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Thema: Hilfe! Mein Bruder stürzt total ab!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Hilfe! Mein Bruder stürzt total ab!

    Hallo,

    mir geht es seit Wochen auf deutsch gesagt ,,beschissen''. In der Familie herrscht unglaublich negative Atmosphäre, dass ich wirklich deppressiv werde. Folgendes Problem: Mein Bruder, 23 Jahre, Jura-Student, wohnt noch bei meinen Eltern hat ein Drogenproblem.
    Jedes Wochenende geht er auf Goa und Elektroparties und konsumiert immer mit den selben Leuten Drogen. Ich habe xtc, Speed und Gras bei ihm gefunden, aber laut meiner besten Freundin hat er auch schon mal LSD ausprobiert.
    Was mich so beunruhigt ist nicht, dass er das macht. Weil wenn man seine Grenzen kennt probiert man es mal aus und dann nie weider, oder eben man fand es so geil, dass man es immer wieder macehn muss. Viel mehr ist das Problem, dass seine Freundin ungewollt schwanger geworden ist und die sowieso keine gute Beziehung hatten und es kurz vor dem Schluss war. Sie sind also nur noch zusammen wegen des Kindes, was im Juli auf die Welt kommen soll.
    Mein Vater meidet mittlerweile den Kontakt zu ihm, weil er der Meinung ist, dass aus ihm nichts wird und er nur eine Schande für die Familie ist und lauter so ein Mist. Meine Mutter rennt ihm ständig hinterher und betet darum sich zu ändern.
    Er ist jede Nacht bis 5 Uhr morgens wach und steht Mittags um 14 Uhr auf. Wenn man ihn zum Frühstück wecken will steht er nicht auf und mein Vater sitzt wie auf heuißen Kohlöen am Tisch und rastet völlig aus. Sie schreien sich gegenseitig an, meine Mutter heult, weil sie nicht weiß was sie machen soll. Das ganze hat sich jetzt dramatisch verschlimmert, seit dem meine Mutter in seinem Zimmer Gras gefunden hat, aber so viel Gras, dass sie vermutet, dass er dealt und ja, laut Angaben von anderen dealt er tatsächlich. Das habe ich mittlerweile von sehr vielen mitbekommen die das unabhängig voneinander gesagt haben.
    Mittlerweile lügt er meine Eltern an, dass er auf Bildungsreise ist, um so Stress zu Hause zu vermeiden und sich mit Drogen das ganze Wochenende abzuschießen. M;eine Eltern glauben ihm das natürlich nicht, weil sie komplett das Vertrauen verloren haben. Ich habe schon oft mit ihm geredet, aber streitet erst alles ab un ddann wenn man Beweise hat, entschuldigt er sich und verspricht sich zu ändern und fängt schon wieder alles an. Ich war auch schon bei der Drogenberatung, um mir dort professionelle Hilfe zu holen. Aber die Leute dort, die einem helfen sollen, sagen auch noch, dass er erwachsen genug wäre und dann wahrscheinlich weiß, was er macht. Aber nein, er ist zwar Erwachsen, aber Verantwortungsbewusstsein, vorausschauendes Denken gibt es bei ihm nicht. Ich sehe wirklich wie sehr er von Woche zu Wopche abstürzt. Ich bin der Meinung, dass es am Freundeskreis liegt, weil die dort alle Drogen konsumieren und er erst sogeworden ist, seit dem er mit denen abhängt. Aber wie kriegt man ihn aus dem Kreis raus, dass er sich anständige Leute sucht?

    Ich bin echt verzweifelt, habe gestern Blut geheult, weil das familare Zusammenleben wirklich komplett zerstört ist. Meine Eltern streiten sich deshalb nur noch, mein vater gibt die Schuld meiner Mutter, obwohlm er derjenige ist, der den ganzen Tag vor dem TV hockt und sich nicht für uns interessiert, meine Mutter ist sowieso sehr besorgt (von Natur aus) und mein kleiner Bruder (14) bekommt tagtäglich alles mit, ich weiß nicht ob das so gut ist. Und ich wohne leider 70km weg, dass ich nur am Wochenende hier runterfahren kann.

    Bitte Bitte Botte helft mir! Danke!

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo gkaba,

    die Leute von der Drogenhilfe können leider insofern gar nix anderes sagen, weil ihm keiner helfen kann, wenn er nicht selber damit aufhören will. Und warum sollte er? Bisher hat er daraus ja noch keine schmerzhaften Konsequenzen zu tragen. Er hat sein Nest zuhause, das Kind, das er fabriziert hat, braucht ihn nicht zu interssieren, dafür sorgt erstmal die Unterhaltsvorschusskasse, und das Geld für seinen teuren Lebensinhalt verdient er sich mit dem selbigen.

    Im Grunde muss jeder in seinem Umfeld erstmal für sich selbst sorgen, um nicht weiter diesen Sumpf auch noch zu (unter-)stützen. Deine Eltern müssten eigentlich irgendwas finden zwischen Verurteilung und Abwendung des Vaters und der Besorgnis und Versorgung der Mutter, aus dem heraus sie dann ganz klare Grenzen setzen könnten. Aber da vermutlich deren Unfähigkeiten den Boden für das Abgleiten Deines Bruders mit bereitet haben, ist nicht zu erwarten, dass von der Seite etwas sinnvolles kommen wird.

    Du kannst höchstens mal an sie appelieren, zu einer Familienberatungs- oder Sozialberatungsstelle zu gehen, um sich Hilfe zu holen für sich selbst, also wie sie als Angehörige damit umgehen können. Auch und vor allem wegen der Verantwortung, die sie für den Kleinsten noch haben.
    Wenn sie das nicht tun, weil es vll auch zu schmerzhaft ist, sich den eigenen Fragen zu stellen, wie z.B. "haben wir als Eltern versagt, was haben wir dazu beigetragen" etc, dann bleibt Dir leider nur, für Dein eigenes Seelenheil zu sorgen, indem Du von dieser Familie wegbleibst und Deinem kleinen Bruder signalisierst, dass er jederzeit bei Dir Asyl hat.
    Geändert von Gast784 (08.05.2011 um 09:44 Uhr)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (08.05.2011),MandyOhneZahn (09.05.2011)

  4. #3
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo,

    hast du schonmal versucht mit ihm zu sprechen, wenn er gerade klar im Kopf ist?

    Denkst du er ist abhängig?

    Vielleicht könntest du ihm anbieten ihm hilfe zu besorgen, damit die Familie nicht noch mehr leidet.
    Du könntest dich dann nach Therapeutischen Einrichtungen erkundigen, in denen sie sich um Menschen mit Drogenproblemen kümmern.

    Oder vielleicht nach einer Therapeutischen Wohngruppe.
    Weil wenn es wegen ihm immer nur noch streit gibt wäre es vielleicht besser wenn er ausziehen würde.

    liebe grüße licht

  5. #4
    Neuling
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    Standard

    Danke für die schnelle Antwort.

    Aber leider bringt mich das auch nicht weiter.
    Ich kann ja nicht zusehen, wie mein Bruder, der das selber nicht realisiert, wie stark er abstürzt, noch mehr abstürzt.
    Mein Seelenheil kann ich nur dmait retten, indem ich meiner Familei helfe, dass wieder alles wie früher ist. Ich eiß, dass es echt hart wird, aber ich weiß ja wo die Probleme sind. Und das größte Problem ist, dass mein Bruder nicht selbstbewusst ist, um nein sagen zu können. Er ist mit jedem in der Stadt befreundet, hat über 800 Freunde bei Facebook. Das sagt ja schon alles. Er ist zu niemandem ehrlich, erzählt jedem irgednwelche erfundenen Geschichten, um besser dazustehen, um Aufmerksamkeit zu erhalten.


    Er muss raus aus dem Freundeskreis! Er braucht Persönlichkeit. Wie mache ich das, dass er da mitmacht?

  6. #5
    Roman Verfasser
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    Standard

    Ich formuliere es mal so krass, wie es mir in den Kopf kommt:
    Du kannst niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen will.
    Erst ab einem gewissen Leidensdruck sind Menschen bereit, etwas zu ändern.
    Wo dieser Leidensdruck liegt, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

    Umgangssprachlich gesagt: Manche müssen erst auf die Klappe fallen, bevor sie aufwachen.

    Bei IHM machen kannst Du nichts.
    Das einzige, wo Du etwas erreichen kannst, ist der Rest Deiner Familie und vor allem Dir selber.

    Hilfe für Angehörige gibt es und scheint auch mir ratsam.

    LG, Kaja

  7. #6
    Schreiberling
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    Ausrufezeichen Bruder selbst verantwortlich

    Reihen wir mal die Betroffenen auf:
    - Bruder (ignorant)
    - Freundin (leicht abseits) + ungeborenes Kind (evtl. gefährdet)
    - kl. Bruder (zu jung)
    - Mutter (labil)
    - Vater (überfordert, nicht desinteressiert!)
    - du (erschöpft)

    außerdem:
    - Freundeskreis (leicht abseits)
    - Drogenberatung (rechtlich eingeschränkt)


    Das ist ein sehr komplexes Problem und auch ihm wird klar sein, dass mit Drogen nicht zu spaßen ist. Wahrscheinlich überschätzt er seine Fähigkeiten, wenn es andere doch auch erfolgreich schaffen. Die Frage ist ja, warum er angefangen hat und ob das derselbe Grund ist, warum er nicht aufhören kann. Noch dringender ist vor allem, ob es dem Kind gut geht.Selbst wenn die Drogen keinen Einfluss auf ihn/ sie haben, könnte seine/ ihre Mutter so gestresst sein, dass das für ihn/ sie körperlich beeinträchtigend wirkt. Da ist es die Aufgabe der Familie, den Neuzugang zu beschützen und zu pflegen, auch wenn der Vater eine Pappnase ist! Habt ihr denn Kontakt zu seiner Freundin? Wenn sie wenigstens auf euch Verlass hat, werden ihr schonmal viele Sorgen genommen.

    Deine Eltern machen sich Vorwürfe und hoffen darauf, dass alles wieder in Ordnung kommt. Du siehst es deinem Vater vielleicht nicht an, aber ganz spurlos scheint es ja nicht an ihm vorbei zu gehen, wenn er sich so oft mit ihm streitet. Der, der darunter wohl am meisten leidet, ist dein kleiner Bruder, weil er jetzt viel Aufmerksamkeit braucht, besonders mit 14. Der wird sich, wenn er schlau ist, angucken, wie er es nicht machen sollte. Da kannst du als große Schwester zur Seite stehen und ihm immer wieder sagen, dass du dir für ihn Zeit nimmst, wenn er Hilfe braucht.

    Wie deine Eltern damit umgehen, das musst du denen überlassen. Sie müssten sich gegenseitig unterstützen, aber eine Beratung oder Paartherapie klingt durchaus hilfreich. Deine Mutter wird sich, wenn sie von Natur aus besorgt ist und deinem Bruder ständig hinterher läuft, alle Schuld auf sich verweisen und so etwas ist sehr belastend. Wenn dein kleiner Bruder und du es schafft, die beiden von einem externen Berater zu überzeugen, kann vielleicht ganz anders angesetzt werden. Mehr kannst du in deiner Familie und für deine Schwägerin mit dem Kind nicht tun, ansonsten landest du irgendwann in der Klapse!

    Was die Freunde und Bekannten angeht... Das ist immer so eine Sache. Wie willst du denen klar machen, dass dein Bruder in Schwierigkeiten stecken könnte und die daran Schuld sind? Meinst du ehrlich, die glauben dir das? Und anders, meinst du, er wird sich auf deinen Rat einfach so von denen losreißen können? Er wird sich wohl erst trennen, sobald es Krach gibt, wegen Geld oder sonstewas.

    Wenn dein Bruder offenkundig für Außenstehende unzurechnungsfähig wirkt, dann könnt ihr ihn von Fachleuten zwangsbetreuen lassen, ansonsten kann dir die Drogenberatung aus rechtlichen Gründen nicht helfen. Selbst stationäre Therapie oder Psychotherapeutische Praxen sind heiß umkämpft und deswegen nur eine Alternative. Diese Leute können ihm schlecht beim Entscheiden helfen, auszusteigen. Sie sind eher zuständig für Absetzen von Drogen und den Ausstieg selbst. Deswegen liegt die Verantwortung für deinen Bruder bei ihm selbst, solange er es noch einsehen kann.

  8. #7
    mad
    Gast

    Standard

    Ich schließe mich Kaja an.

    "Er muss raus aus dem Freundeskreis! Er braucht Persönlichkeit. Wie mache ich das, dass er da mitmacht?"

    - Fragen. Verneint er, dann ist es eh vergebens.
    Achte darauf, dass es Dich nicht zu sehr belastet. Manche Dinge kann man nicht ändern und schon gar keine Menschen.

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