Hi.
Ich bin mittlerweile 26 und denke es ist nicht leicht für mich da nochmal die kurve zu kriegen, aber ich will es versuchen.
Bei mir kommt folgendes zusammen:
Ich wurde antiautoritär erzogen, habe zwischen 17 und 22 gekifft wie ein schlot und ich leide unter liebesmangel (meine mutter hat mich mit 6 jahren für einen anderen Mann verlassen und ich hatte noch nie eine liebesbeziehung).
Zur Erziehung:
Aufgewachsen bin ich im alter von 3 bis 9 bei meiner Zieh-Oma, einer guten Bekannten meiner Mutter die sich um mich gekümmert hat, weil meine eltern mit ihrem Beruf beschäftigt waren. Das war meine heile welt, da war alles in ordnung, da sehe ich kein Problem.
Mit 9 Jahren hat mein Vater dann eine neue Lebensgefährtin kennengelernt, die ich bis heute nicht so gut leiden kann, weil sie einfach spiessbürgerlich dumm ist (auch wenn sie sich über die jahre mit meinem vater doch zum positiven entwickelt hat). Ich zeige ihr das nicht, weil sie sehr sensibel ist und hysterisch werden kann und ich bin sehr harmoniebedürftig.
Jedoch wurde ich gezwungen meine Zieh-Oma soweit es geht zu verlassen,
so dass ich nurnoch mittags nach der schule bei ihr war, dann sollte ich zu meinem vater und dort schlafen.
Also auch die wochenenden dort verbringen.
Meine Zieh-Oma hat mich nicht geschlagen, aber sie hat es mich spüren lassen wenn ich mist gebaut hatte.
Mein Vater hingegen hat garnichts gemacht.
Er ist konfliktscheu und hat mich nie gemaßregelt.
Ich konnte alles machen, es gab nie einschränkungen für mich.
Irgendwann habe ich aufgehört mir die Zähne zu putzen und es bis heute nichtmehr erlernt dies regelmässig zu tun.
Ich habe mein Zimmer nie aufgeräumt, musste ich auch nciht, spätestens nach zwei monaten hat mein vater es für mich aufgeräumt. Ich habe es bis heute nicht gelernt sauberkeit und Ordnung zu halten (lebe seit ich 20 bin allein).
Ich habe, seitdem ich bei meinem Vater bin, keine Hausaufgaben mehr gemacht und es ist sehr schwer mich heute im Studium dafür zu motivieren.
Ich habe die meiste Zeit im Internet verbracht und es wurde nie abgestellt.
Alles was es gab waren predigten ohne Konsequenzen.
Selbst als ich angefangen habe zu kiffen, was ich meinen eltern recht bald erzählt habe, weil sie ja eh nichts machen würden, wurde nichts unternommen.
Ebensowenig als ich dann anfing ganze Schultage zu schwänzen.
Es gab immer nur verbale meckereien, keine konsequenzen, nichts.
Heute leide ich sehr darunter, da ich mich selbst als lebensunfähig sehe.
Ausserdem bin ich total unzufrieden mit mir selber, da ich weiss das ich was tun muss, aber einfach meinen ***** nicht hoch kriege.
Ich könnte soviel mehr sein als dieses häufchen Elend.
Ich war bereits zwei jahre bei einer psychologin und wir haben analysiert bis die socken qualmten.
Praktisch wurde aber nichts gemacht.
Garnichts.
Es gab mal ein paar lasche aufgaben, die aber nciht weiter verfolgt wurden wenn ich sie dann irgendwann fallen gelassen hatte.
Wobei ich genau da das Problem sehe!
Hinzu kommt das ich zwischen 17 und 22 gekifft habe und damit wohl auch ein grosser teil meines reifeprozesses zusätzlich noch eingenebelt war.
Ich selber komme da aber nciht raus.
Ich brauche da irgendwie hilfe.
Aber die psychologen bei denen ich bisher war, erzählen mir das ich dort selber rauskommen muss.
Einer meinte mal er könne mir nicht helfen weil die lösung in mir drin sei und er könne mir das wollen wollen nicht beibringen.
Aber was soll ich tun?
Ich gehe hier ein.
Das ich bis heute keine liebesbeziehung hatte kommt hemmend hinzu, weil mir manchmal die motivation fehlt überhaupt aufzustehen, denn ich weiss nicht wofür.
Ich denke nicht das ich dumm bin, momentan versuche ich mit einem noch lernenden NLP practitioner etwas abhilfe zu schaffen, was auch schon zu kleinen erfolgen geführt hat.
Aber, das grosse und ganze funktioniert nicht.
Ich fühle das.
Also ich fühle das in mir etwas fehlt oder falsch schaltet und ich nur temporäre erfolge finde, aber nicht das gefühl einer Heilung oder das sich etwas gelöst hätte was mich heute blockiert.
Ich putze mir nur sporadisch die zähne, räume nur schlampig mein zimmer auf wenn sich wer angekündigt hat, putze nie, mache keine hausaufgaben und mache auch keinen sport was mich gesundheitlich ziemlich benachteiligt.
Gibt es dafür nicht irgendeine form der Therapie oder irgendwelche erfolgsansätze?
Habe angst mein leben noch weiter zu vergammeln und als frustrierte alter mensch leute anzupöbeln.


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