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Thema: Ich glaube meine Mutter hat psychische Probleme

  1. #1
    Neuling Avatar von Tenshi
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    Standard Ich glaube meine Mutter hat psychische Probleme

    Hallo liebe User!

    Ich weiß nicht recht, ob ich im richtigen Forum dafür bin - wenns falsch ist, verschiebt den Thread einfach.
    Ich öffne diesen Thread hier, da ich nicht sicher bin, ob meine Mutter psychische Störungen hat.
    Um nicht lange herumzureden, fange ich am besten einfach mal an.

    Angefangen hat alles 2006 als meine Oma ein Pflegefall wurde, meine Großmutter wohnte in einer Wohnung bei uns im Haus. Aus moalischen Gründen, hielten wir es für besser, wenn sie nicht in ein Pflegeheim bringen würden, sondern bei uns behielten. Sie war geistig noch vollkommen da - sie hatte nur eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr und hatte Probleme beim Gehen.
    Hinzu kam noch, dass mein Bruder Krankenpfleger ist und die Pflege die meiste Zeit übernehm. Zur Entlastung besprachen meine Mutter und ihre Geschwister sich und vereinbarten, dass mein Onkel und meine Tante sich am Wochenende um meine Großmutter kümmerten, damit meine Mutter wenigstens am Wochenende Ruhe hatte.
    Dazu muss aber gesagt werden, dass meine Tante mit ihren beiden Geschwistern (meine Mutter und mein Onkel) verstritten sind. Oma zu Liebe haben ise sich aber zusammengeraufft.
    Letztendlich muss gesagt werden, dass meine Tante sich nicht rictig um meine Oma gekümmert hat und schelchtes über meine Mutter bei meiner Großmutter erzählt hat. Schließlich ist meine Mutter dann in eine Depression gefallen und wollte auch gar nicht mehr mit meiner Großmutter sprechen. Mein Hausarzt hat das dann alles irgendwie geregelt, aber ich glaube richtig geheilt wurde meine Mutter nie bzw. kann man das überhaupt richtig heilen? So eine Depression?
    Schließlich verstarb einige Monate später meine Oma.
    Im Testament vermachte sie meinem Bruder, meiner Schwester und mir (Wir waren ihre einzigen Enkel; mein Onkel und meine Tante haben keine Kinder) eine beträchtliche Summe. Meine Tante, die, man muss es jetzt einfach so sagen, nur aufs Geld aus ist, zerrte meine Mutter vor Gericht und beschuldigte sie, dass sie meiner Oma schon zu Lebzeiten Geld gestohlen hatte. Meine Mutter musste sich ständig für etwas rechtfertigen was sie nicht getan hatte. Sie musste Aufstellungen machen, wo das Geld hingekommen ist (sie hatte die bankvollmacht meiner Oma) und solche Sachen. Meine Tante kam einfach nicht damit klar, dass ihr Erbe schmäler wurde, da wir drei Enkel ja etwas erbten. Und so wollte sie sich wieder das Geld beschaffen.
    Ihr könnt euch vorstellen wie sehr meine Mutter meine Tante inzwischen hasst. Es waren keine leichten zwei Jahre sag ich euch. Sie hatte immer wieder Zusammenbrüche - schließlich hatte sie schon genug zu tun, als meine Oma noch lebte und jetzt dachte sie, sie könnte endlich in Frieden ruhen.
    Immer wieder kamen Beleidigungen und Unterstellungen von der Anwältin meiner Tante - und obwohl meine Mutter sie hasst, tat es ihr auch gleichzeitig weh, dass ihre Schwester ihr so etwas antat.
    Der ganze Schriftverkehr ging über 2 Jahre bis es zur Gerichtsverhandlung kam. Natürlich gewann meine Mutter - sie hatte ja nichts verbrochen.

    Während des Schriftverkehrs bekam meine Mutter nochmal einen Sohn - es war ein Wunschkind und während der Schwangerschaft war sie auch richtig glücklich und nie schlecht gelaunt - selbst die Briefe vom Anwalt konnten sie nicht hinunterziehen, wenn denn wieder maleiner im Briefkasten lag.

    Doch als mein Bruder Ende 2007 geboren wurde war sie nicht mehr so glücklich, mein Bruder war sehr stressig. Er hat unglaublich wenig geschlafen - selbst heute mit fast 2 Jahren schläft er noch nicht durch, hnzukommt, dass er dauerhaft geschrien hat und wenig Muttermilch zu sich nahm.
    Mit ein paar erzieherischen Maßnahmen von uns allen (schließlich hat meine Mutter das große Glück und hat drei ältere Kinder) haben wir es dann doch geschafft. Zwar ist mein kleiner Bruder auch heute noch ziemlich aktiv und den ganzen Tag nur am plappern (und hinzu kommt noch die schreckliche Trotzphase =/) und essen tut er auch nicht richtig - aber es ist immerhin schon viel besser geworden.

    Gehen wir wieder einen Schritt zurück - im Testament meiner Oma stnd auch, dass meine Tante das Grab zu pflegen hat - dafür hat sie zusätzlich eine Geldsumme extra bekommen. Doch wenn ich am Friedhof vorbeigehe, erblicke ich ein grauenhaftes Bild. 2-3 kleine erbärmlcihe Pflänzchen stehen darauf. Meistens verwelkt und kaputt. Meine Mutter konnte das natürlich nciht mit lange ansehen und hat daraufhin einige Blumen und Pflanzen eingepflanzt bzw. daraufgelegt. Doch schon am nächsten Tag lagen die Blumen herausgerissen und einmal in der Mitte geknickt neben dem Grab.
    Meine Tante ist einfach nur kalt. Ich weiß nicht, wie man so frech und gemein sein kann.
    Und das trat jedes Mal auf, nicht nur einmal. Inzwischen hat mein Mutter aufgegeben Blumen auf ihr Grab zu legen.
    Jedes Jahr an Allerheiligen (bei uns ist es Tradition an die Gräbe der Verstorbenen zu gehen und für sie zu beten), steht auf dem Grab meiner Oma ein und die selbe Schale mit zwei Bändern auf denen steht "Zur Erinnerung" sowie die Namen meiner Tante und den ihres Mannes.
    Am liebsten würde ich diese Bandarole mit der Schere abschneiden, so eine Wut habe ich, wenn ich überlege was sie meiner Mutter angetan hat!
    Und das war dieses Jahr jetzt schon das vierte Mal in Folge!
    Meine Mutter ist inzwischen schon so weit, dass sie sie am liebsten verklagen würde, da sie das Grab nicht ordentlich pflegt, wir reden ihr das allerdings immer wieder aus und sagen ihr, dass sie es doch einfach ruhen lassen soll, doch ich weiß, dass meine Mutter sich immernoch Gedanken macht.

    Meine Mutter ist seitdem immerwieder schlecht drauf, fast jeden Tag schreit sie rum, ist zickig. Das ist aber auch das Resultat vom Schlafmangel, zumindest gehe ich davon aus. Meine Mutter schläft seit dem Tod meiner Oma höchstens nur noch 2-3 Stunden in der Nacht. Hinzu kommt noch die Laune meine kleinen Bruders, der einen manchmal in den Wahnsinn treiben kann.
    De Haushalt bleibt meistens liegen, den erledige meistens ich und mein Vater (meine beiden anderen Geschwister sind schon ausgezogen.) Sie erledigt nur die grundlegeneden Dinge wie Spülen, abtrocknen, Wäsche waschen, bügeln, Fenster putzen usw...
    Und selbst das ist ihr noch zu viel. Ständig redet sie von "Stress" - dabei finde ich, aht sie wirklich nciht viel zu tun, wenn ich mir manchmal Frauen ansehe die viel Stress im Beruf haben und noch zwei oder drei kleine Kinder zu verpflegen haben.
    Ihre größte Leidenschaft ist das Stricken. Sie strickt alles. Socken, Mützen, Schals, Hausschuhe. Dieses Jahr macht sie an drei gropßen Weihnachtsmärkten mit und möchte da ihre Strick- und Filzkunst präsentieren.
    Das hört sich vielleicht schön an, aber ich sehe sie zu 80% des Tagees nur stricken. Wenn ich von der Schule komme, strickt sie. Wenn sie nach dem Abendessen gespült hat, strickt sie. Ist das eine Sucht? Eine Sucht definiert sich ja dadurch, dass sie gesundheitsschädigend ist, das ist es ja in dem Sinne nicht.

    Dadurch schrenken sich natürlich auch meine Freiheiten ein. Ich erledige Aufgaben, die eigentlich meine Mutter machen müsste, und so bleibt mir imme rweniger Zeit für die Schule und fürs Abitur zu lernen.

    So, ein großes Problem und ich hoffe, einige von euch können mir helfen.
    Was soll ich machen? Ich meine - so kann es wirklich nicht weiter gehen =/

  2. #2
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    Standard Pause dringend erforderlich

    Ich glaube nach all dem Stress braucht deine Mutter mal eine richtige Pause.
    Ihr Kinder helft schon sehr viel und nehmt eurer Mutter viel ab, aber spannt sie in der Zeit auch richtig aus?
    Sie müsste es sich irgendwie einrichten, dass sie einmal die Woche etwas für sich macht, wobei sie ganz in Ruhe ist, vielleicht auch eine Freundin trifft mit der sie über alles reden kann. Vielleicht kann irgendjemand auf euren kleinen Bruder aufpassen? Jemand außerhalb der Familie denn ihr habt schon so soviel Stress. Oder informiere dich über soziale Familienhilfe in deiner Umgebung. Man muss nicht immer ein sozialer Problemfall sein um Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Es ist sehr schlimm, dass nach dem Tod deiner Oma, der ja schon schlimm genug ist, deine Tante soviel Schwierigkeiten macht.
    Jemand der Blumen vom Grab reißt, nur weil sie von jemand anderem dort hingepflanzt wurden und diese zerknickt muss schon wirklich sehr grausam sein.
    Du brauchst auch dringend irgendeine Ruhezone damit du gut lernen kannst.
    Es ist sehr schwer in solchen Phasen die nötige Konzentration aufzubringen.
    Ich hoffe du bekommst das hin mit dem Abi.

  3. #3
    Neuling Avatar von Tenshi
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    Standard

    Das mit der Familienhilfe habe ich mir auch schon überlegt - nur habe ich keine Ahnung wie und wo man sich da informieren kann und wie "beichte" ich das meiner Familie? Die halten mich doch sicher für verrückt.

  4. #4
    Neuling
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    Standard Antwort

    Man kann sich beim Sozialamt oder evtl. auch Jugendamt oder Caritas darüber informieren denke ich. Oder vielleicht findest du ja im Internet was.
    Das mit dem Beichten ist sehr schwer. Die anderen bekommen das evtl. in den falschen Hals. Das muss man riskieren. Ich denke mit Hilfe ist die Situation leichter zu ertragen.
    Ich war vor Jahren in einer ähnlichen Lage. Ich habe damals dreimal meine Zwischenprüfung im Studium versemmelt, da ich mir keine Hilfe geholt habe. Ich dachte ich schaff das alles allein. Man muss sich nicht schämen oder schwach vorkommen wenn man Hilfe in Anspruch nimmt. Ist auch für mich manchmal leichter gesagt als getan.

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