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Thema: Ich glaube ich entwickle eine Angststörung

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich glaube ich entwickle eine Angststörung

    Hallo zusammen, ich brauche eure Hilfe

    Ich bin nach einer Fehlgeburt erfolgreich im 7. Monat schwanger und alles läuft bestens bisher, was die Schwangerschaft angeht.

    Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich eine Angststörung entwickle.
    Ich bin so vorsichtig mit allem. Habe Angst vor Infektionen, Bakterien, sonstwas.
    Und ich weiß nicht was ich tun soll, mein Freund tut mir schon so Leid, weil ich ihn immer wieder zuheule. Das kann natürlich an den Hormonen liegen, aber so geht das ja nicht weiter. Ich kann die Schwangerschaft kaum genießen.
    Ein Beispiel?

    Gestern habe ich ein Nadel-Schiebe-Schächtelchen aus der Nähkiste geholt, um kurz etwas zu nähen. Soweit so gut, ich kann eigentlich mit Nadeln umgehen.
    Und dann als ich die Nadel weggepackt hab, ging mir nicht mehr aus dem Kopf, ohmeingott und wenn hier jetzt irgendwie eine Nadel herumliegt und sich jemand draufsetzt oder so? Vielleicht habe ich nicht gemerkt eine Nadel (beim Sofa) verloren zu haben? Also habe ich alles abgesucht. War nichts da. Ich bin mir auch zu 98% sicher, dass keine Nadel fehlt...
    Dann weggepackt. Und dann dachte ich mir, was wenn eine Nadel auf mich gefallen ist und dann verschleppe ich sie? Also mich abgesucht, nichts gefunden.
    Dann habe ich auf der Couch gegessen, weils so in dem Moment bequemer war und mir eine Decke übergeworfen. Dann dachte ich nach dem Essen (3 gefüllte Teigtaschen) und was wenn mir über die Decke in das Essen eine Nadel gefallen ist und ich sie gegessen habe? Ist das nicht abstrus solche Gedanken zu haben? Das ist doch nicht mehr normal...auch WENN da eine Nadel hingefallen WÄRE, WIE AUCH IMMER, dann hätte ich das doch beim kauen gemerkt. Aber wie sollte eine Nadel über mich und dann auf die DEcke und dann in mein Essen?Oder?

    Das war gestern und heute denke ich immer noch, was wenn da eine Nadel drin war? Dieser Gedanke lässt mich nicht los.

    Das ist doch nicht mehr normal...
    Was soll ich nun machen? Ich dreh noch langsam durch...
    Danke fürs zuhören

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Hört sich eher so ein bisschen nach Kontrollzwang an. Hattest Du das vor der Schwangerschaft auch schon mal? Ich würde auf jeden Fall mal mit Deinem Gynäkologen darüber reden. Oft entwickeln sich durch die hormonelle Umstellung mal irgendwelche Störungen, ich denke da gerade an die Wochenbettdepression. Sprich auf jeden Fall mal mit Deinem Arzt.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
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    hallo

    ich hab vor einigen tagen kuchen gebacken und dabei aus versehen schlechte milch genommen. erst dachte ich, ist doch einfach nur saure milch und nichts weiter und hab den kuchen fertig gebacken, aber dieses bild mit der milch hab ich nicht mehr aus dem kopf gekriegt. mein sohn hat den kuchen probiert, er war durchaus in ordnung, ich hab selbst noch ein stück gegessen, aber ich konnte das bild nicht aus meinem kopf kriegen. ich hab dann den restlichen kuchen weg geworfen. du siehst, es geht auch anderen so und ich bin nicht schwanger, also nichts mit hormonen. wer weiss, was dieses bild mir sagen wollte.

    manchmal ist man einfach ein bisschen daneben und du als schwangere darfst das erst recht sein, also mach dir nicht so viel gedanken, wenn es nicht gerade superpsychotische schübe auslöst. wenn du das nächste mal zum arzt gehst wegen deiner schwangerschaft, dann erzähl es ihm. er wird dir sagen, was du da tun kannst, abre ich glaube, es sind einfach die hormone.


    lg
    Geändert von chrissi21366 (04.11.2010 um 20:56 Uhr)

  4. #4
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    Hallo!

    Mich berührt dein Beitrag- ich habe mich in meiner Schwangerschaft in genau der gleichen Situation befunden wie du. Vor der Schwangerschaft taff und dann plötzlich völlig von der Rolle.
    Auch mein Mann hat sehr unter dieser Situation gelitten, wie sehr merkt man erst jetzt, wo eigentlich alles gut ist (und unser Kind auf der Welt).
    Du versuchst deine eigenen Ängste zu entkräften und mit Vernunft zu begegnen und merkst doch selbst, dass es nicht hilft.
    Ich habe mich damals meiner Frauenärztin anvertraut, die mir eigentlich einen sehr wichtigen Denkanstoß gab: in der Schwangerschaft sind solche Ängste ja noch "dein Ding", aber was ist wenn dein Kind da ist? Ist es wirklich nur ein "hormonelles Problem" , das sich auswächst (bei mir war es das nicht) oder wirst du dann die Ängste auf dein Kind übertragen?
    Ich hatte eine ganz, ganz tolle und sehr erfahrene Hebamme an meiner Seite und mit ihrer Hilfe und mit Hilfe der Entbindungsstation unseres Krankenhauses habe ich noch während der Schwangerschaft eine Therapie begonnen. Die Therapie dauerte an, bis mein Kind etwas über ein Jahr alt war. Und was soll ich sagen: Es geht mir ziemlich gut und mein Kind wächst mit einer entspannten Mutter auf.
    Vielleicht findest du ja auch einen Weg, dich jemanden anzuvertrauen, der dir mehr helfen kann als dein Partner, auch wenn du dich dafür zunächst schämst. Hast du eine Hebamme? Ich weiß jetzt nicht, wo du herkommst, aber vielleicht gibt es ja bei euch so etwas wie "Familienhebammen".
    Ich möchte dir Mut machen zu handeln, bevor deine Ängste chronisch werden oder du noch eine Depression gratis drauf zu bekommst (war bei mir so).
    Ich drück dir fest die Daumen!
    Schlossbesitzerin

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Schlossbesitzerin für den sinnvollen Beitrag:

    Anubis (05.11.2010),whysoserious? (05.11.2010)

  6. #5
    Neuling
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    Dankeschön ihr zwei

    Also ein bisschen "Monk" steckt ja denke ich in jedem von uns. Sprich wenn ich aus dem Haus gehe, schaue ich ob der Herd aus ist, wenn ich die Tür abschließe, dann schaue ich nach obs wirklich zu ist...
    Also nicht übertrieben.

    Wahrscheinlich sollte ich wirklich mal meinen Arzt darauf ansprechen. Es ist halt so blöd, dass ich mir gerade wegen dieser doofen Nadel meine schöne Zeit kaputt mache. Diese Nadell die es wahrscheinlich "gar nicht gibt".
    Das ist ähnlich wie mit der sauren Milch. Total abstrus sich darüber Gedanken zu machen...grrr. Ich krig schon glaub ne leichte Magenverstimmung deshalb weil ich dauernd daran denken muss. Aber ich nehme mir jetzt fest vor, dass ich nicht mehr daran denke. Hätte ich eine gegessen, hätte ich es gemerkt. Oder es würde mir doch schlecht gehen Punkt, basta.

  7. #6
    Neuling
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    Hallo Schlossbesitzerin,

    wow, dann geht es nicht nur mir so. Ich habe schon eine Hebamme, aber die habe ich erst einmal gesehen. Keine Ahnung ob ich mit ihr darüber reden kann...das müsste ich mal probieren. Und dann eben mit meiner Ärztin reden.
    Ich will nämlich auch nicht, dass ich die Schwangerschaft nicht mehr genießen kann bzw. wenn das Kind dann da ist eine totale Angstmutti zu sein.
    Auch wenn das schon ne ziemliche Überwindung ist darüber mit jemandem zu reden...

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