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Thema: Hilfe für meine Freundin, die jetzt alleine ist

  1. #1
    Neuling
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    Standard Hilfe für meine Freundin, die jetzt alleine ist

    Hallo,
    ich bin mir jetzt nicht ganz so sicher, ob ich hier richtig bin...
    ich habe folgendes Problem:

    Ich habe eine Freundin, deren Mutter bereits verstorben ist, als sie 6 Jahre alt war.
    Danach hat sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder zusammengelebt. Da der Vater viel gearbeitet hat, hat sich anfangs ihr Bruder um sie gekümmert. Als der Vater dann Frührentner war, hat er die Aufgabe wieder übernommen.

    Allerdings ist ihr Vater nie über den Tod der Mutter hinweg gekommen, hat auch nie mit seinen Kindern über die Situation gesprochen und hat aus seiner Trauer heraus immer sehr viel Alkohol getrunken.
    Wenn er dann mal wieder eine Freundin hatte, was öfter mal vorkam, mit der es aber nicht geklappt hat, wurde er aggressiv und lies dies an meiner Freundin aus.

    Als sie 16 war, wurde bei ihrem Vater ein Hirntumor festgestellt... Nach der OP wurde ihr Vater zum Pflegefall und kam in ein Pflegeheim. Sie kam zu meinen Eltern als Pflegekind, konnte aber keinen richtigen Bezug zu meinen Eltern aufbauen. Als sie 17 war starb ihr Vater. zu ihrem Bruder hatte sie fast gar keinen Kontakt mehr.

    Mit 18 musste sie dann leider ausziehen, weil die Beziehung meiner Eltern durch ihre Anwesenheit fast in die Brüche geganen ist...

    Die letzten drei Jahre hielt sie sich mit ihrer Ausbildung und mit ihrer noch vorhandenen Oma über Wasser.
    Nach ihrer Ausbildung wurde sie nicht übernommen und saß den ganzen Tag alleine zu Hause. Den Kontakt zu Ihrer Oma pflegte Sie aber immer.

    Letzte Woche wollte sie wieder zu ihrer Oma und als sie in der Wohnung angekommen ist, hat sie ihre Oma tot im Bad aufgefunden.
    Seit dem ist sie ziemlich deprimiert, weil sie einfach keinerlei Verwandschaft mehr hat und ihr bruder sich nicht um sie kümmert und scheinbar auch keinen kontakt zu ihr möchte...

    Auf meine vorsichtige Anspielung, sie möchte sich doch an Trauerbegleiter oder an eine Notfallseelsorge im Todesfall wenden, reagierte sie mit totaler Ablehnung.


    Jetzt meine Frage:
    Wie kann ich ihr Helfen?
    Ich habe Angst, dass sie an den erlebten Situationen zerbricht.
    Sie spricht nur nach sehr langem sticheln über probleme oder ängste... Lieber "frisst" (also nicht in der Form des Essens) sie alles in sich hinein...
    Und ich habe nicht immer die Geduld, ihr alles aus der nase zu ziehen...

    Vielen dank für Antworten von eurer Seite...

    LG

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hallo lila-girl,

    sehr lieb von Dir Dich so intensiv um Deine Freundin zu kümmern, das nenne ich echte Freundschaft.

    Beim Lesen Deiner Zeilen fällt mir auf dass kein zurückgebliebenes
    Familienmitglied sich in der Lage sah Trauerarbeit zu leisten. Der Vater
    flüchtete sich zu Lebzeiten noch in den Alkohol, Aussprache war von keiner
    Seite aus möglich.

    Um so positiver wird Deine Freundin Deine lieben Bemühungen aufnehmen und dankbar dafür sein nicht mit gebrochenem Herzen
    zurückzubleiben. Du musst nur weiterhin viel Geduld für sie aufbringen.
    Habe keine Scheu über die Todesfälle zu sprechen, das sollte kein Tabu bedeuten, irgendwann wird sie wieder so weit sein um sich Dir in Dankbarkeit zu öffnen.


    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
    Neuling
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    So unangenehm das klingt, aberdu musst ihre Gedanken, und ich meine alle, zum diesen Todesfällen rausbekommen. Das Thema muss breitgetreten werden, bis es banal geworden ist. Dies ist keine leichte Aufgabe. Geduld brauchst du dafür, ist klar.

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