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Thema: Ich bin doch komplett anders - ein hoffnungsloser Fall?!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich bin doch komplett anders - ein hoffnungsloser Fall?!

    Tag!

    Ich bin jetzt 27 Jahre alt, männlich (mehr oder weniger), wohne bei meinen Eltern noch mit auf einem Bauernhof in einem wirklich winzigen Dorf, etwas abseits vom Weltgeschehen hier. Seit ca sieben Jahren bin ich auch Berufstätig mit ordentlichem Einkommen was logischerweise ja reicht da ja "Hotel Mama" angesagt ist, kann mir daher auch ein recht teures und Zeitaufwändiges Hobby leisten was mich zum Glück noch am Leben hält und vom Alltagstrott ablenkt.
    Mein Problem ist glaube ich sehr vielschichtig, mir mangelt es stark an Selbstsicherheit/Selbstwertgefühl, bin total unsicher wenn ich in Kontakt mit anderen Menschen trette. Ich gehöre so zu der Sorte Mensch die an der Kasse steht und der andern anwesenden Leute wegen schon unter Streß steht - einfach so - um mal ein Beispiel zu nennen. Bin extrem schüchtern, um nicht zu sagen Menschenscheu. Wie es bei den meisten jungen Leuten so ist dass sie von zu Hause raus wollen, auf Partys gehen am Wochenende, auf Konzerte gehen, Urlaub machen, den Mädels hinterherlaufen und einfach mit Freunden abhängen - das gabs und gibts bei mir nie. Freunde hatte ich in der Kindheit, aber als die dann ein normales Leben als Jugendliche weiterführten und sich auslebten trennten sich unsere Wege - jetzt bin ich völlig allein und einsam. So langsam merke ich auch wie mir die Zeit davon rennt, das demotiviert mich noch viel mehr da ich die Gewissheit habe das verpasste Leben nie mehr aufholen zu können.

    Soziale Phobie nennt man glaube ich das was ich habe, so habe ich das mal ergoogelt, dazu passt ja dass ich extrem zurückgezogen lebe. Kann mich auch irren. Da ja meine Mutter so überfürsorglich ist bin ich nicht mal gezwungen regelmässig den Einkauf oder ähnliches zu erledigen, also kann ich mich schön im Sessel zurücklehnen und muss nicht raus zu den "bösen Menschen". Ein selbstständiges Leben führen sieht für mich anderst aus als es momentan bei mir der Fall ist und das geht mir gewaltig auf den Keks. Dafür gebe ich meinen Eltern die Schuld. Die sind beide schon relativ alt, sozusagen Spätzünder, jetzt um die 70 Jahre alt. Entsprechend altmodische Ansichten haben sie, engstirnig eben. Das hat sich bei der Erziehung wohl stark auf mich übertragen, meine Weltanschauung ist auch nicht sonderlich modern, ich wünschte das wäre anders. Mein Vater war ja nie so der Erzieher in der Familie, der hat halt gearbeitet und einem den ***** mal versohlt wenn die Schulnoten nicht nach seinem Geschmack waren. Dafür war meine Mutter eben genau das Gegenteil. Die hat mich immer irgendwie vor den Mühen des Alltags ferngehalten, wenn ich in der Schule gemobbt wurde oder es um ganz banalen Dinge sich handelte wie Einkaufen wurde ich immer so behandelt dass die Last von mir genommen wurde.
    Einzig dass ich täglich auf Arbeit bin bringt mich dazu Kontakt zu anderen zu haben. Meine Arbeitskollegen sind fast alle super drauf, fühle mich da also wirklich sehr wohl. Nach diesen ganzen Arbeitsjahren ist mein Arbeitsplatz ja auch eine Wohlfühlzone geworden wo ich schon mal aus mir raus komme und auf den Tisch haue wenn mir was nicht passt, da kommt wohl mein Temperament zum Vorschein das ich von meinem Vater habe.
    Von meiner Mutter dagegen habe ich wohl das Nervenschwache, die Hippeligkeit und das sehr emotionale Empfinden. Für mich ist das eines meiner Hauptübel, damit kommt man im Leben einfach nicht zurecht, es steht einem nur im Weg.
    Tag für Tag sehe ich mit an wie alle andern "normalen" Menschen ihr leben meistern, da ist es gar kein Thema sich ins Flugzeu zu hocken, einen Arzttermin auszumachen, Auto kaufen, Kino gehen, eben alles was Menschen machen. Für mich sind das Dinge die mir schon Schwierigkeiten bereiten, ich weiß wie total daneben und lächerlich das klingt, ich selbst empfinde das ja auch so. Aber ich kenne das nicht anders, sobald ich auf jemanden zugehen muss geht mir die Muffe, ich stehe extrem unter Streß.
    Ich bin nicht sonderlich attraktiv, um nicht zu sagen hässlich, so empfinde ich mich auch. Ja ich weiß die inneren Werte zählen. Wenn ich viele anderen Menschen sehe die auch keinen Schönheitspreis gewinne und die ihr Leben meistern, sehr beliebt und aufgeschlossen sind, hübsche Freundin/Freund haben dann sagt mir das dass es eben auch so ist - Aussehen ist nicht alles. Aber mich zieht es trotzdem runter, ich schäme mich dafür rauszugehen. Ich empfinde mich selbst wirklich als einen unangenehmen Menschen mit meiner komischen Körperhaltung, das eigenartige Aussehen, wie ich mich bewege und dann noch meine Weltanschauung. Das macht es mir schwer mich selbst zu akzeptieren, wie kann ich da erwarten dass Andere mich mögen?!
    Irgendwie habe ich die ganze Zeit versucht mich damit abzufinden dass ich eben anders bin, ein Sonderling, jemand der halt alleine sein Ding durchzieht während andere in der Gesellschaft ihren Spaß haben. Aber nun vor einigen Wochen hat sich das bei mir geändert, es ist eine junge hübsche Frau in mein Leben getretten - oder auch nicht - wie man's nimmt. Eine Arbeitskollegin mit der ich zum ersten mal richtig in Kontakt getretten bin, gefallen hat sie mir schon die ganze Zeit, aber wie das so ist bei mir konnte ich nie auf sie zugehen. Für die Kollegen ist das ja normal "die Neue" anzuquatschen, Handy nummer tauschen. Ich dagegen lauf blöd rum und sah sie nur von weitem. Also sie am Feierabend heimlief sah ich sie, dachte so "da solltest anhalten und fragen ob du sie mitnehmen kannst". Ich bin natürlich dran vorbeigefahren und habs in dem Moment bereut. Die Woche drauf sah ich sie wieder, diesemal konnte ich mich überwinden und hielt an, man wechselte ein paar Worte während der Fahrt und um mich war's geschehen. Ich denke das nennt man "unglücklich verliebt sein" was ich seit dem durchmache, sowas hört oder liest man ja als, kannte das bisher noch nicht. Aber jetzt ist es so, ich weiß jetzt wie es ist verliebt zu sein. Eigentlich total bescheurt von liebe zu reden, ich kenne sie ja nicht mal. Ich war zu dem Zeitpunkt in einer gewissen Euphorie, hatte insgeheim die Hoffnung vielleicht eine Chance bei ihr zu haben.
    Alljährlich treffen sich alle Mitarbeiter zwei bis dreimal zu einer kleinen Veranstaltung privat, eingeladen und bezahlt vom Chef. Ich hielt mich die ganzen Jahre natürlich davon fern, mir ist das unangenehm. Man muss sich ordentlich anziehen, etwas aus sich machen. Ich mit einfacher Hose und T-Shirt komme mir da völlig unangebracht immer vor. Man sitzt da dann mit den ganzen Leuten, Smalltalk ist angesagt, Feierlaune - für mich der Horror - also bleibe ich fern. Ist natürlich immer unangenehm wenn man den Kollegen sagt "nö ich komm nicht, hab keine Lust."
    Jetzt da ich "verliebt" bin dachte ich mir ich geh diesmal hin zu der Feier, vielleicht komm ich ja ins Gespräch mit meinem Schwarm, und wenn nicht egal ich will jetzt an mir arbeiten, raus unter Leute. Endlich das machen was alle machen, eben am Gesellschaftsleben teilnehmen, das Firmentreffen ist da der erste Schritt auf einem neuen Weg. Nur die Ernüchterung kam natürlich, ich spürte nur all zu sehr dass sie null interesse zu haben scheint, war mir natürlich vorher klar. Aber jetzt fühlte ich es auch, und es war niederschmetternd. Ich wusste wieder was für ein Loser für den ich mich immer gehalten habe ich bin. Zum Glück muss ich sie so gut wie nie sehen während der Arbeit da sie in einem anderen Bereich arbeitet, aber wenn doch trifft mich jedesmal dieser Schmerz des unglücklich Verliebtseins. Nun befinde ich mich in einem Zustand des traurig seins, ohne Hoffnung auf besserung. Mir ist nicht klar wie ich weiter kommen soll im Leben, so wie es jetzt ist ist es kein Dauerzustand, das weiß ich. Aber ich bin so gehemmt, ich komme nicht aus mir herraus.
    Einige Kollegen haben sich für morgen zu einem großen Event verabredet, mich haben sie natürlich eingeladen, fast angebettelt dass ich mit gehe - ich habe natürlich wiedermal abgesagt. Das ist wieder etwas was alles fremd für mich ist, müsste wieder unter vielen Leuten sein, müsste so tun als wäre ich "normal" - also purer Streß wiedermal. Ich bleibe fern, wie es mir eben beigebracht wurde.
    Ich habe einen Kollegen, der ist etliche Jahre älter als ich, er ist in den ganzen Jahren sowas wie ein Freund geworden. Er ist extrem aufgeschlossen, hat sein Leben in jungen Jahren ausgelebt wie kaum ein anderer mit viel Action. Ist extrem selbstsicher und auch attraktiv. Genau das Gegenteil von mir. Auch er aber hat so seine Probleme bewältigen müssen in sozialer hinsicht, aber andere als ich. Mit ihm kann ich aber wirklich sehr offen reden, er brachte mich dazu über mich selbst viel nachzudenken und mit ihm drüber zu reden. Man kann ihn schon fast "Betriebspsychologen" nennen da er intelligent ist und alle sehr gerne mit ihm Reden, er immer einen Rat hat. Er weiß was ich für Probleme habe, kann das aber nicht wirklich nachvollziehen. Er versucht mich aus meinem Loch schon immer rauszuholen, er war das der mich unbedingt bei den Betriebsfeiern dabei haben wollte, auch für heute hat er mich zu einer Veranstaltung eingeladen. Da habe ich auch wieder abgesagt und bin nicht stolz darauf - nein das belastet mich sogar sehr.

    [Da mir der Platz nicht reicht wird es einen Teil zwei geben im nächsten Beitrag]

  2. #2
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    [Teil zwei]

    Ich weiß ich muss an mir arbeiten und meine Mitmenschen geben mir sogar Gelegenheiten einfach mitzukommen, für mich ist das aber jedes mal ein extremer Streß, ich bin tagelang nervös und habe einfach nur Angst davor was auf mich zukommt, deswegen nehme ich nie irgendwo Teil.
    Neulich trafen wir uns in einer kleinen Gruppe nur zum Essen, da bin ich diesmal mit gegangen, es war auch eine wirklich positive Erfahrung für mich. Beim nächsten Essen gehe ich auch mit, aber für mehr kann ich mich auch nicht überwinden und wirklich vorran bringt mich die ganze Sache auch nicht. Ich meine ich sitzt hier mit fast 30 Jahren und schreibe irgend welchen wildfremden Leuten dass ich Probleme damit habe mit anderen ganz Zwanglos etwas zu unternehmen - das ist doch total daneben.

    Den Titel zu meinem Thread hier habe ich so gewählt weil ich denke es gibt keinen Menschen der so ist wie ich, egal welche Geschichten ich in diesem Forum hier lese - ich finde keinen der so daneben tickt wie ich. Ja viele haben gleiche Probleme wie ich, aber wenn ich dann lese derjenige hat Kinder, Frau, Freundin - davon bin ich meilenweit entfernt. Ich weiß nicht wie es ist eine Frau zu küssen. Sex? Was ist das?!
    Auch schaffen es die meisten sich eine professionelle Hilfe zu suchen, oder haben einen Freund/Freundin der/die ihnen hilft. Aber ich? Ich scheitere daran das Telefon zu nehmen und bei einem Therapeuten einen Termin auszumachen, da müsste ich ja wieder in Kontakt mit Menschen tretten. Ich weiß ich brauche Hilfe, aber ich schaffe das nicht, es ist ein Teufelskreis. Bin mir nicht sicher was mein größtes Problem ist, ich glaube ich bin einfach auch extrem Faul, zu Faul mich zu überwinden den ganzen Streß einzugehen der das "sich ändern" mitbringt. Also bleibe ich lieber daheim hocken und vegetiere vor mich hin und grüble endlos über mich und mein verdammtes Leben nach, denke die ganze Zeit an diese eine Kollegin und bin manchmal den Tränen nahe.
    Was mich noch so unterscheidet von anderne Menschen ist dass ich sehr abgeneigt bin gegenüber allen Drogensubstanzen, sei es Alkohol, Zigaretten oder härtere Dinge. Bier und Schnaps sind ja bekanntlich die Stimmungsmacher mit denen Menschen aus sich rausgehen - ich mag keinen Alkohol. Auch würde ich nie auf die Idee kommen mir einen Joint reinzuziehen, viele kommen so durch den Alltag. Ich dagegen will sowas nicht wäre aber irgendwie froh darüber ich würde auch am Konsum teilnehmen, das würde soviel einfacher machen.

    Letzte Woche habe ich mir sogar ein Haus mit großem Grundstück das zum Verkauf steht angesehen, das wäre ein Traum. Mein "Kumpelkollege" drängt mich schon lange daheim auszuziehen, ein eigenständigers Leben zu führen, ich hätte Platz fürs Hobby und aus mir würde endlich etwas. Das wäre wohl ein wichtiger Schritt für mich in ein neues, besseres Leben. Aber wieder Errnüchterung, wie es scheint kann ich mir das nicht leisten, außerdem scheitere ich wieder an meinen Hemmungen, da sind sie wieder nämlich, die Banalitäten des Alltags. Handwerker kontaktieren zwecks Kostenvoranschlag zur Hausrenovierung, amtliche Dinge abklären um die Kosten einzuschätzen und bei der Bank nach einem Kredit Informationen einholen, einfache Dinge die mich wieder so unter Streß setzen dass ich sie lieber bleiben lasse, daheim hocke und nichts tue außer über mich nachgrübeln. Das ist so eine Gabe die ich wohl habe, eine ausgepräge Selbtreflexion, die bringt mich dazu sobald ich mit Mitmenschen interargiere sehe ich mich selbst vor meinem geistigen Auge, komme mir blöd und unnormal vor. Das bringt mich nicht wirklich weiter im Leben, lieber wäre ich "Dumm und glücklich" um es mal böse auszurücken, so wie scheinbar alle anderen Menschen um mich herrum. Egal wie blöd die bei etwas aussehen, es ist egal, so schaffen selbst diejenigen von denen man es am wenigsten erwartet die tollsten Dinge im Leben - mir bleibt das verwehrt.

    Ich weiß nicht wirklich was ich von diesem Thread hier erwarte, ob überhaupt jemand das durchliest, versteht was ich hier getippt habe. Es hat mich jahrelange Überwindung gekostet hier mich im Forum anzumelden und so überausführlich über mich zu schreiben. Vielleicht bringt es mich ja weiter mein Geschreibsel hier, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich könnte noch ewig weiterschreiben aber irgendwann muss ja mal Ende sein.

    Servus
    Markus

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei fw139 für den sinnvollen Beitrag:


  4. #3
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    hallo fw39,

    erstmal toll dass du dich getraut hast hier zu schreiben.
    Da bewegt sich was in dir und der erste Schritt zur Veränderung ist das Reflektieren, da gehört auch dazu mit jemanden zu reden oder zu schreiben.
    Das hast du getan.

    Deine Geschichte ist garnicht so einzigartig wie du denkst. Da draußen gibt es Millionen jungen Männern denen es so geht wie dir.
    Du hast selber erkannt, das Problem fing bei deinen Eltern an. Das was du bist, ist das Resultat ihrer Erziehung aber du hast auch deinen Anteil, denn du lässt das zu. Aber das passiert ziemlich oft sogar bei Eltern, besonders wenn der Junge das einzige Kind und dann auch noch ein spätes Kind ist.
    Aber es gibt auch Männer die wehren sich gegen sowas und gehen nicht deinen jetzigen Weg.

    Dir kann Liebe zu teil werden, aber dazu musst du raus in die Welt gehen. Es wird deine Liebe nicht plötzlich vor der Tür stehen.
    Und was das Leben der anderen angeht und ihrem scheinbaren Selbstbewusstsein etc. (Scheinbar, weil die wenigsten Menschen selbstbewusst sind...)

    Ihr Auftreten, ihr Wesen haben sie nicht geschenkt bekommen. Für 90% der Menschen da draußen ist es purere Stress mit fremden und Kollegen zu interagieren und ablehnung und zurückweisung kennt jeder Mensch. Da müssen wir alle durch. Auch du!

    Dein Problem ist, dass du dich und deine Gefühle als einzigartig ansiehst. Du hast nie gelernt dich in andere hineinzuversetzen und bist nur mit deinen Bedürfnissen beschäftigt.

    geh mal raus und beobachte die anderen. Oft steckt hinter dem Lächeln der anderen und ihrem vielen Gequatsche und Getrinke einfach nur pure Angst., Selbsthass, Selbstzweifel. Besonders die mit der großen Klappe.
    Sie haben nur einen anderen Weg damit umzugehen. Dein so toller Kollege ist bestimmt nicht so Glücklich wie er tut. vielleicht geht er auch Abends nach Hause und heult sich die Augen aus oder kippt sich paar Bier hinter die Binde.
    besonders so menschen die groß auftreten nach draußen, sind Menschen die innerlich oft anders sind.

    Aber das sind so Dinge die lernst du nur wenn du raus gehst und dich mit den Menschen konfrontierst und beschäftigst. Wozu gehst du eigentlich arbeiten, wenn du bei Eltern wohnst? Nutze das Geld doch um dir ein eigenes Leben aufzubauen. Das ist doch der Sinn und Zweck von Arbeit (zumindest in unseren Gefielden, wo man nicht verhungern muss ohne arbeit...). Meine, könntest doch auch gleich zu Hause bleiben und dich von Eltern durchfüttern lassen. Aber das tust du ja nicht. Du gehst arbeiten. Du hast den ersten Schritt doch schon vor Jahren gemacht, du bist nur nie weiter gegangen.


    Du hast Angst?
    Das haben alle Menschen. Jedem Menschen fällt es schwer auf andere zu zugehen. Alle haben wir Angst vor zurückweisung.
    Da hilft nur, wenn man sich gegenseitig hilft und offen udn freundlich ist.
    Was glaubst du wie viele Menschen froh sind wenn jemand mal freundlich auf sie zu kommt?

    Kurz, alles was du schreibst über deine Ängste ist ganz normal. gehört zum Mensch sein dazu...

    pack deine Koffer und verreis mal bißl ohne Mama und Papa. Du wirst erst da raus kommen, wenn du ganz weit weg von deinen Eltern und deinen Elternhaus bist.

    Das Glück kommt dir nicht zu geflogen. Du musst auch was tun. Wie wir alle!

    ansonsten hohl dir noch psychologische Unterstützung. Loslösung von (so) Eltern ist eine sehr schwere, aber nicht unmögliche Aufgabe.

    Hör aber auf nur rum zuhängen und dich selber zu bemitleiden. Du lebst nur einmal. Du kannst dich entscheiden:
    so weiter machen, obwohl du weißt wo dass Problem liegt und was du ändern musst oder einfach oder wie die anderen von denen du redest, dein Leben selber in die Hand nehmen und gestalten.

    Nimm doch z.b. das Geld fürs Haus und bereis die Welt für ein Jahr. Es ist auch in anderen Kulturen bekannt, dass ein Mann erst zum Mann wird, wenn er von seinen Eltern(haus) getrennt wird und sich in der Welt selber beweisen musste.

    Daher kommt auch das Lied Hänschenklein. Der ist am Ende des (orginal) Liedes, nachdem er in die Welt hinaus ging nämlich, "Hans" und nicht mehr Hänschenklein.
    Das Lied ist eigentlich nur eine alte Waisheit, die erklärt wie ein Junge psychologisch erst zum Mann heranreift...



    Und dazu dass du kein Bier etc magst, dir T-shirt und Jeans genügen.. das kommt alles dadurch, dass deine Eltern dich so "verzogen" haben. Du hast nie Profil entwickeln können. Kleidung ist auch ein Ausdruck von Persönlichkeit. Eigentlich eine sehr schöne Sache um sich selber auszudrücken. Nonverbal zu vermitteln, wer man ist. Super Signale zur Partnerfindung.

    Und warum sollte die Kollegin sich zu dir Hingezogen fühlen und eine Beziehung wollen?
    Damit sie mit dir und den Kindern bei deinen Eltern aufm Sofa sitzen kann? Na dafür geht die Frau bestimmt nicht jeden Tag arbeiten. Da musst du dich im Hartz-IV Milieu nach einer Frau umsuchen.

    Erzähl mal einer Frau du hast die Welt bereist, in T-shirt und Jeans und du schießt die Skala um Meilen hoch.
    Du sitzt aber nur bei Mama und Papa rum. Wie interessant...
    Aber keiner zwingt dich dazu. Das bist am Ende DU, DU, DU, DU und nochmals DU!
    Du willst das so.
    Wenn nicht, dann ändere es!


    Hör auf dauernt "aber ich bin so" zu sagen. Was wir sind und wie wir sind, ist auch Resultat dessen was wir selber aus uns machen.
    Wir sind nicht bloße Opfer unserer Vergangenheit. Sie beeinflusst uns, aber sie bestimmt nicht unser Schicksal!

    Stell dir eine Frage:
    Welche (besondere) Aufgabe hast du im Leben? Was macht dich besonders. ''Bei-Mutti-auf'm-Sofa-sitzen'' ist keine Aufgabe oder Lebensziel und macht dich erstrecht nicht einzigartig. Letzteres scheinst du dir aber im Moment wenn auch negativ selber einzureden...

    Aber als postives Zeichen:
    Die Kollegin ist zu dir ins Auto gestiegen. Das heißt du bist kein abstoßender, angsteinflößender "Frak" vor dem die Frauen weg laufen und die Kollegen laden dich auch gerne ein. Das heißt du hast mehr als gute Chancen bloß mit Loslösung von deinen Eltern deinem Zeil näher zu kommen. Viele der Typen die noch bei Eltern wohnen sind ja dann auch total spooky und da ist dann Hopfen und Malz verloren. Es liegt also an deinem fehlenden Profil und nicht an deiner Erscheinung per se.

    Das Stichpunkt ist 'Ziel'. Um ein ziel zu erreichen, muss man etwas tun. Ein Ziel zu haben, macht das Leben erst lebenswert.
    Setzt dir jetzt ein Ziel:
    Weiterentwickeln, dich ändern,.
    Dannach und auch währendessen, aber nur dann, kommen auch die anderen Dinge wie Verliebtsein und Liebe.
    Dein Elternhaus ist das Gefängniss, dass all das von dir fernhält. Du hast alle Mittel der Welt um da raus zu kommen. Nimm dir ein einziges Jahr und verreise (Spaß und Neues) und du kannst ein ganz anderes Leben haben. Ist doch super, oder?
    Eigentlich bist du zu beneiden, so einfach wie du es gemäßen an anderen hast.

    Die Sache ist nicht, dass du nicht bist wie die anderen. Die Sache ist, du weigerst dich selber so zu werden. Das sage ich deshalb, weil so wie du alles ge- und beschrieben hast, es zeigt, dass du ganz genau weißt, was da schief läuft.
    Aber ich denke dein Impuls hier zu schreiben, ist auch ein Versuch bestätigung zu finden, was der rechte Weg ist für dich.

    Meine Sicht der Dinge hast du hiermit und ich wünsch dir alles gute und dass du nicht den Mut verlierst deinen Weg zu gehen!

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei rissa für den sinnvollen Beitrag:

    LukeHB (11.11.2014)

  6. #4
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    Markus,

    Vorbilder. Sollten real keine vorhanden sein, dann schaffe dir welche. So, wie du gern sein würdest.

  7. #5
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    Hallo, da bin ich wieder und möchte mich für die doch ausführliche Antwort bedanken auch wenn ich nicht weiß ob du (Rissa) noch mitliest bzw ein weiters mal antworten wirst. Vielleicht erbarmt sich ja doch noch jemand anderes und kann mir etwas auf die Sprünge helfen. Es hat jetzt doch tatsächlich wieder so lange gedauert bis ich mich "getraut" habe hier wieder zu schreiben, aber so ist das mit der Überwindung sich Selbst und seiner Probleme zu stellen.

    Ich denke einiges an deiner Ausführung muss ich klarstellen. Zum einen die Sache dass ich mich nicht in andere Menschen hineinversetzen kann. Meiner Meinung nach ist gerade das eine Stärke von mir dass ich eben mit anderen sehr mitfühlen kann, oft versuche nachzuvollziehen warum andere sich so zu verhalten. Könnte man schon fast als Hobby bezeichnen, ich achte darauf ob jemand lügt, ob sein Lachen echt ist oder dieser Mensch seine Unsicherheit überspielt usw. Das mache ich wohl aus dem Grund weil ich versuche daraus zu lernen, meine sozialen Defizite etwas zu bereinigen. Verstehen wie "normale" Menschen so ticken damit ich mich in diese Richtung entwickeln kann.
    Mir ist auch durchaus bewusst dass für viele Menschen soziale Kontakte immer Streß mit sich bringen.
    Mein Kollege ist übrigens drauf "spezialisiert" sich mit anderen Menschen zu befassen, er findet es unheimlich interessant und unterhaltsam seine Mitmenschen zu erforschen. Sie direkt mit der knallharten unangenehmen Wahrheit zu konfrontieren um zu sehen wie sie damit umgehen, Lügner ausfindig zu machen um nur zwei Beispiele zu nennen. Für uns beide ist das immer wieder interessanter Gesprächsstoff und ein netter Zeitvertreib.

    Dass mein Kollege so seine Probleme hat ist durchaus der Fall, das hat er mir auch schon anvertraut das ein oder andere Mal was mir auch zeigt dass er mir vertraut, gibt mir irgendwie ein gutes Gefühl da uns wohl eine gewisse Freundschaft verbindet mittlerweile.

    Ja nur was bringt mir das ganze Wissen über mich oder andere Menschen? Wenn ich weiß andere Menschen haben ihre Probleme macht das meine ja nicht besser. Im Gegenteil zeigt mir das nur die anderen kommen damit klar von Natur aus - ich aber nicht.
    Ich mache mir so sehr viele Gedanken zurzeit, mir wird immer bewusster wie Einsam ich bin und das das mein großes Problem mittlerweile ist. Nur sehe ich kaum einen Ausweg aus meiner Situation, ich komme mir so hilflos vor. Es gibt Lichtblicke - ja, endlich gehe ich zum Beispiel mit den Kollegen mit wenn man sich privat Trifft zum Essen. Läuft soweit auch super, fühle mich mehr oder weniger wohl dabei bzw bin froh etwas Anschluss zu haben. Nur bekomme ich da auch immer über die Geschichten der Anderen mit was ich alles verpasst habe in meinem Leben, was ich alles nicht habe. Da kommen die ganzen Erzählungen was man als Jugendlicher getrieben hat mit seinen Kumpels, die Saufgeschichten vom Wochenende, Frauengeschichten, Urlaube und was sonst noch alles. Ich hocke da lache mit aber innerlich kommt dann in mir das bedrückende Gefühl auf dass ich das alles nie hatte, habe so ziemlich mein ganzes Leben bisher nicht gelebt, habe nichts zu erzählen. Die Gedanken daran bringen mich schon fast in Panik manchmal weil ich die wichtigste Zeit im Leben eines Menschen verdeudet habe und das nicht mehr nachholen kann. Wie soll ich so jemals Anschluss an die Gesellschaft finden, wie soll ich nur annähernd ein normales Leben irgendwann führen können? Da macht sich absolute Hoffnungslosigkeit breit bei mir und das entmutigt mich dann wiederrum mein Leben in die Hand zu nehmen. Ein klassischer Teufelskreis.

    Zu den Vorschlägen dass ich verreisen soll: Das ist wohl nicht das richtige für mich, ich meine ich habe schon Probleme mich für alltägliche Organisationen zu überwinden da werde ich nicht mit klar kommen eine Weltreise zu machen Habe auch gar kein Verlangen danach mal ganz von meiner Alltagsplanung abzusehen die es mir unmöglich macht länger von daheim wegzusein.

    Tja und die Sache mit dieser einen Kollegin streßt mich unheimlich. Ich wünschte ich würde sie aus meinem Kopf bekommen. Sie scheint ein besonderer Mensch zu sein, ob in positiver oder negativer Hinsicht. Offensichtlich ist die Dame extrem schüchtern, noch schüchterner als ich das von mir kenne. Das ist wohl auch der Grund warum ich mich zu ihr hingezogen fühle da ich denke ich kann ihre Situation ein Stück weit nachvollziehen weil sie vermutlich auch starke Probleme hat im Kontakt mit anderen Menschen. Sie wartet bestimmt nur darauf angesprochen zu werden. Deshalb hatte ich auch mal den Entschluss gefasst einfach bei passender Gelegenheit zu ihr hinzugehen und mit ihr etwas zu quatschen. Hätte ihr sicher ein gutes Gefühl gegeben wenn jemand an ihr interesse Zeigt, die Kollegen meiden sie ja teilweise da es echt schwer ist mir ihr ein Gespräch zu führen und sie sich dessen sicher bewusst ist. Ich weiß wie das ist wenn Leute einen harmlosen Smalltalk mit einem Anfangen wollen man aber nicht dazu fähig ist diesen zu führen und man dann wieder alleine dahockt, vielleicht hätte ich ihr so etwas helfen könne. Überwinden konnte ich mich aber nicht und jetzt da ich dies Phase überwunden habe kommt es mir geradezu lächerlich vor das was ich da vorhatte.
    Kann auch sein dass ich mich irre und meine Kollegin wirklich keinen Bock darauf hat mit andern zu reden und sie wirlich einfach nur "komisch" ist so wie sie von meinem Kumpel beschrieben wurde. Spielt aber auch keine Rolle, sie anzusprechen werde ich nie schaffen, eine Chance habe ich bei ihr sowieso nicht, da mache ich mir nichts vor. Nur die Hoffnung ist das was mich verdammt nochmal immer begleitet, immerzu muss ich an sie denken.

    @maris Das mit den Vorbildern ist so eine Sache. Vorbild ist ja im Prinzip so ziemlich jeder Mensch der "draußen rumläuft" für mich. Ich würde eigentlich mit irgend jemandem tauschen wenn ich könnte, Hauptsache ich wäre ein anderer. Ein echtes Idol würde mir auch nicht helfen, im Gegenteil würde mir das nur eintrichtern wie ich niemals sein könnte ergo wäre das nur eine Entmutigung für mich. Klingt wohl tragisch - ist es auch.


    Wollte mich eigentlich im ganzen mit der Antwort kurz fassen, aber wenn man schonmal dabei ist schreibt man sich seine Gedanken von der Seele, obs hilft oder nicht.

    Servus
    Markus

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei fw139 für den sinnvollen Beitrag:

    Rainerjg (30.05.2015)

  9. #6
    Verleger Avatar von mops
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    Zitat Zitat von rissa Beitrag anzeigen
    hallo fw39,
    Deine Geschichte ist garnicht so einzigartig wie du denkst. Da draußen gibt es Millionen jungen Männern denen es so geht wie dir.
    Du hast selber erkannt, das Problem fing bei deinen Eltern an. Das was du bist, ist das Resultat ihrer Erziehung aber du hast auch deinen Anteil, denn du lässt das zu. Aber das passiert ziemlich oft sogar bei Eltern, besonders wenn der Junge das einzige Kind und dann auch noch ein spätes Kind ist.
    Aber es gibt auch Männer die wehren sich gegen sowas und gehen nicht deinen jetzigen Weg.
    Was rissa schreibt ist richtig. Als Kind haben dich deine Eltern auf den Topf gesetzt. Irgendwann hast du angefangen dich alleine auf den Topf zu setzen. so hast du vieles alleine Gelernt. Auch in der Schule im Umgang mit den Klassenkameraden hast du vieles alleine gelernt.

    In der Erziehung in der Pubertät haben sie dir immer widersprochen, dagegen geredet. Dadurch hast vieles aus deiner Selbstständigkeit verlernt. Irgendwie bist du aus aus der Selbständigkeit gekommen. Du bist auf deine Eltern angewiesen. Du sollst ja mal den Bauernhof übernehmen. Du sollst ihre Ziele verwirklichen.

    Besonders in der Pubertät hast du dir eigene Lebenserfahrunge angeeignet. Durch die Erziehung hast du sie wieder verloren.

    "Ich bin älter als du! Ich habe mehr Lebenserfahrung als du! Ich bin vollkommener als du!" der Gedanke bei der Erziehung deiner Eltern.
    "Kein Mensch ist vollkommen!" Der Vergleich, volkommener zu sein. "über andere zu entscheiden"


    mir mangelt es stark an Selbstsicherheit/Selbstwertgefühl, bin total unsicher wenn ich in Kontakt mit anderen Menschen trette.
    Der Vergleich, deine Eltern spielen die führende Rolle
    "über sich entscheiden zu lassen" Entscheidungen deinen Eltern zu überlassen.

    Minderwertigkeistgefühl / Selbstwertgefühl


    gruß mops

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei mops für den sinnvollen Beitrag:

    Arya Stark (07.06.2015)

  11. #7
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    Dein ganzes Denkmuster steckt voller "ich kann nicht".
    Dabei ist das völliger Unsinn. Du tust es nur nicht.

    All Deine Gedanken werden zu nichts führen, weil Du so verbohrt darauf bist, anders zu sein, dass Du Deine Chancen gar nicht siehst.

    Fachliche Hilfe wäre sicher gut. Aber auch dafür musst Du Dich bewegen.
    Klar fühlt man sich da vielleicht erstmal blöd bei und unwohl. Aber ist das ein Grund, es nicht zu tun?

    Du bist Dir selber Dein größter Feind, was sehr schade ist! Du schreibst gut und klar, scheinst was in der Birne zu haben.
    Nutz es.

    UNd hör auf zu jammern a la "eine Chanc hab ich eh nicht bei ihr"... das ist nur der klassische Selbstschutz davor, dass es stimmen könnte.
    DU weißt es nicht ob Du das hättest aber versuchst es lieber nicht, statt eine klare Ansage zu bekommen.
    "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren."

    Also Hintern hoch und TUN. Und sei es wenigstens beim Fachmann anrufen.

  12. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Tigre für den sinnvollen Beitrag:

    Chuckline Norris (14.02.2015)

  13. #8
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    Ich weiß nicht wirklich was ich von diesem Thread hier erwarte, ob überhaupt jemand das durchliest, versteht was ich hier getippt habe. Es hat mich jahrelange Überwindung gekostet hier mich im Forum anzumelden und so überausführlich über mich zu schreiben. Vielleicht bringt es mich ja weiter mein Geschreibsel hier, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich könnte noch ewig weiterschreiben aber irgendwann muss ja mal Ende sein.
    Hallo Markus,

    Du hast Dich hier angemeldet. Das war mit Angst und Unsicherheit verbunden. Nun hast Du es geschafft - wie geht es Dir dabei?

    Angst und Unsicherheit scheint Dein täglicher Begleiter zu sein. Gleichzeitig ist da die Hoffnung - Du ahnst, dass es durchaus Wege gibt, zu erhalten, was Du brauchst - (Selbst)Sicherheit, (Selbst)Vertrauen....

    Vor allem fremde Menschen und unbekannte Situation lösen Angst und Unsicherheit bei Dir aus.
    Du kannst Dich noch nicht so annehmen, wie Du aussiehst - Dich bewegst, Körperhaltung und wie Du denkst (Selbst-/Menschen-/Weltbild). Die Welt scheint (bis auf Ausnahmen) eine Bedrohung für dich darzustellen - ein Ort der Ungewissheit und Gefahr. Und Du siehst Dich noch als jemanden, der dem nicht gewachsen ist.

    In der Arbeit gibt es ein Ordnung und Struktur, die Dir bekannt ist - Menschen, die Du kennst. Das bedeutet, nicht zuletzt, wegen des väterlichen Kollegens, Sicherheit. Dies ist für Dich ein Ort (save place), an dem Du die Sicherheit, Zuwendung, Wertschätzung erlebst - an der es Dir oftmals mangelt. Dort erlebst Du Dich als dazugehörig, gleichwertig (?).

    Jetzt ist da eine neue Kollegin, die eine Tür angestubst hat, hinter der etwas liegt, wonach Du Dich sehnst.
    Du möchtest wissen, dass auch Du wertvoll bist, möchtest mit einer Frau zusammensein, ihr körperlich nahe sein - Nähe, Geborgenheit, Liebe.

    Du brauchst und möchtest insgesamt so viele Dinge - Kino, 'was essen gehen (Freizeitgestaltung) - brauchst Leichtigkeit, Spaß, Lebensfreude - und weißt nicht, wie Du das hinbekommen kannst.

    Psychologische Unterstützung aufzusuchen scheint Dir ebenfalls noch eine unüberwindbare Hürde zu sein.
    Dazu "müsstest" Du ja den Hörer in die Hand nehmen....
    Das alles bedeutet Kraftaufwand - und Dir fehlt noch die Motivation, um diese Energie da reinfließen zu lassen, ja?

    Wie wäre es, wenn Du Dir bewusst machst, was Du alles erfahren kannst - erleben wirst, wenn Du psychologische Unterstützung in Anspruch nimmst?

    Welche Schätze Du entdecken könntest..Dich - Deinen Wert...

    > Autonomie, Zugehörigkeit, Vertrauen, Geborgenheit, Lebensfreude.

    Du kannst auch erst einmal (?) schriftlich psychologische Unterstützung annehmen. Entsprechende Adressen, kannst Du ergooglen - oder bitte jemanden, Dich dabei zu unterstützen.

    Ein praktischer Tipp, zu Körperhaltung: Du kannst Dich vor einen Ganzkörperspiegel stellen und verschiedene Haltungen ausprobieren - beobachte dabei auch, ob/wie sich dadurch Deine Stimmung/Gefühle ändert/ändern; ob Du eine Wechselwirkung beobachten, erleben kannst.

    Das selbe kannst Du auch mimisch und stimmlich ausprobieren > wütend, lächeln, lachen, trauriges Gesicht - ärgerliche, Stimme, traurige Stimme, fröhliche Stimme,....

    Habe ich Dich weitgehend so verstanden, wie Du es meinst?

    Wie geht es Dir mit den Anregungen?
    Geändert von Jala_ alias tonie, lady lux, moehin, italienerin, Penner, Püppsie, chanelle, Werwolf, halbes Hähnche (14.02.2015 um 12:55 Uhr)

  14. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Jala_ alias tonie, lady lux, moehin, italienerin, Penner, Püppsie, chanelle, Werwolf, halbes Hähnche für den sinnvollen Beitrag:


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