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Thema: Hochsensibilität

  1. #1
    Neuling
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    Pfeil Hochsensibilität

    Hallo Ihr lieben, ich wollte mal das Thema der HSP (High Sensitive Persons)
    ins Gespräch bringen - einen Test kannst du hier machen ;
    http://www.treffpunkt-hochsensibilit...e-persons.html


    Bin ich hochsensibel?

    Endlich können hochsensible Menschen aufatmen: das von Elaine N. Aron in den Neunzigerjahren erstmals beschriebene Phänomen der Hochsensibilität existiert tatsächlich und wird langsam einer wachsenden Anzahl von Menschen bewusst.
    Viele HSP werden dadurch befreit von einem oft lebenslangen Gefühl: "ich bin anders, ich bin nicht richtig so, wie ich bin": Es gibt uns! Nur schon diese Tatsache kann einen erlösenden Einfluss auf einen hochsensiblen Menschen haben: Sie/er fühlt sich vielleicht nicht mehr isoliert, ist gar froh, nicht "verrückt" zu sein - und lernt langsam, die persönliche Sensibilität zu erkennen und zu schätzen. Man liest und hört in Berichten hochsensibler Menschen oft, dass es für sie eine Zeit vor der Entdeckung ihrer Hochsensibilität - und eine Zeit danach gibt - und dass das "Nachher" eine entscheidend positivere Lebensqualität aufweist.
    -> entnommen http://www.hochsensibilitaet.ch/content/index_ger.html

    ich gehöre zu diesen hochsenssiblen Menschen und leider ist es in der Psychologie noch nicht so bekannt
    Doch es wird Zeit..

    Lieben Gruß, Maudi

  2. #2
    Gast784
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    hallo Maudi,

    ich habe mich mit dem Thema auch schon intensiver auseinandergesetzt. Allerdings bin ich skeptisch, was diese Tests angeht, denn sie können auch positiv beantwortet werden von narzisstischen und sonst wie neurotischen Menschen. Nach dem Buch sind von der Hochsensibilität 20% der Menschen betroffen. Auf diese Beschreibungen springen aber weit mehr an in unserer heutigen Zeit. Wenn Du dann mal genauer guckst, sind da jede Menge Egozentriker dabei, die ich nicht gerade als hochsensibel erlebe. Aber diese Erfahrung wirst Du auf Deiner HP ja auch schon gemacht haben.

    Generell ist es schon sehr hilfreich für sensible Menschen, sich damit auseinanderzusetzen, da dies eine Eigenschaft ist, die in unserer Kultur nicht sehr geschätzt, aber deshalb nicht weniger wichtig ist. Es gibt auch ein Buch zu dem Thema, das sich mit der Berufstätigkeit sensibler Menschen befasst - auch sehr interessant:

    sensibel Kompetent von Dr. Marianne Skaries
    Geändert von Gast784 (09.12.2009 um 05:26 Uhr)

  3. #3
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    Liebe Gabiannarele,
    Ich selbst bin hochsensibel - deshalb kann ich Dir versichern, dass es sich so zu normeler Sensibilität verhält wie normale Männerfreundschaft zu Schwulsein.. es ist eine ganz andere Form der Sensibilität, eine die sehr krank machen kann, wenn sie nicht erkannt und zu unterdrücken versucht wird.
    Bei normal sensiblen (Skala 1 bis 10) wird ein großteil der informationen aus dem, was auf die Sinne einwirkt während der Wahrnehmung herausgefiltert,
    sie haben einen natürlichen Filter..
    Dieser Filter ist bei hochsensiblen Menschen aufgrund neurologischer Besonderheiten etwas weniger stark ausgeprägt als bei nichthochsensiblen Menschen. Hochsensible nehmen viel mehr Informationen auf, sowohl von ihrer Umwelt als auch von sich selbst. Sie nehmen feine Einzelheiten in einem größeren Spektrum wahr.

    Was Hochsensible allerdings im Einzelfall intensiver wahrnehmen, ist extrem unterschiedlich, auch weil sich die Wahrnehmung auf das Innere und das Äußere ausdehnen kann. Manche HSPs (=Highly Sensitive Person) nehmen z.B. Gerüche, optische oder akustische Eindrücke intensiver und facettenreicher wahr, andere bemerken beispielsweise feine Nuancen in zwischenmenschlichen Beziehungen, können manchmal gar fühlen, ob eine Person lügt. Es ist unmöglich genau zu beschreiben, wie heftig dieses Empfinden ist - aber auf der Skala, die bei 10 endet fängt HS vielleicht bei 12 an!!
    Ich denke man muss kämpfen und aufklären, mit Vorurteilen aufräumen
    und einfach straight sein in dem wie man auftritt - wie bei den anonymen
    Alkoholikern oder so einfach sagen: Hallo mein Name ist Maudi und ich bin Hochsensibel! Ein ganz natürlicher Umgang...
    Ich meine damit nicht im täglichen Leben (das wär Quatsch) sondern in Bereichen, die sich um Psychologie und Gesundheit drehen, in solchen
    die dort eine Akzeptanz und ein Verstehen schaffen können - im Umgang mit Therapeuten, Ärzten , eben auch in Foren und Communitys - wobei ich glaube dass gerade letztere eher den Ruf haben, den Leuten einen neuen Quell der Scharlatanerie zu offerieren , weil auf dort eben auch Bücher zum Thema beworben werden und man darin z.B. gratis ein paar Kapitel probelesen und nebenbei die neue Entspannungs CD für die geschundene Hochsensible Seele kaufen kann - das wirkt unseriös, ich habe es jetzt schon häufiger als Kritikpunkt erlebt! Und kann nur betonen, in unserem Forum will keiner Bücher oder sonstwas verkaufen - Punkt.
    Nichtsdestotrotz sind wir dort der lebende Beweis für HS, mag sein dass sich in die größeren Communitys auch der ein oder andere lediglich empfindliche verirrt, aber nur weil es auch diese gibt heißt das ja nicht, dass unsere Thematik deshalb weniger glaubhaft ist.

    Was ich daran wirklich gemein finde, ist dass das, was HS ausmacht vielen das Leben sehr schwer macht, teilweise jahrzentelange Martyrien gehen
    voraus, bis mancher Gott sei Dank endlich erfährt, was mit ihm los ist -
    und genau da eine erneute "Hexenjagd" gegen die vermeintlich
    nicht vorhandene HS beginnt. Und man den Leuten wieder irgendwelche psychischen und seelischen Krankheiten anhängen will..

    Seit ich weiß (und ich weiß es genau) dass ich hochsensibel bin, habe ich ein ganz anderes Gefühl für mich und kann besser damit umgehen -
    dafür möchte ich mich einsetzen, dass es eine hilfreiches Wissen für Betroffene und ein erkennendes Wissen für Therapeuten geben kann.

    Einen lieben Gruß, Maudi

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Laut einigen Tests, die ich schon gemacht habe, zähle auch ich zu dieser speziellen Spezies der HSP. Aber ganz ehrlich; ich finde diese Patologisierung sehr fragwürdig. Für mich ist hochsensibel zu sein keine Krankheit, eher eine Gabe. Daraus nun eine Krankheit auf Teufel komm raus machen zu wollen, zeigt doch nur das immense Bedürfnis der Menschen, sich selbst in eine Schublade stecken zu wollen und zu sagen "da und da gehör ich hin und das gibt mir die Berechtigung so zu sein, wie ich bin". Ich denke, wer ein entsprechendes Rückgradt und Selbstbewusstsein hat, der braucht doch so eine Kategorisierung gar nicht. Er wird sich vielleicht eher darin flüchten und dies als eine Art Nische für eigene Unzulänglichkeiten sehen.
    Ich für meinen Teil nehme mir jedenfalls auch so das Recht heraus, zu sein, wie ich bin. Wenn ich mir erst eine Krankheit zulegen muss, um von mir und der Gesellschaft so akzeptiert zu werden, finde ich das bedenklich.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #5
    Verleger Avatar von Natz
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    So-auch einen Test bei "zartbesaitet" gemacht, bin anscheinend auch HS Aber das es alles einen Namen braucht...ISt nichts, was ich noch nicht wusste..
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  6. #6
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    Hallo Ihr,
    ich kann nirgendwo - weder hier noch sonst auf einer der
    Internetseiten zum Thema lesen, dass HS eine Krankheit ist -
    ebenso wenig wie HB!
    Als ich bin sehr gesund und trotzdem hochsensibel..
    Wo kommt denn das Gerücht nun schon wieder her?
    Ein weiteres zeichen, das das Thema noch völlig unverstanden ist

    Alles Liebe, Maudi

  7. #7
    Verleger Avatar von Natz
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    Nein, Du bist nicht unverstanden. Das Thema ist klar und ich habe in keinem Wort gesagt, dass es sich um eine Krankheit handelt.
    Als Beispiel: irgendjemand kam auf die Idee, Kinder mit ADS "Indigokinder" zu nennen-die Vorboten einer besseren Welt
    Ich finde lediglich, dass nicht alles mystifiziert und benannt werden mus.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  8. #8
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    du sagst aber zuindest, dass es Betroffene gibt und man aufklären
    muss. Wovon ist man denn sonst noch betroofen, wenn nicht von einer Krankheit. Wie auch immer, es ist eine Kategorisierung. Eine die meiens Erachtens wieder eine zu viel ist. Aus o.g. Gründen.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

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