» Navigation |
|
|
|
 |
01.01.2008, 21:48
|
#1 (permalink)
|
|
Neuling
Registriert seit: 01.01.2008
Beiträge: 7
|
Hund
Hallo,
ich hatte 14 Jahre lang einen Hund. Ich bin mit ihm aufgewachsen. Er war das beste, was mir je passiert ist. Er war wie ein Kind für mich. Ich hätte alles für ihn getan. Er ist jetzt seit 3 Jahren tot. Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben.
Jetzt 3 Jahre später habe ich mir nach reiflicher Überlegnung wieder einen kleinen Welpen gekauft. Ich dachte, ich wäre über meinen ersten Hund drüber weg.
Jetzt ist der kleine Welpe seit 6 Wochen da. Er ist total süß. Aber ich kann ihn nicht richtig akzeptieren. Überall wo er lang läuft, alles was er tut, überall sehe ich meinen alten Hund und wünschte, es wäre mein kleiner treuer Begleiter von damals, der da lang läuft und seine üblichen Dummheiten macht. Das hört sich jetzt so an, als ob ich ihn überhaupt nicht leiden kann. Aber so ist es auch nicht. Ich mag ihn sehr. Er ist schon jetzt sehr viel mehr für mcih als irgendein Hund. Ich möchte nur das beste für ihn, habe Angst das ihm was passieren könnte u.s.w., aber trotzdem ist er mir total fremd wie am ersten Tag. Ich kann mich nciht richtig freuen über ihn, irgendwie nervt er mich, mit allem was er macht, obwohl er mir wichtig ist.
Mit meinem ersten Hund war das alles anders. Das war ein Teil von mir. Wie mein Kind. Dieser neue Hund ist mehr wie ein fremdes Wesen für mich. Ich habe das Gefühl, daß ich meinen Hund einfach so ausgetauscht habe. Ich verstehe selber nicht, was mit mir los ist. Als ich den Hund das erste mal im Arm hatte, war ich überglücklich, wieder einen Hund zu haben, aber dieses Gefühl ist nicht mehr da. Das ist alles nur noch eine riesen Belastung für mich.
Ich möchte nur das beste für diesen neuen Hund. Wäre es vielleicht besser, für ein ein neues zuhause zusuchen? Oder ist das egoistisch?
|
|
|
02.01.2008, 10:19
|
#2 (permalink)
|
|
Gesperrt
Registriert seit: 14.08.2007
Ort: Gütersloh
Beiträge: 1.238
|
Ist im Prinzip das selbe, wie wenn man einen Menschen verliert und einen neuen Parnter noch nicht akzeptieren kann, bzw. dafür noch nicht bereit ist. Nur, dass es dir da schwerer als manch anderem fällt, loszulassen. Teile des Lebens ziehen nunmal an einem vorbei, dennoch geht es weiter. Dein alter Hund ist tot.
Ich kenne das vom Hund meines Onkels. Früher waren für öfters da und ich habe mit ihm gespielt. Später, als ich dann älter wurde, waren wir nicht mehr so oft da, dann nach langer Zeit mal wieder, und der Hund war inzwischen sehr alt. Da habe ich ihn das letzte mal gesehen. Weil er schon so alt war, hatte mein Onkel bereits da einen Nachfolger-Hund gekauft. Einen meiner Meinung nach wesentlich intelligenteren als den ersten, er wirkte einfach so.
Naja, irgendwann starb dann der alte, das haben wir von meiner Tante irgendwann bei einem Telefonat mitbekommen. Traurig war ich nicht wirklich, komisch war es aber dennoch.
Trotzdem muss man in was neuem auch was neues sehen. Tiere wirken auch in ihrer Art anders. Und dass sie anders wirken, muss man akzeptieren lernen. Man erinnert sich gerne an das Tier zurück, was einem verstorben ist, das neue darf man nicht als Ersatz sehen. Auch dein neuer Hund wird dich - hoffe ich mal - nicht überleben. Daran mag man nie gern denken, aber jetzt ist eben er da. Das Tier kann für nichts, es ist dein neuer Hund und du wirst ihn irgendwann hinnehmen können, wenn du ihn richtig kennen gelernt hast und seine Eigenart sehen wirst.
Gruß
Time
|
|
|
02.01.2008, 10:43
|
#3 (permalink)
|
|
Gast
|
Zitat:
Zitat von Meike1234
Hallo,
Jetzt 3 Jahre später habe ich mir nach reiflicher Überlegnung wieder einen kleinen Welpen gekauft. Ich dachte, ich wäre über meinen ersten Hund drüber weg.
|
Hallo Meike,
was sind die Ergebnisse dieser reiflichen Überlegung gewesen und in welchen Punkten hast Du Dich getäuscht bzw. wird der Hund dem nicht gerecht?
Es klingt nicht so, als hättest Du Dir den Hund angeschafft, um Dich über den Verlust hinwegzutrösten. Denn das funktionert bei Tieren genauso wenig wie bei Menschen. Wo also hapert es?
Gibt es eine Möglichkeit, dass Du Dich mit dem Hund im Rahmen eines Vereins oder einer Hundeschule beschäftigst? Dann würdest Du eine Beziehung zu dem Hund kriegen. Und außerdem hat man doch dafür einen Hund: damit man sich mit ihm beschäftigt, die Beziehung zu ihm pflegt, ihn erzieht. Ich glaube: Nur damit er da ist und mit seiner Präsenz einen erfreut, dafür ist der Hund nicht unbedingt das richtige Haustier. Man muss sich bei Hunden schon einsetzen. Und dadurch wächst dann auch die Beziehung. Ich wünsch Dir viel Freude dabei.
LG Gaby
Geändert von Gast784 (02.01.2008 um 10:46 Uhr)
|
|
|
|
03.01.2008, 10:36
|
#4 (permalink)
|
|
Neuling
Registriert seit: 10.12.2007
Beiträge: 18
|
Grüss Dich Meike,
es hört sich an, als hättest Du Dich noch nicht von Deinem alten Hund gelöst.
Ich glaube Dir, dass Du lange und reiflich überlegt hast. Und ich glaube Dir, dass Dein Bewusstsein das klar hatte mit dem neuen Hund.
Aber offenbar hat das Unterbewusstsein Dir ein Schnippchen geschlagen.
Meines Erachtens ist es wichtig, dass Du Dir eingestehst, dass Du unterbewusst doch den alten Hund gerne wieder zurück hättest, und dass Du ebenso unterbewusst den neuen ablehnst, weil er halt nicht der alte ist.
Wie gesagt, unterbewusst.
Das Dumme am Unterbewusstsein ist ja, dass wir es mit dem Verstand nicht wahrnehmen, es kann sich aber auf Gefühlsebene äußern.
Daher die Diskrepanz zwischen Kopf und Bauch.
Dein Kopf hat alles gut durchdacht. Und nun wundert er sich sehr, die Gefühle der Ablehnung wahrzunehmen, die Du empfindest.
Der Bauch hat nichts durchdacht und sendet diese Gefühle, weil er heimlich hoffte, der neue Hund wäre genau so wie der alte.......
Erkläre Deinem Bauch, dass er gerne die schöne Erinnerung bewahren darf wie einen kostbaren Schatz. Aber dass die Gegenwart einen neuen, ganz anderen Schatz bereit hält.
Und dann sage in Gedanken zu dem Hund:
"Hallo XY, Du hast wirklich gar nichts mit Deinem Vorgänger gemeinsam. Wie schön und wie spannend, einen ganz anderen Hund kennenlernen zu dürfen! Ich lasse mich überraschen, und ich lasse mich auf Dich ein!"
Möglicherweise hilft das......
Ich wünsche Dir alles Gute.
PS Wenn Du es aber wider Erwarten nicht fertigbringst, ihn zu lieben, dann gebe ihn in gute Hände, solange er noch jung und flexibel ist. Das wird zwar anstrengend für ihn, aber als Welpe kann er sich noch besser umstellen.....
__________________
Aufgeber gewinnen nicht. Gewinner geben nie auf!
|
|
|
21.01.2008, 10:12
|
#5 (permalink)
|
|
Gast
|
liebe meike
auch ich bin eine hunde"mama"...
kann dich also teilweise verstehen...ein hund ist schon ein familienmitglied....aber aus meiner sicht sollte ein tier ein tier bleiben....
bitte nicht böse zu verstehen...
als wir damals unsere hündin mit 14 1/2 einschläfern lassen mussten..habe ich auch wochenlang getrauert...und für meine mum war klar..einen neuen gibt's nicht...
als ich dann auszog...holte ich mir einen schmusekater ins haus...der leider im letzten jahr gestorben ist...traurig war ich immer...und den letzten gang mit dem tier zu machen ist alles andere als schön...aber es ist trotz allem ein tier...und das sollte es auch bleiben....
seid okt.07 habe ich nun einen süssen hund...und ich weiss, das auch hier eines tages dieser tag kommen wird...wo sie geht..
das wird wieder ein trauriges erlebnis...aber das weiss ich ja vorher..welche lebenserwartung ein hund hat...
ok..das ist ja nun nicht dein thema hier..
du trauerst immer noch um dein geliebtes tier..und fühlst dich jetzt schlecht,weil du denkst..du hättest den "alten" ausgetauscht...
warum siehst du es nicht so...
du hast deinem vorherigen hund ein schönes leben beschert...und er war dein treuer begleiter....und nun darf ein anderes liebes tier das geniessen..ein tier mit einem ganz anderem charakter...der eine "chance" verdient hat...als eigenständiges wesen anerkannt zu werden...der nix gemein hat mit dem hund davor..ausser das er eben auch ein hund ist...
ich habe mich jedenfalls nach jedem abschied damit getröstet...das die tiere es immer gut bei mir hatten..ein schönes leben...denn man bekommt ja auch ebensoviel liebe zurück!!!
vielleicht verknüpfst du aber auch ganz andere dinge an deinen vorherigen hund?
vielleicht hast du in diesen zeiten einige erinnerungen...die viell. nicht die besten sind..und die nun in dir aufflammen?
ich denke..der kleine kerl kann sicher nix dafür...
hast du dir dazu schonmal gedanken gemacht?
ist jetzt viell. ein "komischer" vergleich...aber...ich bin ja nach 18j.aus meiner ehe ausgebrochen..und habe seid einem jahr einen neuen partner an meiner seite....
und es gibt momente..da steigt eine wut in mir hoch,wenn er irgendetwas macht..das mich an meinen mann erinnert...d.h.meine wut gilt in diesem moment nicht meinem freund..sondern alten erinnerungen...
solltest du aber nun so gar keine "beziehung" zu deinem jetzigen vierbeiner aufbauen können...ist es für den kleinen sicher besser...er kommt in ein zu hause...wo er einfach nur er sein darf...
lg hope
|
|
|
|
22.01.2008, 11:25
|
#6 (permalink)
|
|
Schreibkraft
Registriert seit: 15.01.2008
Ort: gerne am meer
Beiträge: 114
|
hallo meike1234
wollte mal den aspekt einbringen:
vielleicht willst du dich nicht wie eine verräterin an deinem verstorbenen hund fühlen, indem du die liebe jetzt einem anderen hund schenkst.
aber egal wo deine hemmungen liegen, denke ich folgendes:
-dein verstorbener hund ist sicher stoz auf dich,wenn du deine liebe einem artgenossen von ihm gibst.
-die seele deines verstorbenen hundes spiegelt sich in deinem welpen wieder:
schau doch, wie er dein freund sein möchte, wie er mit dir spaß haben möchte, usw
schließe mich der meinung an: er hat eine echte chance,als der hund der er ist, verdient
lg tg
|
|
|
 |
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|