Hallo liebes Psychologieforum,
Ich möchte in diesem Thread mein derzeitiges Befinden erläutern und möglichst eine Erklärung finden.
Ich bin 19 Jahre alt und Student, wohne zur Zeit alleine in meiner neuen Wohnung.
Es ist schwer zu beschreiben wie ich mich fühle und wieso ich manchmal so handle wie ich handle. Es ist ein komplexes Gebilde, schwer zu unterscheiden, welches Gefühl, welche Handlung, von einer anderen beeinflusst wird oder eben nicht.
Doch eins weiß ich. Wie ich zurzeit lebe, ist nicht wirklich lebenswert und suboptimal.
Ich hoffe, dass ich dieses negative komplexe Lebensgebilde entschlüsseln kann, um zu wissen was mir fehlt, bzw. woran es liegt.
Am besten sollte man sich die ,, Symptome und Beobachtung“ der Lebenssituation sich genauer einsehen.
Es gibt Haupttendenzen auf welchem dieses „negative Gerüst“ aufgebaut ist.
Zum einem gibt es dieses Gefühl der „innere Leere“. Vielen Sachen geht man mit Desinteresse entgegen. Wenn auf der einen Achse Trauer ist und auf der anderen Fröhlichkeit, so ist meine „Gefühlskurve“ geradlinig. Aber nicht in einer normalen „Balance“ sonder diese Leere. Wobei die Tendenz doch meist ins traurige, melancholische, schwermütige geht.
Mir ist mittlerweile vieles zu stressig.
So lass ich vieles und mache es nicht, obwohl es mir vielleicht Freude bringen könnte. Im übertriebenen Maße werden Handlungen nach dem „wieviel Stress wird es verursachen“ Prinz geführt bzw. eben abgelehnt. Man sieht in allem fast nur „unnötigen Stress“, welches sich nicht lohnt.
Dies führte unter anderem dazu, dass sich eine Art „soziale Isolation“ sich gebildet hat.
Doch habe ich keineswegs Probleme soziale Kontaktschaften zu entwickeln und diese zu führen. Nein ich habe einfach keine Lust mehr auf diese.
So ziehe ich mit weit zurück. Vermeide Unternehmen und Aktion, ob alleine oder mit Freunden, wo Ich im Mittelgrund stehen könnte. Lieber veranstaltet man Videospieleabende, wo der „Transfer“ zwischen den Handelnen via dem TV und dem Spiel hergestellt wird und nicht über dem zwischenmenschlichen.
Erwähnenswert ist, dass ich schon immer ein bisschen „kräftiger gebaut“ war als dem Normal entsprechend. Dies hat sich in den letzten 2 Jahren verstärkt.
Dies wiederum ist, so denke Ich eine antreibende Kraft des „Negativen“, weil man sich nicht so gut fühlt und vieles, vor allem Aktion mit Mitmenschen und Freunden eher scheut.
Versuche abzunehmen, erweisen sich als schwer, weil ich denke, dass ich erst die Basis, das psychologische „Gut“ „heilen“ müsste.
Essen wird immer mehr als Überkompensation genutzt, für fehlende Erlebnisse und Glücksmomente (?)
Was kam als erstes. "Negativität/Depression" oder Gewicht, ist dem der "Ei-oder Henne" Thematik nahe.
Ich fühle mich, als ob immer mit einer Reizüberflutung leben müsste.
Ich fühle eine ständige innere Unruhe, in welchem ich mich meist auf noch folgende negative Aspekte von Unternehmen und Vorkommnisse mich konzentriere und nicht entspannen kann. Ich kann die „Lebens-Batterie“ nicht aufladen um Energie freizusetzen.
Ich fühle mich fast immer müde und antriebslos.
Ich bin sehr unordentlich. Es für mich schwer, Sachen im Kopf zu behalten, meist vergesse ich etwas. So in etwa der "Freigeist, der Künstler" , um sich einer "Schublade" zu bedienen. (Musikalisch und Künstlerisch, bin ich sogar sehr begabt )
Meist versucht man „abstrakte negative Symptome“ zu vereinfachen, sie einer „Krankheit“ zuzuordnen. Nahe liegen, AD(H)S und Depression. Beim Zweiteren sind die Zweifel doch größer, da diese zu akzeptieren eine große Hürde bürgt, sei es zu akzeptieren oder es beim Arzt auszusprechen. Doch anstelle dieser charakterisierender „immer Traurigkeit“ ist eher die Antriebslosigkeit, Desinteresse, Melancholie, Reizüberflutende/Stressintoleranz vorwiegend.
Solche Sachen mit dem Arzt zu sprechen, trau ich mich irgendwie nicht, da es doch etwas anderes ist als eine normale Erkältung zu haben. Könnte man nicht direkt zum Psychologen oder Neurologen.
Villeicht komm ich grad dazu auf die Antriebslosigkeit zu sprechen, aber auf die "tieferen Ebenen" komme ich nicht.
Die Schule konnte ich einigermaßen gut bewältigen.
Hatte noch keine "schwerwiegenden oder riskanten" Handlungen gemacht.
Habe ein intaktes Familienleben. Mit dem Studium klappts grad so. Gut habe auch erst gerade angefangen.
Diese Motivationslosigkeit, das Desinteresse am Studium und den Mitstudierenden ist jedoch eher suboptimal.
Alles in allem, "funktioniert" alles. Dem Lebenslauf entsprechend auch.
Der Körper macht alles gut mit, was aber "innen drinn" läuft, ist eher nicht der Fall.
Es tat gut, dies mal aufzuschreiben.
Ich weiß einfach nicht, weiter und würde mich über informative, helfende, vielleicht auch ermutigende Posts freuen.


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