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Thema: ich bin total überfordert! Wie soll das je alles wieder gut werden?

  1. #1
    Neuling
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    Standard ich bin total überfordert! Wie soll das je alles wieder gut werden?

    Hallo!

    Ich bin ganz neu hier. Irgendwie muss alles mal raus. ICh weiß nicht, ob das hier in der richtigen Rubrik steht, denke aber, dass Ängste viele meiner Probleme begünstigen und aufrecht erhalten.

    Zuerst einmal: Ich möchte wirklich an mir arbeiten! Ich möchte mich von diesen ganzen Lasten befreien, meine Probleme sind wie ein tonnerschweer Klotz am Bein, sie behindern mich in dem was ich mir für mein Leben wünsche und vorstelle. Ich weiß, Probleme wird es immer geben. Ich möchte nur einfach anders mit ihnen umgehen können.

    Ich erhoffe mir hier eine Einschätzung und auch Ratschläge, so klein sie auch sind, von anderen. Oder aber dass mir mal der Kopf gewaschen wird?? Wo kann ich beginnen, wie kann ich beginnen?

    Ich versuch wirklich, mich kurz zu fassen, fürchte aber, dass es trotzdem ziemlich langwerden wird.


    Erstmal ein paar Fakten:

    Ich bin jetzt 27 jahre und hab vor 4 1/2 Jahren nach vorheriger Ausbildung angefangen zu studieren: Geschichte/Germanistik, eigentlich ziemlich cool.
    Ich habe eine 2 richtig gute Freundinnen, einen besten Freund, ein paar weitere Freunde, auf die ich mich wirklich verlassen kann. Ich kann mich in der Hinsicht wirklich wahnsinnig glücklich schätzen und das weiß ich auch. Zu meinen Familie habe ich ein ganz gutes Verhältnis, wenn auch gerade die Beziehung zu meiner Mutter nicht ohne Schwierigkeiten ist.

    Im Dezmeber habe ich nach fast 2 Jahren mehr oder weniger freiwilig meine Verhaltenstherapie abgeschlossen.

    Meine Probleme begannen, denk ich, mit der Pubertät. Ich war ein moppeliges, später dann dickes Kind, seit meinem 8/10 (?) Lebensjahr auf Diät, FDH; Kohlsuppe, WeightWatchers, Ernährungsberaterin.. mit 14 war ich in einer 6-wöchigen Abnehmkur, ich hab 12 Kilo angenommen. Wenige Monate später wurde ich operiert, war 3 Monate aus der Schule, 5 Monate auf Krücken. Und danach ging es den Berg runter.. Meine bis dahin total innigen Freudschaften zerbrachen,ich war nur noch allein, ich nahm in einem halben Jahr 20 Kilo zu, ich war ganz einfach todtraurig..
    Ich lernte meine heutige beste Freundin kennen, das Leben wurde wieder schöner... Dann hat das Abi viele, viele Veränderungen mit sich gebracht, die mich total aus der Bahn gebracht haben. Nach außen hin habe ich gut funktioniert, aber beinahe jeden Abend bin ich verkrochen in meinem Bett zusammengebrochen. Was habe ich geweint, weil ich mich so einsam und allein auf der Welt gefühlt habe.. Ich habe begonnen, mich selbst zu verletzen. Ein halbes Jahr ging das gut und dann habe ich es meiner Mutter gestanden. Ich fing an zu kiffen, die Selbstverletzungen wurden weniger. Irgendwann begann das Kiffen wichtiger als meine Freunde zu werden, ich zog mich vestärkt zurück. Inzwischen schneide ich mich eigentlich gar nicht mehr, einmal im jahr vielleicht ein Rückfall. Hin und wieder kiffe ich noch, auch da ist der Konsum nihct unbedenklich, aber ich habe es einigermaßen(?) unter Kontrolle.

    Mit 21 zog ich von zuhause aus in eine Wg mit meiner besten Freundin. Ich blühte auf: Ich nahm 10 kilo ab, einfach so. ich war viel unterwegs, war ausgeglichener und glücklicher. Uni lief währenddessen ziemlich gut. Dann kamen die Männer ins Spiel.Ich war naiv und dumm und bin es wohl auch jetzt noch.. Nach einer für mich sehr goßen Enttäuschung habe nach der kleinsten Aufmerksamkeit gelechzt, hatte wahllosen Sex mit irgendwem in der Hoffnung auf ein bischen Liebe und Nähe. Immer wieder nahm ich mir vor, keinen Sex zu haben und habs immer, immer wieder getan. Zwischenzeitlich suchte ich den Sex geradeso.Gut war er selten. Ich tue Dinge, die ich eigentlich nicht will. Und danach fühl ich mich leer und kalt. Aber bloß nicht alleine sein, bitte ein bischen Anerkennung.. Ich weiß, dass das Blödsinn ist. Aber ich kriegs nicht raus. Eine Beziehung hatte ich noch nie. Und die Vorstellung einer Beziehung macht mir auch verdammt viel Angst, ich könnte diesen Ansprüchen eh nie genügen. Das Ding ist: Im Bett bin ich eine erfahrene Frau, in der liebe allerdings ein naives, unerfahrenes Mädchen. Ich bekomme es nicht hin, diese beiden Dinge zu verbinden.

    Nach 3 Jahren löste sich die Wg auf und habe meine jetzige, kleine Wohnung bezogen. Zur gleichen zeit zogen 2 Freunde weg, meine beste Freundin hatte nen neuen Freund, 4 gute Freunde haben nen Auslandssemster gemacht.

    Ich war wieder total allein: Alles fing von vorne an. Uni wurde zum totalen Desaster. Entweder habe ich das Seminar nach ein paar Wochen direkt wieder abgebrochen, weil ich mich in diesem Umfeld sehr unwohl gefühlt habe und vor den Kommilitonen, den Dozenten Angst hatte oder ich hab es durchgezogen, eine super Klausur geschrieben, aber dann die Hausarbeit nicht geschrieben. Gerade Hausarbeiten sind ein ganz angstbesetztes Thema bei mir. Ich habe so große Angst vor möglicher negativer Bewertung duch andere, dass ich lieber nichts mache, um dem zu entgehen. Ich stehe immens unter Druck, vor allem durch mich selbst auferlegt.

    Heutiger Stand:

    Die Therapie hat mir sehr weitergeholfen:
    ich fühle mich wohl in meiner Wohnung, ich schaffe es, Briefe und Rechnungen direkt zu öffnen und nicht wochenlang liegen zu lassen, ich schaffe es, einen neuen Personalausweis zu beantragen. Ich habe mehr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Aber das, was ich da erreicht habe, reicht gerade einfach nicht. Ich bin erschlagen von meinen Problemen. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Und wozu auch? Wenn ich einen Stein aus dem Weg geräumt habe, wartet dahin ein riesiger Berg von Steinen, die auch aus dem Weg geäumt werden müssen. Ich tue mich schwer damit, Prioritäten zu setzen, damit zu entscheiden, welches Problem jatzt am dringensten angegangen werden muss. Sie alle sind wichtig:

    - Ich habe eine schwerwiegende Erkrankung, die dringend behandelt werden muss. Ich schaffe es beim besten Willen nicht, deswegen zum Arzt zu gehen. Die Angst vor möglichen Konsequenzen ist zu groß. Niemand (!)weiß davon.
    - Übergewicht und Rauchen. Ich schaffe das alleine nicht.
    - Männer/Sex/Angst vor Liebe.. das belastet mich sehr.
    -Studium: Ich will dieses Studium und weiß auch, dass ich es kann! Aber im Moment bedeutet es für mich nur Druck, unendlich viel Druck!
    -Ich brauche Struktur. Ich weiß, wie die Theorie aussieht, aber krieg das in der Praxis nicht hin. Sie ist Grundlage für alles!

    Aber mir läuft die Zeit davon. Meine Eltern finanzieren mein Studium und wollen so langsam aber sicher auch Ergebnisse sehen.
    Ich habe im letzten jahr gute Fortschritte gemacht udn bin stolz auf mich. Aber jetzt gerade... läuft igendwie gar nichts. ich selbst will einfach ne Pause. Ich bin manchmal so erschöpft vom arbeiten an mir selbst, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnere, wie ich denn effizient an mir arbeite. Ich bin handlungs- und entscheidungsunfähig. Aber ich kann mir das nicht leisten, ich muss weitermachen.. Und schon wieder: Druck!

    Die letzten 2 Monate habe ich zu 70% in meinem Bett verbracht. Ich wach um 11 auf, mach den fernseher/Laptop an, und schalte um 3 das licht wieder aus. Das Haus verlass ich selten, zum Einkaufen und um Zigaretten zu holen. Hin und wieder treff ich nen Freund auf nen Kaffe, aber selbst das fordert Überwindung. Ich will immer nur, dass der Tag rumgeht.
    Die ganze Zeit verdränge ich! In einer Tour. Wenn es hochkommt, bekomm ich angst, fang an zu schwitzen, ich werde nervös und angespannt, mein Herz geht schneller.. Heute morgen hätte ich eigentlich ein Gespräch mit dem Psychologen der Uni gehabt, mit dem ich seit längerer Zeit in Kontakt stehe. Ich habs nicht geschafft hinzugehen. Auch davor habe ich Angst.

    Also verdränge ich. Kiffe wieder.. ist so ne schöne auszeit vom Leben. Ich habe so große Angst vorm Leben, dabei will ich doch leben! Und zwar richtig! Ich will rausgehen, neue Leute kennenlernen, aktiv sein, das Leben mitnehmen! Ich hab doch auch Ziele und pläne, die ich verwiklichen möchte.
    Und eigentlich bin ich ein so lebensfroher, optimistischer und fröhlicher Mensch!

    Überforderung und Angst versprerren mir aber den Weg zu einem besseren Leben. Wie schaffe ich es, sie aus dem Weg zu schaffen? Ich sehs gad einfach nicht...


    danke fürs Lesen!

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei ploeksken für den sinnvollen Beitrag:

    larissa.marie (26.03.2011)

  3. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo,

    mir fällt als erstes auf, dass sich anscheinend eine Suchttendenz quer durch Dein Leben zieht.

    Erst das Essen als Kind. Von nichts bist Du ja wahrscheinlich nicht so dick geworden, dass man so früh schon mit Diäten anfing (was es wahrscheinlich noch schlimmer gemacht hat). Wurde Dir schlechtes Essverhalten anerzogen? Bist Du mit Essen ruhig gestellt worden? Oder wie bist Du in Sachen Ernährung sozialisiert worden? Da können schon die Ansätze zum Suchtverhalten liegen.

    Später dann Sex, und die Kifferei natürlich.

    Aber gut, das alles ist nicht Dein vordringlichstes Problem. Da scheint zu sein, dass Du Dich nicht genügend strukturieren kannst und darum dann in eine Art "starre" verfällst.

    Am wichtigsten scheint Dein Gesundheitsproblem zu sein. Wenn Du Angst vor den Konsequenzen hast, dann sag das beim Arzt. Zum einen kann er Dich dann vll besser beraten, Dir Adressen zu entspr. Beratungsstellen, oder Selbsthiflegruppen geben, oder Dich zum Psychologen überweisen. Wenn Du willst, kannst Du zu der Erkrankung auch hier was schreiben und wir treten Dir dann in den Popo und beruhigen Dich

    Ich weiss ja nicht, was Du bei Deiner ersten Therapie gemacht hast. Aber eine Therapie ist ja immer nur ein Beginn. Man muss schon weiter dran bleiben, damit das Rädchen am laufen bleibt. Das hast Du anscheinend versäumt und jetzt ist der Schwung aus der Therapie weg und Du verfällst wieder ins Alte. Also wirst Du evtl wieder Hilfe konsultieren müssen, um diesmal für Dich Strategien zu erarbeiten, wie Du diese Starre konstruktiv vermeidest (destruktiv, nämlich mit kiffen, verschlimmerts ja nur)


    Das Problem, welches Du erstmal ganz hinten anstellen kannst, ist Übergewicht/Rauchen. Der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um daran jetzt etwas ändern zu wollen. Zum einen hast Du gemerkt, dass Dein Gewicht sich in einer entspannten Zeit ohnehin reguliert, und Rauchen hängt auch an der Suchtthematik, und die wird Dich ohnehin begleiten, wenn Du therapeutisch nochmal was machen sollst. Denn Deine Überforderung, Vermeidungsmechanismen, Ängste, das hängt ja alles zusammen.

    Zur Strukturierung:
    Ich weiss nicht, ob es Dich weiter bringt, z.B. mit To-Do-Listen zu arbeiten, oder aufzuschreiben, was Du alles machen solltest, und dann diesen Punkten Deine Dringlichkeitseinschätzungen z.B. zwischen 1 und 6 zuordnest. Vll wird das ganze dann für Dich greifbarer. Es gibt viele Tipps, wie man sich strukturieren kann. Stöber mal im Buchladen oder im Netz. Oder geh gleich zu einer psychol. Beratungsstelle und lass Dir da helfen, Dich zu sortieren.

    Kopf in den Sand stecken machts jedenfalls schlimmer, das weisst Du ja.

  4. #3
    Verleger Avatar von Waris
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    Hallo,

    Gaby hat schon einiges gesagt. Ich persönlich denke, dass das Kiffen ein großes Problem ist, denn es unterstützt die Vogelstrauß-Taktik. Es verdrängt das Leidensgefühl, welches du bräuchtest, um etwas zu ändern. Ich denke, wenn du es schaffst, das zu lassen, wäre das schon ein großer Schritt. vielleicht würde dir ein stationärer Klinikaufenthalt helfen.

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #4
    Neuling
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    hallo ihr beiden,

    danke für eure antwort. ich brauchte ein,zwei tage um über das was ihr geschrieben habt, nachzudenken.

    Zum essverhalten in der Kindheit.

    bis zum 6. lebensjahr war ich rank und schlank, in der Grundschulzeit wurde ich dann moppeliger. Meine mutter ist selber übergewichtig und wollte mir wohl ihre schlechten erfahrungen ersparen und dem moppelig werden schnell einen riegel vorsetzen. also haben wir gemeinsam diätet, dann kam der jojo-effekt. ich habe viele jahre ganz viel heimlich gegessen. Schließlich wurde mir bei fast jedem Essen gesagt, dass ich mir den Nachschlag aber doch mal sparen könnte. Ob ich nicht doch mal wieder ein bischen abnehmen wolle. Und so wurde es dann immer mehr. Ich denke im nachhinein schon, dass da viel falsch gelaufen ist. Aber trotzdem ist es nicht so leicht, von diesem Verhalten abstand zu nehmen. soviel dazu..

    mich hat es ein bischen bestürzt zu sehen, dass ihr beide das thema "sucht" so hochhängt. Vielleicht, weil ihr da ein bischen an der wahrheit kratzt. Allerdings ist es auch nicht so, dass zb das Kiffen die hauptproblematik ist. selten mal zufällig bei ner pary oder so und 4-5 mal im jahr besorg ich mir selber was für ein paar tage.. aber es ist schon so, dass wenn ich etwas habe, ich es auch direkt konsumieren muss, bis es auf ist, liegen lassen kann ich es nicht. Dennoch ist das nicht die hauptproblematik.

    Großes, alltägliches problem ist zur Zeit ganz klar die uni.. das MUSS laufen. Wie kann ich es schaffen, da den druck rauszunehmen? Und trotzdem viel zu schaffen?

    Zur der Erkrankung:

    Es fällt mir sehr schwer über dieses thema zu reden, weil es mich natürlich wahnsinnig belastet. Es handelt sich um eine sehr schambehaftete, mitunter ekelige erkrankung, die vielen Vorurteilen ausgesetzt ist. Ich weiß, ich muss zum arzt, aber ich weiß nicht wie..
    Erst mal zum hausarzt (eigentlich zu einem spezialisten)?? ich schaffe es ja nicht mal hier, darüber zu reden. Ich möchte dort nicht sitzen und in tränen ausbrechen (und das würd ich) Ich habe angst vor der Untersuchung, angst vor der reaktion des Arztes. angst vor wahrscheinlichen Operationen, das bedeutet Ausfallzeiten, Schmerzen... Ich hab angst davor, meine familie und meine freunde einzuweihen. mich "outen zu müssen".

    Gerade weil ich sowieso Probleme mit möglicher negativer Bewertung durch andere habe, ist die Vorstellung, dass alle Leute wissen, was für eine erkrankung ich habe, für mich unvorstellbar. Zudem kenne ich meine mutter: "Es gibt nichts, wofür man sich schämen müsse, also kann das auch jeder wissen" und schon weiß es der gesamte Bekanntenkreis meiner Eltern und die halbe Verwandschaft - toll. da ist egal, ob ich das anders sehe.
    Lasse ich diese Erkrankung allerdings behandeln, würden sie zwangsläufig davon erfahren müssen, da führt kein Weg dran vorbei.

    Das alles macht es wahnsinnig schwierig. Das ist ein thema, bei dem ich ganz sicher Unterstützung brauche. Aber auch davor habe ich schreckliche Angst.

    Hm, ich weiß jetzt nicht genau, ob ich alle Fragen beantwortet habe, aber fürs erste sollte es reichen.

    LG, Ploeksken

  6. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    Es fällt mir sehr schwer über dieses thema zu reden, weil es mich natürlich wahnsinnig belastet. Es handelt sich um eine sehr schambehaftete, mitunter ekelige erkrankung, die vielen Vorurteilen ausgesetzt ist. Ich weiß, ich muss zum arzt, aber ich weiß nicht wie..
    Erst mal zum hausarzt (eigentlich zu einem spezialisten)?? ich schaffe es ja nicht mal hier, darüber zu reden. Ich möchte dort nicht sitzen und in tränen ausbrechen (und das würd ich) Ich habe angst vor der Untersuchung, angst vor der reaktion des Arztes. angst vor wahrscheinlichen Operationen, das bedeutet Ausfallzeiten, Schmerzen... Ich hab angst davor, meine familie und meine freunde einzuweihen. mich "outen zu müssen".
    hallo,

    das ist alles verständlich und nachvollziehbar. Jedoch passiert gerade folgendes: die Angst lähmt Dich jetzt und macht Dich handlungsunfähig. Das kostet womöglich mehr Zeit und Kraft, als die Krankheit und deren Behandlung selbst. Denn in letzterem sind auch viele Chancen drin: ausser der zur Gesundung, auch die Überwindung der blokierenden Ängste, evtl ein anderer, klarer Weg, mit dem Du Dir leichter tust usw. Die Not hat zumindest eine Chance, sich zu wenden. Auch wenn das erstmal Schmerzen und Versäumnisse bedeutet. Aber wenn Du da verharrst, wo Du jetzt bist, dann wird es täglich nur schlimmer, weil keine Lösung möglich ist.


    Lasse ich diese Erkrankung allerdings behandeln, würden sie zwangsläufig davon erfahren müssen, da führt kein Weg dran vorbei
    Warum? Bist Du über Deine Mutter privat versichert? Wenn nicht, dann kann sie es eigentlich nur durch Dich erfahren. Und das muss sie doch gar nicht, oder? Auch wenn sichs durch die Konsequenzen nicht ganz verheimlichen lässt - zur eigenen Entlastung finde ich, ist flunkern durchaus erlaubt. Du kannst denen ja ne abgeschwächte Form davon erzählen, mit denen sie leben können und Dir nicht auf den Zeiger gehen.

    Es ist für Dich auch eine Chance zu lernen, für Dich selbst zu sorgen, indem Du Dich Deinem Umfeld gegenüber so abgrenzt, wie Du das für Dein Wohlbefinden brauchst.
    Geändert von Gast784 (29.03.2011 um 08:37 Uhr)

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