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Thema: Ich bin ein Nekromant

  1. #1
    Neuling Avatar von Mendoza
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    Standard Ich bin ein Nekromant

    Eigentlich ist es ganz leicht, die Menschen mit den Verstorbenen wieder zusammenzuführen.
    Man braucht nur ein Lied, das die Seelen der beiden berührt.
    Dann sollte man sich ein Foto des Verstorbenen anschauen.
    Man schließt die Augen und stellt sich vor, wie der Verstorbene aus dem Dunkel heraustritt.

    Natürlich funktioniert das auch bei bösen Geistern, damit sie sichtbar werden und man sich ihrer entledigen kann.
    Dafür bedarf es nicht einmal ein Foto oder Musik, da sie immer anwesend sind.
    Allerdings kann das sehr gefährlich werden.

    Ich erinnere mich an einen verurteilten Verbrecher, der seinen Gang ins lebenslange Gefängnis antrat.
    Auf dem Weg dorthin sah ich, dass er von einem bösen Geist besessen war, was selten vorkam, hielten sich diese für gewöhnlich doch im Hintergrund auf und wirkten von dort schädlich auf die menschliche Psyche.
    Ich trat also an ihn heran und wollte den Geist aus ihm herauslocken.
    Dieser geriet dabei so in Panik, dass er den Körper des Verurteilten in Fetzen riss.
    Dann metzelte er alle Umstehenden Nieder, Wachpersonal, Reporter, Gaffer.
    Sie wurden in die Luft gezogen und wie blutige Lumpenpuppen zerrissen.
    Ich blieb jedoch verschont.
    Die Tatsache, dass ein solch gewalttätiges Wesen einen Bogen um mich macht, entfacht die Furcht vor mir selbst.

    Und ich wache auf...

  2. #2
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    Wörtlich übersetzt bedeutet „Nekrophilie“ „Liebe zum Toten“ (so wie „Biophilie“ „Liebe zum Lebendigen“ oder „Liebe zum Leben“ bedeutet). Der Begriff bezeichnet gewöhnlich eine sexuelle Perversion, nämlich den Wunsch, den toten Körper (einer Frau) zum Geschlechtsverkehr zu besitzen, oder den krankhaften Wunsch, sich in der Nähe eines Leichnams aufzuhalten. ― (1964a: Die Seele des Menschen. Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen, in: Erich-Fromm-Gesamtausgabe (GA) Band II, S. 180f.)

    Die Nekrophilie kann man im charakterologischen Sinn definieren als das leidenschaftliche Angezogenwerden von allem, was tot, vermodert, verwest und krank ist; sie ist die Leidenschaft, das, was lebendig ist, in etwas Unlebendiges umzuwandeln; zu zerstören um der Zerstörung willen; das ausschließliche Interesse an allem, was rein mechanisch ist. Es ist die Leidenschaft, lebendige Zusammenhinge mit Gewalt entzweizureißen. ― (1973a: Anatomie der menschlichen Destruktivität, in: Erich-Fromm-Gesamtausgabe (GA) Band VII, S. 301.)

    Jeder Mensch ist auch fähig, sich vom Toten anziehen zu lassen, wenn es ihm nicht gelingt, seine primäre Möglichkeit zur Entwicklung zu bringen, nämlich sich auf das Leben zu beziehen als etwas, das ihn interessiert und ihm Freude macht, und wenn er seine Kräfte der Vernunft und Liebe nicht entwickeln kann. Gelingt ihm dies nicht, dann neigt der Mensch dazu, eine andere Weise des Bezogenseins zu entwickeln: das Leben zu zerstören. Auch im Zerstören transzendiert er das Leben. Der Mensch kann das Leben transzendieren, indem er neues Leben schafft oder indem er Leben zerstört. ― (1991f [1961]: Zum Verständnis von seelischer Gesundheit, in: Erich-Fromm-Gesamtausgabe (GA) Band XII, S. 159.)


    jeder mensch hat impulse zum toten und zum Lebendigen, die Frage ist welche Orientierung bei uns am meisten ausgesprägt ist, also wie stark der jeweilige Grad der einen oder der anderen Orientierung ist!

  3. #3
    Neuling Avatar von Deus Ex
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    Nekromanten aka Totenbeschwörer gibt es nur in Spielen. Nekrophile sind dagegen real, aber da wäre der Trauminhalt sicher anders gewesen.

  4. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Deus Ex für den sinnvollen Beitrag:

    Ibwh1968 (11.01.2017),Mendoza (12.01.2017)

  5. #4
    Neuling
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    jeder mensch hat impulse zum toten und zum Lebendigen, die Frage ist welche Orientierung bei uns am meisten ausgesprägt ist, also wie stark der jeweilige Grad der einen oder der anderen Orientierung ist!
    Nekromant = spätlateinisch necromantius < griechisch nekrómantis
    Das Wort Nekromantie leitet sich ab vom altgriech. nekros (Leiche) und von mantis (Weissager).
    Mit Nekrophilie hatte der Traum nichts zu tun.
    Da war keine Anziehung zu Leichen oder sonstigem.

    Totenbeschwörer trifft es da schon wesentlich eher.

  6. #5
    Roman Verfasser Avatar von Ibwh1968
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    Hab mal einen Nekromantie gespielt, war cool

    sorry Off-Topic

    @Mendoza
    Hast du eine Erklärung für diesen Traum?
    Gefühle sind nur Gefühle.
    Gefühle entstehen und vergehen,
    sie sind veränderbar und sie
    machen sich wichtig.

  7. #6
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    Zitat Zitat von Deus Ex Beitrag anzeigen
    Nekromanten aka Totenbeschwörer gibt es nur in Spielen. Nekrophile sind dagegen real, aber da wäre der Trauminhalt sicher anders gewesen.
    Ich wollts nicht husten!

    Hast du öfter so 'lebhafte' Träume?

  8. #7
    Neuling
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    Hast du eine Erklärung für diesen Traum?
    Nein, absolut nicht.
    Außer - es war in einer Zeit, in der viele Verwandte von mir gestorben sind.
    Das ist der einzige Anhaltspunkt.

    Hast du öfter so 'lebhafte' Träume?
    Ja, und ich führe auch Traumtagebücher.
    Irgendwie träume ich gern, auch wenn es manchmal Alpträume sind.

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