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Thema: Habe mich durch Selbsthilfe-Literatur kaputt-therapiert :(

  1. #1
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Standard Habe mich durch Selbsthilfe-Literatur kaputt-therapiert :(

    Hallo,

    Mein Problem ist, dass ich versucht habe meine Angststörung durch Selbsthilfe-Literatur in den Griff zu kriegen und mich jetzt an den Symptomen festgebissen habe.

    Ich hänge seit dem an Empfindungen fest, die nicht mehr aufhören, da meine Angst davor, dass sie nicht mehr aufhören, dazu führt, dass sie nicht mehr aufhören. (zumindest glaube ich das zurzeit)


    Eine Psychologin konnte mich - per Internet - dann zeitweise davon überzeugen, dass das nicht zutreffen würde und Empfindungen grundsätzlich berechtigt wären. Die Empfindungen die in mir aufkommen würden daher nur aus dem Unterbewusstsein kommen und müssten raus. (generalisiert auftreten würden sie nur dadurch, dass ich sie nicht rauslasse.)


    Anfangs hat es sehr gut geklappt. Ich konnte die Empfindungen rauslassen und war zu 100% symptomfrei.


    Aber inzwischen kamen wieder Zweifel daran hoch, dass diese Symptome (Ängste, generalisiert auftretende Empfindungen, andauerndes Kälteempfinden, Schüttelfrost usw.) aus meinem Unterbewusstsein kommen und sie ihre Berechtigung haben.

    Inzwischen habe ich wieder Angst, dass der Verhaltenstherapeutische Ansatz recht hat (demnach wäre ich unheilbar, da ich die Symptome ständig wahrnehme und ständig Angst davor habe, dass sie nicht mehr aufhören)



    Kann mir bitte jemand klar machen, dass der Verhaltenstherapeutische Ansatz in meinem Fall nicht zutrifft und nur die Psychoanalyse meine Symptome erklären kann?

    Das ist die einzige Chance die ich habe.

    (solange ich daran glaube, dass mein Zustand "erlernt" ist, komme ich davon nicht los)


    Ich kann seit Tagen nicht mehr schlafen, da die Symptome nicht mehr aufhören. Lange halte ich das nicht mehr aus.

    Bitte helft mir.


    (ich brauche jetzt keine "Schnelltherapie". Bei mir ist jetzt erst einmal ausschließlich Überzeugungsarbeit nötig um mein Unterbewusstsein davon abzubringen zu glauben, dass es keine Hoffnung mehr für mich gibt)

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Hallo Froussard,

    Du brauchst vor allem erstmal die Erkenntnis, dass eine Therapie ein aktiver Akt Deinerseits ist und Du nicht weiterkommst, so lange Du auf dem Standpunkt bist: therapiert mich mal!

    Es geht nicht ums zudeckeln, das machst Du schon selber. Drum bist Du ja auch so fixiert.

    Sag mal, hast Du kein Leben? Du scheinst ja nur noch damit beschäftigt zu sein, in Dich reinzuhorchen bis zur Zwanghaftigkeit. Hast Du überhaupt noch irgendwelche Interaktionen mit Deiner Umwelt? Davon lebt nämlich auch unser Selbstempfinden. Wir haben dadurch unseren Focus immer wieder auf anderes, was wiederum sich positiv auswirkt auf unsere Bewertung unseres Selbsts.

    Wie lebst Du? Hast Du Job? Familie? Freunde? Oder sitzt Du den ganzen Tag im Kämmerchen vorm Computer?

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Mr.Froussard (17.11.2010)

  4. #3
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Für Dich sieht es natürlich so aus, als würde ich mich einfach nur hängen lassen und mich in irgendwelchen Mist reinsteigern.

    (wobei ich zugeben muss, dass ich als Außenstehender den selben Eindruck hätte)

    Aber glaub mir bitte: ich habe schon alles mögliche Versucht: Ablenkung, tägliches Ausdauertraining, Beschäftigung mit angenehmen Themen, Gespräche mit Freunden, meiner Familie etc.


    Die Folge war, dass ich es immer wieder für einige Tage schaffen konnte davon los zu kommen, aber dann kamen diese absurden Symptome wieder

    Zeitweise konnte ich sogar wieder zur Uni gehen. Ich hab es sogar wieder hinkriegen können Referate zu halten. Zudem war ich zu 100% davon überzeugt diese verdammte Hypochondrie endlich los zu sein.

    Aber dann fing es immer wieder von vorn an



    Das geht nun schon seit 5 Monaten so und ist von Woche zu Woche immer schlimmer geworden

    Inzwischen ist es so schlimm, dass ich nicht mehr schlafen kann.



    Ich versuche mich zwar nach wie vor zusammen zu reißen. Aber langsam gehen mir die nervlichen Ressourcen aus.

  5. #4
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Wie lebst Du? Hast Du Job? Familie? Freunde? Oder sitzt Du den ganzen Tag im Kämmerchen vorm Computer?
    Mein Leben war bis vor wenigen Monaten noch vollkommen normal (Studium, Hobbys, Freunde treffen etc.)

    Zurzeit versuche ich mich mit Ausdauertraining nervlich fit zu halten (manchmal gelingt es mir dadurch, dass die Symptome aufhören)

    Einen Job habe ich nicht. Ich studiere noch.

    Freunde habe ich eigentlich viele. Aber die können mir auch nicht weiterhelfen.

    Meine Familie ist den ganzen Tag um mich herum. (ich wohne vorübergehend bei meinen Eltern - bis es mir wieder besser geht)

    Vor dem Computer sitze ich nur wenn ich es nicht mehr anders aushalte. Sonst versuche ich mich mit Lesen, Fahrradfahren oder mit Gesprächen abzulenken.



    Aber inzwischen sinkt die Hoffnung, dass ich es schaffe diese verdammte Hypochondrie in den Griff zu kriegen.



    - Irgendeine Lösung muss es doch geben. Ich meine ich mache mir diese Symptome doch selbst, also muss ich sie auch irgendwie abschalten bzw. einfach sein lassen können. Die Frage ist nur wie?
    Geändert von Mr.Froussard (17.11.2010 um 08:15 Uhr)

  6. #5
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    Hallo Foussard,

    was hält dich davon ab zu einem Therapeuten zu gehen?

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  7. #6
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Zitat Zitat von Waris Beitrag anzeigen
    Hallo Foussard,
    was hält dich davon ab zu einem Therapeuten zu gehen?
    LG Waris
    Das habe ich bereits versucht.

    Aber mein Zustand hat sich dermaßen verschlechtert und die Wartezeit ist noch dermaßen lag, dass ich fürchte bis dahin vollkommen durchzudrehen

    Ich war auch schon bei mehreren Neurologen, Arztin für Psychatrie, in mehreren Kliniken (Ambulanz und Notaufnahme)

    Aber überall wurde ich entweder wieder losgeschickt oder man konnte mir nicht helfen.

    Vorgestern z.B. bin ich den ganzen Tag durch Berlin umhergeirrt von einem Krankenhaus zum anderen. Aber außer ein paar Pillen habe ich nichts bekommen.

  8. #7
    Verleger Avatar von Waris
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    Auf die Schnelle kann man auch nichts bekommen, außer "ein paar Pillen". Sie dienen eben genau dazu, so eine Wartezeit zu überbrücken.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    Mr.Froussard (17.11.2010)

  10. #8
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Zitat Zitat von Waris Beitrag anzeigen
    Auf die Schnelle kann man auch nichts bekommen, außer "ein paar Pillen". Sie dienen eben genau dazu, so eine Wartezeit zu überbrücken.
    In den meisten Fällen wird das auch so klappen. Nur in meinem Fall bringen mir die Pillen nichts.

    Davon hören die Symptome nicht auf


    Bisher waren es nur die "richtigen" Gedanken die meine Symptome abschalten konnten.


    Z.B. habe ich es zuletzt geschafft indem ich mir vorgestellt habe, dass diese Empfindungen (bzw. Symptome) ihren Sinn haben und einfach nur raus müssen.
    Geändert von Mr.Froussard (17.11.2010 um 08:56 Uhr)

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