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Thema: Ich erkenne mich selbst nicht mehr!

  1. #1
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    Standard Ich erkenne mich selbst nicht mehr!

    Hallo,

    ich bin ganz neu hier. Ich habe mich angemeldet weil ich mich seit einigen Wochen/Monaten selbst nicht mehr erkenne. Ich habe 2 Kinder, einen lieben Mann und bald ein Eigenheim und eigentlich sollte ich glücklich sein, aber stattdessen kämpfe ich mich jeden Tag todmüde aus dem Bett, bin ständig genervt und launisch und auf Arbeit absolut unkonzentriert und unmotiviert. Abends brauche ich aber trotz allem mind. 1-2 Stunden um einzuschlafen.
    Die Arbeit ist momentan allerdings mein größtes Problem. Eigentlich mochte ich immer meine Arbeit aber in letzter Zeit passieren mir ständig Fehler aufgrund meiner unkonzentrierten Arbeitsweise. Irgendwie bin ich von allem überfordert und unterfordert zugleich. Der Arbeitstag erscheint mir unendlich lang. Das kenne ich so nicht von mir.

    Nun habe ich schon soo viel über Depressionen gelesen aber irgendwie kann ich nicht glauben das ich tatsächlich darunter leide. Ich habe zwar viele Symptome aber ich gehe weder todtraurig durch den Tag, noch betrifft diese unmotivierte Art mein Leben ausserhalb der Arbeit. Ich engagiere mich z.B. nach wie vor gerne im Elternbeirat, backe Plätzchen mit den Kindern oder plane die Renovierungsarbeiten an unserem neu gekauften Eigenheim.

    Was stimmt nur nicht mir??
    Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen!
    Zum Arzt trau ich mich mit so einem "Kleinkram" nicht.

    LG

    Kelly

  2. #2
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    Das gibt es oft, daß obwohl es einem eigentlich gut gehen sollte, es trotzdem nicht so ist. Oft hat man schlicht keine Zeit mehr für sich selbst, man kümmert sich um alles und jeden, enagiert sich, und macht auch alles ganz toll, nur sich selbst und seine echten Bedürfnisse und Probleme vernachlässigt man, man beutet sich aus. Vielleicht wäre es ja für Dich angesagt Dir mehr Zeit für Dich zu nehmen, in Dich zu gehen. Zur Konzentration fällt mir ein, zu welchen Themen wollen die Gedanken denn eigentlich hin. Im Endeffekt wäre es Stoff für eine Psychotherapie, wenn man es selbst auf Dauer nicht hinbekommt, der Kleinkram kann einen über den Kopf wachsen wenn man sich nicht drum kümmert.

    LG

    Erwin

  3. #3
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    Sehe ich genauso wie Erwin.

    Hast du eventuell auch "Druck" von außen? Man erwartet ja immer eine Happy Family: superglückliche Ehe, vorbildliche Kinder, perfekter Haushalt, viele Freunde, etc. Lässt du deswegen eventuell manche Dinge nicht zu? Wie zum Beispiel mal die Großeltern fragen, ob sie die Kinder ein paar Stunden zu sich nehmen, dass du dich mal ausruhen kannst? Oder mal mit einer Freundin shoppen gehen. Gönnt sich dein Mann diese Freuden?

    Oder hast du jetzt einfach keine Ziele mehr und stehst still? Die nächsten 40 Jahre keine großen Veränderngen mehr. Das könnte auch etwas schlauchen und demotivieren.

    Wie Erwin schon sagte, wäre es ganz interessant, wohin deine Gedanken abschweifen.

    Oder versuche es mal mit Traumdeutung. Das hilft mir sehr als Denkanstoß, wenn ich nicht weiß was manchmal mit mir los ist.

  4. #4
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    Ich möchte mich für eure Antworten bedanken.

    Um meine Situation vielleicht etwas mehr zu erklären.
    Wir sind die letzten Jahre sehr oft umgezogen und so haben sich meine Freundschafte im Sand verlaufen. Die Großeltern meiner Kinder haben kein wirklich großes Interesse und das Verhältnis zu Ihnen und mir ist generell "angespannt". Ich lebe also momentan allein für Arbeit und Familie.

    Wohin meine Gedanken so wandern, kann ich eigentlich gar nicht sagen. Oft sind es irgendwelche Belanglosigkeiten wie z.B. der Film vom Vorabend, was ich zuhause kochen werde oder wann endlich Feierabend ist....
    Oft ist es auch meine Schwiegerfamilie mit der es momentan immer mal wieder differenzen gibt. Hier würde ich mir einfach etwas mehr Gleichgültigkeit wünschen aber wie ich die erreichen kann, weiß ich leider nicht.

  5. #5
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo kelly,

    vielleicht macht Dir Dein Job keinen Spass? Du schreibst, Du seist unterfordert und überfordert zugleich, Dir passieren Fehler. Hast Du Dir einmal überlegt, etwas anderes zu machen?

    VG,

    Physalis

  6. #6
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Es ist erst einmal schwierig für dich, zu erfassen was plötzlich los ist. Es läuft ja nicht gerade wenig in deinem Leben, arbeitest ne Menge und vergisst dabei deine eigenen Interessen. So gesehen kann ich Erwin und Zoria nur zustimmen.

    Der Zugang zu deinem Inneren findest du über deine Emotionen. Sie sagen dir nicht direkt was dir fehlt und doch ist es wichtig, sie zu spüren. Was ist eigentlich deine momentan vorherrschende Grundstimmung? ist es eher Langeweile, Desinteresse oder Minderwertigkeit. Geht es mehr in Richtung Sorgen, Trauer, Erschöpfung? Oder ist es mehr Unlust, Blockierung, Unruhe und Gereiztheit?

    Diese Stimmungen zu leben und nicht zu verdrängen ist wichtig, denn sie informieren dich, dass du dir wichtige Bedürfnisse nicht erfüllen kannst.
    Liebe Grüsse, Martin

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  7. #7
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    Also meine Arbeit mache ich nun schon seit über 10 Jahren und das eigentlich immer gerne. Klar gab es immer mal Zeiten die extrem stressig waren oder Situationen die mich genervt haben, aber im Grunde konnte ich nie ohne diese Arbeit sein. Genau deshalb verstehe ich mich im Moment so gar nicht.

    Das ich momentan sehr viel Arbeite stimmt im Grunde auch nicht. Ich habe 2 Kleine Kinder und arbeite nur an 3 Tagen (Vollzeit), die anderen 2 Tage sind für Haushalt und Kinder reserviert.

    Die Frage nach meiner Grundstimmung ist interessant, denn soetwas wie eine "Grundstimmung" habe ich nicht. Mal bin ich einfach nur müde, dann wieder genervt, launisch und unzufrieden mit allem. Oft gehts mir dann aber auch wieder gut und ich genieße den Augenblick, auch wenn das immer mehr abnimmt.
    Vor allem aber nerven mich aber diese ewigen Grübeleien für nichts. Sogar im Schlaf grübel ich über alles mögliche. Mal ist es der Umbau, mal die Arbeit, mal die Kinder, mal meine Ehe, mal meine Schwiegerfamilie und oft auch alles durcheinander ohne Zusammenhang.

    Und wenn ich so darüber nachdenke finde ich das ganze selbst total lächerlich. Würde mir das ganze jemand erzählen, würde ich ihm raten sich endlich mal zusammenzureißen, statt sich so hängen zu lassen!

  8. #8
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Dann frag ich mal anders. Wie fühlst du dich, während du am Grübeln bist? Das scheint ja momentan deine Hauptbeschäftigung zu sein

    Ich sag ja, der Alltag nimmt dich voll in Beschlag und du hast fast kein Platz, dich zu spüren.
    Liebe Grüsse, Martin

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