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Thema: Hilfe für Psychotische Freundin

  1. #1
    Neuling Avatar von karenina
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    Standard Hilfe für Psychotische Freundin

    Hallo,

    ich wende mich an dieses Forum, da ich meiner Freundin helfen möchte.
    Um den genauen Umfang ihrer, wie ich denke, Psychose zu verdeutlichen, werde ich nach bester Erinnerung berichten, was besonders im Zeitraum des letzten Jahres passiert ist.


    Nach einem Jahr Kurzarbeit, und der Trennung ihres damaligen Freundes, lernte sie über ihre Schwester einen Typen kennen. Dieser Typ ist stadtbekannter Drogenkonsument, und auch Vertreiber. Ihr bis dato geringe Canabis-Konsum steigerte sich durch diese neue Partnerschaft, andere "Drogeneinnahmen" sind nicht ausgeschlossen. Der Kontakt zu ihr wurde schlechter. Nach nur einem Monat zogen beide in eine gemeinsame Wohnung. Das wenige " Sich-Sehen" endete zwischen uns immer wieder in einer Diskussion um Religion und Glaube, dem sie sich, seit sie ihren neuen Partner, der ebenfalls ad hoc sich dem "Glauben" zugewandt, urplötzlich verschrieben und verbunden fühlte. Ihr Suche nach der Antwort auf die "Sinnfrage" belastete unsere Freundschaft enorm. Hinzu verbot ihr Freund offensichtlich den Kontakt. Seither habe ich sie nur noch spärlich gesprochen oder gelesen. Als ihr Wahn sich mehr und mehr steigerte stellte ich sie zur Rede, ich versuchte ihr klar zu machen das sie nach und nach die Realität verliert...kurz ich machte den Fehler und sagte ihr, das ihr Weg auf einem Irrglauben beruht, das ER ihr nicht gut tut. Das er sie manipuliert! Der Kontakt brach im Sommer daraufhin ab...nun nach der langen Zeit erhielt vor ein paar Tagen ein Lebenszeichen. Wir trafen uns...und was soll ich sagen: es war wie früher....wir unterhielten uns zunächst völlig normal. Ich war ganz bedacht darauf mich nicht weit vorzuwagen, sie nicht auf ihn anzusprechen, ihr zuzuhören...dann gab es einen Moment der völlig schizophren erschien...sie fing an urplötzlich vom kommenden Jahr zu reden...das sich dort einiges tun würde...u.a. würde böse Strahlen versuchen die Gehirne von uns allen zu manipulieren... und das war nur der Anfang... ich wusste nicht was ich sagen sollte..zuvor waren es nur Religiöse, leicht überzogene, Ansichten, aber das was sich mir jetzt offenbart ist eine zutiefst gestörte Persönlichkeit...die mir versucht zu erklären was der wahre Weg ist...Mein simples ihr-Zuhören hat Vertrauen geschaffen, d.h. ich bin ihr Nahe wie lange nicht....und hier ist mein Dilemma: wie handele, rede und denke ich jetzt am Besten. Was soll ich tun, damit ihr geholfen wird...ich verliere sie, sollte ich ihr nochmals entgegnen das sie krank ist und hilfe braucht...natürlich sage ich ihr, das sie verstehen muss, wenn ich ihr Gedanken nicht nachvollziehen kann..sie überhört das und sie betont immer wieder, das ich ihr irgendwann glauben schenken werde...sie würde wissen das ich ihr bald folgen kann...

    ich wäre um jeden Rat dankbar...das ist ein hochsensibles und verworrenes Thema...und ich möchte mich dahingegend nicht falsch verhalten...

    danke schon mal im Voraus



    Karenina

    edit by Nala: Auf Wunsch der Userin einige Passagen verändert, um Unbeteiligte zu schützen. Der Sinn ist unverändert geblieben.
    Geändert von Nala (06.01.2012 um 13:55 Uhr)

  2. #2
    Neuling Avatar von eloy61
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    Es passiert im Leben nun mal, dass sich zwei Menschen in unterschiedliche Richtungen entwickeln und so auch Freundschaften auseinander gehen. Sie lebt und geht ihren Weg und Du offensichtlich einen anderen. Du willst und kannst sie nicht "bekehren", genauso wenig, wie sie Dich. Vielleicht trefft ihr euch später wieder auf einer gemeinsamen Ebene, im Moment sieht es nicht so aus. Das musst Du akzeptieren. LG
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  3. #3
    Roman Verfasser
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    Ach, das ist ganz stinknormales Verschwörungsgerede, da ist nix bei. Du bist zu gar nix verpflichtet, auch nicht ihr zu helfen. Was denkst Du wie viel verwirrte Ideen die Leute tagein, tagaus haben. Oder schalt mal die Nachrichten ein, wie Kriegshetze funktioniert, und wie die Banken wüten. Das ist genauso krank, aber da sagt niemand was. Einfach reden lassen. Soll sie glauben wonach ihr lustig ist. Wenn sie kein Problem mit hat ist doch alles gut. Ich hab mir längst abgewöhnt die Verrücktheiten die mir Freunde manchmal erzählen auch nur zu kommentieren.

    Also, Deine Besorgnis in Ehren, aber das Beste ist immer noch, wenn Leute ihren Irrtum ganz knallhart selbst durchleben. Für die selbst ist das gar nicht schlimm, die Ideen verlieren irgendwann nach ein paar Jahren an Relevanz, und später grinst man vielleicht drüber wenn man wieder dran denkt, wie naiv oder verblendet man war. Mancher kann aus der Distanz seinen Irrtum auch ganz klar selbst benennen.

    Wenn man jetzt aber meinetwegen eingeredet bekommt man hätte eine Psychose, und glaubt selbst dran, dann führt das zu einer internen Wertung der eigenen Gedanken, fortan wird man alles irgendwie als krank und böse denken, was man denkt, man wird nicht mehr alle Gedanken zulassen können, und das macht krank. Insofern tut man Leuten gar keinen Gefallen wenn man ihnen versucht zu helfen, im Glauben sie seien verrückt. Ich finde, man sollte jede Person, und hat sie noch so abnorme Meinungen und Verhaltensweisen grundsätzlich immer als gesund und ganz normal behandeln. Meine Probleme belasse ich bei mir, und die Probleme der Anderen gehen mich nichts an, es sei denn man fragt mich um Hilfe.
    Geändert von Erwin (29.12.2011 um 16:08 Uhr)

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    eloy61 (29.12.2011)

  5. #4
    Neuling Avatar von karenina
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    hmmm...

    ich denke das sie medizinische Hilfe benötigt! Ich bin mir durchaus bewusst, dass Menschen unterschiedliche Wege im Leben gehen und sich Wege trennen und wiederfinden können...aber man muss auch die Verantwortung spüren und erkennen, wenn jemand, und wahrscheinlich habe ich mich dahingehend nicht deutlich ausgedrückt, an einem massivem Drogenproblem leidet...da will und kann ich nicht wegsehen...

  6. #5
    Roman Verfasser
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    Sie braucht keine Hilfe solang sie keine will. Leuten gegen ihren Willen helfen, zu denken man wüsste besser was jemand braucht als derjenige selbst finde ich falsch. Das Recht auf eigenen Irrtum. Sie ist erwachsen, sie muß wissen was sie macht. Man kann sagen, hey, ich denke Du nimmst zu viel Drogen, aber wenn sie darauf nicht einsteigt kannst Du nichts machen.

    Letztlich hast Du keine Verantwortung für sie.
    Geändert von Erwin (29.12.2011 um 16:13 Uhr)

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    eloy61 (29.12.2011)

  8. #6
    Neuling Avatar von karenina
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    Das sehe ich ganz genauso.Niemals will ich meine Freunde bevormunden.Wenn sie "fallen" möchte ich für sie da sein.Jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen. Und das habe ich genauso praktiziert.Sie ist aber nun auf mich zugekommen.Hilferufe gibt es auf vielfältige Weise...meine Gefühl sagt mir das es einer ist...ich möchte mir keinen Vorwurf machen müssen...und doch versteh ich wenn ihr sagt ich solle mir nichts dabei denken...es ist nur, das ich einen Rat gesucht habe...danke für die Antworten.

  9. #7
    Roman Verfasser
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    Inwiefern ist sie denn auf Dich zugekommen, das heißt sie hat um Hilfe gebeten?

    Ich kann es verstehen wenn man sich um jemanden große Sorgen macht. Bei einem Freund war meine Rede, wenn er uns ganz durchdreht müssen wir ihn zwangseinweisen. "Wir" haben das zum Glück (12 Jahre her) nie getan, das ist dann anders gekommen. Im Nachhinein hätte nichts seinen Weg ändern können.

    So betroffen gemacht hat es mich bei ihm, weil manches seiner Probleme auch in mir anklang. Sein Verhalten hat mich damals buchstäblich entsetzt. Dessen denke ich sollte man sich bewußt sein, was hat es mit einem selbst zu tun, warum trifft es einen.

    Die Sachen DIE man sagen kann, sind schnell gesagt, aber wenn darauf nicht eingegangen wird sind einem die Hände gebunden.
    Geändert von Erwin (29.12.2011 um 17:32 Uhr)

  10. #8
    Neuling Avatar von karenina
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    Sie sagt sie habe niemanden mit dem sie die Dinge besprechen könnte, weil sie alle für verrückt erklären würden. Es spricht eine tiefe Verzweiflung aus ihr und sie steht unter enormen Druck und spricht unter Tränen davon das nur ich ihren "Glauben" nachempfinden kann. Gleichzeitig ist sie zutiefst unsicher, ob das alles richtig ist was sie macht.Das äußert sich eben dadurch das sie selbst sagt: Das was ich sage mag sich verrückt anhören...aber...
    Wie gesagt : ich halte das für einen Hilferuf...eben gerade von der Ebene aus wie sie es gerade nicht anders kann. Wie soll sie mir auch derzeit anders begegnen können. Ich kenne viele Schicksale von Personen die insbesondere durch Drogen irgendwann den Bezug zur Realität verloren haben und ich bin feinfühlig und vorsichtig, gerade deswegen. Das ich ihr damals sagte sie sei "bescheuert" kam auch dadurch zustande, das mir ihr Drogenkonsum zwar bekannt war, ich es aber nicht als so bedrohlich empfunden habe,wie ich es jetzt empfinde und auch bestätigt bekomme. Ich dachte sie ist eines von diesen 2012 Opfern...Ich mache mir Sorgen..mehr nicht und kann zumindest nicht Bewusst irgendetwas da bei mir entdecken, das in mir anklingt...Belastend ist es allemal, denn sie fordert meine Aufmerksamkeit...und das läuft zwangsläufig darauf hinaus das ich mich iwann dazu äußern muss, wenn sie fragt was ich von ihren Gedanken halte.

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