Seite 8 von 9 ErsteErste ... 456789 LetzteLetzte
Ergebnis 57 bis 64 von 65

Thema: Ich bin doch komplett anders - ein hoffnungsloser Fall?!

  1. #57
    Schreibkraft
    Registriert seit
    02.01.2017
    Beiträge
    102
    Danke
    1
    23 mal in 20 Beiträgen bedankt

    Standard

    Huhu!

    Schon mal an Asperger-Autismus gedacht? Bzw eine ASS (Autismusspektrumsstörung)?

  2. #58
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.11.2014
    Beiträge
    19
    Danke
    0
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Channah Beitrag anzeigen
    Huhu!

    Schon mal an Asperger-Autismus gedacht? Bzw eine ASS (Autismusspektrumsstörung)?
    Klar, generell Autismus habe ich auch schon in Betracht gezogen, zumindest im Ansatz scheint das bei mir erkennbar zu sein. Dafür spricht dass mein Vater ja relativ alt war bei der Zeugung und manch Verhaltensweisen von mir zeigen autistische Züge, meinte sogar mein Kollege mal zu mir. Dagegen allerdings sprechen auch einige Fakten die so gar nicht zum Autismus passen.

  3. #59
    Schreibkraft
    Registriert seit
    02.01.2017
    Beiträge
    102
    Danke
    1
    23 mal in 20 Beiträgen bedankt

    Standard

    Och naja, die Diagnose Asperger gibt es ja so auch nicht mehr.

    Wird ja alles umgemodelt.

    Es gibt ja jetzt die Diagnose "Autismusspektrumstörung".

    Und da eh alle Aspies unterschiedlich ticken...

    Vielleicht mal so einen Test machen?

  4. #60
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.11.2014
    Beiträge
    19
    Danke
    0
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ja so einen onlinetest hab ich mal schnell durchgeklickt. Aussagekraft hat der ja nur sehr begrenzt aber da habe ich beim Lesen der Fragen teilweise schon lachen müssen weil die Sympthome all zu sehr auf mich passen. Also dem Test nach zu urteilen bin ich wahrscheinlich Autist

  5. #61
    Schreibkraft
    Registriert seit
    02.01.2017
    Beiträge
    102
    Danke
    1
    23 mal in 20 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich meinte eigentlich einen richtigen Test beim Psychiologen. ;-)

    Falls ich es überlesen habe: Bist du in Therapie?

  6. #62
    Neuling
    Registriert seit
    12.01.2017
    Ort
    München
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Lieber Markus,

    sorry, ich neige auch zu WoT

    Ich sehe so viele Ähnlichkeiten in Deinen Beschreibungen und meinen Gedankengängen, die ich während meiner Depressionen habe, die mich seit meiner Kindheit begleiten. Meine Depressionen sind, soweit sie ihre Ursache in meiner Psyche haben und nicht in äusseren Umständen wie Prügel, Alleinsein, ..., als Kind, mMn hauptsächlich Folge dieser ständigen Diskrepanz zwischen dem, wie ich mich und die Aussenwelt wahrnehme und dem, wie sie sich selbst und mich wahrnimmt, anscheinend. Ich habe als Kind immer nur gemerkt, dass ich "wieder was gesagt/gemacht habe", weil die Umwelt auf meine Äusserung anders reagiert hat, als ich darauf reagiert hätte und dann hat es bei mir nicht sehr hilfreiche Erziehungsmassnahmen gegeben, was zur Folge hatte, dass ich mich in der Aussenwelt quasi "abgestellt" habe, wie eine Maschine, weil ich damit nicht mehr klargekommen bin, dabei habe ich unglücklicherweise das Grübeln nach innen verlagert (und da gab es keine sinnvolle Antwort, solange ich die Aussenwelt nicht verstand). Kannst Du das prinzipiell nachvollziehen, oder bin ich meilenweit entfernt von Deinen Erfahrungen?

    Überbehütung ist für Menschen wie uns mMn genau das falsche, weil es uns zusätzlich daran hindert, wenigstens im Kindesalter zu lernen, was die meisten Menschen ganz intuitiv erfassen, nämlich wie "normale Menschen" miteinander (nicht überbehütende, oft unehrliche Mütter mit ihren Kindern) umgehen, zumindest erging es mir so. Ich hatte das Glück, nach meiner "Erziehung" an die Uni zu kommen, wo mehr Leute wie ich waren, ich war "normaler", zumindest in meinem Fachbereich hatte ich weniger Probleme und dort habe ich auch gute Freunde gefunden. Aber es gibt Dinge, die wir - im Gegensatz zu anderen - ganz hart lernen müssen, wie eine Fremdsprache, die andere leicht wie im Spiel begreifen, z.B. Floskeln, wo eine wahrheitsgemässe Antwort nicht erwünscht ist. So wie man auf "how do you do" mit "how do you do" antwortet. Das muss ich jedenfalls lernen und dann trainieren, trainieren, trainieren, und wenn ich nicht ganz ausgeschlafen bin, dann rutscht mir doch was "falsches" raus, aber i.d.R. funktioniert das, und wenns was falsches war, dann lach ich halt drüber, mei, kann passieren, ist noch nicht mein Tag heute :P

    Das Problem, das Du immer wieder beschreibst, ist mMn: Du kannst und willst nicht lügen, Du willst aber aus Erfahrung die Wahrheit auch nicht mehr sagen, zu sagen: "das geht dich nichts an" ist manchmal tatsächlich zu unfreundlich. Die meisten Menschen wollen aber nicht von fremden Menschen irgendwelche persönlichen Wahrheiten gesagt bekommen, die sie nicht erwarten, auch wenn das Verständnis für die andere Person sich dann leichter einstellen könnte.

    Schwierig, ich würde -trotz allem- bei der Wahrheit bleiben. So bleibe ich mit mir im Reinen und konsequent in meinem Weltbild, wenn andere sich durch meine Wahrheit vor den Kopf gestossen fühlen, dann ist das halt so, ich will niemanden verletzen, aber wenn sich jemand dadurch verletzt fühlt, dass ich keinen Vater oder Freund habe, wieso ist das dann meine "Schuld"? Ihr Bild von mir war falsch, ich habe es nur richtig gestellt, klar, das müssen sie jetzt verarbeiten. Aber alles andere ist doch Humbug, zumindest, wenn man eine Freundschaft für möglich hält, und das war doch der Fall mit Deinem Lehrling, nicht?

    Es ist mE auch nichts Verkehrtes daran, eher Einzelgänger zu sein, und eher wenige Freunde zu haben, aber sich dafür nicht verbiegen zu müssen.

    Was ich eigentlich sagen wollte: ich kann diese Gedankengänge, die du hast, seit der ersten Seite, nachvollziehen und es ist nicht ganz richtig, wenn die anderen sagen, dass es nur am Willen allein liegt. Der Wille kann viel, er kann Dich am Schopf aus dem Sumpf ziehen, er kann Dich zum Lernen wollen bringen, aber es gibt (ich denke bei jedem Menschen) eine Grenze, über die er, zumindest ich jedenfalls, nicht hinaus kann, weil er sonst nicht mehr er selbst wäre, weil er sich mit Gewalt zwingen muss. Ich glaube nicht, dass das gut ist, sich zu Parties hinzuzwingen, wenn da kein echtes Bedürfnis nach Geselligkeit dahintersteht, z.B.

    Wenn es eher so ist, dass nur die Zeit davor schlimm ist, die Party selber dann aber eigentlich immer gut ist, steckt wohl doch etwas anderes dahinter, dann würde ich mich weiter überwinden, wenn die Party aber auch nur anstrengend ist, dann würde ich das lassen, das bringt -so jedenfalls- nix ausser Verdruss, denke ich.

    Zum Beispiel: In großen Gesellschaften höre (und sehe) ich ja nicht nur das, was mein GGü. mir sagt (oder macht), sondern auch alles andere. Es kostet mich unglaublich viel Energie, alles andere zu filtern, damit ich meinem Ggü. überhaupt folgen kann. Es kostet mich ebenfalls Energie, Floskeln vom Wesentlichen zu unterscheiden, je mehr Leute, desto schlimmer, weil die sich dann unterhalten und ich bin allein mit Zuhören und Folgen völlig ausgelastet und dabei lerne ich dann auch nichts mehr von anderen, was meine anderen sozialen Defizite betrifft. Daraus folgt wohl, für mich, dass ich mich, solange ich diese Wahrnehmungsstörung nicht wegbekomme (dafür gibt es ausser Drogen mW keine Mittel), mich in großen Gesellschaften nicht wohlfühlen werde, und ich denke, es ist besser, das zu akzeptieren, anstatt zu versuchen, etwas zu erzwingen, was mir nur Stress und Schmerzen verursacht, damit ich irgendeiner Erwartung von aussen gerecht werde. Aber ich treffe mich schon mit Leuten, wenns insgesamt 5 Leuts nicht übersteigt (die bzw. ihre Kommunikationsmuster muss dann aber alle kennen), kann ich das noch verarbeiten, alles darüber ist fast unmöglich für mich, verarbeitungstechnisch. Neue Leute kennenlernen geht bei mir nur, wenn eine 1:1 oder höchstens 2:1 Unterhaltung möglich ist, sonst überfordert mich das und ich kann dem GGü. und mir nicht mehr gerecht werden. Ich weiß nicht, wie andere Leute das schaffen, ausser, indem sie Sachen ignorieren, und das kann ich eben nicht so einfach.

    Deine Grenze liegt vielleicht woanders, auch ok

    An vielem anderen kann ich aber arbeiten, und dann wird es auch besser. Mir haben Fremdsprachen und Reisen sehr geholfen, ich kann das nur empfehlen, Du bist ja sprachlich begabt, vielleicht ist das auch ein Weg für Dich? Ich reise auch gerne in Länder, wo ich die Sprache nicht spreche und die Kultur nicht kenne, und mich erstmal neu orientieren muss. Ich weiß nicht, wieso, aber mir macht es den sonst übervollen Kopf frei, vielleicht, weil es wirklich ganz neu ist und jedes bisschen Energie, die ich dafür aufwende es auch wert ist, das ist ja im Alltag oft nicht der Fall.

    Also, falls es sich bei Dir tatsächlich um eine Autismusstörung handelt, der Tipp:

    Finde die Grenzen bei Dir und in der Umwelt, die Du zwingend akzeptieren musst und arbeite erstmal an den Sachen, wo Du am ehesten denkst, dass Du weiterkommst, dafür gibt es sicherlich auch kompetente Fachleute heutzutage. Deine Stärken und Defizite kennst Du, die der anderen auch, jetzt muss das eben irgendwie zusammenkommen und da dein Bild starr ist, kannst Du nur versuchen, die wesentlich flexiblere Wahrnehmung der anderen zu unterstützen. Die Bilder werden aber nie oder sehr selten deckungsgleich, das muss ich akzeptieren. Ich beschäftige mich seit kurzer Zeit mit gewaltfreier Kommunikation, weil es meiner Art zu kommunizieren am ähnlichsten ist und angeblich helfen soll, zwischenmenschliche Distanz zu überwinden. Und je mehr positive Erfahrungen sich dabei sammeln, desto leichter wird es dann, weiterzumachen, es lohnt sich nämlich
    Geändert von Tabris (12.01.2017 um 18:19 Uhr) Grund: Grammatik und Tippfehler

  7. #63
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.11.2014
    Beiträge
    19
    Danke
    0
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Channah Beitrag anzeigen
    Ich meinte eigentlich einen richtigen Test beim Psychiologen. ;-)

    Falls ich es überlesen habe: Bist du in Therapie?
    Eine Therapeuten h ich derzeit, werde vielleicht das Thema beim nächsten Termin ansprechen (wenn ich ausnahmsweise nicht wie üblich mich mal wieder nicht traue) d allerdings noch ein Weile

  8. #64
    Neuling
    Registriert seit
    09.01.2017
    Ort
    Schwarzwald
    Beiträge
    15
    Danke
    30
    6 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Nun muss ich alles noch mal schreiben. maris ich wollte deinen letzten Satz bei mir einfügen...plups geschriebenes alles weg.
    Also nochmal.

    maris das was du geschrieben hast, habe ich heute beim Arzt in einer Fachzeitschrift im ähnlichen Stil gelesen.
    Dort stand wie wichtig es ist wenn man jemanden oder sich selber helfen will, sollte der erste Schritt ,,gesunder Egoismus'' sein.
    Habe ich zuerst nicht so richtig begriffen, Egoismus....ich mag keine Egoisten. Wollte schon nicht mehr weiterlesen ... Egoisten ...braucht kein Mensch,
    Irrtum bemerkte ich beim weiterlesen ( weiß selber nicht warum ich weiter las ).
    Es gibt Egoisten die wirklich keiner braucht. Sah ich auch immer so. Was ich nicht wusste ist, das jeder Mensch ein gewisses Maß an Egoismus braucht.
    Dieser Egoismus bedeutet. Sich selber wahr zu nehmen, und nicht sich so zu sehen wie es der Kopf sagt. Denn dann wird man sich ewig schlecht fühlen.
    Unser Gehirn nimmt die negative Einstellung auf und verwandelt vieles in negatives um.
    Ja das muss man erst mal verstehen lernen.

    Deine wenigen Zeilen besagen genau das was ich in einem langen Artikel heute gelesen habe ( viele Erklärungen ).

    Ich muss damit aber auch erst mal klar kommen, bin total neben der Spur gerade.
    Doch beim Nachdenken ist es schon richtig, wir beschäftigen uns immer mit allem Negativen was wir kriegen können.
    Und richtig ist auch...unser Gehirn speichert das alles ( ist oft ja eine riesige Menge ). Und wandelt deshalb vieles ins negative um.
    Ändern kann man es aber nur selber...mit gesundem Egoismus.
    Sprich das tun was du geschrieben hast zB hüpfen.
    Wer es ausprobieren möchte, sollte sich aber sagen... An meiner Vergangenheit kann ich nichts mehr ändern, aber sie gehört
    trotzdem zu mir. Und das wird mir helfen meine Zukunft selber in die Hand zu nehmen. Und ich werde als erstes neu lernen
    mich wahr zu nehmen, mich zu spüren zu begreifen ich bin ich und das ist richtig so.
    Und dann muss man genau das tun. Und es ist ja auch gar nicht schwer und, nichts was einem Angst machen muss.
    Ein Spaziergang im Park oder Wald oder irgendwo. ( nicht im groben Straßenverkehr ).
    Wie fühlt es sich an wenn ich über Waldboden gehe?
    Augen schließen einen Baum berühren...Was fühle - Empfinde ich dabei ?
    Auf einen Fluß - Bach schauen , dabei das Wasser beobachten und oder Enten usw. Was fühle ich ?

    Es ist einen Versuch bestimmt wert!!!

    Nochmals Danke für deinen Beitrag maris

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Magylene für den sinnvollen Beitrag:

    maris (12.01.2017)

Seite 8 von 9 ErsteErste ... 456789 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Bin ich ein hoffnungsloser Fall?
    Von Meskalina im Forum Depression
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 14.09.2015, 08:29
  2. hoffnungsloser Fall sagt hallo
    Von Miamara im Forum Neu bei Psychologieforum.de?
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 23.07.2014, 23:25
  3. Meine Eltern haben sich getrennt, seit dem bin ich komplett anders.
    Von whatever. im Forum Scheidung / Trennung
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 23.06.2014, 03:09
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.01.2013, 17:31
  5. Mein Fall...
    Von Ratsuchend im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 19.08.2011, 16:24

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •