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Thema: Hilfe- Problem bei der Jobwahl

  1. #1
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    Unglücklich Hilfe- Problem bei der Jobwahl

    Nachdem ich selbst nicht weiterkomme, versuche ich mir nun objektiven Rat von außen zu holen:

    Ich stehe kurz vor dem Berufsanfang, habe bereits einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche (d.h. schon unterschrieben) bei einer Firma ganz in meiner Nähe, Arbeit fängt bald an. Die Vorstellungsgespräche waren gut, allerdings wird das wohl nicht mein Traumjob werden, was ich vorher schon wusste, Arbeitszeit ca. 45 Stunden pro Woche, so 9 bis 19 Uhr. Ich wäre aber in einer halben Stunde daheim. Bezahlung ok.

    Nun hatte ich parallel zu dieser Bewerbung auch noch, wie es wohl auch normal ist, andere Bewerbungen laufen. Eine davon habe ich trotz Arbeitsvertrag bei der anderen Firma weiter verfolgt, weil es einfach das ist, was ich machen wollte. Mein Problem: Diese Stelle ist nur mit dem Zug in 1,25-1,5 Stunden einfach (!) erreichbar. Jetzt weiß ich nicht, was ich tun soll, falls sie mich dort auch wollen (Ich gehe hier davon aus, dass die Firma mich nimmt, falls nicht, hat sich mein Problem sowieso erledigt..). Ich brauche halt ewig und bin vom Zug abhängig, das ist nicht zu unterschätzen, da ich auch leicht Kopfweh kriege. Ich weiß nicht genau, wieviel man dort arbeiten muss, aber es hieß, so von ca. halb neun bis - je nach Arbeit - 5/6/7/8 Uhr. Man kann aber auch mal von zuhause arbeiten, hieß es, wobei das sicher nicht für mich als Berufsanfänger, der die Firma noch gar nicht kennt, gilt (und ich es auch eher als "zusätzlich arbeiten" verstanden habe). Ich gehe also auch von ca. 45 Stunden pro Woche aus. Umziehen ist keine Option, da mein Freund an unserem Wohnort arbeitet und sein Vater schwer krank ist.

    Ich bin total verzweifelt. Ich weiß, dass das ein Luxusproblem ist. Einerseits eine Arbeit, die ich gar nicht so toll finde, andererseits das, was ich machen wollte. Ich habe solche Angst, dass ich das mit dem Pendeln nicht lange durchhalte, denn diese Zeit muss man ja auch noch addieren. Und meine Hobbys kann ich dann vielleicht auch nicht mehr so verfolgen, wie ich das möchte. Wenn das Pendeln nicht wäre, würde ich bei der anderen Firma sofort kündigen.
    Ich hab auch schon überlegt, ob ich es für 1 Jahr mache und mir dann was anderes in der Nähe suche, aber so viele Jobs gibt es ja auch nicht...

    Bitte helft mir Bin die ganze Zeit am heulen und komme einfach nicht weiter.
    Geändert von Otti271 (25.06.2008 um 15:38 Uhr)

  2. #2
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    ich würde an deiner stelle das pendeln für den job, den du gerne machen möchstest, in kauf nehmen... was ist schon ein job wert, den du nicht gerne machst, nur weil du zu bequem bist, um zu lange zu fahren...
    kannst du dir nicht in nen paar jahren eh nen auto leisten? dann wäre das problem auch schon mal gelöst.

  3. #3
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    Vielen Dank für Deine Antwort. Es ist leider so, dass es mit dem Auto genau so lange dauert - der Arbeitsort ist ca. 125 km von meinem Wohnort entfernt. Ich habe das auch schon überlegt, was Du schreibst - ich habe nur furchtbar Angst, dass ich das körperlich nicht aushalte - 10 Stunden Arbeit plus 3 Stunden Fahrt - und ich den Job dann auch nicht mehr gerne mache

  4. #4
    Gast784
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    Hi Otti,

    das ist reine Gewohnheit. Wahrscheinlich hängste die ersten Wochen in den Seilen. Aber wenn die Arbeit stimmt, dann isses positiver Stress.

    Andere machen Nachtschicht, haben sch.. Schichten im Einzelhandel, haben WE-Dienst und verdienen so gut wie nix, das machen die wahrscheinlich nicht mehr, weil sie die Arbeit so toll finden, sondern weils keine Alternative gibt. = negativer Stress.

    Überleg Dir, wo du in 3,5,10 Jahren beruflich sein willst, und welcher Job Dich da eher in die Richtung bringt. Mach Dich jetzt aber nicht so arg verrückt, nachher kommt die Absage und dann fällste erst recht ins Loch

    ps: im Zug kann man schlafen, lernen, lesen usw. Also auch diese Zeit kann man sinnvoll nutzen. Das Problem ist eher: was kostet diese Pendelei? Und wer zahlts?

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (25.06.2008 um 15:14 Uhr)

  5. #5
    Neuling
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    Hallo Gaby,
    das mit dem Geld ist mir nicht so wichtig - das wäre außerdem "abgedeckt"; ich würde mir eine Bahncard 100 holen, die ich selbst zahlen würde (320 €/Monat). Man kann die Kosten von der Steuer absetzen, dann würde ich so ein Drittel zurückbekommen, würde also so um 200 Euro zahlen. Da ich bei beiden Unternehmen gleich verdienen würde, dort, wo ich den Vertrag unterschrieben habe, aber keine Überstunden bezahlt bekomme, bei dem anderen aber schon, wird sich das halbwegs ausgleichen. Das ist für mich nicht ausschlaggebend.

    Ich weiß nicht, welcher Job mich weiterbringt, aber der, der weiter weg ist, ist vielfältiger und ich habe eine bessere Vorstellung, was mich erwartet. Und ich vermute, dass er mich daher weiter bringt. Aber er wird, glaube ich, dadurch auch etwas anspruchsvoller sein. Ich habe das Gefühl, dass die mich nehmen, denn sie haben schon viele positive Andeutungen gemacht.
    Hast Du Erfahrung mit Pendeln? Hatte beim Fahren immer das Gefühl, die Zeit geht nicht vorbei und ich verpasse was, kann nicht raus oder so...
    Wie ist das mit Berufserfahrung, würde 1 Jahr reichen, um sich woanders zu bewerben? Oder muss man dort länger gewesen sein?

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    ja bin auch ein paar Jahre ungefähr über 100 km mit dem Zug gependelt. Allerdings nicht täglich. Dafür konnte ich in dem Instititut, an dem ich freiberuflich gearbeitet habe, übernachten. Ich habe also dort blockweise gearbeitet. Wenn es die Möglichkeit gibt, dass Du auch einen Teil der Arbeit von daheim aus machen kannst, wäre das vll auch eine mögliche Option, das als Block zu legen?

    Ich fand die Fahrt nicht anstrengend, weil ich, wie gesagt, im Zug viel Krimskrams mache, den ich daheim sonst eher liegen lasse.

    Ich finde schon, dass Du Dich mit ner klaren Tendenz zu dem weiter entfernten Job äußerst. Dann solltest Du Deine Ängste und Befürchtungen Huckepack nehmen und es probieren. Ohne Schiss gehts nicht. Und oft brüllt einem die Bequemlichkeit ins Ohr.

    ich würde den Job so lange machen, wie Du Dich da wohl fühlst und Du das Gefühl hast, dass er Dir was bringt. Wenn es Zeit wird zu wechseln, merkst Du das schon, und dann wird sich eine neue Tür auftun. Durch eine erste Sauregurkenzeit wirste Dich beißen müssen, aber das kriegste hin

    lg Gaby

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