psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: HILFE, Mein Mann verlässt mich wegen meiner Depression *seeeehr lang*

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    21.03.2011
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Daumen runter HILFE, Mein Mann verlässt mich wegen meiner Depression *seeeehr lang*

    Leute, ich kann nicht mehr.

    Ich bin 5,5 Jahre mit meinem Mann zusammen gewesen, es gab immer wieder schwierigkeiten und ich habe ihm vieles verziehen, wenn auch nie vergessen!

    Ich war schon immer sehr depressiv (bin 26), d.h. ich habe mir schon als Kind vorgestellt wie es wäre morgends nicht mehr aufzuwachen, wer dann alles zu meiner Beerdigung kommen würde und wer vielleicht sogar weinen würde.

    Ich habe mit meinem Mann 2 Töchter, 3 Jahre und 8 Monate alt.
    Als ich vor 8 Monaten mit meiner kleinen im Krankenhaus war (es war ein geplanter Kaiserschnitt) war mein Mann immer sehr komisch zu mir.

    Zuhause angekommen habe ich dann auch schnell gemerkt wieso. Er hat die Chance alleine zu hause zu sein dazu genutzt andere Frauen im Internet anzuschreiben - mit eindeutigen Angeboten. Angeblich ist da nichts gelaufen, aber ich kann im Moment gar nichts mehr glauben.

    Ich bin dann immer weiter in eine schwere Depression gerutscht, hatte starke suizid Gedanken. 7 Wochen nach der Geburt war es dann so schlimm, das ich für 8 Wochen in eine Klinik musste.

    Mein Mann hat mich in den 8 Wochen nur 3 mal besucht, und das auch nur weil er musste....

    Kurz nach Neujahr hat er mich dann verlassen (ich war noch in der Klinik). Ich war sehr verletzt, konnte aber durch die ganze Situation keine Liebe mehr für Ihn empfinden. Doch fühlte ich mich sehr zu einer Frau hingezogen mit der ich dann auch schnell warm wurde.

    Dann kam er auf einmal an und wollte mich zurück, und das obwohl er schon bei einer Anwältin war wegen Scheidung und so. Die Kinder wollte er mir auch wegnehmen (dies sei keine Drohung sondern ein Versprechen musste ich mir dann noch anhören).

    Als ich dann wieder draußen war habe ich natürlich weiter an mir gearbeitet und ihm auch diese Chance um die er nun auf einmal bat gegeben.

    Es lief immer besser und besser und so mehr ich aus der Depression raus fand um so mehr konnte ich ihn wieder lieben. Ich war wieder richtig Glücklich.

    Dann fing ich sogar wieder an zu arbeiten für 2 Stunden am Nachmittag.
    Da fing es an, dass es wieder bergab ging. Ich war nur noch genervt und kam mit dem Haushalt und den Kindern nicht mehr so gut klar. Mein Mann und ich stritten immer mal wieder.

    Einen Tag zeigte er mir online ein Auto, da er seinen Führerschein bald wieder bekommen wird guckte er nach einem Zweitwagen für uns. Das Auto gefiel mir überhaupt nicht und ich äußerte dies auch gleich in einem etwas genervten Ton.

    Seit dem ist er ganz komisch, meinte ich würde nur noch meckern, hätte nur noch schlechte Laune. Dann schrieb er mir SMSen das er so nicht weiter leben könnte. Er würde sich nicht mehr bei mir Wohl fühlen und weiß nicht ob er damit leben könnte das es immer berg auf und wieder Berg ab geht.

    Ich habe versucht mit ihm zu reden. Denn schließlich ging es mir am Jahresanfang genau so. Ich wollte nicht in seiner Nähe sein, er kotzte mich regelrecht an und ich habe es gehasst in seiner Nähe sein zu müssen. Aber ich habe die Gefühle erstmal so hingenommen und habe ihn aber immer wieder an mich ran gelassen weil ich wusste das es ja sonst nie wieder besser werden kann.

    Dann waren wir bei meiner Psychologin zu einem Paargespräch, auf die Frage von Ihr, was denn genau das Problem wäre zeigte er auf mich und meinte: Die ist das Problem. DAS SAß und als wäre es nicht genug gewesen meinte er auch noch, das ich ihn nur noch ankotzen würde, an nichts mehr spaß hätte und an nichts mehr freude. Das sah ich anders und auch meine Therapeutin, ich hatte die letzten Wochen sogar große Fortschritte gemacht.

    Das sah er natüüürlich gaaanz anders. Er war die ganze Zeit sehr agressiv und man sah, das er am Anfang des Gespräches feuchte Augen hatte. Doch um so weiter das Gespräch kam um so patziger und agressiver wurde er.

    Der Rückweg nach Hause war dann die Hölle, er schrie mich nur an wenn ich ihn gefragt habe was genau ihn störe. Schrie mich immer wieder an ob ich ihn nicht zugehört hätte. Doch das hatte ich und ich wieder holte das er meinte ich würde mich nicht gut um die Kinder kümmern, nicht um den Haushalt und ich keine Freude und kein Spaß mehr hätte. Doch ich konnte alles wiederlegen. Klar gab es mal Tage auf die seine Äußerungen zutrafen, doch die meiste Zeit stimmte dies nicht.

    Abends entschuldigte er sich dann dafür das er mich so angeschrien hat.
    Blieb aber dabei mich nicht mehr zu lieben.

    Dann hat er am nächsten Tag mit einem Bekannten gesprochen und auch mit seiner Psychologin wo er hinging wegen der MPU die er machen musste um seinen Führerschein wieder zu bekommen.

    Freitag Abends , es war der 29.04.11 teilte er mir dann mit das er sich auf jeden Fall von mir trennt und nun schluss sei, er aber alles in Ruhe klären will. Sich immer um die Kinder kümmern wird und wenn ich mal Hilfe bräuchte würde er immer da sein. (HAHA)

    Ich habe die ganze Zeit nur geweint und konnte mich gar nicht beruhigen.
    Er meinte dann noch, das es wohl nicht an mir liegt, sondern dass er sich in die Situation mich nach der Klinik zurück zu nehmen reindrängen lassen hat von den Kindern und auch seinen Eltern.

    Er hat sich am Anfang so viel Mühe gegeben, hat immer wieder gefragt ob ich lust zum kuscheln habe. hat 4 Tage Wellnessurlaub gebucht und sich bei meinen Eltern dafür entschuldigt was er mir alles angetan hat.

    Das er mir dann am 29.04. die Trennung mitteilte und vorher schon sagte er würde mich nicht mehr lieben... Da hab ich kein verständnis für.
    Er wollte sogar einen Kredit erhöhen um mir eine Brustop zu schenken ( ich habe eine Fehlbildung der Brust). Sagte mir das er mich liebt und schmiedete weiterhin Zukunftspläne.
    Es fing echt an alles aus der Bahn zu geraten nach dem ich ihm etwas patzig gesagt habe das ich das Auto was er mir da zeigte sehr hässlich fänd.

    Egal wann ich ihn nach den wirklichen Gründen frage warum die Trennung sein muss. Er sagt einfach GAR NICHTS. Er schweigt, sagt immer wieder das er darüber nichts disskutiert und es ist wie es ist.
    Er fängt auch wieder an mir zu sagen das er nicht mit mir zusammen sein kann weil ich mich so verändert hätte.

    Aber wir haben zwei Kinder, ich liebe Ihn, seit 4,5 Jahre sind wir verheiratet.
    Ich habe das Gefühl das er mich nie geliebt hat und mich nur geheiratet hat weil da nun diese Kind anstand.

    Mir geht es so *******, ich überlege ob ich einfach alle Tabletten schlucken soll die ich habe. Ich habe Angst vor der Zukunft alleine mit den Kindern.
    Ich kann es mit dieser Depression nicht schaffen. Mir geht es wieder genau so wie vor der Klinik.

    Meine armen Kinder

    Ich schaffe das alles nicht mehr. Wie kann man von heute auf morgen nicht mehr geliebt werden??

    Ich war heute so wütend auf Ihn weil ich ihn Fragen gestellt habe
    (z.B. warum er an seinem Führerschein 1 Jahr lang für 1300 euro gearbeitet hat aber nicht an unserer Ehe arbeiten will. Ob der Führerschein wichter als ich und die Kinder. also die ganze Familie wäre.)

    Er hat wie immer nur geschwiegen, sagte nur das er darüber nicht mehr disskutiert.

    Dann bin ich immer lauter geworden (vorher habe ich normal geredet) habe angefangen zu weinen. Dann meinte er das er so gar nicht mit mir reden wird.

    Da habe ich dann mit meinen Füßen angefangen auf ihn einzutreten. Habe ihn angeschrien das er ein Arschloch sei, ein egoistisches Arschloch was nicht an seine Kinder denkt.

    Dann ist er aufgestanden und meinte das ich nächste Woche meine Sachen packen soll und mit den Kindern verschwinden soll. Und dann würde er das Jugendamt anrufen und sich die Kinder holen (das Jugendamt habe ich schon selber eingeschaltet damit ich eine Hilfe von denen bekomme).

    Dann ist er Zigaretten holen gegangen und ich habe geweint und geweint und geweint (könnte es gerade schon wieder).
    Als er wieder kam war er total nett und seit dem ist kein Wort mehr über den Vorfall heute gefallen.

    ich bin so sauer, so verletzt und so verzweifelt.

    Wie kann er mich verlassen, nur weil ich krank bin?
    Wie kann er es zulassen das die Kinder unter dieser Trennung kaputt gehen werden weil ich mich nicht alleine vernünftig um sie kmmern kann???

    Wie kann er mich von heute auf morgen nicht mehr lieben????

    Ich will nicht mehr...

  2. #2
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo,

    traurige Geschichte .... aber warum willst du ein "totes Pferd" noch auf die Weide führen ?

    Kämpfe für deine und die Belange deiner Kinder .... und werde glücklich!

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Regina,

    auf die Frage von Ihr, was denn genau das Problem wäre zeigte er auf mich und meinte: Die ist das Problem.
    ich machs estmal kurz:

    eine solche Aussage lässt sich eigentlich immer (ich hab bisher jedenfalls noch keine Ausnahme erlebt) so übersetzen, dass derjenige, der mit dem Finger auf den Anderen zeigt, Defizite hat, die er aber alle an Denjenigen, auf den er zeigt, delegiert hat, und dieser es angenommen/übernommen hat.

    Und es würde mich wundern, wenn es das erste mal in Deiner Biografie ist, dass Du Dir ein Päckchen aufdrücken lässt, das nicht Deines ist. Du wirst bei einem solchen Mann nie glücklich werden, weil er absolut unfähig und unwillig ist ,sich selbst zu reflektieren und zu hinterfragen. Er wird sich seine Frauen auch dementsprechend aussuchen.

    Wenn Du noch ein ambulantes Therapieangebot hast, dann nutze das jetzt, um die Trennung gut für Dich hinzukriegen, und nutze den Beratungsdienst im Jugendamt, um die Trennung in Sachen Kids gut und möglichst ruhig über die Bühne zu bringen.
    Geändert von Gast784 (16.05.2011 um 05:39 Uhr)

  4. #4
    Roman Verfasser
    Registriert seit
    06.05.2011
    Beiträge
    1.035
    Danke
    244
    448 mal in 278 Beiträgen bedankt

    Standard

    Oh man, beim Lesen Deiner Geschichte musste ich schlucken.
    Ich hab zwar keine Kinder und zum Glück keine Krankheit, aber ansonsten kommt mir das sehr sehr bekannt vor.

    Dieses Gefühl, es alleine nicht zu schaffen. Die Geldängste, das Gefühl, vera*** worden zu sein, die Hoffnung, dass es doch noch zu schaffen ist...
    Ich hab das selbe hinter mir. Erst Trennung, dann doch nochmal und dann endgültig.

    Ich bin derweil geschieden, und es geht mir wirklich gut, aber es war hart und ich habe viel an mir gearbeitet und diesen jetzigen ZUstand aktiv herbeigeführt.
    Ich habe zum Glück tolle Unterstüzung meiner Familie gehabt.

    Es war ein Kampf jeden Tag aufzustehen und das Haus sauber zu machen, die Tiere zu versorgen. Sich dazu zu zwingen dennoch arbeiten zu gehen. Aber nach und nach merkte ich, wie gut es mir tat, als ich kapierte, dass ich es KANN. Ich hab das Haus alleine gehalten, unabhängig. Hab intensiv mit Sport begonnen und festgestellt, dass es sehr gut tut, den Körper zu stärken und nebenbei neue Freunde zu finden.

    Ich konnte mich sogar (allerdings nach langer Zeit) mit meinem Exmann insoweit aussöhnen, dass es ok ist. Wenn wir uns mal sehen (gemeinsame Freunde) ist es nett und löst nichts in mir aus. Und ich hab einen neuen Mann kennengelernt und frage mich immernoch, was ich von dem alten nur so lange gewollt hatte...?

    Ich erzähle grad viel von mir, aber ich denke, das kannst Du auch schaffen. Denn oftmals ist es nicht die Liebe, die wir vermissen: Es ist die Gewohnheit und das Gefühl, nicht allein zu sein!
    Wenn Dein Mann Dir solche Dinge sagt wie er es getan hat: das kann man nicht verzeihen. An solchen Aussagen stirbt die Liebe.

    Ich glaube für Dich ist es wichtig, auseinander zu bekommen, ob es das "nicht allein sein" ist, oder was an IHM genau Du denn wiederhaben willst
    Sicher gab es auch bei Euch schöne Zeiten, aber was sind die wert, wenn er in schwierigen Zeiten die Biege macht?
    Kraft aus sich selber raus zu schöpfen ist sehr sehr schwer, aber mit eisernem Willen und dem Gedanken an die Kinder bekommt man es hin.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

Ähnliche Themen

  1. Hilfe - Depression nach Rauchstopp
    Von drowningpool im Forum Sucht
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 24.02.2011, 16:39
  2. Depression und soziale Angst. Hilfe!
    Von kielersprotte92 im Forum Depression
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 03.12.2010, 08:23
  3. Depression bei meinem Mann
    Von blume07 im Forum Depression
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 24.02.2009, 18:45
  4. Lang ist´s her.....Bin wieder da. Hallo alle.
    Von giftgrün im Forum Neu bei Psychologieforum.de?
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.01.2008, 12:27

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!