psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: habe unbegründete Ängste

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    26.11.2008
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard habe unbegründete Ängste

    Hallo erstmal!
    Ich mach das hier gleich noch zu meinem Begrüßungspost.
    Also ich heiße Johanna und bin 18 Jahre alt. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich einige Probleme habe und ich hoffe, dass ich hier jemanden finde, der mir helfen kann, da ich für eine Psychotherapie noch nicht bereit bin.
    Da ich nicht weiß, wo ich anfangen soll mit meinem Problem, fang ich einfach am Anfang an, also ziemlich früh in meiner Kindheit.
    Als ich 4 war haben sich meine Eltern getrennt und ich bin bei meiner Mutter geblieben. Dadurch hat die Beziehung zu meinem Vater sehr gelitten, da ich ihn nur selten gesehen habe und durch seine Unfähigkeit dazu, Liebe zu zeigen, nie ein wirkliches Vater-Tochter-Verhältnis hatte und bis heute noch nicht habe.
    Meine Mutter leidet an der Borderline-Persönlichkeitsstörung und kann deshalb auch keine Liebe zeigen. Alles in allem kann man sagen, dass ich sehr lieblos aufgewachsen bin, was es mir erschwert, selbst Liebe zu zeigen bzw. zuzulassen.
    Soviel mal zur Vorgeschichte, nun zu meinem eigentlichen Problem:
    Ich hab seit ich 13 oder so bin die Angst, allein zu sein.
    Ich habe Angst davor, allein in einer Wohnung zu sein oder auch nur allein in einer Wohnetage. Aber schlimmer ist die Angst davor, von allen allein gelassen zu werden.
    Dann habe ich bis vor 1 Jahr Angst vor körperlicher Nähe gehabt und habe heute manchmal noch Probleme damit. Eine einfache Umarmung ist für mich sehr schwer und stresst mich furchtbar. Ich habe dann immer einen Kloß im Hals, so als müsste ich weinen und es ist mir unangenehm umarmt zu werden.
    Dann habe ich Ansgt davor Gefühle zu zeigen. Ich denke jedesmal, wenn ich Gefühle zeige bin ich schwach und verletzlich, ich kann in der Öffentlichkeit nicht weinen oder irgendetwas anderes tun, was mit Gefühlen zu tun hat.
    Dann habe ich noch Angst davor die Kontrolle über mich zu verlieren. Ich habe zwar noch nie die Kontrolle über mich verloren, aber ich habe furchtbare Angst davor.
    Und ich habe Angst davor, verletzt zu werden. Gut, diese Angst hat wahrscheinlich jeder, aber ich habe davor so große Angst, dass ich mein komplettes Innere verschliesse und niemanden an mich ranlasse.

    Diese Ängste haben mich eine Beziehung gekostet, da ich in Streits immer abgeblockt habe und eiskalt wurde, so als würde er mich garnicht intressieren, womit ich ihn verletzt habe und das nur, weil ich Angst davor hatte verletzt zu werden.

    Ich hoffe hier ist jemand, der mir helfen kann, ich bin über jede Antwort dankbar

    Liebe Grüße,
    Johanna

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    im Süden
    Beiträge
    5.293
    Danke
    249
    296 mal in 215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Johanna!
    Da Du ohne Liebesgefühle aufgewachsen bist, ist dass sozusagen etwas, was Du nicht kennst und Dir Angst macht, deshalb auch die Angst selbst welche zuzulassen.
    Diese Angst vor dem Alleinsein resultiert ebenfalls aus Deiner Kindheit. In einer Phase, wo sich dass Vertrauen aufbauen sollte, hast Du nichts bekommen, nichts, was Dein Selbstwertgefühl positiv beeinflusst hätte und somit traust Du Dir wahrscheinlich allein nicht so viel zu. Man kann es sich so vorstellen, dass Du die Ohnmachtsgefühle und Angst von damals als Kind bis heute mitgenommen hast.
    Wieso schreckst Du vor einer Therapie zurück? Es wird dort ja nur dass aufgearbeitet, was Du aushalten kannst. Gib dem Ganzen doch mal eine Chance-je früher Du damit anfängst, umso besser für Dich. Du hattest es bestimmt nicht leicht mit einer Mutter mit Borderline.

    LG,

    Natz
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    26.11.2008
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ja, leicht ist es nicht mit einer borderline mutter, aber ich denke es gibt schlimmeres... ich kenne es ja nicht anders, also hab ich quasi keine vergleichsmöglichkeiten

    ich schrecke vor einer therapie zurück, weil ich nicht will, dass man mir bestätigt, dass etwas nicht mit mir stimmt, es reicht mir sozusagen schon, dass ich es weiß, ich glaube eine bestätigung meines verdachts würde mich wahnsinnig machen..

    danke für die schnelle antwort=)

    liebe grüße, johanna

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    im Süden
    Beiträge
    5.293
    Danke
    249
    296 mal in 215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Eben-gerade weil Du es nicht anders kennst, Johanna!
    Es wäre gut, andere Verhaltens-und Gefühlsmuster anzugehen. Es soll Dir keiner irgendwie bestätigen, Du seist nicht in Ordnung. Du bist ein Produkt der Erziehung und zieh Dir nicht den Schuh an, mit Dir stimmt was nicht.
    Eine Borderline-Psychose ist kein Pappenstiel und ich denke, für ein Kind sogar ziemlich schlimm. Vll. würdest Du es eben merken, wenn Du mal was anderes kennenlernst.

    LG

    Natz
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Neuling
    Registriert seit
    07.07.2008
    Beiträge
    17
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    hallo johanna!

    meine mutter ist auch borderlinerin. ich kann daher gut verstehen, wie schwer du es in deiner kindheit hattest.
    hat deine mutter denn eine diagnose? meine verleugnet diese tatsache, sie meint alle anderen sind krank... ich weiß auch erst seit kurzem dass es bl ist und wäre ich nicht in die therapie geganen, wäre ich immer noch der meinung, ich wäre verrückt und würde meinen eigenen gefühlen nicht trauen!

    "Ja, leicht ist es nicht mit einer borderline mutter, aber ich denke es gibt schlimmeres... ich kenne es ja nicht anders, also hab ich quasi keine vergleichsmöglichkeiten"
    du solltest das nicht verharmlosen! kinder sind abhängig von der liebe der eltern... sie brauchen stabilität und sicherheit, genau das, womit bl in der regel probleme haben. für kinder ist das sehr schlimm, weil sie sich nicht darauf verlassen können, dass sie bedingungslos geliebt werden... weil anstelle ihrer eigenen bedürfnisse immer die der mutter im mittelpunkt stehen..weil durch die emotionale instabilität, die mangelnde impulskontrolle der mutter nichts vorhersehbar zu sein scheint..

    wächst ein kind in einem so unsicheren, instabilen umfeld auf, ist es ganz normal, dass da ängste und defizite entstehen, das wär wohl gar nicht anders möglich. wenn dir deine mutter nie ihre liebe gezeigt hat, ist er nur allzu verständlich, dass du heute probleme damit hast, diese anzunehmen... das heißt nicht, dass mit dir etwas nicht in ordnung ist... das ist eine völlig normale reaktion auf diese umstände... du solltest dich nicht scheuen, einen therapeuten aufzusuchen, da kann ich mich den anderen nur anschließen!
    gerade weil du keine vergleichsmöglichkeiten hast, ist es wichtig, zu sehen, was schief gelaufen ist, wieso du heute so reagierst und wie du damit umgehen kannst, damit nicht noch einmal eine beziehung deswegen in die brüche geht. ich habe auch lange zeit mit mir gerungen und jetzt bin ich wirklich froh, dass ich die therapie begonnen hab, weil ich dadurch auf die vielen dinge komme, die schief gelaufen sind, von denen ich immer dachte, sie wären normal...

    ich wünsch dir alles gute!!
    liebe grüße
    Geändert von athenchen300 (02.12.2008 um 12:09 Uhr)

  6. #6
    Neuling
    Registriert seit
    26.11.2008
    Beiträge
    5
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    ja meine Mutter hat vor 5 Jahren die Diagnose gestellt bekommen und war auch schon 2 mal in einer Reha.
    Ich denke ich verharmlose das alles, damit es mir nicht zu sehr zusetzt, da ich eine Zeitlang ungewollt die "beste Freundin" meiner Mutter war, d.h. sie hat mir ihre Probleme sozusagen "aufgedrückt" und dadurch habe ich aus selbstschutz begonnen mich davor abzuschirmen und es zu verharmlosen.

Ähnliche Themen

  1. Antriebslosigkeit, viele stationäre Aufenthalte, Ängste
    Von anonym9898 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 12.09.2008, 07:25
  2. Meine Ängste und ich...
    Von Kapó im Forum Ängste
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 08.09.2008, 11:51
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.02.2008, 21:28
  4. Kinder und ihre Ängste
    Von WhiteFeather im Forum Ängste
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 08.01.2008, 17:29
  5. So viele Ängste!
    Von Bonnie im Forum Ängste
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 26.10.2007, 09:44

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!