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Thema: Hypochondrie: Angst vor psychischen Krankheiten?

  1. #9
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    Da musst Du aufpassen, dass sich diese gerneralisierten Angststörung nicht weiter verfestigt, also chronifiziert. Entweder hat man Angst vor somatischen oder seelischen Erkrankungen oder vor beiden. Oder wie bei Dir springen die Ängst hin und her. Mal kommen sie und dann gehen sie wieder. Aber sie sind offensichtich immer latent vorhanden zu sein.
    Davor habe ich eben am meisten an. Dass sich das chronifiziert und ich immer mit diesem Angst- oder Sorgengefühl in mir lebe. Bislang haben mich Ängster vor Krankheiten nie wirklich belastet. Wenn ich dann mal Angst vor Krebs oder HIV hatte, konnte diese Angst mir sehr sehr schnell von einem Arzt genommen werden. Ich hatte vielleicht 2 Tage Angst davor. Das trat vielleicht 3-5 x im Jahr auf. Panikattacken hatte ich eher selten oder gar nicht.

    Vor einem Jahr war es dann so, dass ich immer Ohnmachtsgefühle hatte. Jetzt weiß ich, dass diese Ohnmachtsgefühle Panikattacken waren. Ich hatte dann wochenlang wirklich Angst davor, bald wieder eine Ohnmachtsattacke zu kriegen und mir ging es dementsprechend schlecht. Irgendwann wusste ich, dass es nur Einbildung weg und ich war auf einen Schlag geheilt.

    Vor etwa 6 Wochen fing es dann an, ich bekam eine Panikattacke, hatte tagelang extreme Angst vor der Panikattacke, durch ein angstlösendes Medikament ging diese akute Angst aber weg. 3 Wochen lang hatte ich dann immer noch ein Sorgegefühl im Körper (was ich jetzt auch wieder habe). In verschiedenen Situationen kommt dieses Gefühl in den Körper und verhindert, dass ich mich wirklich Freuen kann etc. Ich würde das Gefühl eben als Sorge beschreiben. Sorge davor, dass ich nie wieder richtig glücklich sein kann, weil immer dieses Gefühl kommt. Nach diesen 3 Wochen ging es mir eine Woche richtig richtig gut. Auch den Angstlöser hatte ich komplett abgesetzt. Keine Angst, keine Sorge mehr. Letzten Freitag dann, wurde ich in einem anderen Thread auf Shizophrenie aufmerksam gemacht. Da habe ich mich dann völlig reingesteigert und wieder 1-2 Panikattacken am Wochenende gehabt. Nehme dann seit vorgestern wieder den Angstlöser. Nun keine Panikattacken mehr, aber eben in verschiedenen Situationen der Gedanke daran, dass ich doch irgendetwas mit der Psyche hab und dass dieses schlechte Gefühl sich immer weiter verfestigt und nicht weg geht.

    Meinst du, dieser Sorgegedanke bzw. das Sorgegefühl bleibt nun den Rest meines Lebens oder wird es bald wieder eine Zeit geben, in der mein Problem egal ist, sodass ich wieder sorgenfrei lebe?

    Spielt sich das bei Dir alles nur im Kopf ab oder hattest Du schon relativ dramatische Panikattacken in der Öffentlichkeit oder zu Hause überstehen müssen? Wenn Du zB Angst vor Krebserkrankungen hast, beobachtest Du dann Deinen Körper intensiver und findest Stellen, die Dir verändert erscheinen?
    Bei mir spielt sich das im Kopf ab. In der Öffentlichkeit hatte ich das nicht wirklich. Zu Hause eben oder einmal im Auto. Geht meistens sehr schnell wieder weg und man merkt es mir kaum an. Schlimm ist nicht die Panikattacke an sich, sondern meine Gedanken an den Folgetagen die sich darum drehen, dass ich niemals mehr fröhlich sein kann.



    Ich weiß auch nicht. Das ist alles verdammt schwer zu erklären.
    Steigere ich mich vielleicht einfach sehr in das Ganze rein, sodass es in 3 Monaten wieder vergessen ist?

    Ich meine die Symptome einer Generalisierten Angststörung, also Sorge davor, dass bald etwas schlimmes passiert, dass es meiner Familie schlecht geht, ich einen Unfall baue o.Ä. habe ich nicht. Es dreht sich wirklich nur um mich selbst, die Sorge dass mein Problem sich chronifiziert und mein Leben durch meine psychische Erkrankung immer eingeschränkt und nicht mehr so Lebenswert sein wird.

  2. #10
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    Ist es überhaupt Erwartungsangst?

    Ich stelle mir gerade diese Frage. Im Endeffekt gehe ich davon aus, eine Erwartungsangst zu haben, die für immer bleibt, wenn ich da nicht bald rauskomme. Ich setze mich selber unter Druck.

    Die Frage ist nun: Was ist Erwartungsangst?
    Wenn ich das Wort auseinander nehme, bedeutet es: Ich erwarte, Angst zu bekommen. Aber das tue ich doch gar nicht.

    Ich habe keine Angst, gleich einen Angstanfall zu bekommen.
    Ich habe keine Angst, Angst zu bekommen, wenn ich nach draußen gehe und was mit meinen Freunden mache oder einkaufen gehe. Das hatte ich noch nie!

    Bei Erwartungsängsten vermeidet man doch normalerweise Situationen, in denen die Angst auftritt. Ich vermeide gar nichts, sondern versuche ganz viel zu machen, damit ich abgelenkt bin.

    Meint ihr also, dass es sich bei meinen beschriebenden negativen Gefühlen um Erwartungsangst handelt?

    Ich will nocheinmal kurz meine negativen Gedanken beschreiben:
    Ich unterhalte mich mit jemandem oder gucke Fernsehen oder fahre Auto. Plötzlich kommt mir der Gedanke "ach man, du hast es doch mit der Psyche". Das dämpft meine Laune und jegliche Freude. Ist das Erwartungsangst? Oder ist das vielliecht einfach nur eine Sorge, die meine derzeitige Situation mit sich zieht?

  3. #11
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    Hör einfach auf dich da reinzusteigern und spring nicht auf jeden an, der dir hier noch zusätzlich Bange macht. Das geht wieder weg wie es gekommen ist, wenn du es willst.

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Farnon für den sinnvollen Beitrag:

    ich- (30.11.2011)

  5. #12
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    Ich schreibt

    Ich meine die Symptome einer Generalisierten Angststörung, also Sorge davor, dass bald etwas schlimmes passiert, dass es meiner Familie schlecht geht, ich einen Unfall baue o.Ä. habe ich nicht. Es dreht sich wirklich nur um mich selbst, die Sorge dass mein Problem sich chronifiziert und mein Leben durch meine psychische Erkrankung immer eingeschränkt und nicht mehr so Lebenswert sein wird.

    Bei generalisierter Anststörung geht um einen anhaltenden Zustand der Angst. Dazu kann auch das Gefühl des Auf-dem-Sprung-sein gehören, Verspannungen, Herzklopfen, Schwitzen, Kloß im Hals, Konzentrationsstörungen, Erschöpfbarkeit, rastlose Unruhe etc.
    Oder auch, dass, wie ich es auch kannte, Dir plötzlich ein Angstgefühl in den Kopf schießt. Wenn du meinst, dass sich Dein Bewusstsein damit iA nicht beschäftigt, dann tut es das aber offensichtlich Dein Unbewusstsein. Aber auf jeden Fall kann und darf das kein Dauerzustand sein. Mit Chronifizierung kann aber auch gemeint sein, dass, nach an sich geglückter Behandlung, Dir noch immer einige Schatten auf der Seele liegen; die Störung liegt dann nur noch abgemilderter Form vor.

    Könnte sein, dass Du Dir dann die FAZ vom Mittwoch kaufen würdest, weil dort exzellente Berichte u.a. aus Medizin drinstehen. Ebenso, wie ich es nach der "geglückten" Behandlung tue, Dir in einem Privatlabor oder in einem Krankenhaus selbst die Blutwerte testen lässt, weil Du dann, bei Arztbesuchen, schon im voraus weißt, wie das Ergebnis aussehen könnten bzw. dass Du den Arzt und sein Labor damit auch kontrollierst. Z.B. PSA-Werte lasse ich alle selbst testen und dem Arzt eine Kopie zukommen, weil es mir auf die Nerven ginge, erst beim nächsten Termin das Ergebnis erfahren zu müssen.
    Geändert von Bertrand (30.11.2011 um 17:33 Uhr)

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