Hallo,
ich habe für mein Anliegen keine wirklich passende Kategorie hier gefunden, ebenso wenig wie einen geeigneten Titel für das Thema.
Letztes Wochenende war ich zuhause (während der Vorlesungszeit wohne ich am Studienort). Ich stand mit meinem Vater in der Küche und er meinte zu mir, es sei ganz komisch, aber er habe das Gefühl, dass dieses das letzte Weihnachten sei. Ich hab (glaub ich) so perplex geguckt... Er meinte dann nur noch, dass er sich freue, dass mein Bruder (ebenfalls Student) und ich an Weihnachten da seien.
Ich konnte darauf nicht weiter eingehen; habe unter einem Vorwand die Küche verlassen, mich in mein Zimmer zurückgezogen und habe das Ganze erstmal sacken lassen müssen. Ich hatte ziemliche Probleme mich den Abend über zusammenzureißen. Ich war einfach nur völlig fertig. Als ich dann endlich ins Bett gehen konnte, bestand mir eine tränen- und gedankenreiche Nacht bevor. Die Nacht darauf verlief ähnlich.
Mein Vater ist ziemlich "anfällig" für Unfälle jeglicher Art. Er hat bereits einen schweren Autounfall hinter sich, bei dem ihm zum Glück so gut wie gar nichts passiert ist, letzten Sommer hat er sich das Brustbein gebrochen, momentan ist wieder etwas nicht in Ordnung. Es sind nie irgendwelche Kleinigkeiten, sondern z.T. richtig schwere Verletzungen.
Mein Vater würde so etwas nie einfach so sagen. Deswegen nehme ich das ziemlich ernst, aber mich nimmt das ziemlich mit und ich mach mir sehr viele Gedanken diesbezüglich. Ich hab Angst davor, dass bald irgendetwas Schlimmes passiert.
Er schafft sich Sachen an und plant Reisen/Dinge, die er unternehmen will. Es kommt mir so vor, als ob er nochmal richtig viel vom Leben mitnehmen möchte.
Ich weiß nicht, wem ich das erzählen soll. Meiner Mutter, meinem Bruder kann ich das doch nicht sagen. Meine Mutter würde meinen Vater wahrscheinlich nur anmeckern, wie er mir sowas sagen kann und wäre vermutlich auch ziemlich betroffen.
Freunde möchte ich damit nicht belasten. Vllt können die damit nicht umgehen oder noch schlimmer, vllt nehmen die das gar nicht ernst.
Meinen Vater hab ich darauf nicht mehr angesprochen. Das kann ich einfach nicht.
Ich bin einfach nur noch überfordert damit, weiß nicht, was ich machen und/oder denken soll. Vielleicht hat jemand einen Rat?
Gruß
Swayze


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Das nenne ich nun nicht gerade ein ganz normales Gespräch
Ein Nichtbetroffener könnte da nachhaken von wegen: wie meinste denn das jetzt? Aber als Betroffener, der durch den damaligen Unfall etc schon in Sorge war und immer wieder ist? 

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