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Thema: hypochondrie

  1. #1
    Neuling
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    Standard hypochondrie

    Hallo,

    ich hoff mein Problem kommt nicht allzu seltsam rüber.

    Angefangen hat es damit, dass ich im GEO einen Artikel über Clusterkopfschmerzen gelesen habe. Da mich das Thema interessiert hat, hab ich selber noch ein bisschen im Internet recherchiert, was zwar sehr informativ war, aber dazu geführt hat, dass mir diese Krankheit jetzt selber einen heiden Angst macht. Ich lieg jetzt seit einem Monat jeden Abend wach im Bett weil ich Angst habe einzuschlafen und dann mit diesen extremen Schmerzen wieder aufzuwachen, die scheinbar plötzlich aus dem Schlaf heraus einsetzen.

    Ich hatte schon öfters Angst mir irgendwelche Krankheiten einzufangen, aber das hat sich meistens nach ein paar Tagen wieder gelegt. So intensiv ist es bisher noch nie gewesen und es belastet mich langsam sehr. Ich lieg abends wach und tagsüber fürcht ich mich vor dem Abend. Vor allem diese Hilflosigkeit
    dagegen nichts tun zu können außer mit statistiken auszurechnen wie unwahrscheinlich es ist krank zu werden, was mich aber nicht beruhigt.

    Spinn ich einfach oder könnt ihr mir irgendwas empfehlen, was mir gegen diese Angst helfen könnte.

    lg hillside

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Mal an eine Therapie gedacht? Hypochondrie hat ja auch Ursachen-da solltest Du ansetzen.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Neuling
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    Über eine Therapie hab ich noch nicht nachgedacht, da dass Problem bis vor ein paar Wochen nicht wirklich belastend war. Meinst du, es bei meinem Fall bereits angebracht wäre einen Psychologen aufzusuchen?

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
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    Warum nicht? Ich würde nicht warten, bis es unerträglich wird
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Nachwuchs Autor
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    hillside, du hast dir selbst Hyponchondrie und Clustkopfschmerzen diagnostiziert. Auch wenn jemand meint, unter einer Herzphobie zu leiden, dann müsste der erste Schritt sein, ein EKG machen zu lassen.
    Daher meine ich, du solltest es als ein somatisches Problem, wenn diese Beschwerden nun anhalten, um schon einmal was abzuklären, dich z.Bsp. beim Neurologen sehen lassen.

    Aber an sich, als gestandener Hyochonder, da würde man doch lieber gleich auf einen Hirntumor tippen und zur Kernspintomographie rennen. Aufgrund meiner persönlichen Kenntnis zähle ich dich eher zu den leichten hypochondrischen Fällen. Nämlich allein die Vermutung, dass es sich um keine somatische Erkrankung handeln könnte, diese Erkenntnis setzt sich bei den sog. Normalfällen erst nach einer langjährigen Leidenszeit mit einer Tortour durch sämtliche Arztpraxen durch.
    Geändert von Bertrand (16.12.2010 um 23:50 Uhr)

  6. #6
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    Hallo Hillside,

    ich denke, dass du gar keine Hypochonderin bist - Hypochonder denken, dass sie Krankheiten - zum Beispiel Kopfschmerzen - wirklich haben und "fühlen" diese Schmerzen sogar und gehen deshalb oft von einem Arzt zum anderen. ICh denke, da hat Betrand dich aber missverstanden, oder?

    Du aber hast ja Angst, dass du möglicherweise diese Krankheit bekommen könntest und dir ist trotzdem bewusst, dass du sie nicht hast.

    Aus systemischer Sicht haben Ängste, zum Beispiel die, eine Krankheit zu bekommen, eine bestimmte "Funktion", sie erfüllen einen Sinn und bringen dir irgendwas. Manchmal ist es so, dass Ängste vor sehr unrealistischen Ereignissen (zum BEispiel Krankheiten zu bekommen) von irgendetwas anderem "ablenken"... deshalb ist es sinnvoll, wenn du dich fragst, was wäre, wenn diese Angst vor den Kopfschmerzen plötzlich komplett weg wäre - wenn es sozusagen eine Fee gäbe, die die Angst komplett "wegzaubert" ... was wäre dann? Womit würdest du dich dann beschäftigen? Welche Themen ständen dann an?

    LG
    SW

  7. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei SirWiwor für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (17.12.2010),Glaciate (24.11.2011),Jan1981 (17.12.2010)

  8. #7
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    SirWiwir schreibt

    deshalb ist es sinnvoll, wenn du dich fragst, was wäre, wenn diese Angst vor den Kopfschmerzen plötzlich komplett weg wäre - wenn es sozusagen eine Fee gäbe, die die Angst komplett "wegzaubert" ... was wäre dann? Womit würdest du dich dann beschäftigen? Welche Themen ständen dann an?


    Wer das als Hypochonder könnte, der wäre schon so gut wie geheilt. Sorry, aber ich habe da ganz andere Fälle erleben müssen.

    Leute, die nachts aufspringen, mit der Taxe in die nächste Klinik rasen, weil sie eine kleine Afte im Mund als Mundkrebs interpretiert haben.

    Welche, die nicht mehr vom Spiegel wegkommen, weil sie an ihrem Körper Asymmetrien meinen festzustellen.

    Die ihren Kopf immer wieder zwanghaft abtasten müssen, weil sie meinen, dass der Knubbel da ein Tumor sein müsste. Die dann wieder zur Notfallambulanz rasen, sich ihn von einer Schwester abtasten lassen, die,da vorsichtig, einen schnellwachsenden Tumor nicht ausschließen kann. Angebot: Bleiben Sie hier, erst morgen früh kann geröngt werden. Der Mann ist jetzt völlig am Ende, rennt aus der Klinik, verbringt eine Horrornacht bei sich zu Hause. Am nächsten Morgen geht's zu seinem Orthopäden, der diesen Knubbel sorgfältig abtastet und Entwarnung gibt, die dem Hypochonder wieder Ruhe gibt. Aber zu Hause bereiten ihm andere Regionen seines Körpers wieder größte Sorgen...er ist nur noch die pure Angst.
    Geändert von Bertrand (18.12.2010 um 15:22 Uhr)

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Bertrand für den sinnvollen Beitrag:

    Glaciate (24.11.2011)

  10. #8
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    hillside, meine Fachfrau hat noch einen erprobten Tipp für dich: Es ging dabei um einen Herzängstlichen. Immer wenn er sich zum Schlafen hinlegte fühlte er in der Herzgegend eine kleine Stiche. Nach 1 Woche ging er zu seinem Hausarzt, der ihm erklärte, dass das Herz dafür nicht ursächlich ist. Als er sich wieder zum Schlafen hinlegte, aber schon etwas beruhigt war durch seinen Hausarzt, nicht wieder furchtsam auf sein Herzrhythmus fixiert war, war es schlagartig vorbei mit dem Gepiekse.

    Darum ihr Vorschlag:
    Wenn dein Hausarzt deine Neigung zu einer gewissen Krankheitsängstlichkeit kennen sollte, dann solltest du ihm deine Symptome und die Begleitumstände mitteilen. Ich denke, er wird dir das so einfühlsam erklären können, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Symptome, die dich plötzlich angeflogen haben, auch wieder so plötzlich verschwinden werden.

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