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Thema: Hilfe für Kind von Bekannten

  1. #1
    Neuling
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    Standard Hilfe für Kind von Bekannten

    Hallo,
    ich bräuchte eure Hilfe bei einem für mich ziemlich brissanten Thema. Die Cousine meiner Freundin, gerade mal 7 Jahre alt hat diverse Probleme. Am auffälligsten ist, dass sie ihre kleine Schwester (3 Jahre alt) und so ziemlich allem was kleiner und schwächer ist als sie (kleine Tiere wie Katzen etc. ebenso wie die Nachbarskinder) ständig absichtlich Schmerzen zufügt und sich daran erfreut.
    Sie beschimpft ihre Eltern sowie quasi jeden der nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Wenn etwas nicht nach ihrem Willen geht versucht sie es zuerst einmal mit Lügen (Zitat "Papa hat aber gesagt..." oder "Du aber versprochen, dass..") und wenn dies ebenfalls nicht funktioniert endet es in Wutanfällen gefolgt von stundenlangem (keine Übertreibung!) Heulen.
    Sie hat eine starke Konzentrationsschwäche, selbst wenn man ihr etwas vorliest kann sie nicht still sitzen und zuhören. Sie versucht mit allen Mitteln Aufmerksamkeit zu erregen.
    Bereits als Baby war sie schon nicht ganz normal wie z.B. hat sich selbst gezwickt und ihren Kopf gegen Möbel etc. geschlagen.

    Mein Problem: Die Eltern weigern sich mit dem Kind zum Arzt zu gehen. Sie waren zwar schon einmal mit ihr beim Arzt mit anschließend 4 Wochen Behandlung (was genau weiß ich leider nicht), diese haben ihre Eltern aber abgebrochen, weil dies "nichts bringt". Mittlerweile sprechen die Eltern davon (in Anwesendheit des Kindes) das Mädchen ins Heim zu geben. Auf Ratschläge und Bitten aus der Verwandtschaft sie sollten es doch noch einmal mit ihr zum Arzt gehen reagieren die Eltern mit Beschichtigungen oder Ignorieren die Bedenken komplett.

    Ich bin inzwischen kurz davor das Jugendamt einzuschalten, da es in der Familie des Kindes allgemein recht lieblos zugeht, schreien, brüllen und heulen an der Tagesordnung ist und vorallem die kleine Schwester massiv leidet.
    Ich würde aber gerne nochmal mit den Eltern sprechen und diesen ggf. einige Tipps geben worum es sich bei der (klar ersichtlichen) Erkrankung handeln könnte damit diese sich selbst mal schlau lesen können und evtl. verstehen wie schlimm es um ihr Kind steht.
    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das Kind nicht nur ADS hat sondern evtl. sogar eine Depression etc. hat.

    Ich hoffe auf eure Hilfe!

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Seph
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    das kind ist hyperaktiv und ich schätze die eltern lassen ihr so ziemlich alles durchgehen, oder?

    solange sich die eltern nicht ändern kannst du eigentlich, nur das tun was du als aussenstehender für richtig hältst, aber bitte beachte auch die konsequenzen für dich und deren familie.

    kinder sind sehr geschickt im ausspielen gegeneinander. das kenne ich sehr gut von meiner kleinen cousine, aber wenn man standhaft ist, kann das kind nichts mehr tun. natürlich fängt es dann zu heulen an, aber man darf deswegen nicht die schranken öffnen.
    das kind sollte aber auch nicht angeschrien werden! ganz wichtig!
    es braucht liebe, zuneigung usw.
    nur solange man dem kind keine grenzen setzt wird es immer wege finden alles auszunutzen und auszuspielen.

    wenn es so weitergeht, seh ich nur noch ein kind das in der welt dort draussen nicht zurechtkommt!

    ich kenne so einen fall. der typ hat sich vor ein paar jahren, im stall seiner elter mit einem gewehr erschossen.
    er verkraftete es nicht das er etwas nicht bekommt (führerscheinprüfung nie geschafft + freundin hat ihn für seinen "angeblich" besten freund verlassen)

    bitte droh ihnen aber nicht, denn du setzt eure freundschaft aufs spiel und wirst immer wieder hören: "das geht dich nichts an, das sind unsere kinder und unsere Erziehung".
    wenn ruhiges reden fehlschlägt und du einfach sorgen um die kinder hast, dann mach das mit dem jugendamt...nur sei dir den auswirkungen bewusst und versuche es auf konventionelle art zu lösen

    Hyperaktivität übrigens entsteht auch durch nahrungsmittel (hatte mal mein cousin) wie Zucker. es kann aber auch sein das das kind einfach zu wenig zum spielen hat und nie müde wird.

    hmm...hoffe ich konnte es so einigermaßen verständlich rüberbringen
    Sei der der du bist. Bist du ein anderer, kannst du nicht mehr der sein der du mal warst.

  3. #3
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    Hey,

    also ich habe mir vorgenommen, dass wenn dann ich beim Jugendamt anrufe aus dem einfachen Grund, dass ich nicht zur Verwandtschaft gehöre und keine enge Beziehung zu den Eltern der Kinder habe. Der Bruder der Mutter will bei nächster Gelegenheit ihr seine Meinung sagen und wenn dies wieder zu nichts führt werde ich (in Absprache mit einigen weiteren Verwandten) soweit möglich anonym das Jugendamt informieren. Die werden sicherlich auch nicht gleich die Tür einrennen, aber zumindest mal nen Vermerk haben, damit wenn in der Schule dann ebenfalls Probleme auftreten wenigstens dann schnell gehandelt wird.
    Ich bin auf jeden Fall froh über die Antwort. Ich hab eben vorallem Bedenken, dass sich darauß ne richtige Depression entwickeln kann, vorallem wenn sich dann mal niemand findet um die Aggression auszulassen. Und natürlich Hauptsächlich auch wegen der kleinen Schwester die massiv unter dem Verhalten ihrer Schwester leidet.

    Viele Grüße

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Seph
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    man sollte sich in diese dinge nicht zu sehr einmischen, aber wiederum auch nicht wegsehen. es ist schwer abzuschätzen wie weit man als aussenstehender gehen darf.

    ich würde mal sagen das es der bruder aber auch ruhig angehen soll und nicht gleich losbrüllen das bringt nichts.

    die familie muss einfach konsequenter das durchsetzen was für alle das beste ist.
    denn immer nur nachzugeben kann irgendwann einmal schlimm enden!
    die große schwester leidet glaub ich am meisten darunter, da ihr die aufmerksamkeit, wahrscheinlich auch entzogen wird, wenn die kleine wiedermal "nervt" (tschuldige den ausdruck).

    weiters wird für die hyperaktivität auch die aufmerksamkeit verantwortlich sein. ich weis ja nicht ob es ein sehr liebesbedürftiges kind ist.
    nur kann es sein das es an den eltern sozusagen klammert und immer nur aufmerksamkeit erregen will...
    denn wenn es schreit oder sonstwas will kann das auch vorkommen....
    nur ist das eher nebensächlich und kommt auch nicht so oft vor.

    ich geh davon aus das das kind einfach alles versucht um an das zu kommen was es will, sei es nun ein was süßes, oder spielzug usw...
    Sei der der du bist. Bist du ein anderer, kannst du nicht mehr der sein der du mal warst.

  5. #5
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallihallo,

    ich habe selber ein Kind mit ADS und ein zweites mit einem Verdacht. Es ist garnicht so leicht festzustellen, ob ein Kind an dieser Krankheit leidet. Denn es ist eine, genau wie Depressionen. Der Hirnstoffwechsel ist durcheinander und nicht wie viele Glauben, die Kinder wären grottenschlecht und bös.

    Es ist auch garnicht so leicht damit umzugehen und nicht auszurasten, wenn ein Kind so viel von einem fordert.

    Falls man der Familie helfen möchte, wäre es erstmal eine Idee, sie direkt drauf hinzuweisen, ob in einem Brief oder auch persönlich. Aber nicht nur schimpfen...das bringt nichts......
    Wo bleibt das Hilfe anbieten. Zaungäste haben Familien in schwierigen Situationen genug. Davon braucht man nicht nochmehr. Es fehlt an Helfern, die sich herzlich einsetzen und Verständnis haben und mal mit anpacken.
    Meist reichen Kleinigkeiten...zum Beispiel Beratungsstellen raussuchen mit Telefonnummern und Ansprechpartnern, damit man sich melden kann. Vielleicht auch gleich mit einer kleinen Telefonkarte dabei. Sowas kann oft mehr bewegen, als der Anschiss beim Jugendamt oder die Drohung davon.

    Bei Anonymen Anrufen beim Jugendamt kann ich nur abraten, weil sie landen in der Tonne. Nur wer Namen und Adresse hinterlässt bewirkt was. Also nicht feige sein. Wenn auch nur ein Verdacht besteht, kann man sich dort melden.
    Nur Drohen und Leviten lesen......finde ich ganz feig und besch......den Familien gegenüber.


  6. #6
    Neuling
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    Danke für deinen Beitrag knuddel aber hast du vor dem Antworten auch meinen gelesen? Ich habe nicht vor irgendwen "anzuschwärzen" oder dafür zu sorgen, dass die Kinder im Heim landen etc. aber wie ich schon geschrieben habe: Aufforderungen und Tipps werden ignoriert oder die Tatsachen schöngeredet wie z.B. dass sie nur so wäre wenn Besuch da ist etc. (also Omas Besuch sei also ein Grund die kleine Schwester zu zwicken).
    Meine Freundin hat in der näheren Bekanntschaft zwei weitere, erfolgreich behandelte Fälle von ADS (klar, Probleme gibt es dort auch noch aber diese sind bei Weitem nicht mehr so schlimm). Aber selbst die Tipps und Anregungen einer betroffenen Mutter haben nichts bewirkt.
    Für mich ist das Jugendamt die Notbremse, kein Musterweg.

  7. #7
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Ich wollte dich auch nicht persönlich angreifen.

    Nur wenn die Notbremse so dringend notwendig erscheint. Dann ruf an und warte nicht so lange. Jeder Tag wäre ja verschenkt vom Kind, wo ihm nicht geholfen wird. Egal in welcher Hinsicht.

    Auch ein Heimplatz kann eine gute Möglichkeit sein. Heime sind keine Straflager und Eltern deren Kinder im Heim leben, sind keine Rabeneltern. Manchmal ist eine Auszeit von einander sehr hilfreich und nicht Lebens vernichtend.

  8. #8
    Verleger Avatar von Waris
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    Standard Ich habe leider nur wenig Ahnung von ADS.

    Ob diese seltsamen Verhaltensweisen alle davon kommen können, weiß ich leider nicht. Ich bin aber gar nicht der Meinung, dass man sich nicht einmischen sollte, wenn es einem Kind oder einer ganzen Familie offensichtlich nicht gut geht. Im Gegenteil, es gibt zuviele Menschen, die einfach wegsehen, weil sie sich nicht "einmischen"wollen. Kinder sind kein Eigentum und ich denke, die Gesellschaft hat ein Recht, oder eher die Pflicht auf jedes Kind ein bisschen zu schauen, weil es ein kleiner Mensch ist, der von den Erwachsenen abhängig ist. Wir sind für die Kinder verantwortlich.
    Seinem Schreiben zufolge hat M22KA schon auf das Verhalten des Kindes hingewiesen und es wurde heruntergespielt. Natürlich wird keine Familie gern bevormundet und es ist nicht immer leicht abzuschätzen, wann man Behörden einschalten soll. Das Kind wird ja nicht misshandelt, oder? Wenn du aber ein komisches Gefühl hast, M22KA, und glaubst, dass sowas in Zukunft nicht auszuschließen ist, solltest du tun, was dein Gewissen dir sagt!
    so schnell kommt ein Kind nicht in´s Heim. Das Ziel ist immer, die Familie soweit zu unterstützen, dass das Kind zu Hause bleiben kann.

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