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Thema: Hilfe, wir wissen einfach ncht mehr weiter

  1. #1
    Neuling
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    Standard Hilfe, wir wissen einfach ncht mehr weiter

    Hallo,
    möchten Euch hiermit HartzIV-Erlebnisse mitteilen, wie man mit lobbylosen Leuten besonders in der „Innovationsregion Ulm/Neu-Ulm/Stuttgart umgeht.
    Wir sind leider schon ältere Semester, für die Politiker und deren Anhängsel unnötiger Ballast u. mussten bereits 2-mal zwangsumziehen wegen diesem HartzIV-Dreck. Beim 1. Mal hat uns eine Baugenossenschaft eine minderwertige Wohnung aufgezwungen in der irgendwann die Wasserrohre in der Mauer platzten, anschließend durch das Wasser in der Mauer radikaler Schimmelbefall von der Decke bis zum Boden, Genossenschaft ließ uns im Schimmel 2 Monate „wohnen“, machte nichts. Dann mit Hilfe eines Anwalts herausgekommen, zuvor Suche nach einer anderen angemessenen Wohnung, dann zwar eine gefunden, jedoch kurz vor Zwangsauszug vom nächsten Vermieter, einer Gesellschaft in München, eine andere auch nach Ansicht der Polizei unvermietbare Wohnung aufgedrückt bekommen, statt 53,96 qm nur 46,53 qm, der Anwalt konnte aufgrund des knappen Termins auch nichts mehr machen, seither seit 1 ½ Jahren Schikane,Mobbing,Ärger,Krach etc. mit Vermieter und diversen Nebenmietern bzw. Nachbarn, haben seit dem 1. Tag des Einzugs mit den beiden Nachbarn rechts und links mehr als nur Ärger, diese Nachbarn sind der Polizei bekannt seit ca. 8 Jahren, wegen denen hieß es, sind bereits seit ca. 8 Jahren mehrere Vormieter unserer jetzigen Wohnung aus- und eingezogen. Jetzt haben wir seit Mitte des Jahres eine Notwendigkeitsbescheinigung von der ach so freundlichen ARGE in Bayern, aber man bekommt als Hartzler einfach keine angemessene Wohnung, sei es dass sie einfach zu teuer ist oder die Vermieter keine Hartzleute wollen. Dann seit der gewissermaßen vom Anwalt erzwungenen Erteilung der Notwendigkeitsbescheinigung nachdem bereits die Miete seit diesen März 2008 gemindert wurde aber die Situation keinesfalls besser wurde Schikane der ARGE durch dubiose 1 Euro-Jobs ohne EGV, kein Profiling wird gemacht, es wird nicht nach gesundheitlichen Einschränkungen nachgefragt, jetzt hat einer von uns auf der Stelle eine sofortige Sanktion erhalten von € 95,- weniger pro Monat, es fand keine Anhörung statt und wir finden nicht mal einen Sozialanwalt der für Beratungshilfe was tut, einen hatten wir gefunden und auch dieser fällt uns statt zu helfen noch in den Rücken, den Namen dieser dubiosen Wohnungsgesellschaft können wir selbstverständlich auf Wunsch gerne mitteilen, denn wir haben absolut nichts zu verbergen im Gegensatz zu denen. Hier im Hause ist ein Aus- und Einzug am laufenden Band, mittlerweile stehen hier im Hause 3 Wohnungen frei in denen freiwillig keiner einzieht, zwei Wohnungen davon sind unserer Ansicht sogenannte „Pseudo-Wohnungen“, d.h. es sind Namensschilder dran, es wohnt aber keiner drin da wir dort weder tagsüber noch abends Licht sehen. Mitstreiter findet man in dieser ach so tollen „Innovationsregion“ schon gar nicht obwohl es auch hier genügend HartzIV-Leute gibt. Kann es bitte jemand weiterhelfen???? Danke!
    Im übrigen ist diese ARGE menschenverachtend, böse und eine Sanktions- und Schikanierungsarge 1. Klasse.

    Wir sind momentan auch noch dazu verurteilt auf zerrissenen und kaputten Matratzen zu schlafen.

    Was unsere beiden Mieternachbarn anbelangt: Die eine ist eine ältere alleinstehende schwerstens psychisch gestörte Dame, die tag und Nacht Krach macht, zum einen lässt sie ihre Wohnungstüre offen u. stellt davor einen Stuhl und eine große Trittleiter und wirft beides zu unterschiedlichen Zeiten in der Gegend herum,was natürlich auch Krach bedeutet, sie heult und brüllt laut aus undefinierbaren Gründen, sie schlägt mit div. Gegenständen an unsere Wohnungstüre und an unsere Wände und beleidigt uns grundlos. Die anderen Nachbarn sind eine ausländische Familie, die zu 5 (2 Erwachsene u. 3 Kinder, davon 2 kleinere und 1 größerer Junge) in einer 2 Zimmerwohnung mit 45,81 qm leben. Diese Kinder kommen selten aus der Wohnung raus, dafür trampeln und brüllen sie zu unterschiedlichen Zeiten, auch noch bis spät nachts in der Wohnung rum, schlagen gegen die Türe, schlagen bzw. machen die Wohnungstüre auf und knallen sie anschließend wieder zu, brüllen so laut dass es sich anhört wie wenn ein Schwein abgestochen wird. Das Ganze geht auch laut Polizei schon seit ca. 8 Jahren mit den beiden Parteien schon so.
    Wir sind nervlich und körperlich am Ende u. keiner hilft uns.

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Katze 400,

    ich will mal die Eigenanteile zu diesem Drama beiseite lassen, denn das steht niemanden zu, moralische Urteile zu fällen. Ich selbst war vor einem Jahr auch ganz übel in dieser Mühle drin und weiss daher, dass es einfach ungeheuerlich ist, was in diesem Land bezüglich Hartz abgeht und einem das auch keiner glaubt, wers nicht selber erlebt hat. Mir wurde damals nicht mal die Miete für eine 1!-Zi-Wo übernommen, so dass ich praktisch nen grossen Teil vom Regelsatz dafür aufwenden musste mit der Folge, dass ich nicht mehr jeden Tag gegessen hab und wenn, dann sowieso nur Kartoffeln, Krut und Rüben. (ich wohne auch in dieser Innovations- Region)

    Zyniker werden jetzt sagen, davon kann man auch überleben, geht doch. In Afrika haben sie weniger. Liebe Zyniker - nur weil es wo anders noch mehr Elend gibt, heisst das nicht, dass man das Elend vor der Tür gutheissen muss. Aber das nur nebenbei..

    Ich habe mich damals direkt an den Oberbürgermeister gewendet, denn der ist der oberste Diensther von der Abteilung, die für die Wohnungskosten zuständig ist (ESi). Ich hatte hier Glück, dass wir da nen recht engagierten haben, wenn es um Einzelschäfchen geht. Ausserdem habe ich Hilfe über einen Frauenverein gekriegt. Die haben mir ne tolle Anwältin empfohlen, die da mit ziemlichen Sportsgeist ranging und das mit Erfolg.

    Für Aussenstehende: man muss wissen, dass es für Anwälte völlig unrentabel ist, auf Beratungsschein tätig zu werden in einer der kompliziersten Gesetze (Sozialrecht), die wir haben. Da kann ich die Anwälte sogar verstehen. Ausserdem wird dieses Beratungscheinsystem langsam schleichend abgeschafft. Es sind kaum noch welche zu kriegen. Was mich daran so aufregt ist nicht mal die Tatsache an sich, sondern die für unser Land so typisch verstecke von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge-Aktion

    Man muss also schon ziemlich kreativ sein und unkonventionelle Wege gehen, um Verbesserungen zu erzielen. Oder einfach Glück haben und an die richtigen Leute hinlaufen.

    Wie auch immer, liebe Katze, aktiv dran bleiben und kämpfen. Hartzler sein ist ein "Vollzeitjob". Zumindest für diejenigen, die eigentlich berechtigten Anspruch darauf hätten. Weil die meist zu unbedarft sind, um zu wissen wie der Hase läuft

    Noch ne Info an Aussenstehende: das Problem ist wirklich, dass die Arge kein menschliches Gesicht hat (es gibt keine festen zuständigen Sachbearbeiter mehr und keine Durchwahlnummern usw.) und der "Feind" damit auch nicht.
    zynikermodus ein:Und gegen einen unpersönlichen Namen (Arge) kann sich der Mobb nicht zusammenrotten und rebellieren, sondern er wird weiter demontiviert, zerstreut und isoliert.
    "psychologische Kriegsführung gegen das Volk" so das subjektive Empfinden, auf das früher oder später ein Hartzi kommen muss .Zynikermodus aus.

    Übrigens - als ältere Semester gehört ihr vermutlich zu den geburtenstarken Jahrgängen - vergesst das nicht, ihr (bzw. wir, ich gehör da grad noch dazu) seid viele!!! Zu viele, um als Anhängsel durchzugehen Also ein bisschen mehr Selbstbewusstsein bitte

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (08.03.2009 um 09:09 Uhr)

  3. #3
    Gast1006
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    Hallo Katze,

    was wäre denn für euch an Wohnung angemessen?

    Ehrlich gesagt, kann ich diesen Rundumschlag nur schwer nachvollziehen. Die Zusammenhänge der Schuldigen, von Nachbarskinder bis zu Hartzleuten, sind schon enorm weit.

    Ich dachte immer das neben der Wohnraumdebatte, entweder die eigenen alten Dinge weitergenutzt werden - oder wenn etwa unzumutbar ist dieses beauftragt/genehmigt wird bzw neu erstmalig angeschafft wird ?

    Besonders das man euch alten, versiffte Matrazen von der Behörde ausgegeben - finde ich ja ekelhaft ? Das müsste doch für die Presse ein gefundenes Fressen sein!? Die können doch nicht gebrauchte Matrazen an Bedürftige ausgeben.

  4. #4
    Neuling
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    Hallo,

    mit HartzIV hast Du ja recht, aber es geht uns auch hauptsächlich bzw. zusätzlich um das sehr belastende Wohnen, neben zwei sehr schwer psychisch gestörten Nebenmietern, die praktisch 24 Stunden Krach u. Dauerlärm machen, nicht mal bei Nacht hat man seine Ruhe bzw. kann man schlafen, die Polizei weiß bestens Bescheid über dieser Herrschaften und tut nix, dasselbe der Großvermieter, man läßt diese "Herrschaften" einfach gewähren und das geht so nach unseren Erkundigungen bereits ca. 8 Jahre so, die diversen Vormieter hatten alle Arbeit u. sind so schnell aus dieser Hölle wieder rausgekommen im Gegensatz zu uns, das Supertollste noch ist, dass wir wegen diesem Fall, meine wegen der Wohnsituation eine Anwältin beauftragt haben, wo wir vom Regelsatz noch Rechtsschutz Rubrik Miete abgeschlossen haben u. diese Anwältin wird davon bezahlt u. die tut auch nix seit längerer Zeit, die hätte schon lange Klage einreichen müssen, weil dieser Großvermieter uns diese Wohnung aufgedrückt hat weil wir uns auf eine andere Wohnung beworben haben u. wir damals nicht mehr anders konnten als hier einzuziehen sonst wären wir incl. Möbeln nämlich auf der Straße gelandet. Die eine rechte Nebenmieterin ist schwerstens psychisch krank, die macht Krach bei Nacht weil sie nicht schlafen kann, schlägt an unsere Wände und brüllt und heult und schimpft, die gehört doch in ein betreutes Wohnen, sowas hätte man uns vorher sagen müssen mit diesen beiden Mietern, denn denen ihr Verhalten macht uns sehr krank.

  5. #5
    Neuling
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    Zitat Zitat von Der Kümmerer Beitrag anzeigen
    Hallo Katze,

    was wäre denn für euch an Wohnung angemessen?

    Ehrlich gesagt, kann ich diesen Rundumschlag nur schwer nachvollziehen. Die Zusammenhänge der Schuldigen, von Nachbarskinder bis zu Hartzleuten, sind schon enorm weit.

    Ich dachte immer das neben der Wohnraumdebatte, entweder die eigenen alten Dinge weitergenutzt werden - oder wenn etwa unzumutbar ist dieses beauftragt/genehmigt wird bzw neu erstmalig angeschafft wird ?

    Besonders das man euch alten, versiffte Matrazen von der Behörde ausgegeben - finde ich ja ekelhaft ? Das müsste doch für die Presse ein gefundenes Fressen sein!? Die können doch nicht gebrauchte Matrazen an Bedürftige ausgeben.

    Nein diese Matratzen haben wir schon ewig, woher sollen wir uns denn neue kaufen von diesem Regelsatz???

    Und diese Wohnung hat uns dieser Großvermieter mit voller Absicht aufs Auge gedrückt, weil wir uns auf eine andere beworben haben und der hat uns nicht gefragt ob wir diese jetzige auch nehmen würden, und der Mietvertrag ist per Post knapp vor dem Auszugstermin erst gekommen u. da konnten wir doch gar nicht mehr anders als hier einzuziehen, es war doch gar nichts anderes mehr möglich weil auch mit der ARGE schon alles abgemacht war z.B. mit der Umzugsspedition und die letzte Wohnung war infolge Schimmels entstanden durch einen Wasserrohrbruch fristlos gekündigt worden.

  6. #6
    Verleger Avatar von Waris
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    Habt ihr schon mal mit dem örtlichen sozialen Dienst über die Frau im Nachbarhaus gesprochen? Wenn nicht, versucht es mal. Und dann geht zu einer Beratungsstelle für Hartz4-Empfänger. Klagt! Das ist oft der einzige Weg. Allerdings kann die Arge nix dafür, dass ihr keine Wohnung findet. Die können schlecht die 5köpfige Familie vor die Tür setzen. Das ist gesetzlich so gut wie gar nicht möglich. Wenn ihr eine Wohnung anruft, sagen die dann schon am Telefon, dass sie keine Hartz4ler wollen?
    Welche Jobs wollten sie euch aufdrücken und warum konntet ihr sie nicht machen? Welche körperlichen Einschränkungen habt ihr? Wäre es vielleicht möglich eine Frührente zu beantragen?
    Geändert von Waris (08.03.2009 um 10:41 Uhr)
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von Der Kümmerer Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer das neben der Wohnraumdebatte, entweder die eigenen alten Dinge weitergenutzt werden - oder wenn etwa unzumutbar ist dieses beauftragt/genehmigt wird bzw neu erstmalig angeschafft wird ?

    .

    die Ermessensspielräume der Sachbearbeiter sind unendlich und die oben zitierte Praxis ist wohl eher die Ausnahme anstatt die Regel.

    @ Katze: seid ihr auf der Warteliste der komunalen Wohnungsvergeber? Ihr habt ja sicher Anspruch auf nen Wohnberechtigungsschein.
    Ansonsten kann man nicht viel machen gegen nervige Mieter, wenn der Vermieter nicht mitspielt. Und dem wird das egal sein, weil er für die vermutlich seine garantierte Miete vom Amt kriegt.

    Wir haben hier 2 Jahre gekämpft, um ein Säufertreff hier aus der Strasse zu kriegen, die auch so ne Vermieterin hatten. Das ging nur dadurch, indem mein Vermieter mitgespielt hat und meine möglichen Mietminderungen an ihn der Vermieterin als Schadensersatzansprüche angedroht hat. Ähnliches bekam sie wohl auch noch von anderen Vermietern und Eigentümern in der Nachbarschaft. Man kann bei solchen Vermietern nur durch einen drohenden Griff auf deren Geldbeutel was bewirken.
    Geändert von Gast784 (08.03.2009 um 11:47 Uhr)

  8. #8
    Gast1006
    Gast

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    Hallo Katze,

    ok ich verstehe .... der Weg ist aussichtslos, das Ziel weit weg.

    Aber was ist denn für euch überhaupt eine Zukunftperspektive ?

    * Da das Thema "Arbeit" in deinen Threads keine Rolle spielt, gehe ich mal davon aus, das dies abgehakt ist.

    * Sozialer Wohnraum ist wohl eher räumlich Quartiersgebunden (schon von den qm / Mietvorgaben )

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