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Thema: Ich hab keine richtigen Freunde

  1. #1
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    Unglücklich Ich hab keine richtigen Freunde

    Hi ich bin 18 Jahre alt und mach dieses jahr mein Abi.
    Ich bin durch meine Eltern Marokkaner, aber fühle mich als Deutscher,
    weil ich hier aufgewachsen bin und auch hier lebe.Auch bin ich ein wenig schüchtern wenn ich neue leute kennen lerne aber beim 2. treffen bin ich emisten schon offen und kann mich normal unterhalten.
    Das war erstmal kurz zu meiner Person.

    Mein Problem ist das ich keine richtigen Freunde habe.
    Ich hab niemanden den ich anrufen könnte oder fragen könnte ob wir mal was unternehemen könnte.Und das seit der Mittelstufe,ich hab zwar Freunde aber nicht so welche denen ich micht anvetrauen könnte.Keiner den ich kenne will wirklich was mit mir unternehmen.Die meisten die ich kenne, kenne ich nur von der Schule und von denen weiß ich auch nur wie sie heißen und Grundsachen
    und das andersrum. Die meisten wissen wahrscheinlich nicht mal wie ich mit nachnamen heiße.
    Zwar habe ich in der Schule immer jemanden zum reden aber sobald mehrere da sind werd ich fast schon ignoriert.Sie reden alle was sie zusammen in der Freizeit gemacht und was passiert ist und kann nicht mit reden,machnmal machen sie auch Termine wann sie sich wieder treffen da werden alle gefragt ob diese kommen auser ich,egal ob es nurmal drausen zum treffen oder der 18 geburtstag von jemanden ist.
    Ich hab auch das Gefühl das die meisten eh nur über mich schlecht reden und nur zu mir kommen wenn sie was brauchen und wenn ich mal an mich denke diese sofort wütend werden rum lästern und rummaulen.
    Wenn ich mal meine Interessen da durchsetzen will oder Ideen hab werden diese völlig abgelehnt ohne darüber nachzudenken.
    Auch werd ich manchmal offensichtlich ausgegrenzt und das wegen meiner herkunft und meiner Meinung.
    Die meisten Deutschen wollen mit mir nichts zu tun haben da ich anscheinnend nur ein Ausländer bin,und die Ausländer sehen mich als deutschen weil ich nicht so religiös bin und die gleichen sachen mache wie sie.
    Aber auch in der Freizeit ist das so ich treff jemanden vieleicht mal,weil ich wie neulich angefangen ins fitnessstudio zu gehen, aber wirklich in kontakt komm ich nicht weil mir nichts einfällt worüber ich reden soll.
    In meiner Kindheit genau so, ich wurde nie abegholt und zum spielen gerufen(zu der zeit als kinder noch keine handys hatten, ich gehört noch zu diesem jahrgang),nur wenn die anderen was wollten wie nen ball oder damals sollte ich immer den gameboy mit rausnehmen da alle spielen wollten.

    Und das Thema mädchen muss ich wohl garnicht mehr erwähnen.

    Naja ich könnte noch die ganze zeit so weiter schreiben aber das ist ungefähr wie es bei mir mit freunden aussieht.

    Was meint ihr dazu oder denkt ihr dazu

  2. #2
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    Nya, das Problem ist wenn du durch deine Schüchternheit nicht viel redest, dann weckst du in den anderen Menschen auch kein Interesse an dir. Das hat dann natürlich die Folge, dass sie dich nicht einladen, weil sie dich einfach noch gar nicht einordnen können. Eventuell denken sie sogar, dass das nichts für dich wäre.

    In der Schule "beliebter" sein ist immer so ein Problem. Viel anderes als mehr aus sich rausgehen und die Schüchternheit ablegen hilft da nicht, es sei denn es gibt noch ähnlich schüchterne Personen in der Klasse, dann kann man sich meistens zusammentun.

    Allgemein Freunde finden tut man in der Regel über gemeinsame Interessen. Folglich musst du dich zunächste für etwas interessieren, sonst wird das mit Freunden finden schonmal nichts. Zudem sollte man auch unbedingt von dem Gedanken "Freunde=Brauchen" wegkommen. Wenn man etwas unbedingt will, will man es nur noch, um es zu haben. Wenn aber ein richtiger Grund fehlt, kann das nichts werden. Ich will jemanden als Freund, weil ich ihn interessant finde und nicht umgekehrt ("Ich finde ihn interesant weil er mein Freund sein will" <-- das geht nicht). Finde ich aktuell keinen Interessant will ich auch keinen als Freund.

    Jetzt wirst du sagen, Freunde braucht man aber, um mit ihnen zusammen was zu unternehmen. Das ist aber wieder falschherum gedacht. Erst unternimmt man einfach etwas, was einen interessiert und dadurch lernt man dann Freunde erst kennen.

    Das mit der Schüchternheit ist eine ganz andere Geschichte, sowas muss man sich einfach abtrainieren. Da gibt es viele Wege, zum Teil einfach "Just do it", also es einfach immer wieder versuchen, bis es klappt, zum anderen gibt es die Variante über Selbstbewusstsein aufbauen -> Dinge für sich selbst machen, sich selbst Komplimente machen, sich Dinge suchen in denen man gut ist, bis man davon überzeugt ist, dass man ein toller Mensch ist. Viel Selbstbewusstsein entspricht weniger Schüchternheit.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Rya.Reisender für den sinnvollen Beitrag:

    free 93 (10.01.2012)

  4. #3
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    Ich war mal in einen jungen Mann verliebt. Wir haben uns immer in der Kirche gesehen. Monatelang haben wir uns nur angesehen, gegrüßt. Ich war unsicher, ob ich mir das nur einbilde. Dann habe ich den ersten Schritt gewagt und ein Gespräch mit ihm angefangen, obwohl ich das schade fand. Ich wollte als Mädchen gern, dass eigentlich er den ersten Schritt tut. Der ist ja auch wirklich nicht leicht. Und einmal haben wir uns sogar getroffen. Ich habe ihn dann Dinge gefragt:" Was hörst du gern für Musik?" "Ach, so Verschiedenes". "Erzähl mal was von dir." "Ach, da gibt es nicht viel zu erzählen." Das einzige, was ich wirklich rausgefunden habe, ist, dass er sonntags immer bei Mutti Mittag bekommen hat. Ich war sehr enttäuscht. Ich glaube heute noch, dass er als Mensch eine Perle ist. Aber ich konnte irgendwie gar nichts mit ihm anfangen, über gar nichts richtig mit ihm reden. Ich fand das auch anstrengend für mich.

    Ich denke, du solltest, bevor du Freunde suchst, zunächst dich selbst als Freund finden. Wie RyaReisender geschrieben hat, rausfinden, was dich interessiert. Zu dir selbst gut sein, dir selbst ein Freund sein, dich selbst spüren. Wer bin ich? Was macht mich aus? Was sind meine Wurzeln? Was wächst aus diesen Wurzeln? Und versuch mal, konsequent das Negative wegzulassen. Das heißt ja nicht, das man naiv ist. Aber was bringt es dir, dir zu sagen: weil ich einen marokkanischen Hintergrund habe, werde ich abgelehnt.? Ich weiß nicht, ob das an deiner Schule wirklich so ist. Aber ich glaube, dass es für deine Seele schädlich ist, sich auf diesen Aspekt zu konzentrieren. Ich denke nur, dass es dir guttun könnte, wenn du dich zunächst mit dir selbst beschäftigst und lernst, dich selbst mögen.

    LG, JeffB.
    Sorge gut für dich selbst. Sonst tut es niemand!

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