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Thema: hmm....

  1. #1
    Neuling
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    Standard hmm....

    Hallo,

    ich habe für mein Anliegen keine wirklich passende Kategorie hier gefunden, ebenso wenig wie einen geeigneten Titel für das Thema.

    Letztes Wochenende war ich zuhause (während der Vorlesungszeit wohne ich am Studienort). Ich stand mit meinem Vater in der Küche und er meinte zu mir, es sei ganz komisch, aber er habe das Gefühl, dass dieses das letzte Weihnachten sei. Ich hab (glaub ich) so perplex geguckt... Er meinte dann nur noch, dass er sich freue, dass mein Bruder (ebenfalls Student) und ich an Weihnachten da seien.

    Ich konnte darauf nicht weiter eingehen; habe unter einem Vorwand die Küche verlassen, mich in mein Zimmer zurückgezogen und habe das Ganze erstmal sacken lassen müssen. Ich hatte ziemliche Probleme mich den Abend über zusammenzureißen. Ich war einfach nur völlig fertig. Als ich dann endlich ins Bett gehen konnte, bestand mir eine tränen- und gedankenreiche Nacht bevor. Die Nacht darauf verlief ähnlich.

    Mein Vater ist ziemlich "anfällig" für Unfälle jeglicher Art. Er hat bereits einen schweren Autounfall hinter sich, bei dem ihm zum Glück so gut wie gar nichts passiert ist, letzten Sommer hat er sich das Brustbein gebrochen, momentan ist wieder etwas nicht in Ordnung. Es sind nie irgendwelche Kleinigkeiten, sondern z.T. richtig schwere Verletzungen.

    Mein Vater würde so etwas nie einfach so sagen. Deswegen nehme ich das ziemlich ernst, aber mich nimmt das ziemlich mit und ich mach mir sehr viele Gedanken diesbezüglich. Ich hab Angst davor, dass bald irgendetwas Schlimmes passiert.
    Er schafft sich Sachen an und plant Reisen/Dinge, die er unternehmen will. Es kommt mir so vor, als ob er nochmal richtig viel vom Leben mitnehmen möchte.

    Ich weiß nicht, wem ich das erzählen soll. Meiner Mutter, meinem Bruder kann ich das doch nicht sagen. Meine Mutter würde meinen Vater wahrscheinlich nur anmeckern, wie er mir sowas sagen kann und wäre vermutlich auch ziemlich betroffen.
    Freunde möchte ich damit nicht belasten. Vllt können die damit nicht umgehen oder noch schlimmer, vllt nehmen die das gar nicht ernst.

    Meinen Vater hab ich darauf nicht mehr angesprochen. Das kann ich einfach nicht.

    Ich bin einfach nur noch überfordert damit, weiß nicht, was ich machen und/oder denken soll. Vielleicht hat jemand einen Rat?


    Gruß
    Swayze

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Meinen Vater hab ich darauf nicht mehr angesprochen. Das kann ich einfach nicht.
    hallo Swayze,

    wäre aber gut, Du würdest ihn nochmal drauf ansprechen. Und ihm sagen, dass er Dich damit überfordert.

    Ich finde, er sollte das wissen. Auch wenn Du erwachsen bist, Du bist der Sohn. Wenn er depressiv ist, dunkle Vorahnungen hat, oder ine konkrete Erkankung etc, dann muss er gucken, wie er das mit wem ausmacht. Aber Du bist da definitiv die falsche Anlaufstelle. Ich bin selber Mutter und finde es ne Schweinerei, die eigenen Kinder auf die Weise zu belasten. Das kann er ruhig vom eigenen Kind gesagt bekommen.

    Sry, ich kann da Deine Mutter gut verstehen.
    Geändert von Gast784 (21.12.2010 um 22:03 Uhr)

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für die Antwort.

    Ich werde mal nach den Feiertagen versuchen, das anzusprechen.
    Aber übel nehmen kann ich ihm das nicht. Vllt sah er in mir die einzige Person, der er das mitteilen konnte. Es ist sicherlich nicht leicht, mit einem solchen "Gefühl"/einer solchen "Vorahnung" klarzukommen.

    Je mehr Zeit vergeht, desto distanzierter kann ich "sein Gefühl" betrachten und auch derart, dass seine "Vorahnung" nicht unbedingt eintreffen muss.
    Er ist auch nicht depressiv o.Ä., ich denke, dass es einfach so ein "Gefühl" ist. Es handelt sich ja nicht um Wahnvorstellungen oder dergleichen.

    Ich werde auf jeden Fall versuchen, so oft wie möglich nach Hause zu fahren und viel Zeit dort verbringen.

    Am wichtigsten wäre wohl tatsächlich, sich mit ihm darüber zu unterhalten. Mal schauen, ob ich mich dazu durchringen kann...

    Gruß
    Swayze

  4. #4
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    Hallo Swayze ,

    Sorry, aber ich finde DEIN verhalten total komisch. Nicht das vom Vater.

    Dein Vater eröffnet ein ganz normales Gespräch und du bist nicht in der Lage daraufhin zu fragen, wie er es meint, bzw. wie es gemeint ist.

    Ich habe beim Lesen deines Beitrages den Eindruck bekommen , du bist für normale Kommunikation noch nicht Erwachsen genug.

    In meinen Augen ist es ganz normal, dass man auf solche Ausage des Vaters was fragt, oder sagt. Sorry, es ist für mich echt zu hoch, wenn du da nicht in der Lage warst was zu fragen/sagen/antworten. Zumal du als Stduent ja auch kein Kleinkind mehr bist. Und sagar kleine Kinder würden was drauf sagen/fragen.

    Ich denke dann solltest du das jetzt ruhen lassen, weil ich als Elternteil würde dir jetzt auch nichts mehr dazu sagen. Zumindest nicht die Wahrheit. Weil dein Verhalten hätte mir als Elternteil signalisiert, dass du noch nicht reif für das Gespräch bist, da würde ich dich nicht belasten wollen.

    Dich jetzt wem anvertrauen oder weiter danach fragen ist Quatsch, weil du würdest wahrscheinlich mit einem weiterem Gespräch in dieser Richtung total überfordert sein.

    Du wirst ja merken ob was kommt , oder auch nichts.

    Also lass es einfach so stehen und denke nicht mehr drüber nach, die gleiche Ausgangssituation des Gespräches kannst du eh nicht mehr herstellen. Daher würde es jetzt eh ganz anders verlaufen.

    Manche Situationen muss man im jeweiliegen Moment erfassen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Ich bin selber Mutter und finde es ne Schweinerei, die eigenen Kinder auf die Weise zu belasten. Das kann er ruhig vom eigenen Kind gesagt bekommen.
    Sorry, ich kann dich jetzt nicht verstehen.

    Ich bin auch Mutter von einer Tochter und einem Sohn.

    Ich finde es total normal, wenn man als Elternteil seinen erwachsen Kindern (ein Student ist in meinen Augen erwachsen) solche Dinge sagt.


    Sowas ist eine ganz normale zwischenmenschliche Kommunikation und hat in meinen Augen nichts mit belasten zu tun.

    Seit wann sind Gespräch zwischen Eltern und Kinder etwas belastendes ?

    Wenn man die Kinder (wie du es mir zu verstheen gibst) nicht belasten will, hat man auch kein Vertrauen zu den Kindern und dann muss man auch damit rechnen, dass die Kinder einem nicht alles sagen. Vielleicht wollen die Kinder ja auch die Eltern nicht belasten.


    Ich finde es nur traurig, wenn Menschen nicht in der Lage sind, auf Gespräche (egal was der andere einem sagt) eine Gegenfrage zu stellen.

  6. #6
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    @Kleeblatt

    "Dein Vater eröffnet ein ganz normales Gespräch und du bist nicht in der Lage daraufhin zu fragen, wie er es meint, bzw. wie es gemeint ist."
    Ich weiß ja nicht, wie es bei dir zu Hause zugeht, aber ich finde das nicht gerade alltäglich.

    "In meinen Augen ist es ganz normal, dass man auf solche Ausage des Vaters was fragt, oder sagt. Sorry, es ist für mich echt zu hoch, wenn du da nicht in der Lage warst was zu fragen/sagen/antworten. Zumal du als Stduent ja auch kein Kleinkind mehr bist. Und sagar kleine Kinder würden was drauf sagen/fragen."
    Ich finde, es geht hier nicht um normal oder unnormal. Ich vermute mal, es gibt auch Dinge, die andere an dir nicht normal finden könnten.
    Und ich finde auch, es spielt keine Rolle, ob jemand nun Student ist oder nicht. Er hat so reagiert und Punkt. Und da gibt es meiner Ansicht nach nichts zu verurteilen. Ich kann für dich nur hoffen, dass du dich irgendwann mal selbst in einer ähnlichen Situtation wiederfindest und dann so reagierst, wie du es hier verurteilst. Dann könnte sich ein demütiges Gefühl bei dir breitmachen, das ich sehr begrüßen würde.

    "Dich jetzt wem anvertrauen oder weiter danach fragen ist Quatsch (...)"
    Das finde ich zu absolut. Vielleicht bringt es was, aber vielleicht auch nicht. Ich denke, so gut kennst du den Threadsteller nicht, um das beurteilen zu können. Und selbst wenn er dein bester Freund wäre, könntest du das nicht mit absoluter Sicherheit sagen, finde ich.

    "Ich finde es total normal, wenn man als Elternteil seinen erwachsen Kindern (ein Student ist in meinen Augen erwachsen) solche Dinge sagt."
    Das ist jetzt wirklich nur meine sehr persönliche Meinung.
    Ich habe das Gefühl, dass es Dinge gibt, die in eine Eltern-Kind-Beziehung nicht gehören. Zum Beispiel, dass vielleicht ein Vater mit seinem Kind über eine eventuelle Scheidung sich austauschen will. Wenn er die Entscheidung dafür getroffen hat, dann ok. Aber um Meinungsbildung zu betreiben, fände ich es nicht gut. Da könnte ich verstehen, wenn das Kind überfordert ist.
    Die hier geschilderte Situation empfinde ich als Grenzfall.
    Aber wie gesagt, es spielt, denke ich, keine Rolle, ob es für mich ein Grenzfall ist oder ich es für völlig normal hielte, denn der Threadsteller hat nun mal so reagiert, wie er reagiert hat. Und ich finde, keiner hat das Recht, das zu verurteilen und es als normal oder unnormal zu bezeichnen...

    "Seit wann sind Gespräch zwischen Eltern und Kinder etwas belastendes ?"
    Spätestens seit es mich und meine Eltern gibt.


    @Gaby
    "Aber Du bist da definitiv die falsche Anlaufstelle."
    Das finde ich zu absolut. Vorher nimmst du diese Gewissheit? Ist das ein Naturgesetz? Es gibt Menschen, die das anders sehen.


    @Swayze
    Deine Situation tut mir leid. Du beschreibst sie für mich wie eine Zwickmühle. Auf der einen Seite macht es dich fertig, da du so eine Ungewissheit in dir hast. Und auf der anderen Seite, hast du aber Angst davor, ihn nochmal anzusprechen, da du nun weißt, wie du auf das Thema reagieren kannst.
    Ich kann dir leider keine wirklich verbindliche Antwort geben, was du da tun kannst.
    Ich persönlich würde wohl mit meiner Mutter sprechen. Vielleicht weiß sie ja mehr. Und wenn nicht, dann wird sie deinen Vater vielleicht darauf ansprechen und das könnte dir ein bisschen den Druck nehmen. Und die Angst. Allerdings weiß ich nicht, wie dein Verhältnis zu deiner Mutter ist...


    Gruß
    Jan
    Geändert von Jan1981 (24.12.2010 um 22:24 Uhr)

  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Ich stand mit meinem Vater in der Küche und er meinte zu mir, es sei ganz komisch, aber er habe das Gefühl, dass dieses das letzte Weihnachten sei.
    hallo Kleeblatt,

    es geht ja um diese Aussage.

    Nun hat der Vater einiges hinter sich, irritiert seine Familie mit einem veränderten Verhalten (der Anschein, möglichst viel noch mitnehmen zu wollen), und dann sagt er NUR das. Das nenne ich nun nicht gerade ein ganz normales Gespräch Ein Nichtbetroffener könnte da nachhaken von wegen: wie meinste denn das jetzt? Aber als Betroffener, der durch den damaligen Unfall etc schon in Sorge war und immer wieder ist?

    Ich hab da zum einen an eine Situation denken müssen, als ich Jugendliche war, also zugegeben noch nicht erwachsen, als meine Mutter mal eine diffuse Bemerkung über ihre etwaige Lebensmüdigkeit machte (aus heutiger Sicht würde ich sagen, sie war da sehr depressiv). Und ich dachte an die Situation letztes Jahr, als bei mir Krebsverdacht im Raum stand. Mich hat dabei mehr beschäftigt, wie bringe ich das meiner (ebenfalls erwachsenen ) Tochter bei, als meine eigene Befindlichkeit.

    Wäre es so gewesen, und hätte ich nur diffuse Andeutungen gemacht, hätte mir das meine Tochter sicher mehr krumm genommen, als wenn sie sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten hätte arrangieren müssen. Eine Freundin hat damals zu mir gesagt, unsere Kinder sollten schon selbst die Wahl haben, ob und wie sie damit umgehen. Das geht aber nur durch Offenheit.

    Und diese Offenheit ist (noch) nicht gegeben. Es könnte auch sein, dass der Vater mit dem Unfall etc noch nicht klar kommt und da ein Trauma nachwirkt, es kann auch sein, dass er was weiss, was die Familie noch nicht weiss, es könnte so vieles sein. Er könnte deshalb vll therapeutisch Begleitung benötigen. Als Mensch in der ersten 20er-Hälfte wäre ich damit eher überfordert gewesen, vor allem, weil es eben KEIN offenes Gespräch ist. Sondern ein nahestehender Mensch verändert sich, div. Schocks sitzen bei den Angehörigen womöglich noch in den Knochen, und das "Kind" solls richten? Ich verstehe die Überforderung schon sehr gut. Und ich würde das meinem "Kind" nicht antun wollen.

    Das finde ich zu absolut. Vorher nimmst du diese Gewissheit? Ist das ein Naturgesetz? Es gibt Menschen, die das anders sehen
    @Jan: jeder hat seinen Stil. Ich finde Deinen auch nur selten ansprechend, aber jedem das seine. Die User sind verschieden und verstehen verschiedene Sprachen. Ich selber bin der Typ, der bei Problemen und Tunnelblick sehr klare Worte braucht und Aussagen, die auf den Kern reduziert sind. Die Mitgefühlsbekundungen - ich gebs zu - sind bei mir in der RL-Kommunikation eher im Tonfall und in der Gestik enthalten und schriftlich eher reduziert. Manche können deshalb mit mir nicht, Andere sind aber gerade dadurch besser erreichbar, weil sie dann selber auch zum Kern der Sache kommen.

    Vll hast Du ein persönliches Problem mit meinem Stil, weil Du diesbezüglich ja nicht das erste mal hinter mir her postest. Vll kannst Du mal etwas auch einfach im Sinne der "Artenvielfalt" stehen lassen und uns diese unnützen Diskussionen ersparen? Interessiert die TE nämlich normalerweise nicht.

    PS: Jan, könntest Du bitte eine der Zitierfunktionen verwenden, oder den Text zumindest sonst irgendwie unterscheidbar machen? Es ist so nicht möglich, Zitate und Deine Bemerkungen dazu auseinander zu halten, ausser man hat den ganzen Fred im Kopf oder sucht sich das einzeln zusammen.
    Geändert von Gast784 (25.12.2010 um 10:44 Uhr) Grund: PS zugefügt

  8. #8
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    @Gaby

    Es geht mir dabei nicht um deinen Stil, sondern darum, dass ich es schlichtweg nicht richtig finde. Es geht mir vor allem um das "Definitiv". Ich sehe das halt anders. Ich denke, es gibt Situationen und Familienkonstellationen, wo man sich sowas sagen kann. Ich fände es zum Beispiel nicht so schlimm, wenn mein Vater mit mir über so was reden wöllte.
    Und ich denke, dass das sehr wohl für den Threadsteller wichtig sein kann. Denn am Ende nimmt der das, was du da schreibst, vielleicht wörtlich. Vielleicht denkt er, du hättest das aus einer Forschungsarbeit zum Thema Eltern-Kind-Beziehung. Und dann knallt der das Eltern von irgendwelchen Freunden an den Kopf, wenn die mal mit ihrem Kind über so was geredet haben, obwohl es diesem Kind ähnlich geht, wie ich es vorhin für mich beschrieben hatte: Nämlich, dass es darin kein Problem sieht...

    Gruß
    Jan

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