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Thema: Hast du immer an Gott geglaubt?

  1. #9
    Verleger Avatar von Natz
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    ch halte zum Beispiel nichts vom Missionieren, nichts davon, anderen Menschen meinen Glauben überzustülpen (zumal sowas auch gar nicht funktioniert).
    Genau, Biggi. Und deshalb finde ich Bernhards Tun hier einfach-ich behalte es lieber für mich-besser so.
    Ich habe hier in meiner Heimatstadt z.B. in einer Nacht der offenen Kirche tolle Menschen kennengelernt, z.B. von den Altkatholischen, die recht unkatholische Ansichten haben, die haben uns zu einem Wein eingeladen und wir haben tolle Gespräche geführt. Das hat mir gezeigt, dass es nicht nur selbstverliebte Missionare gibt, denen es nur sekundär um die Mitmenschen geht. Bernhard ist ein gutes Beispiel-er stellt hier nur seinen Quark rein, sieht es aber offensichtlich nicht als sinnvoll, auch mal was anderes zu sagen. Bei solchen "Christen" rollt es mir die Fussnägel hoch und ich glaube auch nicht, dass Jesus das toll gefunden hat. Der war nämlich volksnah, lieber Bernhard. Wenn hier-meiner unmaßgeblichen Meinung nach-einer vom Weg abgekommen ist, dann eher Du.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  2. #10
    Neuling Avatar von danny90453
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    ja von kind auf wurde ich christlich erzogen..gingen jede woche in den gottesdienst..ich weiss dass es gott gibt da ich schon viele dinge erlebte die mir die zuversicht gaben dass es ihn wirklich gibt..

    seit ca 15 jahren bin ich nicht mehr einer kirche zugehörig..mir ging es tierisch auf die nerven dass viele dort nur saßen und den sitz angewärmt haben, im leben merkte man nichts von ihrem glauben..das ist für mich pure heuchelei und sowas brauch ich echt nicht..

    man braucht keine kirche um gott zu erleben..man braucht keine rießige bibliothek denn alles was man wissen muss steht in der bibel...hab erlebt dass viele sogenannte gläubige die bibel zitieren und sie dann auslegen was das ihrer meinung nach heissen soll...jeder biegt es sich so zurecht wie er will und das sollte nicht sein wie martin luther schon damals sagte..

    mein glaube hat mich schon vor 10 jahren als ich einen suizidversuch meines exmannes erleben musste davor bewahrt nicht selber schluss zu machen...wobei ich damals auch erfuhr dass man sein leben nicht beenden kann wenn gott das nicht will...
    normalerweise hätte es meinen exmann gelingen müssen denn aufhängen ist schon recht sicher aber er wusste nicht dass gott mir das gefühl gab möglichst schnell nach hause zu gehen und so fand ich ihn als er schon bewusstlos war und konnte ihn noch retten...
    hab schon viele erlebnisse gehabt , zuviele um zu sagen das war einfach nur glück...

    sicher muss jeder selber entscheiden ob er glaubt oder nicht aber ich sage immer: als gläubiger mensch bin ich besser dran als ein ungläubiger denn sollte es keinen gott geben habe ich nichts verloren..dann ist halt alles aus mit dem tod...gibt es aber gott und macht seine weissagung wahr dass er irgendwann zurückkommt und die zu sich nehmen wird die an ihn geglaubt haben dann sieht es für die ungläubigen nicht gut aus denn sie werden sich verantworten müssen für all das was sie taten..

    wenn man genau hinsieht erfüllen sich die vorhersagen der bibel vor unseren augen ...denoch weiss ich dass gott uns beschützt
    Geändert von danny90453 (28.08.2010 um 10:39 Uhr)

  3. #11
    Gast5559
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    Hm, ich brauche die Kirche eigentlich auch nicht, um zu glauben; wohl aber meine Gemeinde, hauptsächlich als geschütztes Eckchen füreinander, denk ich. Es ist ja in unserer Zeit nicht gerade so, dass Christen gut gelitten sind, im Gegenteil: Ihnen bläst häufig der kalte Wind der Ablehnung um die Nase ("Wie kann ein intelligenter Mensch wie du dieses antiquierte Zeug glauben??") Da kann die Gemeinde schon wichtig sein als Ort der Stärkung und Bekräftigung. Aber der Glaube an sich muss davon nicht berührt werden.

    Natz, ich mags auch nicht besonders, wenn Gläubige ihren Glauben wie auf einem Schild vor sich hertragen. Ich hab schon mal ein bisschen flapsig zu jemandem gesagt: "Nicht weil auf jemandem CHRIST draufsteht, ist auch zwingend Christ drin." Diejenigen MEINEN natürlich das Richtige zu tun, sie sehen es ja als ihren Auftrag an. Mir tuts manchmal richtig weh, wenn sie es gut meinen und die Menschen damit fast weg stoßen ...

  4. #12
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    Ich habe eigentlich immer an Gott geglaubt und bin halbwegs religiös erzogen worden; aber ich fand die Kirche bisher immer wenig überzeugend. Für mich ist Gott Liebe, quasi ein riesengroßer Wille zur Existenz; wie ein großes "Ja!" zum Leben.

    Und die Kirche war ein Ort, wo ich wenig von Liebe gespürt habe. Kalt, komische Rituale, und ein bisschen Gemurmel unter den Gläubigen; je nach dem, welchen Satz der Pfarrer loslässt.
    Und das Sündenverständnis ist das, was mich am meisten stört am christlichen Glauben, denn ich denke, dass es so etwas wie eine Sünde nicht gibt, weil Gott den Menschen absolut bedingungslos liebt und das nicht von seinen Taten abhängig macht.
    Sollte dem nicht so sein, kann man auch nicht davon sprechen, dass Gott den Menschen jemals geliebt hätte, sorry.
    Wahre Liebe verurteilt nicht, sondern nimmt liebevoll an und versucht zu verstehen.

    Ich würde mir innerhalb einer religiösen Gemeinschaft wie der Kirche mehr Austausch und mehr Diskussionen wünschen und weniger ritualisierte Abläufe.

    Ich glaube, dass die Bibel als Dokument zwar wichtige Kernaussagen enthält, dass aber die persönliche Erfahrung eines jeden Menschen entscheidender ist, als was in der Bibel steht. Zumal die Bibel von Menschen geschrieben worden ist.
    Ich glaube, dass Gott in allem steckt, was ist. Ich glaube, dass er sich uns Menschen durch unsere Gefühle offenbart. Und zwar durch sämtliche Gefühle, die es gibt, denn auch Wut, Angst und Schmerz führen, wenn man diese Gefühle zulassen, ausdrücken und miteinander leben kann, zur Liebe.
    Wut ist verzerrte Liebe.
    Geändert von wimpel (29.08.2010 um 21:44 Uhr)

  5. #13
    Gast5559
    Gast

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    Sollte dem nicht so sein, kann man auch nicht davon sprechen, dass Gott den Menschen jemals geliebt hätte, sorry.
    Wahre Liebe verurteilt nicht, sondern nimmt liebevoll an und versucht zu verstehen.

    Ich würde mir innerhalb einer religiösen Gemeinschaft wie der Kirche mehr Austausch und mehr Diskussionen wünschen und weniger ritualisierte Abläufe.
    Zum ersten Absatz: Ich sehe die Liebe Gottes aber auch so, wie sich der durchaus liebevolle Vater zum Kind verhalten sollte, wenn es Mist baut. Ist es ein Zeichen seiner Liebe, wenn er dem Kind alles nachsieht und alles und jedes durchgehen lässt? Sollte er sein Kind aus lauter Liebe ins Unglück rennen lassen? Ich meine nicht.

    Und dass es aus der Sicht der Liebe keine Sünde gibt, mag im althergebrachten Sinn ja so sein, aber "Sünde" im Sinn von Verfehlung (das althochdeutsche Urspungswort für Sünde bedeutet "Zielverfehlung"!) gibts aus meiner Sicht schon. Ich kann sehr wohl stur in die Irre laufen, und wenn Gott ein schmerzhaftes Ereignis oder einen Menschen sozusagen als Korrekturfaktor schickt, mag mir das zwar nicht passen, macht aber durchaus Sinn. Der Mensch ist leider so gestrickt, dass er manchmal nur wach wird, wenn etwas weh tut ...

    Zum zweiten: In meiner christlichen Gemeinschaft gibt es viel Austausch und wenig Rituale; es kommt halt auf die Art der Gemeinde an.

  6. #14
    Gast5559
    Gast

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    Sollte dem nicht so sein, kann man auch nicht davon sprechen, dass Gott den Menschen jemals geliebt hätte, sorry.
    Wahre Liebe verurteilt nicht, sondern nimmt liebevoll an und versucht zu verstehen.

    Ich würde mir innerhalb einer religiösen Gemeinschaft wie der Kirche mehr Austausch und mehr Diskussionen wünschen und weniger ritualisierte Abläufe.
    Zum ersten Satz: Ich sehe die Liebe Gottes aber auch so, wie sich der durchaus liebevolle Vater zum Kind verhalten kann, wenn es Mist baut. Ist es ein Zeichen seiner Liebe, wenn er dem Kind alles nachsieht und alles und jedes durchgehen lässt? Sollte er sein Kind sogar aus lauter Liebe immer weiter ins Unglück rennen lassen? Ich meine nicht.

    Und dass es aus der Sicht der Liebe keine Sünde gibt, mag im althergebrachten Sinn ja so sein, aber "Sünde" im Sinn von Verfehlung (das althochdeutsche Urspungswort für Sünde bedeutet "Zielverfehlung"!) gibts aus meiner Sicht schon. Ich kann sehr wohl stur in die Irre laufen, und wenn Gott ein schmerzhaftes Ereignis oder einen Menschen sozusagen als Korrekturfaktor schickt, mag mir das zwar nicht passen, macht aber durchaus Sinn. Der Mensch ist leider so gestrickt, dass er manchmal nur wach wird, wenn etwas weh tut ...

    Zum zweiten Absatz oben: In meiner christlichen Gemeinschaft gibt es viel Austausch und wenig Rituale; es kommt halt auf die Art der Gemeinde an.

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