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Thema: Hysterische Blindheit und Zwänge

  1. #1
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    Standard Hysterische Blindheit und Zwänge

    Servus,

    wer kann mir helfen. Ich habe einen Sehkraftberlust nach Star OP.

    Jetzt war ich beim Neurologen. Der meinte zuerst Psychoanalyse machte aber noch eine Sehnervtestung. Dabei kam eine grabierende Sehnerventzündung zu Tage.

    3000 mg Kortison wurden per Infussion verabreicht, weil man sofort reagieren müsse. Dansch Kernspin. Der Radiologe meinte, schlecht, das Kortison jabe die Entzündung verwischt, man sieht nix mehr.

    Mein Neurologe meinte daraufhin, normalerweise müsse man jetzt Ursachenforschung betreiben, da es ein Indicator für MS sei, aner bei meiner psychischer Vorgeschichte, Zwänge Neurodermitis etc. sei das psychogen.

    Hysterische Blindheit. Komme zwar selten vor, aber bei mir sei dies der Fall.

    Auf meine Frage, warum sich auf das Kortison die Schlieren vor den Augen verbessert hätten, meinte er, sie hatten eine Diagnose deshalb.

    Ist sowas überhaupt möglich ? Und was soll ich jetzt machen ?
    Jetzt soll ich auf einmal keine Psychoanalyse mehr machen, da die Wartezeiten sehr lang sind, sondern Verhaltentherapie, weil das egal ist.

    Ich weiß keinen Rat mejr. Nur die Augen werden immer schlechter, kann fast nicht mehr lesen oder schreiben, deshalb für etwaige Fehler bitte ich um Entschuldigung.

    Es wäre sehr schön, wenn ihr mir Tips geben könntet.

    Vielen Dank

  2. #2
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    Eine Sehnervenentzündung und entsprechender Sehverlust hat nichts mit "hysterischer Blindheit" zu tun.
    Ich würde schnellstens die Vorstellung in einer guten neurologischen Klinik und einer Augenklinik empfehlen!!!

  3. #3
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    Hallo Lydia,

    danke für den Tip. Aber leider kämpfe ich da gegen Windmühlen.
    Mein Neurologe und mein Hausarzt machen nix mehr, auch ein Besuch bei einem anderen Neurologen btachte nic.

    Der meinte, ohne Untersuchung, sofort, das es psychogen sei.

    Nun, seit zwei Tagen haben sich die Schlieren erheblich verschlechtert und mein Augenarzt findet angeblich auch nix.

    Trotzdem vielen Dank.

  4. #4
    Roman Verfasser
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    Hm also mal aus der Kalten... ich kenne es teilweise so daß nach Augen-Ops die Augen oft wochen- bis monatelang dunkelgestellt werden, d.h. man bräuchte Ruhe und Pflege. Ich habe einen psychologischen Hintergrund und kann mir gut vorstellen warum und daß das hilft.

    Wenn die Ärzte sagen "Hysterische Blindheit" und psychogene Ursachen, würde ich das jetzt als Außenstehender hier im Forum einfach mal so hinnehmen. Möglich und denkbar sind solche Dinge. Ich weiß von einem Fall (Freund), der blind wurde, als er in einem Buch ein paar Zeilen las die ihm nicht gefallen haben. Es war alles schwarz, er hat es dann nach großer Panik und 10 Minuten wieder auf die Reihe bekommen. Es gibt Leute, die spontan erblindet und genau so wieder genesen sind.

    Als Einstieg in die Materie würde ich Dir Rüdiger Dahlke "Krankheit als Symbol" empfehlen. Das sind im wesentlichen psychogene Deutungen für Krankheitsbilder. Wie stehst Du selbst der Idee "psychische Ursache" denn gegenüber. Vielleicht magst Du ja auch noch etwas mehr von Deinem Fall erzählen.

  5. #5
    Neuling
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    Standard Hysterische Blindheit und Zwänge

    Hallo Erwin,

    danke für Deine Antwort.
    Hmmm, dann gibt es das also wirklich ? Schwer zu glauben. Danke für den Tip mit dem Buch.

    Also zwei Tage nach der Star OP habe ich super gut gesehen, echt, so gut wie noch nie in meinem Leben, danach wurde es immer schlechter. Bis die Sehkraft auf 30 % bzw. 5 % sank. Nach ca 4 Wochen tauchten auch noch Schlieren auf, und keiner weiß warum.

    Die Schlieren wurden nach der Infusion besser. Auch die Leistungsfähigkeit war wieder so wie früher. Die komischen Schluck Beschwerden sind seit dem weg und das Muskelzucken und das Gefühl eben mal gerade von einer Würgeschlange umarmt zu werden waren auch vorüber gehend weg.

    Nun, seit dem 24. 12. ist alles wieder beim alten. Leider. Gut ich habe auch noch Neurodermitis und seit diesem Sommer endlich begriffen, das dies psychisch ist und keine Allergie. Aber das mit den Augen ? Ich weiß es nicht.

    Ich wünsche dir noch ein gutes neues Jahr.

    Liebe Grüße
    dickerle

  6. #6
    Roman Verfasser
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    Vielleicht ist das die passende Stelle meine Meinung dazu einmal ganz deutlich zu sagen. Für mich ist es seit zwei Jahren keine kontroverse Frage mehr, ob körperliche Symptome psychisch verursacht werden. Ich kam mit dem Gedanken erstmals mit 18 in Kontakt. Ich war immer skeptisch. Jetzt bin ich 36. Ich habe es durch Muskelbeschwerden am eigenem Leib erlebt, wie die Symptome durch Gedanken und Umstände auf der Arbeit kamen und wieder gingen. Ich habe bei einem Freund erlebt wie er durch einen Beziehungskonflikt ganz plötzlich Gallengries bekam und die Galle entfernt werden musste. Es ist für uns, die wir die körperliche Sichtweise gewohnt sind zunächst befremdlich, bis lächerlich, bis angsteinflößend. Mancher Arzt vergibt auch Prügel für diese Meinung. Ich finde aber Du kannst Deinen Ärzten dankbar sein, daß sie Dir das so gesagt haben. Gerade unter den jüngeren Medizinern besteht für Dich die Chance welche zu finden, die Dir auf diesen Weg auch weiterhelfen.

    Das was Du schilderst mit dem Verlauf der Star-Op, dadurch kann ich verstehen warum Deine Ärzte zur Auffassung psychogen kommen. Ich stelle mir die Sehschwäche als eine Art Kompensation vor. Die ist jetzt weg, also kompensiert der Körper erneut, bis ein stabiler Zustand erreicht ist. Ich selbst bin ja kurzsichtig. Für mich hatte das immer mit einer Abgrenzung, mit einem Alleinsein zu tun. Nicht mehr in die Welt hinausblicken, für sich sein. Ich finds alles in allem mutig und konsquent daß Du Dir diese Seite angucken willst. Ich weiß von Fällen die durch Gruppentherapie ihre Brillen weglassen konnten.

    Zu dem Buch: Manche Deutungen dort drin klingen befremdlich oder passen auch nicht auf einen. Aber man soll es eher als einen Anstoß nehmen auf eine bestimmte generelle Art zu denken, als sich an einer unzutreffenden Deutung aufzuhalten.

    Ich wünsch Dir alles Gute, und meld Dich wenn es was gibt.

  7. #7
    Neuling
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    Hallo Erwin,
    danke für Deine ausführliche Mail.
    Aber ehrlich gesagt, wäre ich meinem Neurologen am liebsten ins Gesicht gesprungen. Auch wenn die med Alternative auch nicht schön ist. Wer hat schongerne MS ?

    Gruppentherapie habe ich jetzt erst mal abgelehnt. Aber in Rosenheim findet man ganz schlecht einen Psychologen für das Problem. Ich habe jetzt Ende Januar einen Termin bei einem Verhaltentherapeuten obwphl meinen Neutologen ein analytische Therapeut lieber gewesen wäre. meinte er, das wäre egal.

    Keine Ahnung, ich kenne mich da nicht aus.

    Habe aber immer noch das Problem, das die Psyche körperliche Beschwerden macht. Ich weiß es, von meinem Asthma und der Neurodermitis her, aber in Sacheb Augen fällt es mir eben noch schwer es zu glauben.

    Wie hast Du Deine Probleme in den Griff bekommen ?

    Gutes neues Jahr und liebe Grüße
    Claudia

  8. #8
    Roman Verfasser
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    Am liebsten ins Gesicht gesprungen, das ist eine absolut verständliche Reaktion, alles andere wäre schwer verwunderlich.

    Würde es um einen Schuldzuspruch gehen wäre die Wut berechtigt, aber, es geht bei der psychosomatischen Betrachtung der Ursachen allein um Verständnis. Und da kann man ganz klar sagen, daß den Patienten auf der eigentlich relevanten Ebene NIE Schuld trifft. Das will ich einmal vorwegnehmen. Man denkt, es läuft auf Schuld hinaus, aber das ist falsch. Man hat Verantwortung für sich selbst, das stimmt, (aber der kommst Du ja nach indem Du Dich mit Deiner Erkrankung auseinandersetzt), Schuld dagegen nie.

    Was eine Therapie angeht, ich kann nur dazu raten, es wird in Deinem Fall auch lohnen sich jemand zu suchen der damit wirklich umgehen kann. Es ist ja im Grunde schon vorteilhaft daß Du die Neurodermitis und das Asthma als psychisch induziert sehen kannst. Warum dann nicht auch den letzten Schritt machen, warum das dann nicht auch bei der Sehkraft in Betracht ziehen.

    Ich habe meine Kurzsichtigkeit im Grunde gar nicht in den Griff bekommen, ich kompensiere aber seit Jahren nicht mehr mit immer stärkeren Brillengläsern nach. Irgendwann begnügt man sich mit dem was man hat. Meine Augen sind auch danach schlechter geworden, aber eben noch so im Rahmen, daß ich mir keine Gedanken machen muß. Ich merke aber schon daß ich Krisenpunkte habe, Zeitpunkte, zu denen das Sehen wieder ein Stück weit schlechter wird. Ich habe selbst an den Stellen noch nie genau darüber nachgedacht, ich hab es immer dabei bewenden lassen. Wenn ich entspannt bin, merke ich aber auch daß ich zeitweise wieder besser sehe. Es ist insgesamt aber trotz Verschlechterung noch so im Rahmen daß ich damit lebe. Die Muskelbeschwerden die ich anmerkte, das ging dann eben durch Sport weg und nachdem ich nicht mehr dort arbeitete, wo ich sie herbekam. Ein bisschen hab ich sie auch noch, ich habs auf sich beruhen lassen. Durch reines Denken bekomme ich meine Symptome nicht weg, es gehört Bewegung dazu von der ich zur Zeit zu wenig hab, aber die Gedanken über die Ursachen helfen doch, die Dinge wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.


    Liebe Grüße

    Christian
    Geändert von Erwin (01.01.2012 um 13:05 Uhr)

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