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Thema: Hilfe bei Zwangsgedanken meines Mannes

  1. #1
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    Standard Hilfe bei Zwangsgedanken meines Mannes

    Hallo an Alle,
    kurz zu meiner Person ich bin 25, bin gerade mit meinem Ehemann(us army) in die Staaten gezogen und wir erwarten ins 2 Wochen unseren ersten Sohn.

    Mein Mann ist vor knapp 2 Jahren verletzt worden und seitdem hat er probleme mit sich selbst. Das alles zu erklaeren wuerde jetzt zu lange dauern.

    Allerdings ist es die letzten 6 Monate eigentlich immer besser geworden, er hat die medikamente abgesetzt und wir beide haben und total auf Umzug und baby gefreut.

    Vor knapp 2 wochen hat er mir nun erzahelt das er den Gedanken hat mir etwas zu tun. Nicht weil er mcih nciht liebt oder ungluecklich ist, nur um zu wissen wie es sich anfuehlt.
    Gestern abend als wir gerdet haben meinte er das ich recht schnell nach der Geburt nach deutschland auf besuch gehen soll fuer knapp 1 Monat oder laenger. Er hat nicht nur angst mir etwas zu tun sondern auch unserem Sohn. Das war der Punkt wo ich wusste ich muss es tun. Ich muss meinen Sohn schuetzen.

    Mein Mann war vorher in Therapie und wird jetzt wieder eine Therapie machen.


    Meine Frage ist, kann ich irgend etwas tun um ihm zu helfen. Ist es wirklich gut ihn fuer 1-2 Monate alleine zu lassen damit er sich ohne stress auf seine therapie und arbeit konzentrieren kann? Ich weis im Moment einfach cniht mehr weiter.
    Wir haben schon viel durchgemacht seine Verletzung (5fache Gehirnblutung),und alles was damit zusammen hing, und ich versuche alles. Nur diesmal weis ich nciht weiter vorallem wegen unserem Sohn. Als wir beschlossen haben das ich erstmal nach Deutschland gehe hat er geweint und gemeint er wird uns beide schrecklich vermissen.
    Ich verstehe einfach im Moment nciht was los ist.

    Danke fuer alle die mir antworten udn mir versuchen irgendwie zu helfen oder einen Tipp zu geben.

    LG
    Mami2010

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    Hallo, ja, das klingt nach Zwangsgedanken. Das Beruhigende dabei ist, er wird nie tun, wovor er da jetzt Angst hat. Es sind NUR Gedanken. Das Negative ist, er hat eine unheimliche Angst und kommt kaum um diese Gedanken herum. Kann sein, dass seine Verletzung da was ausgelöst hat. Kann auch sein, es ging ihm nicht wirklich besser, die Symptome haben sich nur verschoben, auch eventuell ausgelöst durch die nun bevorstehende Geburt, was ja auch Ängste auslösen kann.

    ICH sehe es nicht als sinnvoll an, wenn Du nun nach Deutschland gehst. Es bringt nichts. Eventuell ist dadurch erreichbar, dass er glaubt, Ihr seid jetzt weg und da kann nichts mehr passieren. Bedeutet aber nicht, dass der Zwang weg ist, eher nur verschoben. Ich weiß nicht, ob es ihm dann besser gehen wird, wenn Ihr weg seid, ich denke, dann kommen noch mehr Ängste hoch, weiß ich aber nicht, ich kenne Euch ja nicht und bin auch kein Arzt, sind nur meine Gedanken dabei.

    Bei Zwangsgedanken ist es meist so, dass sie sich gegen Menschen richten, die geliebt werden und dadurch massive Ängste auslösen. Sonst hätten Zwangsgedanken aber auch keinen Effekt. Ich persönlich glaube auch eher, dass es die Sache noch schwieriger macht, wenn Ihr weg seid, weil er dann nicht sehen kann, dass gar nichts passiert, sondern nur sieht, er muss sozusagen mit Entzug bestraft werden und das negative Gefühlserleben bleibt bestehen.

    Ich hatte zu Zwängen schon mal einen Link hier rein gesetzt, ich schau mal, ob ich ihn finde, vielleicht hilft er Euch ein wenig, das Ganze zu verstehen.

    Schau mal, http://weltderwunder.de.msn.com/mens...ntid=153035265

    Lieben Gruß, waiting
    Geändert von waiting (15.06.2010 um 12:46 Uhr)
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    Khalil Gibran

  3. #3
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    Hi

    ich denke anders. Du solltest nach Deutschland gehen und ihm die Zeit lassen zu überlegen was zu tun ist. Und ohne Therapie würde ich auch nicht zurückkommen. Gehirnbluten kann eine Veränderung der Psyche machen die nicht kalkulierbar ist. Und ob er irgendwann mal in eine für ihn ungewollte Situation kommt und eine Kurzschlussreaktion die Folge ist, kann niemand ausschliessen!!!

    Geh ruhig und schütze dich und dein Baby. Hauptsache er bespricht diese kranken Gedanken auch mit einem Therapeuten und schämt sich deshalb nicht. Gib ihm die Kraft, sag ihm wie stolz du bist daß er eine Therapie machen wird und daß du ihn auch vermisst aber es ja nur ein kleiner Schritt im gemeinsamen Leben ist....also steh hinter ihm indem du dich aus der Schußlinie ziehst.

    viel Glück...auch für deine Geburt.

    wieso entbindest du nicht in Deutschland?

  4. #4
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    Gehirnbluten kann eine Veränderung der Psyche machen die nicht kalkulierbar ist.
    Ich glaub, das als eventuelle besondere Ursache habe ich nicht so wirklich berücksichtigt. Dann wären es keine wirklichen Zwangsgedanken. Was sagt denn der Arzt dazu? Ist es eine rein psychische Überreaktion oder eine Folge der Gehirnverletzung? Könnte ja gut beides möglich sein. Eine angegriffene Psyche, Ängste wegen der Veränderungen familiär und/oder organische Krankheit. Aber dennoch: Er hat diese Gedanken, er spricht darüber mit Dir, das deutet für mich mehr auf Zwangsgedanken hin als auf eine demnächst unkontrollierbare Handlung. Aber wie gesagt, bin weder Arzt noch kenne ich Euch.

    Lieben Gruß, waiting
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    Khalil Gibran

  5. #5
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    Guten Morgen
    danke fuer die Antworten. Ich entbinde nicht in Deutschland weil wie gesagt die Army uns versetzt hat.Naja und es sind ja jetzt nur ncoh 2 Wochen es kann also jeder Zeit losgehen da nimmt mich auch keine Fluggesellschaft mehr mit nach Deutschland.Und er moechte ja auch gerne dabei sein und ich moechte das natuerlich auch. Gestern abend als wir ins Bett sind haben wir ncoh einmal darueber geredet, er meinte ich soll mind. 3 Monate weg bleiben, bis er sich wieder unter Kontrolle hat und mit der Therapie weiter ist. Er hat mir erzaehlt das wenn er meinen Bauch anfasst und ein wenig drueckt um zu sehen wo sein Sohn liegt er sich stark zusammen reissen muss nicht 10 mal staerker zu druecken(einfach so).Und er hat massiv angst davor den kleinen zu schuetteln. Medikamente moechte er keine nehmen,kann ich auch verstehen seit seiner verletzung bis lezten Jannuar hat er taeglich ca 15 verschiedene Pillen genommen, er meint er moechte nicht die Ursache unterdruecken sondern bearbeiten.Bevor er verlezt wurde war er normal, wenn man das so sagen kann. Er war seitdem in Behandlung und jetzt faengt er eben wieder damit an.

    Ich habe grosse angst das er die Beziehung zu mir und zu dem kleinen verliert. Ich persoenlich werd die 3 Monate schon irgendwie durchhalten und der kleine wird hoffentich ncoh nicht so sehr realisieren das Papa nicht da ist. Auserdem waere es ja auch nicht anders wenn sie ihn wieder in den Iraq schicken.

    Ich moechte ihn hier nciht alleine lassen,wirklich nicht. Aber auch wenn man sagt Hunde die bellen beissen nicht, kann ich meinen Sohn nicht dieser gefahr aussetzen.

    Ich wuerde so gerne irgendwie helfen, oder verstehen wieso er solcvhe gedanken hat. Vorallem gegen uns, seine Familie, die er ja immer beschuetzen will.

  6. #6
    Verleger Avatar von Natz
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    er sich stark zusammen reissen muss nicht 10 mal staerker zu druecken
    Das finde ich jetzt auch grenzwertig und lässt mich auch zweifeln, ob es da mit einer Zwangserkrankung "getan" ist. Ich finde auch, dass da Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, schon allein, weil man bei Gewalttätern nicht ausschließen kann, dass die Gewalttaten tatsächlich aufgrund früherer Gehirntraumas entstanden sind.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  7. #7
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    Ja, dieses Zitat hat mich auch erschreckt. Da scheint auch für mich mehr dahinter zu stehen als bloße Zwangsgedanken. Vielleicht irgendwas noch nicht Verarbeitetes, keine Ahnung. Vielleicht ist es eine gute Idee, wenn Du eine Weile weg bist. Er muss sich ohnehin um sich selbst kümmern, ich weiß nicht, wie viel Du da selbst tun könntest, außer da sein und genau das sieht er ja als Gefahr.

    Lieben Gruß, waiting
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    Khalil Gibran

  8. #8
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    He Mami2010

    du kannst ihm noch nicht helfen...aber deinem Baby schon! Du MUSST gehen und ihm die Möglichkeit der Therapie ohne "Zwischenfälle" geben.

    er ist Ami.....war er in Afghanistan? Du schreibst von 5 mal Hirnbluten.....wie kommen die zustande? Du schreibst:

    Bevor er verlezt wurde war er normal, wenn man das so sagen
    wieso...wenn man das so sagen kann....wie ist sein Grundcharakter? Neigt er zu Wutausbrüchen? Hat er schon vor dem Unfall Gewaltbereitschaft gezeigt gegenüber anderen?

    Hoffe du verstehst die Fragen hier nicht falsch, ich möchte nur gerne verstehen. Super das du darüber schreibst und dich damit auseinander setzt....bist scheinbar schon jetzt eine "Super Mama" Und auch Hut ab das er euch wegschickt, auch in ihm steckt ein Papa....nur so ist er ein Pulverfass.

    Und wenn er nur durch Medikamente diese Gedanken in den Griff kriegt muss das sein!! Denn was sind schon ein paar Pillen gegen die Angst um das Leben seines Babys? Vielleicht sind das die Spätfolgen der Blutung und kann nur medikamentös behandelt werden? Aber das finden die Ärzte ja raus und du solltest ihn auch darin bestärken das notfalls auch eine Medikation euch dreien ein schönes Familienleben beschert!

    Viel Glück

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