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Thema: Hausmann

  1. #1
    Balboa
    Gast

    Standard Hausmann

    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: Ich war mein Leben lang ein fröhlicher bis alberner Mensch bis ich es wagte Hausmann zu werden und meine Kinder von Geburt an zu betreuen. Was mir dann geschah hätte ich nicht für möglich gehalten: Massive soziale Isolation (im Realleben und online) Beleidigungen (Parasit usw.), Nullwert auf dem Arbeitsmarkt etc. mit der Folge von schweren Depressionen und Angstzuständen.

    Trotzdem würde ich diese Rolle nach 11 Jahren wieder erneut ausfüllen, weil es die schönste und sinnvollste Arbeit überhaupt ist (erst Recht im Vergleich zu meinem alten Bürojob) !!

    Mir geht es wieder besser, dank Therapie und neuen Kontakten.

    Ich freue mich auf einen regen Austausch hier. Zeit habe ich ja genug

    LG

    Balboa

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Balboa Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: Ich war mein Leben lang ein fröhlicher bis alberner Mensch bis ich es wagte Hausmann zu werden und meine Kinder von Geburt an zu betreuen. Was mir dann geschah hätte ich nicht für möglich gehalten: Massive soziale Isolation (im Realleben und online) Beleidigungen (Parasit usw.), Nullwert auf dem Arbeitsmarkt etc. mit der Folge von schweren Depressionen und Angstzuständen.

    Trotzdem würde ich diese Rolle nach 11 Jahren wieder erneut ausfüllen, weil es die schönste und sinnvollste Arbeit überhaupt ist (erst Recht im Vergleich zu meinem alten Bürojob) !!

    Mir geht es wieder besser, dank Therapie und neuen Kontakten.

    Ich freue mich auf einen regen Austausch hier. Zeit habe ich ja genug

    LG

    Balboa
    Willkommen im Club der Depressiven und Aussenseiter,

    das mit der sozialen Abgrenzung kenne ich,
    bin von Geburt an als sozial fall gebranntmarkt,
    nur nicht aus so sinnvollen und guten gründen wie du.

    Jeder der dich ausgrenzt, weil du dich um den Haushalt und die
    Kinder kümmerst ist es nicht mal wert mit dir zu sprechen.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei reiskorn für den sinnvollen Beitrag:


  4. #3
    Balboa
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von reiskorn Beitrag anzeigen
    Willkommen im Club der Depressiven und Aussenseiter,

    das mit der sozialen Abgrenzung kenne ich,
    bin von Geburt an als sozial fall gebranntmarkt,
    nur nicht aus so sinnvollen und guten gründen wie du.

    Jeder der dich ausgrenzt, weil du dich um den Haushalt und die
    Kinder kümmerst ist es nicht mal wert mit dir zu sprechen.
    Danke reiskorn ! Hast Recht und außerdem habe ich ja meine Familie und bin damit also nicht sooo alleine.

  5. #4
    Ste
    Gast

    Standard

    Ich hab bei einem Kumpel miterlebt, wie es ihm mit dem Hausmann-Dasein so ging. Er war ja immer eher ein harter Rocker-Typ, bis er dann eine Emanze kennen lernte, da wurde er ein ganz anderer, was ihm teils geschadet hat, aber teils auch weiter brachte, denk ich.

    Auf jeden Fall hat er dann, ganz im Sinne der Gleichberechtigung, einige Zeit als Hausmann verbracht. Nun, er wurde sehr seltsam dadurch und es ging ihm zunehmen schlechter. Er schlitterte auch in depressive Zustände und zuhause war die Stimmung insgesamt meist schlimm. Seine Frau führte klar das Kommando und er bekam ohne seine Arbeit keine Selbstbestätigung mehr.

    Der Stress mit dem Kleinkind und die öde Hausarbeit haben ihn ziemlich fertiggemacht. Es führte soweit, dass er das Kind misshandelte. Nicht auf sadistische Weise, es war eher hilfloses Erziehen-wollen, aber nicht können und um irgendeine Chance zu haben sich durchzusetzen und nicht vollkommen der Depp von Frau und Kind zu werden, hat er halt zugeschlagen. Seine Frau sah dabei mehr oder weniger zu.

    Er hatte das Glück, dass diese Zeit nur 1-2 Jahre dauerte und er danach wieder Mann sein konnte. Er hat sich von seiner Männchen-Rolle wieder distanziert und sich als Mann gegenüber seiner Frau wieder behaupten können, sich quasi emanzipiert.

    Er wurde eine recht gute Mischung aus dem ehemaligen Macho und dem feministischen Männchenmacher, allerdings hat das über eine recht lange Zeit zur Dauerkrise mit seiner Frau geführt. Sie, die nur Sex wollte, wenn sie Kinder wollte, die immer Recht haben wollte und nie eine Schwäche zeigen wollte oder konnte, sie konnte mit seiner Entwicklung nicht mithalten. Er wurde vom Rocker zum Hausmann und danach zum "Bürger", wenn man so will. Sie war und blieb Feministin, nicht mehr und nicht weniger.

    Zeitweise waren sie auch schon getrennt, aber das ER immer weiter an der Sache gearbeitet hat und die Familie nicht aufgeben wollte, sind sie heute noch zusammen. Finde ich beeindruckend, denn das muss man erst mal schaffen.

    Mir hat das ganze einiges gezeigt über die Wirklichkeit von Beziehungen, über Männer und Frauen und über Feminismus. Ich habe ja auch das Umfeld dieser Leute kennengelernt, dass natürlich ebenfalls so geprägt war und da blieb auch kein Stein auf dem anderen. Moderne Frauen scheinen beziehungsunfähig zu sein, sie haben lieber drei kinder von drei Männern, als dass sie sich die Mühe machen ein Leben lang als Teil einer echten Familie zu leben.

    Es sollte also jeder Mann genau prüfen, ob er sich das Hausmann-Dasein antut und ob es nicht der falsche Weg ist alles gleichmachen zu wollen. Klar kann der Mann daheim bleiben und die Frau dafür in den Straßenbau gehen, die Frage ist nur ob es nicht andersrum doch besser wäre? Wenn eh schon einer daheim bleiben muss/will, warum dann nicht der Mensch, der dafür besser ausgerüstet ist, der traditionell diese Rolle hat und kennt, wieso muss sich der andere diese Rolle aufzwingen?

    Wie man sieht, ist ein Hausmann durchaus auch Kritik und Diffamierungen ausgesetzt, aber das kann auch einer Hausfrau passieren. Am besten man gibt sein Kind gleich weg und geht 6 Tage die Woche je 12 Stunden arbeiten, dann noch SUV vor die Tür stellen und zweimal im Jahr in Urlaub - ich denke, dann wird man endlich akzeptiert und geachtet.

    Grüße

    Ste

  6. #5
    Nachwuchs Autor
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    Zitat Zitat von Ste Beitrag anzeigen


    Wenn eh schon einer daheim bleiben muss/will, warum dann nicht der Mensch, der dafür besser ausgerüstet ist, der traditionell diese Rolle hat und kennt, wieso muss sich der andere diese Rolle aufzwingen?
    Hallo Ste,

    wenn ich lese, wie Du drauf bist. Als hat eine Frau mit der Muttermilch die Lust und Laune bekommen im putzen etc. aufzugehen. Für eine Frau ist das mitunter genau so unangenehm wie für einen Mann. Dein Drängen auf die Tradition zeugt anscheinend daher, da Du eine Putzfrau benötigst und Dich nur als Mann fühlst, wenn Du daheim Deinen Mutterersatz sitzen hast.

    Aber ein Mann, der Hausmann macht ist für Dich ein Männchen.
    Das der von Dir zitierte Mann sich hat von einer Frau dominieren lassen, ist eine andere Sache.
    Aber den Haushalt und die Kindererziehung kann ein Mann ebenso machen, wie eine Frau.

    Dein Vergleich eine Frau sollte zum Straßenbau gehen...........ich schüttel da echt nur den Kopf.
    Für Dich tut es mir echt leid, dass Du nicht 100 Jahre od. so früher zur Welt gekommen bist. Da hättest Du Dein Dominanzgehabe ausleben können. Oder ander Tipp: Wander aus in ein Land, in denen Machos wie Du leben, die sich dran aufbauen die Frauen zu dominieren und zu Gebärmaschinen und Mutterersatz im Haushalt zu degradieren.

    LG
    Thessa

  7. #6
    Ste
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Thessa Beitrag anzeigen
    Hallo Ste,

    wenn ich lese, wie Du drauf bist. Als hat eine Frau mit der Muttermilch die Lust und Laune bekommen im putzen etc. aufzugehen. Für eine Frau ist das mitunter genau so unangenehm wie für einen Mann. Dein Drängen auf die Tradition zeugt anscheinend daher, da Du eine Putzfrau benötigst und Dich nur als Mann fühlst, wenn Du daheim Deinen Mutterersatz sitzen hast.

    Aber ein Mann, der Hausmann macht ist für Dich ein Männchen.
    Das der von Dir zitierte Mann sich hat von einer Frau dominieren lassen, ist eine andere Sache.
    Aber den Haushalt und die Kindererziehung kann ein Mann ebenso machen, wie eine Frau.

    Dein Vergleich eine Frau sollte zum Straßenbau gehen...........ich schüttel da echt nur den Kopf.
    Für Dich tut es mir echt leid, dass Du nicht 100 Jahre od. so früher zur Welt gekommen bist. Da hättest Du Dein Dominanzgehabe ausleben können. Oder ander Tipp: Wander aus in ein Land, in denen Machos wie Du leben, die sich dran aufbauen die Frauen zu dominieren und zu Gebärmaschinen und Mutterersatz im Haushalt zu degradieren.

    LG
    Thessa
    tja, ich bleib hier und führe mit meiner tollen Frau eine tolle Beziehung bis dass der Tod und scheidet, während Leute wie du schon 10 Beziehungen hinter sich haben und die dritte Therapie machen.

    SteSte und nochmal Ste

  8. #7
    Balboa
    Gast

    Standard

    Bis heute hat so gut wie keiner meine Bewegründe wirklich kapiert (bis auf wenige Freunde).

    Ich habe mich zeitlebens NIE über gesellschaftliche Rollen definiert, nicht als Schüler, nicht als Azubi, nicht als Student, nicht als Zeitsoldat, nicht als Büromensch, nicht als Hausmann.

    Daher hat mich auch nicht die Hausmannsrolle depressiv gemacht, sondern die FOLGEN davon, nämlich die soziale Isolation.

    Mir ging es bei der Hausmann Entscheidung in erster Linie darum aus meinem gehaßten Bürojob heraus zu kommen. Ich arbeitete deswegen schon halbtags als ich meine jetzige Frau kennen lernte und wollte eigentlich keine Kinder zeugen.

    Bis auf die soziale Isolation ist das beste Job den ich je hatte. Massig Freiheit und Freizeit (habe eine PutzFRAU , keine Kollegen und Chefs, gesicherte Väterrechte, Zeit für autodidaktische Bildung oder Fernstudium, Privatrente von meiner Frau finanziert, also de facto Urlaub.

    Ich bekomme keinen Herzinfarkt am Schreibtisch, da ich z.B. mit meinen Kindern im Wald wandern gehe. Viele hochgradig gestresste, entsorgte Väter beneiden mich im Grunde.

    Was ist für einen Mann natürlicher und männlicher: Am Schreibtisch Papier bewegen oder draußen in der Natur sein ???

    Die meisten Menschen sind dermaßen innerlich unfrei das sie sich ausschließlich im Kontext der Gesellschaft sehen und definieren können.

    Ich könnte mich genauso als Kampfsportlehrer bezeichnen, weil ich seit über 20 Jahren unterrichte. Oder als Schauspieler, da ich Nebenjobs beim Film habe. Aber was soll diese dumme Spiel mit Worten und Begrifflichkeiten ?

    Meine Frau ist keine Feministin oder Emanze, sondern eine der wenigen WIRKLICH gleichberechtigten Frauen, die sich eben nicht nur die Rosinen heraus picken, sondern eben im Zuge der Gleichberechtigung auch Pflichten übernehmen - die Ernährung der Familie. Sie ist eben keine geisteswissenschaftliche Gender "Kopfwichserin", sondern promovierte Naturwissenschaftlerin.


    Obwohl meine Ehe top läuft (was mir RED jetzt natürlich nicht glauben wird), selbst im Falle einer Trennung gibt es nur zwei Möglichkeiten für mich.

    Entweder ich bekomme die Kinder plus Unterhalt.

    oder ich werde H4 und damit unterhaltsunfähig.

    Auf jeden Fall würde alle Personen nur verlieren können (vor allem die Kinder, für die ich de facto Vater und Mutter in einer Person bin).

    Ste oder RED, wieso verstehst Du nicht, das ich in Sachen Männer - und Väterrechtsbewegung auf Deiner Seite stehe ?

    Grüße

    Balboa

  9. #8
    Nachwuchs Autor
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    Standard

    Zitat Zitat von Ste Beitrag anzeigen
    tja, ich bleib hier und führe mit meiner tollen Frau eine tolle Beziehung bis dass der Tod und scheidet, während Leute wie du schon 10 Beziehungen hinter sich haben und die dritte Therapie machen.

    SteSte und nochmal Ste
    Ich lache, na dann simuliere mal weiter. Wenn es Dich glücklich macht.
    Aber Deine Unterstellungen verbitte ich mir hier.

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