Hallo liebe Forum User von nah und fern …
Na da habe ich hier ja glaube ich genau das richtige Forum über Google gefunden, na mal schauen, ob es mir behilflich ist.
Also wie vermutlich für mein Krankheitsbild typisch, platze ich gleich mal mit der Tür ins Haus und hoffe, dass man mit meiner Art nicht zu große Schwierigkeiten hat. Wenn nicht entschuldige ich mich lieber schon mal im Voraus, denn ich habe heute bestätigt bekommen, dass ich einen an der Waffel habe, soll heißen ich bin nicht normal.
Das Ganze hört sich lustig an, und auch wenn ich es selber geschickt überspiele, ist es höchstwahrscheinlich bitterer Ernst, der zu einem (meinem) Problem führt.
Zu erst sollte ich mich vielleicht mal kurz vorstellen … Ich bin männlich, 1977 geboren und komme aus Berlin. Ich führe meinen Haushalt alleine, bin momentan in keiner festen Beziehung, habe einen bunt gemischten Freundeskreis und komme aus der sozialen Unterschicht (Hartz 4). Wäre ich nicht streng gläubig, würde ich vermutlich mit meinem Leben aus Unwissenheit sehr zufrieden und glücklich sein. Gott Lob, dass er mich errettet hat.
Nun zur Vorgeschichte meines Problems:
Wie schon erwähnt, ich bin seit ca. 8 Jahren überzeugter Christ. Vor dieser Zeit verlief mein Leben sehr abenteuerlich und chaotisch. Ich denke mal, Details sind unnötig, da sich jeder darunter in meiner Altersklasse vorstellen kann, was da so bei mir abging. Party, Sex, Drogen und das ständige Verlangen nach Vergnügen und guter Laune um mal die Oberbegriffe zu nennen. Durch ein einprägsames Ereignis in Form einer spirituellen Vision, von der ich heute absolut überzeugt bin, dass sie real war, hat sich mein gesamtes Leben absolut zum Positiven für mich und die Gesellschaftsnorm verändert. Mein Leben hat sozusagen eine Struktur und einen Sinn bekommen. Ich kann heute sagen, dass ich Gott sehr dankbar dafür bin.
Dieser Art „Reifeprozess“ auf der Suche nach Selbstverwirklichung im Kontext mit meinem Glaubensverständnis führt mich allerdings auch zu unliebsamen Erkenntnissen. Um die Sache auf den Punkt zu bringen: Die himmlische Kraft hat mich nach einem Vergebungs- und Bittgebet, hilfreich gezwungen meine „persönliche Unzufriedenheit“ und daraus entstehenden „Sünden“ zu erforschen. Das Resultat war erschreckend!
Ich bin sozusagen aus meiner selbst gestalteten Scheinwelt ausgetreten. Es war wie, als ob man mir den Schleier von den Augen genommen hat.
Ich leide höchstwahrscheinlich, seit meiner Kindheit an einer psychischen Krankheit, die sich Persönlichkeitsstörung nennt. Es handelt sich dabei um eine leichte Form vom Typ: anankastische und histrionische Störung. Die Hauptursache liegt darin, dass ich zu schwach bin, den abverlangten gesellschaftlichen Leistungsdruck durchzuhalten. Diese Schwäche vertusche ich z.B. durch Imponiergehabe und Überheblichkeit. Ich kann zu meinen Schwächen nicht stehen, weil ich mich für minderwertigerer halte, da ich nichts wirklich im Leben von selber erreicht habe. Was mir fehlt und was ich lernen muss, ist „Zielstrebigkeit“.
Wie komme ich auf diese Diagnose?
Durch Selbstanalyse in dem Ich dank Gottes Hilfe zur Ehrlichkeit gefunden habe und darauf zu „Wikipedia“.
Nun stellt sich die Frage, ob ich weltliche Hilfe benötige?
Ich streite nicht ab, dass ich es nicht für möglich halte, wäre ich kein Christ, mich trotz dieser Erkrankung durchs Leben zu Schlawinern. Da ich aber nun mal Christ bin, ist diese Krankheit unvereinbar mit meinem Glauben, da sie definitiv zur Sünde führt. Das sieht dann so aus, dass ich Mitmenschen durch mein Verhalten verletze, um es noch harmlos auszudrücken.
Theologisch sprechen wir von: Hochmut, Neid und Völlerei.
Das ist für Satan natürlich leicht, mich als Werkzeug zu benutzen.
Eine Therapie schließe ich aus drei Gründen von vorneherein aus.
Der erste und wichtigste Grund. Sie ist nicht mit dem Glauben verträglich.
Sie würde zu noch mehr Problemen auf gesellschaftlicher Ebene führen
Sie zeigt laut Studie wenig Heilungserfolg und beschränkt sich auf Unterdrückung der Symptome.
Wo ich aber nicht drum rum komme und was ich jetzt auch eingesehen habe, dass es sehr wichtig für mich ist, um mich zu heilen, dass ich praktische Hilfe benötige, um zu lernen, wie man „zielstrebiger“ wird.
Daher meine Frage:
Wie wird man zielstrebiger?
Danke und Gruß….


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


) genug Aufforderrungen keinen zu engen Horizont zu haben.


Lesezeichen