psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
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Thema: Ich brauche dringend hilfe!!!!

  1. #9
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    also zu Phel :
    Ich verstehe die krankheiten. habe mich auch darüber informiert. aber bei dissoziativen Störung kann iich mir einfach nicht erklären was es genau sein soll. ich finde nichts hilfreiches darüber..ich bin total verwirrt bei den gedanken das es jez schon wieder eine neue krankheit bei mir gibt und das iich einfach ned normal sein kann... =((((



    und darkstar:
    ich habe immer jede therapie mit gemacht und habe mich auch immer angestrengt. iich will nicht mit tabletten vollgestopft werden und möchte dass mein therapeut sich anstrengt um ne lösung für mein problem zufinden. ich möchte nicht immer sofort hören:
    "ich kann dir anbieten in eine psychiatrische anstalt zugehen oder in ein betreutes wohnen..."
    ich will es einfach nicht wiederholen müssen....
    ich möchte das es einen gibt bei den es sich lohnt meine vergangenheit zu erzählen... und bei meinen psychologen der mich abgeschoben hat, hab ich das gefühl gehabt iich kann es machen... aber er hat mir nur sachen zum durchklatchen gegeben....und dabei weiss er das iich ab und zu konsumiert hatte*kräutermischungen halt und tilidin geschiss*
    ich weiss es klingt alles jetzt sehr anspruchsvoll aber ich bin erst so seitdem der psychologe mich abgewiesen hat... =(

    ich fühl mich einfach nicht normal.ich fühl mich k.o. =(

    und die dissoziativen störung macht mich einfach nur kirre....wenn es wirklich stimmt was ich denke was es ist( dass ich die gefühle nicht spüren kann), macht es mich nur noch mehr fertig. denn ich kann es langsam nicht mehr aushalten die leere zuhaben.... iich habe angst dass iich mich iwann total sinnlos fühle und dann einfach keinen sinn mehr sehe im leben. soweit möchte iich es ja nicht kommen lassen =(((

  2. #10
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    Hallo Caren,

    es geht nicht darum, dass ich nicht verstehen oder nachfühlen könnte, was Dich zu Deiner Erwartungshaltung gegenüber einer Therapie führen mag.
    Und dennoch liest sich Deine Antwort so, als ob Du da mit einer Vorstellung an die Therapiearbeit herangehen würdest, die fast schon zwangsläufig im Frust enden muss: das, wie Du es Dir erwartest, kann so gar nicht funktionieren - weil es eben das wäre, wie Therapie nicht abläuft

    ... und möchte dass mein therapeut sich anstrengt um ne lösung für mein problem zufinden.
    Es ist nicht seine Aufgabe, für Dich "Lösungen" für Deine Probleme zu finden und sie Dir dann zu präsentieren!
    Er soll Dir dabei helfen, Deine Antworten selbst finden zu können - und dies geht nur dann, wenn Du Dir Deine Prozesse selbst erarbeitest.
    Er verhindert nur, dass Du in die falschen Richtungen läufst; er kann den Kurs "korrigieren" und Dir Stichpunkte zum eigenen Hinterfragen nennen.
    Was Du dann daraus machst, liegt aber alleine bei Dir: er darf Dir nichts als "so ist es richtig und so hast Du es zu machen, damit dann alles weg ist" vorgeben.

    Es spricht Dir ja auch niemand ab, dass Du Dich angestrengt hättest; nur: "mitmachen" ist nicht das, worum es dabei geht. Es selbst machen, selbst an den Dingen zu arbeiten und die eigenen Muster selbst erkennen und sie annehmen können: darum geht es, weil nur das zu einer dauerhaften Veränderung führen kann.

    ich möchte das es einen gibt bei den es sich lohnt meine vergangenheit zu erzählen
    Den gibt es doch: Du bist es selbst! Es muss sich ja für Dich lohnen, an den Dingen zu arbeiten!
    Es ist Deine Therapie, die Dich in Deinem Leben weiterbringen soll!
    Wenn Du Dir diese Arbeit nur dann machen willst, wenn sie sich für irgendjemand anderen "lohnt" ... wirst Du nie zum Ziel kommen können

    Die Drogen: ist das nicht das gleiche Spiel mit der gleichen Hoffnung dahinter wie jetzt die Therapie?
    Du "nimmst" etwas in der Hoffnung, dass es Dir Deine Probs löst ...
    Das eine funktioniert aber ebenso wenig wie das andere - weil beides nur bedeutet, dass Du die Verantwortung für Dich abschiebst: "mach mal hin und löse es für mich" ...

    Haben die Psychologen Dich wirklich "abgewiesen"? Oder haben sie Dir nur klar gemacht, dass es so eben nicht geht (gar nicht gehen kann), wie Du es Dir erwartest ...
    "ich kann dir anbieten in eine psychiatrische anstalt zugehen oder in ein betreutes wohnen..."
    Das ist keine Abweisung: es ist einfach die letzte Konsequenz daraus, dass es ambulant nicht weiter geht - weil etwas in Dir alles abblockt, das hierzu erforderlich wäre.

    Das ist jetzt auch kein Vorwurf oder eine Wertung Deiner Person, okay?!
    Du bist so tief in Deinen Mustern drin gefangen, dass es anderer Methoden oder Rahmenbedingungen bedarf, um sie aufbrechen zu können.
    Ambulante Therapien kommen da oft an ihre Grenzen, weil der Patient zu viel Zeit und Möglichkeiten hat, sich ihrer zu entziehen.

    Eine stationäre Therapie (oder auch betreutes Wohnen) ist da sicherlich kein schlechter Ansatz: Du hättest nicht nur "rundum-Betreuung", sondern auch viel mehr Ansätze/Methoden, mit denen Du vielleicht viel einfacher einen Zugang zu Dir selbst und Deinen Themen finden kannst.
    Mit "Blubber-Therapie" alleine wäre ich auch nicht auf Dauer "erfolgreich" gewesen: andere Methoden haben da viel besser gewirkt - und dann auch nicht nur eine alleine, sondern mehrere im Zusammenspiel

    Aber auch hier gilt: Du musst schon dazu bereit sein, ausgetretene Wege zu verlassen und Dich auch mal vorbehaltslos auf etwas ganz neues einzulassen.
    Ob stationär oder ambulant: die "Lösungen" musst Du Dir letztendlich selbst erarbeiten - es wird sie Dir niemand "schenken"


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  3. #11
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    frage: wieviel psychologen braucht man, um eine glühbirne einzudrehen? - antwort: nur einen, aber die birne muss es wollen. ;-)

    ein ziemlich blöder witz mit trotzdem einer gewissen wahrheit dahinter. man muss es wollen. ich kann aus eigener erfahrung sagen, man kann durchaus vom verstand her wollen und alles dafür tun und es im unterbewusstsein doch nicht wollen. im krankenhaus war ich ganz entsetzt, als eine therapeutin mir sagte, dass ich gar nicht wollte, dabei hatte ich doch alles dafür getan, meinem empfinden nach. erst viel später, als ich meine eigene aufarbeitung begonnen habe, stellte ich fest, dass ich damals tatsächlich nicht wollte. das hatte nichts mit dem verstand zu tun, sondern ganz allein mit dem unterbewusstsein, dass einfach nicht bereit war.

    diese bereitschaft hab ich dann auf langen krummen wegen hergestellt, weil ich wusste, dass es so einfach nicht weiter gehen konnte. ich hab ganz einfach begonnen, mein verhalten zu beobachten, aufmerksam zu werden auf das, wie ich bin und was ich tue. wichtig dabei war, mich nicht zu bewerten oder zu richten, sondern zu versuchen, mein verhalten zu verstehen. das mache ich jetzt seit rund zwei jahren und so langsam aber sicher komme ich meinen verhaltensmustern auf die spur, aber es hat viel irrungen und wirrungen und eine menge überwindung gekostet, diesen widerständen verständnisvoll zu begegnen und ihren positiven sinn zu erkennen.

    was ich damit sagen will, fang an damit, zu schauen, wer du selbst bist. beobachte dich, schau was du tust und wie du dich wem gegenüber verhältst und übrigens ist mir später auch erst klar geworden, dass ich die therapeuten unterbewusst nicht als hilfe wahr genommen habe, sondern als autoritätspersonen, die das sagen über mich hatten und wahrscheinlich deshalb jede menge widerstand entgegen gesetzt...

  4. #12
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    darkstar:
    iich habe bisher immer gut mit gemacht und vorschläge gemacht bei therapien. ich würde auch gelobt wie gut ich mit arbeite..aber seid die abweisung fehlt mir die mut.
    die drogen hab ich nur genommen weil ich ab und zu spaß haben wollte,aber ich war nie süchtig. ich konnte aufhören ohne problem.
    ich weiss nicht was ich sagen soll aber für mich ist das aller wichtigste das ich endlich wieder was fühlen kann =(((...es macht mich traurig und fertig =(((


    und chrissi:
    interessant was du sagst, ich habe ne zeitlang auch gemacht mit verhaltensstruktur. ich merke wenn ich mich unwohl fühle oder verunsichert bin tu ich meine lippe so ganz arrogant verziehen und spiel mich immer so auf. ich motze mich da immer total auf.
    und das ist was was mir aufgefallen ist..... =/ aber weiter bin ich an mir noch nie gekommen =((

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