Hallo,
ich bin 23. Seit ich etwas 13/14 war, habe ich ständig Essen in mich reingestopft. Damals kam dies nur hin und wieder oder zu bestimmten Zeitpunkten am Tag vor. Der damalige "Rekord" an den ich mich noch erinnern kann, lag bei 13 Eis an einem Abend :-(
All die Jahre war es nun mal schlimmer und mal besser. Allerdings hat sich die Menge, die ich bei diesen Fressanfällen zu mir nehme, vervielfacht. Zudem ess ich nun nur noch - es gibt nur selten mal eine Stunde (außer nachts), wo ich nichts zu mir nehme. Heute habe ich zum Beispiel bereits schon wieder folgendes gegessen:
Frühstück: 3 Schüsseln Müsli (wollte nur eine essen, aber habe immer wieder nachgeladen), 2 Stück Kuchen (hätte noch mehr essen können, aber habe mich gezwungen, aufzuhören, da ich eigentlich satt war)
Zwischendurch:
10 Gummibärchen, 2 Kinderriegel, 4 Löffel Müsli, 5 Kekse
Mittag:
Nudeln mit Wurst und Tomatensoße - 2 Teller
danach war ich eigentlich satt, aber habe nun seit 14 Uhr folgendes gegessen:
2 Schüsseln Müsli, 3 Duplo, 6 kleine Prinzentalerkekse, 2 Kaubonbons, 2 Milkyway, 1 Stück Kuchen
Wie ihr seht, geht es eher in die "süße" Richtung... Allerdings habe ich auch schon versucht, statt dessen z.B. Brot zu essen, aber das bringt nicht viel: Dann esse ich um die 5 bis 6 Scheiben Brot und wenig später folgen die Süßigkeiten, sodass ich noch mehr Bauchschmerzen habe :-(
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll...
Ich bin bereits in psychologischer Behandlung. Warum? Also eigentlich aufgrund von einem "Trauma" bzgl. meines Exfreundes... Aber ich kann keinen direkten Zusammenhang dazu sehen, da die "Essstörung" ja bereits vorher dawar. Weiterhin habe ich viele Probleme im Umgang mit anderen Menschen (fühle mich "anders", es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen, etc.), aber auch dazu kann ich keinen direkten Bezug herstellen, da die Fressanfälle auch auftreten, wenn gerade alles gut läuft. Die Theorie, die mein Psychologe und ich gerade haben, ist, dass es ein Liebesersatz ist. Liebe, die ich als Kind zu wenig bekommen habe und auch heute weder von der Familie, noch von einem Mann spüre. Aber selbst wenn diese Theorie stimmt: Ich kann mich doch nicht totfressen, nur weil mich keiner liebt bzw. weil ich dies denke? Angenommen, ich könnte aufhören mit Fressen, wenn ich einen Mann hätte, der mich liebt und für mich da ist (die Sehnsucht danach habe ich): Ich kann es aber doch nicht erzwingen!! Es muss doch einen Weg geben, diese "Sucht" zu bezwingen, auch wenn mich keiner sooo sehr liebt?!?
Oder ist es doch etwas anderes??? Ich habe mir schon überlegt, ob es damit zusammenhängt, dass ich meinen Körper nicht mag? Bzw. ich kann mich mit ihm nicht anfreunden - er ist mir - warum auch immer - irgendwie "fremnd" - kann dies eine Ursache sein? Aber in welchem Zusammenhang? Ich verstehe es irgendwie nicht.
Was kann man denn noch tun? Ich glaube, ich komme psychotherapeutisch nicht weiter...
Ich habe es echt satt, nur ans Essen denken zu müssen, ständig voll zu sein, etc.
Hiiiilfe! :.-(


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