Hallo,
Klingt zwar komisch und ist auch das Gegenteil von dem was hier rein sollte aber ich fand kein besseres Unterforum.
Auf jeden Fall gibts das auch, dass jemand Probleme damit hat, sich gut zu fühlen...
Naja, der Haken an der Sache ist, dass ich wenn ich es Subjektiv betrachte, auch zum Ergebnis komme, dass ich besser bin als andere. Ich finde an jedem etwas, was ihn im allgemeinen schlechter macht als mich. Vielleicht ist das irgendwie ein Anspruch der beste Mensch zu sein oder so.
Auf jeden Fall macht das eben Probleme, sodass ich anderen gegenüber des öfteren sagen wir mal "leicht arrogant" entgegentrete. Ich versuche zwar, sie davon nichts merken zu lassen und oft funktioniert es auch, aber von den meisten, mit denen ich mich unterhalte, halte ich ziemlich wenig.
Ich habe also Probleme damit, andere Leute zu mögen(Das ist ja auch etwas schwer wenn man sie fast alle für Trottel hält)
Und nennen wir es mal "Sexualpartner" finde ich auch nicht. Ich hatte bisher nur einmal das Gefühl, sie sei meiner würdig. War aber schon vergeben und das ist dann wieder unter meiner Würde so jemanden anzugraben, weil ich eben so gut bin. Könnte übrigens auch von meinem Aussehen her jede haben... Irgendwie fehlt mir somit auch der Ehrgeiz jemanden "aufzureißen" oder so. Also das was die Meisten machen, einfach mal aus Spaß, das ist für mich auch Zeitverschwendung weil wie gesagt die Schwierigkeit darin eigentlich gleich null ist... Und das wäre ja auch wieder meiner unwürdig, weil es andere verletzt...
Mal ganz subjektiv betrachtet, habe ich das Gefühl, dass meine "Gutheit" also mein Perfektionsanspruch meine Selbstentfaltung irgendwie ziemlich unterdrückt...
Aber wenn zum Beispiel eine raucht oder einen dummen Eindruck macht, oder irgendwie was weiß ich schlampig vorkommt, das sind alles Gründe, für die bei mir sofort in die Liste: Kommt nicht in Frage, halte dich fern, diese Person ist Minderwertig, hat nicht mal die Willenskraft Zigarretten zu widersagen, etc. reinverschoben wird.
Tja, ich fühle mich einsam obwohl jeder was mit mir zu tun haben will.
Aber ich will mit anderen nichts zu tun haben, weil sie so "mangelhaft" sind...
Sollte ich jetzt meinen Perfektionsanspruch aufgeben und mich mit Leuten abgeben die ich für schlecht halte oder wie komm ich jetzt aus der Nummer wieder raus?
Ich hoffe mal dass hier auch mal jemand in der Richtung helfen kann, weil irgendwie redet jeder nur von dem Minderwertigkeitsproblem also selbstbezogen und nicht auf andere bezogen beziehungsweise nicht über das Problem der Selbstüberschätzung...
Wobei ich wie gesagt nicht glaube dass ich mich selbst überschätze, sondern es macht subjektiv tatsächlich den Eindruck dass ich ein besserer Mensch als jeder andere bin. außer vielleicht als Martin Luther King oder Mahatma Ghandi oder so aber opfern will ich mich jetzt auch nicht so wirklich...
A propos: Waren die beiden eigentlich auch einsam?
Naja, Spaß beiseite: in Meiner Umgebung laufen eben nicht wirklich viele Leute rum, zu denen ich aufsehen oder sie als gleichwertig betrachten könnte....
Edit: Im Übrigen, weil ich glaube dass das wichtig sein könnte: Ich strebe nicht an, bewundert zu werden oder so, ich versuche vielmehr mich viel schlechter darzustellen als ich bin, weil ich Angst habe, andere damit zu verletzen, wenn sie damit konfrontiert werden, wie gut ich bin.


LinkBack URL
About LinkBacks

Zitieren


Lesezeichen