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Thema: Habe eine Angststörung !

  1. #1
    Neuling
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    Lächeln Habe eine Angststörung !

    Hallo ! Ich wollte mich kurz vorstellen. Ich bin 38 Jahre alt und verheiratet und habe zwei Wunschkinder. Vor 15 Jahren hatte ich einen Autounfall mit Totalschaden, wobei meine Freundin nicht angeschnallt war, aber ihr zum Glück nix passiert ist. Ein halbes Jahr später hatte ich aufeinmal Ängste und Panikattacken, war mir damals aber noch nicht klar. Zumindest war ich nicht mehr (beruflich) so belastbar. Dann kamen in den Jahren 94 und 97 meine Kinder und alles war wie weggeblasen. Eigentlich fing alles nach der Geburt meiner Wunschtochter an und meine ganze eigene Erziehung wurde mir klar (war sehr behütet und habe eine dominate Mama) Dann machten wir uns selbstständig und durch den Streß dort, drehte mein Mann ab und ging fremd. Für mich total schlimm ! Stand unter schock, habe aber gekämpft und gewonnen. Mein Mann hat gemerkt, dass er wohl selbst ein Problem mit sich hat und sich nichts ändert, wenn man die Frauen tauscht. Er geht Problemen nun nicht mehr aus dem Weg und da ich auch Fehler in unserer Beziehung gemacht habe, haben wir das als Chance gesehen, glücklicher zu werden. Seit diesem Mai haben wir unsere Selbstständigkeit aufgegeben, auch nach familärer Krise, denn mit meinen Schwiegereltern konnten wir uns in diesem Betrieb nicht einigen. Wir haben alles versucht ! Nun Hartz 4 ! Und Ehekrise ! Außerdem ist meine Mutter noch schwerkrank und wird bald sterben. Habe nun endlich eine Therapie angefangen, die mir sehr hilft. Leider gehöre ich zu den ungeduldigen Menschen. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Habe immernoch Angst über bestimmte Kreuzungen zu fahren und Autobahn ist sowieso nicht drin. Ich weiß, dass ich mich zwingen sollte, aber ich trau mich einfach nicht. Hatt jemand Tipps, was ich während der Autofahrt machen kann, damit mein Puls nicht hochschnellt und ich nicht panisch werde ? Wenn die Ampel rot ist, dann wird es immer schlimmer !

    Ich weiß, dass ich die letzten 5 Jahre Dauerstreß und sorgen hatte und nach unseren Krisen habe ich es bestimmt mal verdient zur Ruhe zu kommen, aber nun müssen wir uns auf dem Arbeitsmarkt behaupten und die Perspektiven für meinen Mann sehen so schlecht aus (hat damals für seinen Vater seinen Beruf aufgegeben und ist nun 15 jahre raus) dass wir nun doch wieder eine Selbständigkeit planen. Und das baut uns beide naütrlich wieder auf, denn wir haben endlich wieder ein Ziel. Ich weiß aber, dass ich an meinen Panikattacken arbeiten muss. Also bitte bitte gebt mir ein paar Tipps, wie ich im Auto, an der Ladenkasse etc. es aushalten kann und nicht panisch werden. Habe in der Zwischenzeit auch Herzrytmusstörungen und körperliche Beschwerden. Ich hoffe auf Antwort und auf liebe Leute in diesem Forum

    Liebe Grüße Eure Sannso

  2. #2
    Neuling Avatar von schakki
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    Also zunächst gibt es eine Atemübung die ich kenne.
    Wenn man Angst hat, neigt man dazu schnell und kurz zu atmen, wodurch man viel zu viel Sauerstoff aufnimmt. Das führt erst recht dazu dass man hibbelig etc wird.
    Übung geht folgendermaßen:
    Es gibt zwei Arten zu atmen, einmal mit Brustkorb und einmal mit dem Bauch sozusagen. Bei der Übung soll man versuchen ruhig und langsam in den Bauch einzuatmen (klingt komisch meint aber dass sich beim atmen nicht der Brustkorb heben und senken soll sondern nur der bauch sich etwas wölben soll).
    Also Hände auf den Bauch und tief, ruhig und langsam mit dem Bauch atmen. Die Atmung kann man eigentlich die ganze Zeit beibehalten.

    Zweite Übung ist von gedanklicher Natur.
    Wenn man Angst vor etwas hat, stellt man sich meistens bestimmte Horrorszenarien vor, oder was alles passieren könnte, welche angst man dann haben könnte etc etc.
    Bei der zweiten Übung geht es ganz einfach dabei, sich die ganze Zeit darauf zu konzentrieren wie die Angstsituation aussieht, wenn sie ohne angstmachende geschehnisse passiert.
    Bei deiner Situation solltest du dir dann also immer wieder vorstellen, wie du zb auf eine Kreuzung kommst und dort seelenruhig rüberfährst und zb erleichtert aufatmest, wenn du gut rübergekommen bist.

    Wünsche dir viel Glück und vielleicht hilft dir das ja etwas.
    Was dich nicht umbringt, macht dich lebensmüde..

  3. #3
    Neuling
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    Standard Danke !

    Hallo Schakki ! Ich danke dir für deine Antwort. Ich werde mal versuchen, ob ich mir mal positive Gedanken beim Autofahren machen kann. Das mit den Händen auf dem Bauch finde ich auch gut und ich übe auch immer (da ich im Streß auch zu Kurzatmig bin) durch den Bauch zu atmen, leider geht das schlecht beim Autofahren. Aber die andere Variante werde ich mal versuchen. Dankeschöne und liebe Grüße von Sannso

  4. #4
    Neuling Avatar von schakki
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    also bei der atemübung.. die solltest du vielleicht zu hause schon mal kurz üben mit den händen auf dem bauch.. wenn du weißt wies sich anfühlt kannst dus danach auch ohne hände auf den bauch weitermachen. die hände sind nur zum einsteigen
    Was dich nicht umbringt, macht dich lebensmüde..

  5. #5
    Gast784
    Gast

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    Hallo ihr zwei,

    um in eine Bauchatmung zu kommen, gibts nen recht angenehmen Trick, der z.B. auch beim Zähneputzen durchgeführt werden kann:

    sich auf Tennisbälle stellen, und zwar so, dass die unter den Fersen sind. So ein paar Minuten bleiben.

    Ihr könnt das erstmal so testen: Hüftbreiter Stand: wo ist der Atem?
    Tennisbälle unterm Ballen bzw. Fußmitte (da wo es oft weh tut, juhu, da reinentspannen), Wo ist der Atem? (vermutlich mehr im Brustkorb, eher belebende Wirkung)
    Tennisbälle unter die Ferse: wie verändert sich jetzt der Atem? (vermutlich mehr im Bauch, beruhigende Wirkung)

    Hat mit Fußreflexzonen zu tun. Vll auch mit der Stellung des Beckens

    Bezüglich der konkreten Angst im Straßenverkehr: vll haben da die "NLP"ler noch Tipps. Das kann da evtl. sehr hilfreich sein. Allgemeine Infos dazu stehen im Unterforum "therap. Hilfsmittel"

    LG Gaby

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