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Thema: Ich "denke" ständig. Ich werde wahnsinnig

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Ich "denke" ständig. Ich werde wahnsinnig

    Hallo zusammen,

    ich weiß nicht so recht wie ich dazu sagen soll, aber ich "denke" ständig. Es ist nicht wirklich ein Denken bzw. ein Nachdenken, sondern eher ein Sprechen. Mensch, klingt das bescheuert, aber weiß nicht wie ich es sagen soll. Oder ist es doch ein Grübeln?!

    Jedenfalls spreche ich ständig in Gedanken, oder ich denke, wie auch immer man das nenn soll. Egal wo ich bin, mit wem ich rede, ich denke. Mein Kopf ist nie still. Ich find das unglaublich anstrengend. Das führt natürlich auch dazu, dass ich niemandem richtig zuhören kann. Ich schweife ab und denke. Denke über alles und jeden nach. Bzw. ja, nein, nicht denken, sondern eher ein Sprechen. Ich fühle mich von meiner eigenen "Stimme im Kopf" belästigt. Ich kann es nicht mehr hören, aber ich kann nicht aufhören damit.

    Ich wache z. B. morgens auf und es geht los. Sobald ich nur ein bißchen wach werde, geht es los. Dann spreche ich wieder in Gedanken... "Nicht aufwachen, bitte jetzt nicht wach werden." Und dann schweift es ab, dann geht es plötzlich um etwas anderes und der Schlaf ist vorbei.

    Klingt so blöd, aber kennt das irgendjemand?

    Mich macht das wahnsinnig. Es gibt keine Minute in der mein Kopf ruhig ist. Nur im Schlaf, und schlafen tu ich höchstens fünf Stunden die Nacht. Nicht mal beim Psychologen hört das auf. Ich dreh da durch. Ich kann diesen Gedanken nicht ausweichen. Die drehen sich um alles. Ich kann nicht flüchten. Ich will dass das aufhört.

    Danke, fürs Lesen.

  2. #2
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    Hallo

    Ich würde mal einfach behaupten,das es sich bei Dir um so eine Art Grübelzwang handelt,

    Du könntest Dich an die Deutsche Gesellschaft für Zwangsstörungen wenden,die
    ist in Osnabrück,haben auch ein eigenes Forum und geben regelmässig ein
    Zeitschrift über Zwangserkrankungen!

    lg raskowitz

  3. #3
    Neuling Avatar von gemeingefährlich
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    Ja, Denken ist schon eine ziemliche Zwangserkrankung - und man kann nie damit aufhören ... Tut auch keiner - zumindest nie wirklich.
    Aber einige haben ein Problem damit, sich bsplw. zu entspannen, die Gedanken richtig "loszulassen", d.h. sie "fließen" zu lassen - ich habe deswegen z.B. Einschlafprobleme.
    Aber ehrlich gesagt gibt es keinerlei Problem dabei, ständig zu denken - jeder denkt ständig. Das ist Teil unserer Hirnfunktion - Du kannst nicht aufhören zu denken; würdest Du aufhören zu denken, dann bezweifle ich, daß Du es mitkriegen würdest.

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei gemeingefährlich für den sinnvollen Beitrag:

    honeymoon (02.09.2011)

  5. #4
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    HI,

    hört sich echt unglaublich an. Woran denkst du, wenn ich fragen darf?
    Manchmal denke ich, ich werde verrückt, weil mir ähnlich wie bei dir, dauernd Gedanken durch den Kopf gehen.

  6. #5
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    ja, denken ist schon eine ziemliche Zwangserkrankung

    nein, will mich nicht lustig machen. Ich kenne das gut, manchmal macht man sich zuviel nen Kopf und lässt seine Gedanken nicht fließen.
    Wie stellt man das an?

    Einfach mal runterfahren! Klingt einfach - ist es aber auch!
    Dazu: achte auf einen geregelten Tagesablauf, versuche durchzuschlafen und regelmäßig zu essen. klappt das durchschlafen nicht, dann kann man auch mal zum arzt gehen und sich etwas dagegen verschreiben lassen, damit man einen gesunden schlaf hat.

    lg

    Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
    Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  7. #6
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    Hallo,

    Das kenne ich. Ich habe genau das selbse Problem nur etwas moderater.

    Es ist so, als höre man förmlich die Gedanken, als rede man die ganze Zeit mit sich selbst. Oftmals nicht mal wichtige Dinge, Banalitäten. Sehr oft fallen mir dann die Gedankenübergänge auf , etc. etc.
    Das ging mal soweit, dass ich mich selbst quasi "nicht mehr hören konnte". Ich war ausgelaugt und genervt von meinem Kopf. Dies kam meiner Meinung nach von einer Zeit, in der ich viel allein war (Urlaub) und diese Zeit genutzt habe für Intellektuelles. Ich schrieb Essays, las sehr, sehr viel und versuchte auch bewusst meine Gedanken in schriftlicher Form festzuhalten. Doch dann hörte mein Schädel nicht mehr auf zu arbeiten!

    Fakt ist, du brauchst etwas, um herunter zu kommen. Entspann dich, trink ein Gute-Nacht-Wein oder tue etwas, was sehr viel aufmerksamkeit von dir abverlangt, was du so interessant findest, dass du garnicht nachdenken musst !

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Worried für den sinnvollen Beitrag:

    Volfgang (26.10.2011)

  9. #7
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    Hallo
    Ich formuliere vorsichtig: Kannst Du die Kategorie/n benennen, in welche Deine Gedanken hauptsächlich fallen könnten?
    Beispiel: Kritiker, Dialog, Abwägen, Hinterfragen, In Frage stellen, Rechtfertigen, Heruntermachen, Vergleichen, Verbessern, Hin und Herdrehen, Zwiegespräch, Streitgespräch etc.,
    Gruß Sonnenkraut

  10. #8
    Neuling
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    Hallo DiniBini,

    ich kann Dich gut nachempfinden. Kann Dir sagen Du bist damit nicht allein.

    Meine schönste Zeit am Tag ist der Schlaf. Wenn ich morgens aufwache, fange ich schon an zu denken. Zu denken über meine Erlebnisse in einem psychotischen Zustand. Ich habe Zwangsgedanken. Sie drängen sich einem immer wieder auf. Habe die Angst verrückt zu werden, den Verstand zu verlieren und in diesem Zustand auszuflippen. In den Gedanken (Kopfkino) kommen dann alle Variationen zum Vorschein. Bin seit 4 Jahren in psychiatrischer Behandlung. Wichtig ist auch die Einnahme von Medis. Vor 4 jahren, nach Jahrelangem Stress und einer heftigen Ehekrise, ist akut die Schizophrenie ausgebrochen. Sie war kurz aber heftig, also akut. Die Diagnose wurde dann in schizoaffektive Störung vorrangig depressiv umgestellt. Eine Mischung aus Symptomen der Schizophrenie (z.B.Wahnbildung) und Teile der Depression. Bin auch seit 5 Wochen bei einem Verhaltenstherapeuten wo die kognitive verhaltenstherapie geführt wird.

    Als ich meinem Therapeuten erzählte, was mir vor 4 Jahren, als die Erkrankung auftrat, alles passiert ist, hat er sofort eine Langzeittherapie beantragt.

    Ich habe mir das Buch "Psychologie für Dummys" geholt um manches, wie das Denken, Fühlen, Handeln" ein WENIG besser zu verstehen.

    Wünsche Dir erst einmal alles Liebe und Gute.

    lg Uwe

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