Aufgrund deines Alters würde sich das vermutlich nicht vor den Eltern verbergen lassen.
Identitätskrisen können durchaus zur jenen Phase gegen Ende der Pupertät gehören.
Nur ist es gegenwärtig schwierig zu beurteilen, ob dies nun eine Art "SelbstfindungsPhase" ist, oder mit sog. biographischen (also erlebten) Ursachen zu tun hat - oder auch eine Mischung davon ist.
Diese "Endphase" der Pupertät steht vor Allem im Zeichen dessen, das man gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen - auch für sich selber.
Wie du vielleicht selber an dir realisierst, betrachtest du deine Umwelt - und auch dich - mit anderen Augen als noch Jahre zuvor. Mit der Pupertät endet das "kindliche Entdecken" - die Dinge werden zusehends nicht mehr unvoreingenommen betrachtet. Und so kann es durchaus vorkommen, das man auch sich selbst nicht mehr unvoreingenomen gegenübersteht. Man hat nun auch das Gefühl "sich von aussen betrachten zu können".
Nun hast du aber gelernt, diesem Gefühl quasi "einen Namen zu geben", kannst es äussern, es artikulieren. Das ist erst mal das Wichtigste.
Wenn du nun aber merkst, das dahinter evtl mehr stehen könnte, dass dir vielelicht immer wieder bestimmte Erlebnisse durch den Kopf gehen und quälende Empfindungen plagen, wäre das Aufsuchen eines Psychologen/Psychiaters keineswegs falsch.
Denn es gibt absolut nichts daran, das beschämend sein könnte.


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