosophen ein und stecke sie unter diesen Begriff. Ach, was rede ich! Pack alle Denker ein ... was solls.

    Ich sehe es wie Gaby: Arg bedauerlich, dass tiefsinniges Fragenstellen ein "Symptom" einer Krankheit sein soll! Haha - wie humorig. Okay, ich nehme meine Nietzsche-Bücher und geh in eine Psychiatrie. Schopenhauer nehme ich auch gleich mit.


    P.S.: @Gaby: Man mag das ja wirklich "schade" finden, aber irgendwie ist es doch faszinierend ... früher saß man noch in Philosophenschulen und lernte das Nachdenken, heute sitzt man beim Therapeuten und will es loswerden. Das hat die Konsumgesellschaft gut hinbekommen: Bloß nicht nachdenken

  6. #6
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo,

    Nachdenken, heute sitzt man beim Therapeuten und will es loswerden
    Nicht verallgemeinern ! Ich sitze auch gerne und grübel nach über wichtige Teile des Lebens...., wieso

    * das Eis so lecker ist
    * die Frau so klasse aussieht
    * und das Bierchen wieder famous schmeckt
    * das Fußballspiel wieder grottenschlecht war

    Und mit Kumpels zusammen diese Auswirkungen durchweg positiv.

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