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Thema: Ich denke zuviel über unwichtiges nach

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich denke zuviel über unwichtiges nach

    Hallo liebes Forum!

    Ich denke zu viel nach!! Bin weiblich, 25 jahre.
    Vielleicht kurz zu meiner Situation: Ich arbeite selbstständig zu Hause, in meinem Zimmer. Habe eine Freundin, wir wohnen zusammen. Sie arbeitet normal, und ich eben zu Hause, bin aber auch mehrmals die Woche draußen und arbeite bei meinen Vater mit (Familienbetrieb).
    Ich bin schon immer auch während der Schulzeit ein Mensch gewesen, der viel über andere nachdachte, warum sie dies und das tun... statt mich um mich zu kümmern. Ich habe mich früher sehr vernachlässigt und lieber versucht, die Menschen zu verstehen, das tue ich aber bis heute nicht. dann gab es eine Zeit in der ich einfach für mich lebte und mir keine Sorgen machte, was sehr untypisch war. Einfach in den Tag hinein Spaß gehabt. Nun bin ich 25 und der Ernst wird immer ernster. Ich vermisse es, keine Verantwortung haben zu müssen, zumindest sich nicht jede Minute über irgendetwas Gedanken zu machen!!
    Nun wo ich immer zu Hause bin, gehe allerdings bewusst auch oft raus, denke ich umso mehr nach, ich habe auch momentan nicht viel zu tun arbeitsmäßig, hätte aber viel anderes für mich zu erledigen, komme trotz der vielen Zeit nicht dazu.
    Ich stehe mir im Weg, denke über meine Nachbarn unter und neben mir nach, gucke aus dem Fenster wenn sie zu Arbeit fahren /Wiederkommen, wie so ne Oma, dabei interessiere ich mich ja nicht für die Menschen in meinem Haus. Ich denke nach, sobald eine SMS von einer Freundin kommt (habe nicht viele, vllt 2-3) und werte sie über oder rege mich auf, warum sie nicht dies und das schrieb.

    Mich nervt und belastet es unheimlich, dass ich ständig nachdenke und nichts mehr locker sehe und auf mich zukommen lasse. mein ganzer Tag ist eine riesen Verantwortung, die ich mir so umso schwerer mache. Wenn jmd zu Besuch kommen möchte ist das ein RIESEN Problem, ich weiß nicht wieso. ich sage immer zu meiner Freundin "och nee muss das sein" andererseits beschwere ich mich aber darüber, dass sich heutzutage alles nur noch im INternet abspielt und sich niemand meldet. Wenn es dann jmd tut, habe ich hohe Erwartungen und möchte alles perfekt habe. Denke nach, wie derjenige hierherkommt, was man dannzum Essen wohn macht, was wir wohl reden werden, was ich anziehen soll.... über sowas kann man doch nicht den ganzen Tag nachdenken?!! habe ich auch früher nicht! Es ist schrecklich,alles ist ein Problem für mich!

    Weiß jmd von euch da einen Ansatz, da irgendwas dran zu ändern? Ich denke andauernd nach, wer sich warum wann nicht meldet, wer mal wieder dran ist sich zu melden, wer zuletzt was geschrieben hat (Freunde).... ich weiß einfach nicht weiter da..
    Ich sitze und warte auf Arbeit und ich habe auch viel zu tun, aber eben ca nur alle 2 Wochen. Den rest der Zeit weiß ich nicht, wie ich am Besten anfange. Ich opfere mich auch andauernd für Freunde dazu sein, anstatt zu sagen, nein ich habe selbst was zu tun. Ich habe mit meiner Freundin eine gesamte Wohnung von einen Freund neu verputzt und Wochenlang!! dadrin gearbeitet, obwohl wir keine Männer sind, das war anstrengend und ich hatte ja nix von. Nur weil ich viel Zeit hatte, das regt mich im Nachhinein auf, weil wir mehr gemacht haben als Freunde eben so machen. Wir haben den ganzen Umzug, das Schriftliche mit den Mietern - alles gemacht!
    Und ich denke jetzt: Wieso? Wofür? ..Undankbarkeit. UNd ärgere mcih, nicht zum beispiel mal meine Ordner und Papiere geordnet zu haben. Oder meine STeueerklärung gemacht zu haben.

    Geht es jmd ähnlich?? Ich möchte nicht mehr nachdenken!! über sowas sinnlosses! zb auch wer welchen Status in Myspace geschrieben hat oder Facebook, ich gucke ständig nach, dabei kenne ich die Leute darin kaum oder garnicht!
    Ich wäre viel lieber drausen aktiv, aber hier wo ich wohne, ist es unmöglich, sich ein schönes Plätzchen zu finden...

  2. #2
    Neuling
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    es hört sich schon so an als ob du ein ernstzunehmendes problem hast. ich kann nicht gut beurteilen warum du dir ständig gedanken um andere machst. du könntest angst vor ihnen haben. muss aber nicht sein. ich würde dir raten einen psychologen aufzusuchen weil dein alltag immer mehr in gefahr gerät. ich will dich damit nicht verunsichern. es ist das was ich einer freundin raten würde.

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Anubis
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    Hi Kamikaze,

    was passiert denn, wenn Du Dich mal selber beschäftigst?
    Wenn Du z.B. ein anspruchsvolles Buch liest, ein Thema das Dich interessiert im Internet recherchierst und mal irgendetwas was Dich interessiert lernst?
    Was machen Deine Gedanken dann?
    "Vergisst" Du dann das grübeln?

    dann gab es eine Zeit in der ich einfach für mich lebte und mir keine Sorgen machte
    Was hast Du in dieser Zeit gemacht? womit warst Du beschäftigt?

    Geht es jmd ähnlich?? Ich möchte nicht mehr nachdenken!! über sowas sinnlosses!
    Ja, ich kenne das
    Aber eigentlich denke ich inzwischen gerne nach, weil ich versuche meine Gedanken auf sinnvolle Dinge zu richten. Manchmal löse ich auch schwere Rätsel oder beim Spazieren gehen bilde ich aus den Autokennzeichen der Autos Wörter

    Hier ein Artikel übers Grübeln:
    http://www.rp-online.de/beruf/ratgeb...id_577829.html
    Würdest Du dein "Nachdenken" als Grübeln bezeichen?

    Den rest der Zeit weiß ich nicht, wie ich am Besten anfange.
    Hobbys? Weiterbildung?

    Gruß
    Anubis

  4. #4
    Neuling
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Hallo Kamikaze,

    ich habe mich entschlossen, doch etwas zu schreiben, denn nachdem ich Deine ausführliche Beschreibung gelesen habe, habe ich mich darin wieder erkannt.

    Bei mir war es ein einziger Unterschied: ich habe damit ungefähr ab 18 oder 19 angefangen und es hat auch fast bis zum 24 gedauert, bis ich darüber weg war.

    Nun hoffe ich, dass es Dir keine Angst macht. Wenn es bei mir solange dauert heißt es nicht, dass es bei Dir so langen dauert.

    Für mich persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass es vielen Leuten so odder so ähnlich ergeht. Nur eben nicht so intensiv, wie bei uns beiden.

    Daraus habe ich dann später geschlossen, dass jeder Mensch seine persönlich "kreative Phase" oder auch seine "Sturm und Drangzeit hat" die etwa Anfang 20 bis Mitte 20 zu gehen scheint.

    Als ich mir dann dessen bewußt wurde habe ich es versucht zu bündeln.
    Zu der Zeit bin ich dann regelmäßig joggen gegangen habe sehr (sehr) viel Bücher gelesen , versucht Gitarre zu spielen, eine Fremdsprache zu lernen und später habe ich auch versucht eigene Bücher zu schreiben.

    Im Nachgang kann ich nur sagen , dass das beste war, was mir passiert ist. Denn ich habe das geistige Potential umgesetzt und nun mit fast 29 sogar Kapital daraus geschlagen. Durch das ständige vorrantreiben des "wissen-wollen" sehen mich viele Leute als einen mit einem großen Wissenschatz. Und solche Komplimente bauen auf!

    Jetzt ist meine kreative Phase abgebbt und ich versuche nur noch zu staunen: Auch wenn das Staunen mit (wiederum) vielen Fragen verbunden ist. Hat das "Staunende Fragen" nichts stressiges an sich.
    Was ist das für ein Stern. Was ist das für eine Pflanze und der Käfer da?
    Am meisten Zeit verbringe ich damit mit meinem Fernglas in die Sterne zu gucken und zu staunen, wie viele Sterne und Galaxien es gibt...wie oft ich Minutenlang vor dem Küchenfenster gestanden habe und mir Den Andromeda Nebel angesehen habe...dabei habe ich gestaunt und Fantasiert, wie es wohl dort sein kann...und habe einfach die Fantasie freien Luaf gelassen...


    Lieben Gruß
    Tom

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Tom quo vadis ? für den sinnvollen Beitrag:

    Anubis (26.10.2010)

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