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Thema: Hallo Unbewusstes

  1. #1
    Neuling
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    Standard Hallo Unbewusstes

    Ich hatte einen Traum, in welchem in dem ich den Anfang meiner derzeitigen Beziehung in abstrakter Form wieder erlebte.

    Der Traum gefiehl mir nicht, da er ins negative abzweigte. Ich stoppte den Traum, wandte mich ab von dem Traum, "drehte mich um", und konfrontierte einen Abgrund. Tiefe Dunkelheit. Ich frage ganz konkret in diesen Abgrund hinein, Unterbewusstsein, Direktor meines Traumes, was willst du mir hiermit sagen? Bring es auf den Punkt.

    Wörter flossen in meinen Kopf wie Wasser.

    "Die Dynamik in den ersten 5 Sekunden einer Beziehung spiegeln sich in den ersten 5 Minuten, in den ersten 5 Tagen, in den ersten 5 Wochen, in den ersten 5 Monaten, in den ersten 5 Jahren wieder. Auf ewig unveränderlich bleibt die Art des Austausches."

    Und dann wachte ich auf.

    Das war vor ein paar Tagen. Eine ziemlich coole Erfahrung, in direkter Kommunikation zu stehen mit einer Art Gestalt aus der Tiefe der Psyche. War es echt, oder nicht... das ist zweitrangig für mich.

    Dieser Satz jeddoch lässt mich nicht los. Ich bin dabei eine art Realitätstest mit ihm zu machen, ob es anhand meiner eigenen Erfahrungen und Beobachtungen stimmt, ob da wahres daran ist. Ich bin mir nicht sicher.

    Was denkt ihr?

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Was denkt ihr?
    dass Du verliebt bist in Deinen eigenen Wortnebel. Dachte ich mir schon bei Deinem 1. Fred.

    So tragisch kann gar nix sein, als dass Du es nicht noch in selbstverliebte Poesie packen würdest, sry.

  3. #3
    Neuling
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    Schön für dich. Wenn ich einen Kurs in vorschnellem Verurteilen will dann weiss ich ja jetzt an wen ich mich wenden kann. *thumbs up*

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Magdolna
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    Standard Den Nebel lichten ...

    ... den Anfang meiner derzeitigen Beziehung in abstrakter Form wieder erlebte.
    Wie sah denn die abstrakte Form aus, ..., woran hast du denn dann deine derzeitige Beziehungspartnerin erkannt?
    (abstrakt:ungegenständlich, gegenstandslos)


    ... wandte mich ab von dem Traum, "drehte mich um", und konfrontierte einen Abgrund.
    Wer wen? (Ich) konfrontierte einen Abgrund ... (vgl. transitives Verb)

    "Die Dynamik in den ersten 5 Sekunden einer Beziehung spiegeln sich in den ersten 5 Minuten, in den ersten 5 Tagen, in den ersten 5 Wochen, in den ersten 5 Monaten, in den ersten 5 Jahren wieder. Auf ewig unveränderlich bleibt die Art des Austausches."
    Schade, dass du aufgewacht bist. Mich würde interessieren, wie das mit der Dynamik und den Spiegeln war/ist! Ich begreife es nicht. Kann sich eine Dynamik (Abstraktum) spiegeln?

    Dieser Satz jedoch lässt mich nicht los.
    Welcher Satz? Der Dynamiksatz?

    ... Realitätstest mit ihm zu machen, ob es anhand meiner eigenen Erfahrungen und Beobachtungen stimmt, ob da wahres daran ist. Ich bin mir nicht sicher.
    Cool, würde mich auch interessieren - aber, ich begreife o.g. Satz nicht so ganz. Vielleicht kannst du genauer erklären?

    Aber auf jeden Fall kann es das Ergebnis dann erst in 5 Jahren geben? Oder?

    Vielleicht magst du deinen Traum/Text ja noch mal bei Babel-Fish eingeben.
    Dann könnte konkrete "Poesie" draus werden.

    Fisches Nachtgesang (Christian Morgenstern)
    "Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen." Pablo R. Picasso

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Magdolna für den sinnvollen Beitrag:

    Judicator (06.07.2011)

  6. #5
    Neuling
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    dass Du verliebt bist in Deinen eigenen Wortnebel. Dachte ich mir schon bei Deinem 1. Fred.

    So tragisch kann gar nix sein, als dass Du es nicht noch in selbstverliebte Poesie packen würdest, sry.
    Verliebt in meinen Wortnebel. Auch ihnen spreche ich jede Empathie ab.

    So habe ich schon immer geschrieben, und so habe ich schon immer Gedacht. Mein Persönlichkeitsprofil entspricht 1 Prozent der Bevölkerung. Wir sind sehr sensible Menschen, wir denken in Symbolen, wir sind getrieben durch Intuituion und Mitgefühl. Und solche Worte schmerzen sehr.

    Gerade an einem Solchen Ort wo Menschen hingehen um nach Hilfe zu suchen finde ich jetzt, im Nachhinein, wo ich endlich ein Krümel Selbstbewusstsein habe entwickeln können, solch eine Gefühlslosigkeit und irgnorante Vorurteile absolut bedauernswert.

    Sie laßen meinen Ersten Thread.
    Sie laßen das ich Litt.
    Und sie könnten es nicht unterlassen Mich abzuwerten?

    Wo ist ihr Anstand?

  7. #6
    Neuling
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    Es war meine Angst die ich sah.

    Ich finde es sehr interessant das hier jetzt wiederzusehen, denn genau das ist der Ursprung mindestens einer meiner destruktiven Verhalten.

    Mit einer Boarderline Persönlichkeit gibt es nämlich wirklich absolut keine änderung im Ablauf einer Beziehung. Der Kurs ist unabweigerlich die Zerstörung des Einen, zum gunsten des Anderen.

    Und diese Erfahrung trug ich als Angst in mir. Angst das es sich wiederholen würde. Und ich Projezierte diese auf meine neue Lebenspartnerin. Wenn es ein Problem in unserer Beziehung gab, war das Grund absolut in Panik zu verfallen und das weite suchen zu wollen.

    Denn es würde sich ja nie etwas ändern.

  8. #7
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Judicator,

    ich habe mir jetzt nochmals Deine bisherigen Posts durchgelesen.
    Einige Gedanken zu dem, was, und vor allem auch: wie, Du bisher geschrieben hast und wie dies, von außen betrachtet, eben auch wirkt?

    Du sendest mit Deinen Texten Signale aus - was sie auszusagen scheinen ist sicherlich nur das, was Außenstehende nur aufgrund ihrer eigenen Erfahrungswelt sehrn können.
    Es muss sich nicht immer mit dem decken, was der "Sender" ausdrücken will, stimmt. Und dennoch kann es manchmal sein, gerade weil wir hier nicht in Deinen Prozessen so gefangen sind, wie Du selbst, dass da Dinge zu erahnen (oder gar zu erkennen) sind, die Dir selbst noch verschlossen sind.

    Deine Worte spiegeln nicht nur Deine "rationales" Denken - sie zeigen auch, wie Du zu Deiner emotionalen Seite stehst: Bist Du in Einklang mit ihr; können Verstand und Gefühl frei und offen, ohne dass da einer den anderen wertet oder bevormundet, miteinander kommunizieren; gibt es da vielleicht Konfliktpunkte und "Unverständnis"; wie werden diese dann "gelöst"?

    Sprache ist nur ein unvollkommenes Hilfsmittel, das die inneren Bilder zu beschreiben versucht - Bilder, die mehr umfassen, als Sprache verdeutlichen kann.
    Wenn Du dann dennoch versuchst, so nahe wie möglich mit Worten an diese "innere Welt" heran zu kommen, dann dann zeigt sich oft im Wie (also: in der Wortwahl, in der "Argumentation" etc.), wie Deine Muster und Prozesse in diesem Moment prinzipiell strukturiert sind.

    Das, was Du als Deine Realität ansiehst, all die gegenseitigen Verknüpfungen und Abhängigkeiten, all die angesammelten Muster und (Überlebens-)Strategien, die sich im Laufe des Lebens eingeprägt haben: sie alle zusammen lassen Dich Deine inneren Bilder stimmig sehen, in sich logisch und zwangsläufig.
    Und dennoch gibt es auch ebenso berechtigte und stimmige andere Ansichten und Erklärungsmodelle. Das liegt daran, dass andere Menschen andere Prozesse durchlaufen haben und daher die gleichen Themen auch anders oder differenzierter sehen können: sie haben unter Umständen einen größeren "Erfahrungspool" aus dem sie schöpfen können.

    Und genau darum ging es in den Antworten, die Du hier bisher erhalten hast.
    Du magst sie, aus Deiner momentanen Sicht durchaus auch verständlich, als übergriffig, "unanständig" oder Dich abwertend empfinden.
    Waren sie das aber wirklich? Aus Deiner Perspektive und mit Deinen laufenden Prozessen im Hintergrund (als Filter Deiner Wahrnehmung): ja, durchaus möglich.
    Aus der Perspektive derjenigen, die so geantwortet haben: nein. Sie waren ein, wenn auch sehr direkter und deutlicher, Spiegel dessen, was Deine Worte eben noch transportiert haben.

    Lass dies jetzt erst einmal so im Raum stehen, okay?!
    Du schreibst, Du wurdest auf PTSD diagnostiziert und hast begonnen, an Dir und Deinen Prozessen zu arbeiten: heißt das, dass Du jetzt eine Therapie begonnen hast?
    Dies wäre, IMHO, der beste Ansatz, um sukzessive all das aufarbeiten zu können, was in Dir an Baustellen vorhanden ist.
    Es wird ein längerer und steiniger Weg werden, auf dem Du, wenn Du es wirklich willst, viel über Dich erfahren und lernen kannst.

    Du wirst aber, wenn die akuten Probleme/Themen erst einmal so weit im Griff sind, dass sie Dir nicht mehr täglich im Weg stehen, auch feststellen, dass es nicht nur um die Frage geht, was diese Beziehung jetzt aus Dir "gemacht hat" - es kommt dann auch irgendwann einmal die Frage nach dem, was Dich für diese ungesunde Beziehung erst anfällig gemacht hat.

    Die Wurzeln liegen sehr oft viel tiefer, setzen an ganz anderen Dingen an.
    Es gab da bereits lange vorher Prozesse in Dir, die Dich erst in diese "Falle" hineingeführt haben: in gewisser Weise haben sie dafür gesorgt, dass Du gerade eine solche Person gesucht hast.
    Sicher, Du wurdest "benutzt" - nur: Du hast Dich auch lange genug benutzen lassen, obwohl Du hättest sehen können, was da abläuft, und Dich dem dann auch entziehen. Das, was Dich zu lange darin festgehalten hat, ist dann Dein eigener Anteil an dieser Geschichte.

    Wenn Du willst, dass sich dies in Zukunft nicht wiederholen wird, dann wirst Du, wenn die aktuelle "Bewältigungsarbeit" beendet ist, auch genau darum kümmern müssen.
    Und das ist, so, wie ich die anderen User kenne, die Dir geantwortet haben, der Punkt, um den es ihnen ging!
    Verstehe dies jetzt bitte nicht falsch, es ist auch nicht überheblich gemeint: mache Deine Therapie und nach einiger zeit wirst Du besser verstehen können, wie die Aussagen hier gemeint waren. Momentan geht das noch nicht wirklich.
    Nicht, weil Du dafür "zu dumm" wärst - nein, es fehlt Dir noch die Distanz zu allem, die Dir eine solche Sicht erst ermöglichen würde. Und diese Distanz wird erst durch die Therapie kommen - u.a. dafür ist sie ja auch da

    Sieh mal: vor einigen Jahren hätte ich auf die Posts hier ebenso reagiert wie Du jetzt (vielleicht sogar noch viel heftiger ...). Ich hätte die Worte nicht verstehen können. Das, was sie ansprechen: ich hätte es weder ansehen können, noch es wollen - weil es eben auch ein Teil meiner eigenen Problematik betraf, mit der ich nicht klar kommen konnte.
    Erst im Laufe meiner eigenen Therapie und der Zeit danach, in der ich die alten Muster immer distanzierter und wertneutraler annehmen konnte, habe ich bemerkt, dass meine "alte Denke" nicht nur ein Teil dieser Probleme war, sondern mich auch daran hinderte, mich aus iihnen zu lösen.

    Es geht dabei auch nicht um "richtig" oder "falsch": auch meine alten Denkmuster waren "richtig" - aber eben in einem ganz anderen Kontext.
    Und der war für mich eben, in seinen Auswirkungen, nicht gesund
    Diese Denkmuster (die dann auch meine Ausdrucksfähigkeiten und meine Sprache bestimmten) dienten, unbemerkt, nicht dazu, das Problem zu formulieren, um dann eine Lösung finden zu können - sie dienten nur dazu, etwas "verständlich" zu machen (in allererster Linie dabei mir selbst!), eine Erklärung (oft auch: eine Rechtfertigung ...) für etwas zu präsentieren, das ich weder verstehen noch beeinflussen konnte.
    Und gerade durch dieses ständige "Erklären" habe ich die Prozesse dahinter nur umso mehr festgeklopft ... denn es ging irgendwann, ungewollt, nicht mehr darum, mich ihnen durch Reden zu nähern: ich habe, im Vegenteil, immer mehr nur noch ihre "Folgen" verbalisiert und mich in ihnen verloren.
    Das ist dann der hier angesprochene Wortnebel: er legt sich zwischen mein Empfinden und deren eigentliche Ursachen: alles dreht sich nur noch um die Symptome statt um das, was sie eigentlich auslöst.

    Sorry für den langen Text, der auch nicht direkt Bezug auf das nimmt, was Du heute geschrieben hast.
    Nur: das, was ich hätte schreiben können, wäre von Dir wahrscheinlich ohne diesen Umweg wieder als Angriff aufgefasst worden.
    Wem hätte das dann etwas gebracht?

    Mehr als ein Spiegel dessen, was Du uns hier zeigst, kann und will ich nicht sein (es ist im Prinzip das gleiche, was andere hier vor mir auch schon gemacht haben ...).
    Die Frage wäre dann: willst Du das und darf ich meine Gedanken und eigenen Erfahrungen einbringen? Gerade auch dann, wenn deren "Ergebnisse" von dem abweichen, wie und was Du selbst siehst?

    "Schuld", "richtig" oder "falsch": können wir das mal komplett weglassen?
    Perspektiven austauschen, ohne persönliche Wertung: das ja.
    Alles andere: da würde ich mich sofort wieder ausklinken.


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

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