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Thema: Hilfe für Psychotische Freundin

  1. #9
    Neuling Avatar von eloy61
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    Kann Erwin nur zustimmen, Du kannst nicht alle Probleme dieser Welt lösen und ich dachte, sie wollte Dich bekehren? Hoffentlich klappt das nicht....
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  2. #10
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    Zitat Zitat von karenina Beitrag anzeigen
    Sie sagt sie habe niemanden mit dem sie die Dinge besprechen könnte, weil sie alle für verrückt erklären würden. Es spricht eine tiefe Verzweiflung aus ihr und sie steht unter enormen Druck und spricht unter Tränen davon das nur ich ihren "Glauben" nachempfinden kann. Gleichzeitig ist sie zutiefst unsicher, ob das alles richtig ist was sie macht.Das äußert sich eben dadurch das sie selbst sagt: Das was ich sage mag sich verrückt anhören...aber...
    Wie gesagt : ich halte das für einen Hilferuf...eben gerade von der Ebene aus wie sie es gerade nicht anders kann. Wie soll sie mir auch derzeit anders begegnen können. Ich kenne viele Schicksale von Personen die insbesondere durch Drogen irgendwann den Bezug zur Realität verloren haben und ich bin feinfühlig und vorsichtig, gerade deswegen. Das ich ihr damals sagte sie sei "bescheuert" kam auch dadurch zustande, das mir ihr Drogenkonsum zwar bekannt war, ich es aber nicht als so bedrohlich empfunden habe,wie ich es jetzt empfinde und auch bestätigt bekomme. Ich dachte sie ist eines von diesen 2012 Opfern...Ich mache mir Sorgen..mehr nicht und kann zumindest nicht Bewusst irgendetwas da bei mir entdecken, das in mir anklingt...Belastend ist es allemal, denn sie fordert meine Aufmerksamkeit...und das läuft zwangsläufig darauf hinaus das ich mich iwann dazu äußern muss, wenn sie fragt was ich von ihren Gedanken halte.
    Äußern würde ich mich ganz ehrlich. Man kann sagen daß man dem Anderem glaubt was er denkt, also glaubt daß er ehrlich ist, aber natürlich auch sagt was man selbst davon hält. Dazu kommt sie schließlich zu Dir, wegen Ehrlichkeit.

    Es geht nicht ums Überzeugen sondern nur darum daß einem jemand zuhört und emotional mitgeht, alleine das erleichtert. Man muß dazu nicht glauben, was einem erzählt wird. Wenn es einem zuviel wird, kann man das auch sagen, das wäre auch ok. Man muß seine Grenze dabei respektieren.

    Wenn ich es zusammenfassen müsste: Wenn sie irgendwo aus der Situation, etc, rauswill, dann hilf ihr, sag auch ehrlich Deine Meinung zu dem was sie vorbringt, unterstütze sie bei dem was sie will, aber bezeichne sie nicht als krank oder psychotisch und überzeug sie auch nicht von der Irrigkeit ihrer Ansichten, belaß das ganz bei ihr. Behandel sie ganz normal.

    Und Du bist in keiner Pflicht oder Verantwortung.

  3. #11
    Neuling Avatar von karenina
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    Standard danke Erwin

    Danke für den Rat. Ich brauchte das irgendwie um zu wissen das ich nicht falsch reagiere...manchmal muss man gespiegelt werden.

  4. #12
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    Hallo Karenina
    Du schreibst, dass Deine Freundin diesen Typ über ihre Schwester kennen gelernt hat. Diese Aussage könnte doch eine bzw. mehrere der folgenden Konstellationen beinhalten:
    - Ihre Schwester könnte auch Drogen konsumieren, da sie mit dem Dealer in (welchem?) Kontakt steht.
    - Dealer dürften doch von ihren Verteilern unter Druck stehen, Stoff zu verkaufen. Der Typ hat seinen Absatz durch Deine Freundin gesteigert.
    -Deine Freundin hat die kürzliche Trennung von ihrem Ex vllt durch ihren Drogenkonsum verdrängt, betäubt und hat trotz unverarbeiteter Gefühle eine neue Beziehung begonnen.
    - Dass Du auch andere Drogen vermutest, ließe ebenso die Folgerung zu, dass sie mittlerweile schon sehr abhängig sein könnte (bitte nur als Möglichkeit betrachten), und aus diesem Grund kaum noch genügend verdient, um ihren Konsum zu finanzieren.
    - Wie stark der Abhängigkeitsgrad des "Freundes" ist, wird nur zu vermuten sein. Könnte er aufgrund des beiderseitigen Drogenkonsums Einfluss auf ihre Wahrnehmung, ihre Interpretation des Erlebens ausüben? Unter dem Drogeneinfluss verändert sich doch auch das Bewusstsein. So ließe sich die Fixierung auf Glaube und Religion interpretieren. Puh. Für mich liest sich das sehr komplex.

    Die von Dir erwähnten spärlichen Kontakte könnten in einen Zeitraum gefallen sein, in dem Deine Freundin allein war evtl ohne momentane Entzugserscheinung. Dass sie jedoch unerwartet Kontakt aufnimmt - und alles wieder so wie früher abläuft - gibt mir schon zu denken. Dein erster Reflex war, Dir einen Überblick über ihr derzeitiges Leben und Empfinden zu verschaffen. Doch wie meine Vorredner schon bemerkten, wird Dein Versuch, ihr helfen zu wollen, nur gelingen, wenn sie dies zulässt. In dieser Richtung macht mE ihre Abhängigkeit Deine Versuche wieder zunichte. Ich denke, dass schwer Drogenabhängige sich selbst verleugnen, um ihre Entzugserscheinungen in den Griff zu bekommen, sprich: sie werden einfach weiter konsumieren. In welchem Abhängigkeitsgrad sich Deine Freundin befindet, kannst Du vorerst ja nur vermuten.

    Dass sie Deine Einwände überhört, spricht für sich. Die Frage, die sich für mich außerdem stellt, wie lange sie ihren Konsum wohl noch finanziell durchhält? In ihrer derzeitigen Situation könnte sie auch versucht sein, (das interpretiere ich aus ihren suggestiven Äußerungen) - Du würdest sie bald verstehen und ihr bald folgen - Dich als künftige Geldquelle zu betrachten. Ich kann mitfühlen, dass es schmerzhaft für Dich ist, mitansehen zu müssen, wie sich eine enge Freundschaft so sehr verändert.

    Indem sie Dir erklärt, sich mit niemanden über die Dinge aussprechen zu können, sehe ich diese Annahme auch bestätigt. In Deiner freundschaftlichen Zuwendung erkennst Du eine tiefe Verzweiflung und spürst den enormen Druck, unter dem sie steht. Die tiefe Verzweiflung und der Druck dürften primär aus ihrer Abhängigkeit entstehen. Meiner Überzeugung zufolge ist es für Laien unmöglich, Drogenabhängige vom Schritt in Richtung Entziehungskur zu überzeugen.

    Bitte mache Dir auch Gedanken darüber, dass Ihr im Falle einer Abhängigkeit erst wieder von Freundschaft sprechen dürft/könnt, wenn sie von sich aus eine Entziehungskur macht und wieder clean ist. Du kannst ihr real erst helfen, nachdem sie sich ihrem Problem gestellt hat. Eine mögliche Gefahr ergibt sich jedoch, wenn der Dealer den Eindruck bekommt, seine Geschäfte würden aufgedeckt. Der Dealer finanziert doch seinen Konsum auch mit den aus dem Handel entstehenden Einnahmen.

    PS: Ich wünsche Dir viel Kraft - und bitte warte ab, wie sich die unerwartete Kontaktaufnahme entwickelt.
    LG
    Geändert von Sonnenkraut (30.12.2011 um 18:55 Uhr)
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    "Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist; sondern was du denkst, das bist du." (Marc Aurel)
    "Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen" (Aldous Huxley)

  5. #13
    Neuling Avatar von karenina
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    Danke auch für deine Antwort, Sonnenkraut!

    Es sind natürlich all die Dinge die einem durch den Kopf gehen. Derartige Spekulationen habe ich natürlich auch. Es gibt die "Fakten"; und ich sehe natürlich auch wenn jemand sich körperlich durch Drogenkonsum verändert, nicht nur psychisch. Ich sage mir auch, dass sie unglaublich einsam gewesen sein muss und wahrscheinlich noch ist..wie ich schon sagte: Hilferufe können unterschiedlich sein. Erst gerade erhielt ich wieder eine Mail...Sie sucht definitiv den Kontakt.
    Ich weiß das sie, durch ihren Job den sie noch ausübt, der einzige in der Beziehung ist der Geld verdient. Er macht auf meine Nachfrage hin...irgendetwas, sie konnte mir das noch nicht einmal konkret sagen...
    Ich will nicht die Probleme dieser Welt lösen! Ich sehe gerade jemanden verschwinden, der mir sehr nahe steht, das zu akzeptieren fällt natürlich schwer, aber ich mache mir auch keine Illusionen.
    Ich werde mal feedback geben wie sich das ganze entwickelt.... jetzt hoffe ich mal auf Guten Schlaf, lach* der kommt mir seit einigen Tagen zu kurz.Euch allen einen guten Übergang ins neue Jahr und : Bleibt stark!!

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