Hallo!
Ich würde mich freuen, wenn einige meinen Text lesen und vielleicht etwas zu meiner Situation sagen können. Ich versuche, mich kurz zu halten. Ich bin 24. In der Vergangenheit hatte ich schon ein paar mal depressive Phasen (das erste mal mit 14). Letzten Sommer nach einer Trennung kam wieder eine. Es wurde so schlimm, dass ich oft dachte, ich drehe durch. Meine Gefühle (vor allem morgens) waren ein einziger Alptraum. Ich habe mich das erste mal dazu entschieden, es mit Medikamenten zu versuchen. Zuerst Johanniskraut, was aber nicht geholfen hat. Dann habe ich Trevilor verschrieben gekriegt und das hat mit wirklich geholfen!!! Nach ein paar Wochen wurde meine Stimmung deutlich besser und war seitdem stabil. Mir ging es gut. Anfang 2011 habe ich das Trevilor (75mg) in Absprache abgesetzt. Im April kam es zu einem "Rückfall", woraufhin ich mich entschloss, die Tabletten wieder zu nehmen. Es wurde wieder besser. Ich habe etwa drei Monate 75mg genommen und dann über eine ganze Zeit lang nur noch die Hälfte. Also quasi unterdosiert. Und es ging mir gut. Im November habe ich, auch wieder mit Absprache, abgesetzt. Recht schnell wurde es wieder schlechter und jetzt sitze ich in dem vielleicht tiefsten Loch, das ich jemals hatte. Meine Gedanken kreisen nur um schreckliche Themen wie Tod, Leid und Vergänglichkeit. Ich kann das Grübeln nicht stoppen. Ich bin so verzweifelt und hoffnungslos (vom Gefühl her). Morgens wache ich auf und habe Angst, dass ich es gar nicht aus dem Bett schaffe. Die Gefühle und Gedanken liegen mit unglaublicher Schwere auf mir und ich sehe nur dunkel, dunkel, dunkel... Ich fühle mich einsam, leer, todtraurig und hilflos. Das Leben ist für mich momentan eine einzige Qual. Manchmal denke ich, ich halte es nicht mehr aus oder drehe durch. Gleichzeitig habe ich keine Selbstmordgedanken, sondern bin eher traurig darüber, dass man sterben muss und das vielleicht mit so viel Leid verbunden ist. ... Ich habe einen Freund, den ich sehr liebe und von dem ich mich gleichzeitig leider sehr abhängig fühle. Ich will nicht abhängig sein und versuche, mir mein eigenes Leben zu erhalten (was auch in seinem Sinne ist). Wir wohnen nicht zusammen und ich mache häufig allein etwas mit anderen. Ich habe so eine schreckliche Angst, dass es für ihn irgendwann zu anstrengend wird und er mich verlässt. Denn ich kann es nicht verbergen und das ist ja auch nicht immer gut.
Wahrscheinlich steht jetzt die Frage im Raum, warum ich das Trevilor nicht wieder ansetze. ... Ich möchte keine Medikamente mehr nehmen!!! Ich habe mich die ganze Zeit, während ich sie genommen habe, in einer Art abhängig gefühlt. Und krank. Ich hätte so gerne wieder ein Leben ohne Medikamente, das ich zufrieden leben kann. Ich warte momentan auf einen Psychotherapieplatz. Ich denke, dass wenn ich die Medikamente wieder nehmen würde, es immer wieder zu Rückfällen käme, weil die "eigentlichen" Themen nicht bearbeitet würden. Ich hoffe und hoffe und hoffe sooo sehr... und gleichzeitig habe ich so wenig Hoffnung...
Viele liebe Grüße und ich hoffe auf Antworten...


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