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Thema: Ich erkenne mich selbst nicht mehr!

  1. #9
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    Wenn dich so viel in deinen Gedanken beschäftigt, kann es sein, dass du niemanden hast, mit dem du darüber reden kannst? Du hast ja geschrieben, dass deine Freundschaften durch die Umzüge im Sand verlaufen... und durch die Kinder haben dein Mann und du wahrscheinlich auch eher wenig Zeit füreinander?!

    Mir hilft es immer, wenn ich meine Gedanken mitteilen kann und darüber spreche. Dann ist es abgehakt und der Kopf wieder leer.

  2. #10
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    @Zoria: Ja da gebe ich dir Recht. Zum Reden habe ich tatsächlich niemanden. Mit meinem Mann kann ich zwar über so einiges reden aber eben nicht über alles. Zum einen weil er eben selbst vielbeschäftigt ist und viel im Kopf hat und zum anderen weil er einige Dinge einfach nicht verstehen könnte (wenn es z.B. um seine Familie geht)

    @martinspin: Das mit der Hauptbeschäftigung mag stimmen...
    Wie soll man sich beim Grübeln schon fühlen?? Kommt drauf an worüber ich grüble. Bei Familienstreitigkeiten - verärgert, wenns um die Arbeit geht - genervt bis verzweifelt, wenns um die Kinder oder irgendwelchen Alltagskram geht- dann ziemlich neutral.
    Aber was so die Grundstimmung angeht, habe ich nachgedacht... Ich würde sagen "verwirrt" oder "konfus" trifft es wohl am ehesten.
    Teilweise gehts mir wie meiner senilen alten Oma aber ich bin Anfang 30...

  3. #11
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Zitat Zitat von kelly80 Beitrag anzeigen
    Aber was so die Grundstimmung angeht, habe ich nachgedacht... Ich würde sagen "verwirrt" oder "konfus" trifft es wohl am ehesten. Teilweise gehts mir wie meiner senilen alten Oma aber ich bin Anfang 30...
    Das finde ich gut, denn deine "Verwirrtheit" will dir etwas sagen. Dahinter steckt ein vernachlässigtes Bedürfnis, dem du dringend nachgehen solltest. Wenn du dieses Stimmung spürst, was könnte die für ein Bedürfnis anzeigen?

    Bei mir würde Verwirrtheit wohl das Bedürfnis, nach Klarheit in einer wichtigen Angelegenheit auslösen. Kann sein, dass du was verdrängt hast, was dich jetzt unbewusst quält. (Schwiegereltern?, Ehemann?, Haus?, Kinder?, Beruf?)
    Liebe Grüsse, Martin

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  4. #12
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    Über 50% der Bevölkerung haben Minderwertigkeitsgefühle und daraus entstehende Probleme.

    "Dem Kind muss man doch sagen, was es tun und lassen soll."
    Wenn das Kind noch klein ist und nur wenige Kenntnisse hat ist das kein Problem. Wenn es größer und älter wird, wachsen die Kenntnisse und Erfahrungen. Wie weit wird das geachtet und respektiert? Um so mehr das missachtet wird, um so mehr kommt es zu Minderwertigkeitsgefühlen. Redensarten wie: du musst, warum hast du nicht, du musst doch usw. Hinzu kommt Rechthaberei, wodurch Gedanken entstehen "Keiner glaubt mir." Die ständigen Vorwürfe von Fehlern führt dazu, dass der Gedankengang "Aus Fehlern lernt man." zerstört wird. Durch das Lernen aus Fehlern erwirbt man neue Kenntnisse und Erfahrungen, die Stärken des Menschen. Der Fehler ist die Treibende Kraft des Menschen. Ohne das Lernen aus dem Fehler, kommt es zur geistigen Stagnation.


    Eines Tages fragte ich mich, wie mache ich einen Menschen einen Vorschlag. "Du musst ..." wie ich es aus der Erziehung kenne und von anderen hörte. Ich fragte mich, was wollen die? Mir Vorschriften machen oder einen Vorschlag machen? Nach langen herum hören, hörte ich wie der Therapeut sagte: Ich mache das so. und zeigte es dem Patienten.

    Späte sagte ich mir in Gedanken:
    "Du musst es so machen." Vom Gefühle wirkte es auf mich, wie eine Anweisung. Als hätte ich Erwartung das alles so läuft wie ich es erwarte. Kommt es anders als man denkt, kommen Gefühle auf, wie man oft hat, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.
    "Ich würde es so machen." Jetzt wäre es mir egal, wie der andere handelt, es würde mich psychisch nicht belasten und der andere hätte Entscheidungsfreiheit.

    Entscheidungsfreiheit.
    Der Dialog der Erziehung ist bei der direkten Anrede damit verbunden, dem anderen Vorschriften zu machen, was wieder zu Wut, Ärger, Streit usw. verbunden ist. Jetzt teile ich dem anderen nur meine Kenntnisse und Erfahrungen mit. Das Umwandeln des Subjekt des Satzes von du in ich -- Warum probierst du nicht verschieden Getränke aus? (es klingt oft wie ein Vorwurf) Jetzt: Ich würde an deiner stelle verschiedenen Getränke ausprobieren. -- brachte dazu, das jetzt die Vorschläge angenommen wurden und es kam zu mehr Harmonie.

    Die Gummis im Gehirn rissen und ein Netz fiel
    "Ich denke, du solltest folgendes machen." Diese Art zu reden führt zu mehr Harmonie und damit zu keinen Konflikten was zum Abbau des psychischen Stress führt. Ein Netz fiel: Du nimmst deine Kenntnisse und Erfahrungen war. Sie haben das Sagen. Der Fehler ist nur Stein des Anstoßes zum Sammeln neuer Kenntnisse und Erfahrungen. Bei mir bricht jetzt der Gedanke einen Fehler gemacht zu haben, schnell wie ein Kartenhaus zusammen und der Lernprozess setzt ein.


    Einige Gedanken im Nachhinein
    Wie lange es dauert, die Angst vor Fehlern, zu überwinden und durch das Lernen aus Fehlern sich einsetzt, weiß ich nicht. Es hängt von jedem selbst ab. Wie stark ist das Minderwertigkeitsgefühl? Auch das Üben und Suchen nach neuen Ausdrucksweisen wie: ich würde; ich denke, ...; Ich frage mich,...; Ich bin der Meinung,... usw. spielt eine Rolle.

    "Der Mensch hat eine Schwäche, er begeht Fehler." Karl Marx
    Ich sagte mir: Der Fehler ist die gemeinsame Schwäche aller Menschen. Hier muss ich suchen, um herauszubekommen, wer Minderwertigkeitsgefühle hat und wer nicht. Wie reagiert der Mensch auf Fehler? Heute kann ich sagen: Der eine reagiert mit Wut auf Fehler, der andere lernt aus Fehlern. Der aus Fehlern lernt, reagiert ruhig und gelassen. Er achtet und respektiert die Kenntnisse und Erfahrungen der anderen Menschen.

    Beim surfen im Internet, habe ich das Gefühl, ist die Rolle des Fehlers im Denken und Handeln nie untersucht worden. Eigentlich hatte mich das Verhalten von Menschen, vor etwa 40 Jahren, in der Schule schon interessiert. Auf der einen Seite bin ich in Konzentration und Gedächtnis, sowie im Denken zu langsam. Auf der anderen Seite bin ich in Logik gut, was das Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen begünstigt. Stur was zu merken ist für mich nicht drin. Über viele Handlungen und Gespräche denke ich später in Ruhe nach. Der eine ist im Dialog ruhig und geduldig im Gespräch. Irgendwie ist ein Zusammenhang zwischen dem was ich gesagt habe und dem was der andere antwortet. Ich habe das Gefühl meine Kenntnisse und Erfahrungen werden Geachtet. Diese Menschen suche ich gerne zu Problemen auf, sie sind bei vielen Menschen beliebt und ihre Kenntnisse und Erfahrungen sind breit. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen.

    mops

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