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Thema: Hilfe!! Dringend!!!

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Hilfe!! Dringend!!!

    Hallo,

    ich hoffe ich bin hier richtig. Habe in der Arbeit ziemliche Probleme mit den Kollegen und mit der Tätigkeit selbst. Hänge fast nur am Telefon. Als ich dort begonnen habe war soweit alles in Ordnung. Bis auf den Kollegen, der immer besser, schneller und klüger sein wollte als ich. Mittlerweile hat sich das ganze zugespitzt. Er enthält mir Informationen vor, beschwert sich beim Chef über mich, liest meine E-mails und Aufträge die ich auf meinem Schreibtisch liegen habe, etc. Mit meinem Chef kann ich nicht darüber sprechen, der ist auf seiner Seite (Bsp: er beschwerte sich über mich bei einem anderen Arbeitskollegen und lies sich bei Ihm aus, anstatt zu mir zu kommen). Nach über einem Jahr durchhalten, brach im im Herbst 09 zusammen und war für ca. zweieinhalb Wochen krankgeschrieben. Nachdem ich wieder zur Arbeit kam ging es Anfangs eigentlich auch ganz gut. Doch mit der Zeit merkte ich wie mein Akku immer leerer und leerer wurde. Gott sei dank hatte ich über Weihnachten Urlaub. Doch jetzt nach meinem Urlaub fühle ich mich wie wenn ich keinen Urlaub gehabt hätte. Schon eine Woche vor Ende meines Urlaubs begannen die Bauchschmerzen und gestern war ich nur noch am heulen (seit heute wieder bei der Arbeit).
    Mein Arzt ist der Meinung, dass wenn ich an meiner Situation nichts ändere, ich wieder zusammenbrechen werde und ich irgendwann komplett arbeitsunfähig werde.. Ich will ja arbeite, ich bin auch gerade auf der Suche nach einer neuen Stelle, aber bei der momentanen Arbeitslage ist das schwierig... Beim AA war ich bereits, es wurde mir angeboten ein Gesundheitliches Gutachten anzufertigen, sodass ich ohne Sperre kündigen kann....
    Ich weis nicht wie lange ich das noch aushalte, bis ich wieder zusammenklappe..
    Was soll ich tun? Wieder zum Arzt?? Wieder Krankmelden?? Kündigen ??
    Weiß echt nicht mehr weiter....
    MfG

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo needhelp,

    wenn es bei euch auf der Arbeit keine weiteren Instanzen gibt, die Du angehen könntest (Chef überm Chef, Betriebsrat, Betriebsarzt usw.), dann siehts schon düster aus. Du könntest noch den Schritt nach vorn probieren, wenn Du ohnehin nix zu verlieren hast, den Mobber zur Rede stellen, das Thema offensiv zur sprache bringen. Wie sind denn die anderen Kollegen drauf? ist das Arbeitsklima da generell so schlecht?

    Ansonsten nimm doch das Angebot vom AA an mit dem Gutachten. Dann hast Du erstmal Zeit durchzuatmen und musst nicht aus dem Druck raus das nächstbeste annehmen und womöglich vom Regen in die Traufe kommen.

  3. #3
    Neuling
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    Diese Situation ist durchaus schwierig, da es scheinbar keine höhere instanz gibt. Und sich gegen die jenigen zu wenden könnte die Situation noch schlimmer machen. Aber ich führe die Frage von meinem Vorgänger mal weiter .. gibt es vielleicht eine Art Betriebsrat oder jemanden, der über deinem Chef steht ? ... Das ist in etwa so, wie wenn der Direktor einer schule gegen einen ist (Schon erlebt, er hat die Lehrer gegen mich beeinflusst, da er damals probleme mit einem verwandten von mir gehabt, der auch diese schule besuchte) ... damals habe ich mich ans Ministerium gewendet und erfolg gehabt. Wnen es eine art aufsichtsrat oder ähnliches über deinem Chef gibt könntest du auch so etwas versuchen.

  4. #4
    Schreiberling Avatar von Osterinsel
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    Hallo,

    erst mal ganz viel Verständis für Deine echt miese Situation !

    Schließe mich meinen Vorrednern an, wenn es aber keine anderen Instanzen ( oder auch Kollegen) gibt, an die Du Dich wenden könntest, stellt sich die Frage, ob Du längerfristg an einer Arbeitsstelle wie dieser bleiben willst.

    Krankschreiben halte ich in Deinem Falle nicht für die dümmste Idee, muß ja nicht gleich für Wochen sein, das würde Dir erstmal Luft geben, über Deine Situation nachzudenken.

    Ich halte das in dem Fall auch für durchaus legitim, also keine Drückebergerei o.ä.!!!
    Es scheint Dir wirklich nicht gut zu gehen, und Deine erste Pflicht ist es, gut für Dich zu sorgen!!!

    Also nimm Dir den Freiraum, den Du brauchst, sonst kommt es irgendwann vielleicht noch dicker!


    Liebe Grüße von der Osterinsel!

  5. #5
    Neuling
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    Ich sag nimm enen therapeuten das ist ganz klassisches burn out verursacht durch diesen kollegen.
    Das ist sehr erst zu nehmen du müsstest deinem kollegen auch klarmachen das das deine arbeit ist und nicht seine wenn er dir die arbeit wegnimmt ist das nicht gerecht stehe für dich ein.
    Und besuche einen therapeuten es gibt extra welche für dieses problem.

    ich hoffe du schaffst aus dieser misere ich weis es bringt nicht aber herliches beileid(hab selber scheis kollegen)

  6. #6
    Neuling
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    Es gibt die Möglichkeit sich bei der Gewerkschaft zu erkundigen. Die beraten Dich und die vertreten Dich auch in einigen Fällen unter bestimmten Vorraussetzungen. Auf jeden Fall werden die Dich unterstützen.
    Wenn es wenig Erfolg hat, daß man alleine "durchdringt", dann kann es sinnvoll sein, mal einen Schuß vor den Bug zu setzen. Eine Krankmeldung verschiebt das Problem nur nachhinten und führt auf lange Sicht eventuell in einen sozialen Abstieg. Zudem würde ich Bewerbungen an andere Firmen schreiben. Eine der schlechtesten Dinge, die Du jetzt machen kannst, ist: sich krank melden und dann abwarten. Unter dem Strich kannst Du dann 1 Jahr krank feiern und mußt dann entweder in eine Situation zurück, die für Dich noch schlimmer geworden ist, oder aber Rente beantragen, die es wenn überhaupt nur zeitlich begrenzt gibt. Die Alternative wäre es dann Hartz 4 zu beantragen.
    In diese Situation würde ich mich ohne einen Kampf nicht begeben wollen. Sondern erst einmal alle Register ziehen und wenn nötig das Gespräch mit dem Chef mit einem Anwalt führen. Nicht nur Zurückziehen und einen Therapeuten konsultieren und wegigeln. Man kann auch aktiv werden.- Manchmal ist so ein Schuß vor dem Bug, der zeigt daß man sich nicht alles gefallen läßt sinnvoll. Schlimmstenfalls bittet Dich Dein Chef zu gehen und bietet Dir eine Abfindung an, würde er Dich rauswerfen, und es käme zum Arbeitsprozeß so stehst Du immer noch besser da, als wenn Du nun einen Rückzieher machst. Das ganze kann aber auch gut ausgehen, wenn Dein Chef und dein Peiniger sieht: HUCH! Die läßt sich das nicht gefallen. Eine Therapie kann durchaus sinnvoll sein, aber Du mußt die nicht machen und Dich einfach zurückziehen. Das kann parallel laufen. Oftmals reagiert so ein Chef ganz anders, wenn jemand vom Fach mitkommt zu einem Gespräch und es wird ihm auch sehr unangenehm sein, daß Mobbing ein Thema in seinem Betrieb ist. Die meißten haben Angst, daß es ihnen danach schlechter ergehen würde. Dann kann man noch mal nachlegen mit dem Anwalt und der Gewerkschaft.- Meistens jedoch sehen die Menschen , oops, das laß ich besser sein. Das bekommt mir nicht! Du kannst Dir das ganz einfach bei Dir vorstellen. Wenn Du ein Gespräch mit einem Anwalt hast, daß Du etwas sein lassen sollst,- dann würdest Du sicherlich auch überlegen, ob Du etwas vorsichtiger bist und SO weitermachst, oder ob Du es zum Äußersten treiben möchtest. Bei so einer Angelegenheit bleibt für den Arbeitgeber immer etwas hängen, daß seinen Ruf schädigt, egal wie es ausgeht. Auch andere die in derselben Situation sind könnten nachziehen, Mut fassen und denken: " Ach, so geht das."- Und spätestens beim 2. Mobbingfall ist der Ruf der Firma ruiniert. Soetwas spricht sich herum. Vielleicht sagt der Chef dem Mitarbeiter, der Dich mobbt dann: " Nun nehmen Sie sich mal zurück." Kündigen und aufgeben kannst Du immer noch. Aber Du mußt raus aus der Passivrolle. Manchmal im Leben muß man kämpfen. Das ist der Zeitpunkt an dem Du kämpfen mußt. Nebenher solltest Du Dich sogar therapieren lassen und auch vom Arzt behandeln lassen, damit die beiden Dir das bestätigen und attestieren können. Es ist auch möglich Ruhe zu bekommen, ohne Rückzug.
    Solltest Du keine Rechtschutzversicherung mit Berufshaftpflicht haben, so ist nun der erste Weg vor der Krankschreibung eine Versicherung abzuschließen. Bitte nicht erwähnen, daß Du etwas in der Richtung benötigst.- Ein brennendes Haus versichert Dir keiner.- Dann mußt die eine kurze Zeit aushalten bis der Versicherungsschutz wirksam wird. In der Zeit kannst Du zb. einen Therapeuten aufsuchen der Dir während Deines "Kampfes" zur Seite steht. Schreibe die Situationen in denen Du Dich gemobbt fühst minutiös mit Datum und Uhrzeit auf und auch mit Menschen, die das beobachtet haben. Es klingt viel besser, wenn Du aufführen kannst: "Am..... um ... Uhr ist folgendes passiert....."- als wenn Du pauschal etwas behauptest an daß Du Dich nicht einmal so genau erinnerst. Du hast also noch einges zu tun und vorzubereiten inkl. Bewerbungen an andere Firmen zu schreiben.
    Natürlich kannst Du Dich nun auch wegpacken, aber bringen tut das auch nicht viel mehr, im Gegenteil.( Rechtschutzversicherung, Gewerkschaft, Anwalt, Arzt. Therapeut usw. )Und dann werf mal alles in die Waagschale was Du zu bieten hast. Die Krankenkassen haben oftmals auch Beratungen zum Thema Mobbing.- Aktivier erstmal alles, was möglich ist und dann gehst Du nicht alleine in so einen Kampf hinein.Das Mobbingtagebuch ist ganz wichtig falls man in eine Unterlassungsklage muß. -
    Es ist nicht wahr, daß man durch die Situation alleine durch muß und es ist nicht wahr, daß man auf einem aussichtslosen Posten kämpft, sofern es sich um Mobbing handelt.-
    Allzuoft wird von Arbeitnehmern " Mobbing" gerufen, dabei handelt es sich um Fehler, auf die immer wieder hingewiesen wird und die nicht abgeändert werden. Das darf natürlich nicht der Fall sein. Liebe Grüße Plüschfussel
    Geändert von Plüschfussel (22.02.2010 um 08:01 Uhr)

  7. #7
    Verleger Avatar von Natz
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    Man darf nur nicht vergessen, dass ein "Kampf" auch jede Menge Energie abzieht, die man vll. gar nicht mehr hat.
    Ich bin letztes Jahr nach einem Burnout und langem Rumgemobbe gegangen und kann nur sagen, dass man nicht warten sollte, bis man zusammenklappt. Wenns gaz dumm läuft kommt man beim zweiten Mal nämlich wirklich gar nicht mehr hoch. Ich denke nicht, dass es irgendeine Stelle wert ist, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzten. Ich habe auch wieder was bekommen und das ohne große Ausfälle. Natürlich ist an jedem Job irgendein Haken und mein jetziger Chef ist auch eine Nervensäge aber er verträgt auch Kritik und ich kann sagen, wenn mir was stinkt. Alles andere ist unproduktiv und macht nur die Nerven kaputt. Das Pferd ist tot-also sollte man absteigen. Die Energie, die man da noch reinsteckt, sollte man lieber in Bewerbungen stecken. Die Leute an der Arbeitsstelle ändert man nicht und Stunk machen macht die Situation nicht besser.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

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