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Thema: Grübelzwang, von dem ich nicht loskomme!

  1. #1
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    Standard Grübelzwang, von dem ich nicht loskomme!

    Hallo!
    Es ist mir zwar sehr unangenehm, offen darüber zu reden, aber ich werde wirklich bald verrückt, wenn das nicht aufhört. Ich komme mir ziemlich dumm vor, weil es sehr banal ist, aber einige von euch wissen ja mit Sicherheit, wie das ist.

    Gestern hatte ich Sportunterricht (ich gehe noch zur Schule, bin 18 Jahre alt, aber nächstes Jahr fertig) und wir haben Fußball gespielt; bis dahin war alles noch in Ordnung. Auf einmal hat einer gerufen: "Woooo, sorry!", weil er jemanden angerempelt hatte oder so. Und bitte fragt mich jetzt nicht, wieso, aber aus irgendeinem Grund muss ich seit diesem Augenblick diesen Satz, bzw. diese zwei Wörter, permanent in meinem Kopf nachsprechen! Noch nicht mal denken, sondern wirklich in meiner Stimme nachsprechen! Zwar ist das erst seit gestern so, aber alle paar Sekunden muss ich mir das vorsprechen! Und wenn ich das Gefühl habe, dass ich es nicht so in dem Tonfall sage wie der Typ auf dem Fußballplatz, muss ich wieder von vorne anfangen. Und so geht es immer weiter - heute in der Schule, zu Hause, beim Lernen, beim Schreiben dieses Textes. Nur diese zwei völlig sinnlosen, dämlichen Wörter! Mittlerweile wünsche ich mir wirklich schon, ich wäre gestern nicht beim Sport gewesen, dann hätte ich es nicht gehört und der Zwang wäre nicht hervorgerufen worden.

    Ich ahne nämlich schon, dass ich an Zwangsgedanken leide... die haben sich früher allerdings anders geäußert. Mit ca. 8 Jahren hat es angefangen, dass ich alles zählen musste. Aber nicht Autos oder Stifte oder Ähnliches, sondern einfach nur still im Kopf vor mir herzählen, meistens bis fünf. Dann hatte ich, sogar noch im Kindesalter, eine gewisse Zeit lang den Drang, mir den Finger in den Hals zu stecken. Mir ist noch ganz genau in Erinnerung, wie ich mich abends in den Mülleimer übergeben hatte. Nach ein paar Jahren kam es wieder: Ich habe mir weiter den Finger in den Hals gesteckt (nein, keine Magersuchtsanzeichen oder Ähnliches...!) und mich erbrochen (nicht heftig, aber eben etwas).

    Zwischendurch hatte ich immer wieder Zwangshusten, das war mitunter SEHR belastend und nahm mir wirklich jegliche Lebensfreude. Oder auch zwanghaftes Nasehochziehen... das habe ich gerade, Gott sei Dank, nicht! (Es kann aber immer wieder auftauchen)

    Jetzt habe ich einfach nur diese zwei Wörter im Kopf, die ich mir immer wieder vorsagen muss! Manchmal muss ich sie erst laut aussprechen, damit ich sie in meinem Kopf genauso nachdenken kann. Wenn es nicht klappt, die ganze Prozedur wieder von vorne... wahrscheinlich wisst ihr ja bereits, wie das abläuft.

    Ich komme mir unglaublich dumm und lächerlich vor. Besonders, da ich jetzt diesen Text schreibe. Ich frage mich ganz ehrlich: wieso ich?! Warum kann ich nicht normal sein wie die meisten anderen Menschen auch? Es belastet mich wirklich sehr und ich habe keine Freude mehr an irgendetwas...

    Ich muss mir wohl einstehen, dass ich wirklich eine Macke habe. Aber zum Psychologen möchte ich auf keinen Fall. Ich will das auch nicht meinen Eltern antun, das würde denen gerade noch fehlen... und ich würde mir dann völlig hoffnungslos und krank vorkommen. Aber vielleicht habt ihr ja Tipps oder Ratschläge, denn ich halte es langsam nicht mehr aus, dass diese Zwänge von jetzt auf gleich auftreten und dann nicht mehr weggehen!

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo
    also wenn ich du wäre würde ich zum psychologen gehen.Schon alleine aufgrund deiner vorgeschichte.
    Deine eltern müssen das ja nicht erfahren.
    Nicht das diese Zwänge wieder kommen oder noch schlimmer werden
    lg
    p.s manchmal geht es einemmenschen schlecht der dann etwas tun muss um sich besser zu fühlen das heißt aber nicht das diese dann eien macke haben.
    Duc hast auch keine macke sondern ein problem

  3. #3
    Schreibkraft
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    Standard

    Hallo Wolfshade

    Ich selber leide schon seit meiner Kindheit an einem Grübelzwang und unter einem
    Kontrollzwang!

    Was die Sache bei Dir betrifft,kann ich sehr gut nachvollziehen,ich habe meine Zwangs-
    erkrankung auch jahrzehntelang versucht,vor anderen zu verheimlichen,weil als
    Zwängler hat man ständig die Angst,andere könnten einen als Verrückt abstempeln
    und ich selber habe lange Zeit nur die Erklärung gehabt für mich,das ich halt verrückt
    bin,aber dem ist nicht so!

    Du könntest Dich vielleicht mal nach einer Selbsthilfegruppe umschauen,weil es schon
    wichtig ist das man darüber ,mit anderen Betroffenen spricht!

    Du kannst Dich auch an die Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen in Osnabrück
    wenden,die haben auch ein Forum!

    Es gibt auch sogenannte Selektive Wiederaufnahmehemmer,das sind Medikamente
    die bei Zwangsstörungen unter Umständen helfen können,dazu solltest Du aber einen
    Facharzt aufsuchen und es dauert längere Zeit bis sich eine Wirkung von den Medi´s
    zeigt!

    Außerdem ist es für sogenannte (normale Menschen) in keinerlei Weisse
    nach vollziehbar was in einem Zwangserkrankten vorgeht!

    lg raskowitz

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