Hallo,
ich wende mich an dieses Forum, da ich meiner Freundin helfen möchte.
Um den genauen Umfang ihrer, wie ich denke, Psychose zu verdeutlichen, werde ich nach bester Erinnerung berichten, was besonders im Zeitraum des letzten Jahres passiert ist.
Nach einem Jahr Kurzarbeit, und der Trennung ihres damaligen Freundes, lernte sie über ihre Schwester einen Typen kennen. Dieser Typ ist stadtbekannter Drogenkonsument, und auch Vertreiber. Ihr bis dato geringe Canabis-Konsum steigerte sich durch diese neue Partnerschaft, andere "Drogeneinnahmen" sind nicht ausgeschlossen. Der Kontakt zu ihr wurde schlechter. Nach nur einem Monat zogen beide in eine gemeinsame Wohnung. Das wenige " Sich-Sehen" endete zwischen uns immer wieder in einer Diskussion um Religion und Glaube, dem sie sich, seit sie ihren neuen Partner, der ebenfalls ad hoc sich dem "Glauben" zugewandt, urplötzlich verschrieben und verbunden fühlte. Ihr Suche nach der Antwort auf die "Sinnfrage" belastete unsere Freundschaft enorm. Hinzu verbot ihr Freund offensichtlich den Kontakt. Seither habe ich sie nur noch spärlich gesprochen oder gelesen. Als ihr Wahn sich mehr und mehr steigerte stellte ich sie zur Rede, ich versuchte ihr klar zu machen das sie nach und nach die Realität verliert...kurz ich machte den Fehler und sagte ihr, das ihr Weg auf einem Irrglauben beruht, das ER ihr nicht gut tut. Das er sie manipuliert! Der Kontakt brach im Sommer daraufhin ab...nun nach der langen Zeit erhielt vor ein paar Tagen ein Lebenszeichen. Wir trafen uns...und was soll ich sagen: es war wie früher....wir unterhielten uns zunächst völlig normal. Ich war ganz bedacht darauf mich nicht weit vorzuwagen, sie nicht auf ihn anzusprechen, ihr zuzuhören...dann gab es einen Moment der völlig schizophren erschien...sie fing an urplötzlich vom kommenden Jahr zu reden...das sich dort einiges tun würde...u.a. würde böse Strahlen versuchen die Gehirne von uns allen zu manipulieren... und das war nur der Anfang... ich wusste nicht was ich sagen sollte..zuvor waren es nur Religiöse, leicht überzogene, Ansichten, aber das was sich mir jetzt offenbart ist eine zutiefst gestörte Persönlichkeit...die mir versucht zu erklären was der wahre Weg ist...Mein simples ihr-Zuhören hat Vertrauen geschaffen, d.h. ich bin ihr Nahe wie lange nicht....und hier ist mein Dilemma: wie handele, rede und denke ich jetzt am Besten. Was soll ich tun, damit ihr geholfen wird...ich verliere sie, sollte ich ihr nochmals entgegnen das sie krank ist und hilfe braucht...natürlich sage ich ihr, das sie verstehen muss, wenn ich ihr Gedanken nicht nachvollziehen kann..sie überhört das und sie betont immer wieder, das ich ihr irgendwann glauben schenken werde...sie würde wissen das ich ihr bald folgen kann...
ich wäre um jeden Rat dankbar...das ist ein hochsensibles und verworrenes Thema...und ich möchte mich dahingegend nicht falsch verhalten...
danke schon mal im Voraus
Karenina
edit by Nala: Auf Wunsch der Userin einige Passagen verändert, um Unbeteiligte zu schützen. Der Sinn ist unverändert geblieben.


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